Stadtfeste - Merkmale und Angebote

Junges Paar in Trachtenkleidung auf Rummel in Schießbude

Klassische Attraktionen auf einem Stadtfest und Tipps zur Organisation eines Straßenfestes

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  • von Paradisi-Redaktion

Ein Stadtfest wird für die Bewohner einer Stadt - und in vielen Fällen reisen auch Besucher aus anderen Städten an - veranstaltet. Meist findet es übers Wochende statt und bietet zahlreiche Attraktionen und Angebote für Klein und Groß. Als kleinere Variante eignet sich das Straßenfest, welches man auch selbst organisieren kann. Informieren Sie sich über die Merkmale und Angebote eines Stadtfestes und lesen Sie, was bei der Organisation eines Straßenfestes zu beachten ist.

Stadtfeste - Merkmale und Angebote

Bei einem Stadtfest handelt es sich um eine Veranstaltung, die von der Stadt für ihre Bewohner organisiert wird. Die Veranstaltungstage liegen meist an den Wochenenden und locken auch Besucher aus den angrenzenden Gebieten an.

In der Regel handelt es sich um Ganztagesveranstaltungen, die abends mit einem besonderen Highlight, zum Beispiel dem Auftritt einer Liveband oder einem Feuerwerk abschließen. Es gibt eine Vielzahl an Ständen und Attraktionen inklusive ot speziellem Programm für Kinder.

Auch für das leibliche Wohl ist in Form von unterschiedlichen Angeboten gesorgt. Mittlerweile gibt es diesbezüglich je nach Ort und Größe der Veranstaltung diverse Besonderheiten, wie zum Beispiel Foodtrucks oder Stände mit Cocktails etc.

Der Eintritt ist frei. Typisch ist eine Programmgestaltung im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntages, sodass die Stadt auch aus einkaufstechnischen Gründen zu einem starken Besuchermagnet wird.

Essen

Spezialitäten und Bewirtung: Sehr wichtig ist es, dass die Besucher eines Stadtfestes eine gute Bewirtung vorfinden. Diese sollte so vielfältig wie möglich sein. Auf keinem Stadtfest fehlen darf der obligatorische Würstchenstand, der vor allem von Kindern gerne frequentiert wird.

Die obligatorische Currywurst darf nicht fehlen
Die obligatorische Currywurst darf nicht fehlen

Besonders attraktiv ist es jedoch auch, fremdländische Spezialitäten anzubieten. Diese können

  • vom griechischen Gyros
  • über den türkischen Döner
  • bis hin zum französischen Flammkuchen und
  • der italienischen Pizza

reichen. Je besser das Bewirtungsangebot ist, desto länger wird der Besucher auf dem Stadtfest verweilen. Wie bereits erwähnt manchen sich auch Foodtrucks sehr gut auf einem Stadtfest. Diese bieten Speisen aus den unterschiedlichsten Bereichen an, wie zum Beispiel Burger, aber auch vegane Ernährung. Zudem gibt es auch eine Vielzahl an süßen Speisen.

Döner als häufige Verpflegung an Stadtfesten
Döner als häufige Verpflegung an Stadtfesten
Zuckerwatte und gebrannte Mandeln

Lecker duftende, süße und klebrige Attraktionen wie die Zuckerwatte und die gebrannten Mandeln dürfen auf keinem Stadtfest fehlen. Allein ihr Geruch lockt schon die Besucher an. Sehr schön ist es, sich an einem solchen Stand länger aufzuhalten und bei der Herstellung der Leckerei zuzuschauen.

Die Zuckerwatte ist bei jung und alt beliebt
Die Zuckerwatte ist bei jung und alt beliebt

Getränke

Wer isst, bekommt auch Durst. Getränkestände auf Stadtfesten sind immer große Publikumsmagnete und meistens auch der Treffpunkt für Verabredungen. Hier werden sowohl akoholfreie als auch alkoholhaltige Getränke ausgeschenkt. Sehr attraktiv ist hier das Fassbier, aber auch Glühwein oder Bowle erfreuen sich je nach Jahreszeit einer großen Nachfrage.

Immer beliebter werden in diesem Zusammenhang auch spezielle Wagen bzw. Buden mit Cocktails oder Wein. Es handelt sich praktisch um mobile Bars, die bei den Kunden keine Wünsche offen lassen. Auch Wagen mit Kaffeespezialitäten zählen zum Angebot.

Fahrgeschäfte

Auf einem gelungenen Stadtfest sollte es zumindest ein bis zwei Fahrgeschäfte geben. Kindern wird schnell langweilig, hier können sie jedoch beschäftigt werden.

Für Erwachsene ist das Boxautofahren eine einfach zu realisierende Alternative. Beachten Sie als Veranstalter jedoch unbedingt die gesetzlichen Vorschriften und holen Sie sich die entsprechenden Genehmigungen ein.

Die Fahrgeschäfte sind besonders bei Kindern und Jugendlichen beliebt
Die Fahrgeschäfte sind besonders bei Kindern und Jugendlichen beliebt

Ponyreiten und Streichelzoo

Ebenfalls sehr beliebt bei der jüngeren Zielgruppe sind das Ponyreiten und der Streichelzoo. Sie sollten in einem eigens abgetrennten Bereich stattfinden. Mit etwas Glück finden sich hier regionale Tierhalter, die ihre Tiere zur Verfügung stellen, und damit für ihr Unternehmen werben können.

Schießbuden

Das klassische Highlight auf jedem Straßenfest ist die Schießbude. Man findet sie meist nicht im Zentrum des Stadtfest, sondern an einem geschützteren Ort. Die riesigen Plüschtiere, die von den Gewinnern stolz über das Fest getragen werden, sorgen für ausreichend Aufmerksamkeit.

Schießbuden sind sehr beliebt
Schießbuden sind sehr beliebt

Livemusik und Feuerwerk

Den Tag über gibt es in der Regel diverse Auftritte, bei denen auch Kinder ihr Können unter Beweis stellen können. Typisch sind diverse Tanzgruppen sowie Musikkapellen. Nicht selten tritt abends eine Coverband auf, die die Gäste mit aktuellen Hits versorgt. Das Feuerwerk bildet meist den Abschluss des gesamten Stadtfestes.

Möchte man es etwas kleiner halten, bietet sich ein Straßenfest an - dieses lässt sich unter Umständen auch selbst organisieren...

Ein Straßenfest organisieren

Ein Straßenfest kann man im Prinzip direkt vor der eigenen Haustür organisieren. Natürlich fällt es deutlich kleiner aus als ein professionell geplantes Stadtfest; es hat aber auch seine Vorzüge, und wenn man sich in der Nachbarschaft zusammentut, kann man einiges auf die Beine stellen.

Damit man ein Stadtfest im privaten Rahmen feiern darf, muss an sich an die Vorgaben halten,

  • nur die direkte Nachbarschaft einzuladen
  • keine öffentliche Werbung zu machen und
  • Getränke und Speisen zum Selbstkostenpreis zu verkaufen.

Gewinn zu erzielen, darf somit nicht das Bestreben sein. Wichtig ist zudem, dass das Fest zuvor bei der Stadt beantragt wird. Des Weiteren muss man auf das Freihalten von Zufahrtswegen für Rettungswagen und Feuerwehr achten.

Ein Straßenfest eignet sich natürlich am besten für die Sommermonate. Falls das Wetter dennoch nicht mitspielen sollte, ist ein Ersatztermin in Erwägung zu ziehen.

Speisen und Drinks kann man je nach Größe des Festes in der Nachbarschaft untereinander aufteilen, sodass jeder etwas zubereitet. Handelt es sich um eine größere Veranstaltung, ist die Buchung eines Cateringservices zu empfehlen. Ebenfalls notwendig sind entsprechend Biertischgarnituren.

Für den Auf- und Abbau der einzelnen Tische, Stände und Co. sollte man möglichst viele Helfer zusammentrommeln; Gleiches gilt für die Dekoration. Als Showacts bieten sich

an. Besonders die kleinen Besucher freuen sich über solche Programmpunkte und die Eltern haben dadurch die Möglichkeit, in Ruhe zu plaudern.

Paderborn: Schneeballschlacht mitten im Sommer

Am 25. und 26. August findet in Paderborn anlässlich des Nordrhein-Westfalen-Tages ein Schneeballschlachtturnier statt, bei dem bis zu 32 Mannschaften mit jeweils drei Teilnehmern gegeneinander antreten.

Dafür werden rund sieben Tonnen Schnee von einer benachbarten Skihalle geliefert. Die Organisatoren rechnen mit rund 300.000 Besuchern bei den NRW-Tagen, an denen sich Vereine und Organisationen aus der Gegend sowie aus ganz NRW vorstellen.

Wittenberger Stadtfest mit Festumzug "Luthers Hochzeit"

Beim 15. Wittenberger Stadtfest in Sachsen-Anhalt haben zirka 100.000 Zuschauer "Luthers Hochzeit" gefeiert. Der Höhepunkt war der Festumzug, bei dem über 2.000 Personen teilnahmen.

Johannes Winkelmann, der Geschäftsführer des Wittenbergers Kulturvereins, sagte, dass dies einer der größten Umzüge der letzten Jahre war. Der Mittelpunkt dieses Umzugs war das Hochzeitspaar Luther mit seiner Frau Katharina von Bora, die von den Laienschauspielern Christiane Dalichow (29 Jahre) und Jürgen Donde (54) dargestellt wurden. Martin Luther hatte am 31.10.1517 an die Schloßkirche von Wittenberg seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel der Kirche angeschlagen, was der Beginn der Reformation war.

Neben dem Festumzug wurde auf mehreren Bühnen ein vielfältiges Programm angeboten, dazu konnte man historische Handwerkskunst sehen und für das leibliche Wohl wurde auch bestens gesorgt.

Tomatenschlacht in Spanien

Auch in diesem Jahr haben sich wieder in der ostspanischen Stadt Bunol bei der traditionellen Tomatenschlacht, die weltweit größte "Tomatina", mehr als 40.000 Menschen das rote Gemüse an den Kopf geworfen.

Für dieses Fest, bei der auch die spanische Nationalmannschaft im Wasserball teilnahm, wurden etwa 120 Tonnen überreife Tomaten bereitgestellt, damit sich die Touristen und Einheimische damit bewerfen konnten. Das ganze Spektakel dauerte eine Stunde, danach mussten die weißen Fassaden der Häuser gereinigt werden.

Für die "Kämpfer", meistens mit nacktem Oberkörper, standen provisorische Duschen bereit oder man sprang einfach in den nahgelegenen Fluß.

Spring Break - amerikanischer Partykult bald auch in Deutschland

Spring Break - das ist das Partyereignis schlechthin in den Vereinigten Staaten. So feiern zu diesem besonderen Anlass Jahr für Jahr hunderttausende von partyhungrigen Jugendlichen auf exzessiven Partys hemmungslos und machen die Nacht zum Tag.

Und was den Jugendlichen in Übersee gefällt, kann auch bei uns in Deutschland nicht verkehrt sein. Und so kommt der Partykult aus den USA in diesem Jahr erstmalig auch in deutsche Lande. Insgesamt werden bei uns 65 Spring Break Events stattfinden.

Auch die Kolumbianer feiern ein Tomatenfest

Ähnlich wie die Spanier in der kleinen Stadt Bunol bei Valencia, feiern auch die Menschen in dem kleinen Dorf Sutamarchan in Kolumbien ein "Tomatenfest". Aber die Einwohner des Dorfes treffen sich dafür in ihrem Stadion, wo sich dann etwa 500 Teilnehmer mit den überreifen Tomaten, die man auch nicht mehr verwerten kann, gegenseitig bewerfen und beschmieren.

Das ganze Spektakel dauert zirka eine Stunde und danach stehen die leicht bekleideten Teilnehmer in dem knöcheltiefen roten Matsch.

Das Oktoberfest ist eröffnet!

Am 19. September eröffnete Münchens Oberbürgermeister Christian Ude um 12 Uhr traditionell das Oktoberfest auf der Theresienwiese. Nach nur zwei Schlägen hieß es "O'zapft is!" und das größte Volksfest der Welt konnte beginnen. Wie jedes Jahr ist der Besucheransturm kaum haltbar und schon wenige Stunden nach der Eröffnung mussten einige Festzelte wegen Überfüllung schließen. Wahre Wiesn-Vernarrte warten dabei schon Stunden und Tage, um einen Platz im Zelt zu ergattern.

Dabei ist das Maß Bier gar nicht mal so günstig. In diesem Jahr bringen es die Preise bis auf 8,60 Euro hoch. Das Fest geht mit 624 Schaustellern, Fahrgeschäften, Essensständen und unzähligen Litern Bier noch bis zum 4. Oktober. Vorsicht gilt neben dem Alkoholkonsum auch aufgrund der Schweinegrippe und angeblicher Terrorgefahr bei großen Menschenansammlungen.

Vor 800 Jahren wurde in Neuss der Grundstein vom Quirinusmünster gelegt

Am 9. Oktober 1209 wurde in Neuss am Rhein der Grundstein des Quirinus-Münsters gelegt. Das Münster ist eine der bedeutendsten spätromanischen Kirchen am Niederrhein, wenn nicht sogar Deutschlands, und ist das Wahrzeichen der Stadt.

Die Fertigstellung war im Jahr 1230. Am vergangenen Wochenende wurde zuerst am Freitag ein feierliches Hochamt und an den Tagen darauf ein mittelalterliches Fest gefeiert, wo Handwerker und Händler auf dem Markt ihr reichliches Sortiment, wie Silberschmuck, feine Tücher und Haarspangen anboten. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt und Gaukler und Menschen in Ritterkleidung sorgten für Unterhaltung.

Am Sonntag fand auch ein besonderer Höhepunkt statt, die Pferdeprozession, wo 50 Reiter vor dem Münster den kirchlichen Segen bekamen, weil der Heilige Quirinus auch als der Schutzpatron der Ritter galt.

Zur 650-Jahr-Feier im sächsischen Markneukirchen wird eine riesige Geige gebaut

Instrumentenbauer aus 16 Unternehmen waren am Bau der Riesengeige von Markneukirch beteiligt

Am 6. Juni feiern die Einwohner von Markneukirchen ihre 650-Jahr-Feier, der Ort liegt südöstlich von Plauen im Vogtland und hat etwas über 6.700 Einwohner, und für diese Feier wird extra eine "riesige" Geige gebaut, die 4,16 Meter groß sein wird. Wie die Stadtverwaltung auch mitteilt, sind auch 16 Firmen von Instrumentenbauern aus der gesamten Umgebung an diesem Projekt beteiligt, denn diese Geige soll auch bespielbar sein. Ein Problem muss noch gelöst werden und zwar der Geigenbogen. Die riesige Geige besteht aus Fichtenholz, Ebenholz und Ahorn.

Erster Zusammenschluss deutscher Geigenbauer

Der Ursprung der Herstellung von Musikinstrumenten geht bis in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges zurück, so haben sich seinerzeit 12 Geigenmacher aus Graslitz im Jahr 1677 zur ersten Innung der Geigenbauer in Deutschland zusammengeschlossen. Nach 1700 wurden in dem Ort nicht nur Geigen, sondern alle Arten von Orchesterinstrumenten hergestellt und der Export blühte, so dass sogar Amerika in den Jahren 1880 bis 1918 dort ein Konsulat hatte.

In dem Ort ist auch das Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen zu besichtigen und auf dem Oberen Berg in Markneukirchen befindet sich die älteste 14 Meter hohe Bismarcksäule Sachsens, die im Jahr 1900 errichtet wurde und heute noch als Aussichtsturm benutzt wird.

Riga: Blondinen bevorzugt auf dem "Go Blonde"-Festival

Blondinen bevorzugt - so zumindest in Lettlands Hauptstadt Riga, denn dort findet am 28. und 29. Mai 2010 das "Go Blonde"-Festival statt.

Auf unzähligen Partys in den angesagtesten Clubs der Stadt, einem Autokorso oder einer groß angelegten Blondinen-Parade können sich alle echten und auch unechten Blondinen mal so richtig gebührend feiern lassen.

Höhepunkt der Feierlichkeiten ist übrigens ein Double-Wettbewerb der wohl bekanntesten Blondine überhaupt: Marylin Monroe. Und wie sollte es auch anders sein, sind die Damen dazu aufgefordert, sich möglichst pink und möglichst knapp bekleidet zu zeigen. Barbie lässt grüßen...

Brandenburg - Standbesitzer will die Veranstalter wegen schlechter Einnahmen verklagen

Stadtfest in Bad Liebenwerda führte zu enormen Verlusten der Stand- und Ladenbesitzer

Richter Hammer auf Gesetzesbuch
Gavel and law book isolated on white background. Shallow DOF © Rafa Irusta - www.fotolia.de

Beim Stadtfest des Kurortes Bad Liebenwerda in Brandenburg fühlten sich einige Stand- und Ladenbesitzer vom Veranstalter übers Ohr gehauen. Ein Standbetreiber möchte nun sogar gegen den Veranstalter klagen, weil er mit den geringen Einnahmen sogar Verluste zu verbuchen hatte.

Enttäuschte Erwartungen

Laut Vertrag habe er die Standgebühren für ein vier Tage andauerndes Stadtfest mit anschließendem Feuerwerk bezahlt, seinen Erwartungen nach also ein riesengroßes Spektakel mit hohem Besucherandrang. Doch am ersten Tag war so gut wie gar nichts los und am letzten Tag, an dem das Feuerwerk stattfand, gab es ein anderes Fest in der Nähe, was die Besucher wohl eher angelockt hatte und auch da ließen die Kunden auf sich warten. Nun kann er mit seinen Einnahmen kaum die hohen Standgebühren bezahlen und möchte gegen den Betreiber klagen.

Auch ansässige Ladenbesitzer sind sauer und haben Verluste wegen des Stadtfestes in Kauf genommen. Durch die zahlreichen Absperrungen auf den Straßen konnte kaum ein Besucher die Läden, die außerhalb der Abgrenzungen lagen, besuchen.

Städte wetteifern um den Sieg für das größte Public Viewing

Public Viewing zur Fußball Weltmeisterschaft

Zuschauer, Fußballfans im Stadion
Fußball, Fans, Zuschauer, Köln © Blacky - www.fotolia.de

Während der Weltmeisterschaft im Jahre 2006 weiß jeder was der Begriff Public Viewing bedeutet. Fussballfans kommen zusammen, ob draußen unter freiem Himmel oder in Kneipen und Bars, und verfolgen gemeinsam die Spiele auf einer großen Leinwand.

Bei der letzten WM holte sich Berlin mit seiner Fanmeile am Brandenburger Tor den Titel für das größte Public Viewing Event Deutschlands. Dieses Jahr sind allerdings ein paar Einschränkungen vorgesehen und andere Großstädte machen der Hauptstadt den Sieg streitig.

Städte wetteifern

Die Fanmeile in Berlin wird dieses Jahr erst zum 23. Juli eröffnet, so lange müssen sich die Fussballfans vor dem Olympiastadion tümmeln, wo nur etwa 40.000 Zuschauer Platz finden. Außerdem wird das Event diesmal nicht bis zum Brandenburger Tor gehen, es wird also wesentlich kleiner ausfallen als vor vier Jahren.

Hier kommt Hamburg ins Spiel. Mit dem Heiligengeistfest und Platz für fast 70.000 Fans will die Stadt dieses Mal den Sieg holen.

Auch München ist mit im Rennen um den Titel für die größte Fanmeile. Hier lädt man ins Olympiastadion ein, wo zwei Riesenleinwände für 60.000 Zuschauer bereitgestellt werden könnten. Allerdings beschränkt sich dieses Event nur auf das Finale und die Zuschauer müssen Eintritt bezahlen.

Selbst die Stadt Köln lässt sich diesen Wettkampf nicht entgehen und kontert mit ihrem Public Viewing in der Lanxess Arena. Insgesamt können bis zu 33.000 Zuschauer kostenlos dabei sein. Hier werden nur die Spiele der deutschen Mannschaft, sowie alle Spiele ab dem Viertelfinale gezeigt.

Auf dem Marktplatz in Wittenberg werden 800 Martin- Luther-Plastiken aufgestellt

Die Bronzestatuen von dem Reformator Martin Luther und seinem Mitstreiter Philipp Melanchthon werden zur Zeit restauriert. Damit aber die Wittenberger ihren Luther auf dem Marktplatz nicht vermissen, hat der Künstler Ottmar Hörl 800 Luther-Plastiken angefertigt, die dort aufgestellt werden und die man auch kaufen kann, denn die Plastiken sind nur etwa einen Meter groß und unterscheiden sich nur in den Farben. Der Preis für einen solchen "Luther-Zwerg" liegt bei 250 Euro und 100 Interessenten haben sich auch schon gemeldet.

Die Aktion wird vom 14. August bis zum 12. September dieses Jahres dauern. Wie der Künstler Hörl, Jahrgang 1950, berichtet, erhalten alle Oberbürgermeister aus der ganzen Welt, wenn sie am Eröffnungstag in Wittenberg auf dem Marktplatz erscheinen, eine dieser Plastiken in schwarzer Farbe.

Chinafest in Düsseldorf aus Gründen der Trauer um Loveparade-Opfer abgesagt

Die Loveparade-Tragödie zieht einen Schatten über ganz NRW. So wurden in Düsseldorf jetzt aus Gründen der Trauer zwei Veranstaltungen vorerst auf Eis gelegt. Das Chinafest, das für den 9. Oktober angedacht war, wird nicht ausgetragen werden.

Da bei dem Unglück in Duisburg zu den Opfern auch eine Chinesin aus Düsseldorf gehörte, ist der chinsesiche Generalkonsul gegen eine Austragung der Feierlichkeit. Zu groß sei die Trauer der chinesischen Gemeinde. Auch die Wirtschaftskonferenz, die für den 8. Oktober geplant war, findet nicht statt.

Gladiatoren kämpfen in Trier beim Römerfest Brot und Spiele

Veranstalter des "Brot und Spiele"-Festes in Trier rechnen mit 22.000 Besuchern

Von dem römischen Dichter Juvenal stammt der Ausspruch "panem et circenses", was auf deutsch "Brot und Wagenrennen" oder einfach "Brot und Spiele" bedeutet. So haben seinerzeit die römischen Kaiser das Volk für sich gewinnen können, indem sie für Essen und Unterhaltung sorgten. Heute würde man vielleicht "Chips und Fernsehen" sagen.

Programmhighlights des Festes "Brot und Spiele"

Jetzt wird am kommenden Wochenende in Trier an der Mosel, wo sich noch viele gut erhaltene Bauwerke aus der Römerzeit befinden, beispielsweise die Porta Nigra, die Kaiserthermen und auch das Amphitheater, das Fest "Brot und Spiele" stattfinden. Besucher können dort den "römischen" Legionären bei ihren Übungen zusehen oder Kinder eine Gladiatoren-Schule besuchen. Der absolute Höhepunkt wird aber im Amphitheater zu sehen sein, wo ein Gladiator gegen eine Hydra mit sieben Köpfen kämpfen wird.

Wie der Organisator des Festes, Ronald Frank, berichtet, hat man dieses Monstertier ohne Elektronik nach antikem Vorbild nachgebaut und das Tier hat elf Meter lange Hälse und eine Spannweite von 25 Metern. Damals im alten Rom fanden im 2. Jahrhundert n. Chr. auch solche Schauspiele statt.

Für die Gladiatorschau gibt es vier Vorstellungen und der Karten-Vorverkauf läuft auch schon sehr gut an. Man schätzt in Trier auf den Besuch von etwa 22.000 Gästen.

Vor 60 Jahren wurde die erste sozialistische Stadt in der DDR aufgebaut - Eisenhüttenstadt

Drei der Wohnkomplexe in Eisenhüttenstadt stehen heute unter Denkmalschutz

Flagge der DDR
Flagge der DDR © Jürgen Priewe - www.fotolia.de

Im Jahr 1950 wurde eine Mustersiedlung, die die erste sozialistische Stadt in der DDR werden sollte, aufgebaut. Auf der sogenannten grünen Wiese wurde ein Stahlwerk errichtet und neue moderne Wohnungen mit Balkonen und Arkaden, ein Theater und Kindergärten wurden gebaut sowie Grünanlagen angelegt. Diese neue Stadt wurde dann im Jahr 1953 Stalinstadt genannt. Der nächste Ort heißt Fürstenberg an der Oder, das seit 1945 auch die Grenzstadt zu Polen ist.

Die Stadtentwicklung

Am 14. November im Jahr 1961 wurde die eigenständige Kleinstadt in der Niederlausitz mit Stalinstadt zusammengeschlossen und die entstandene Stadtgemeinde erhielt den Namen Eisenhüttenstadt.

Bis zum Jahr 1990 lebten in Eisenhüttenstadt etwa 50.000 Einwohner und mittlerweile ist die Zahl der Bewohner auf 31.000 gesunken, weil viele, besonders die Jüngeren der Stadt den Rücken gekehrt haben. Dadurch standen auch viele der seinerzeit gebauten Musterwohnungen leer und wurden im Laufe der letzten Jahre abgerissen. Drei Wohnkomplexe aus der damaligen Zeit stehen heute unter Denkmalschutz.

Aber auch die Zahl der Beschäftigten im Stahlwerk ArcelorMittal und in den umliegenden Betrieben ist von seinerzeit 12.000 auf nunmehr die Hälfte geschrumpft, so dass die Arbeitslosenquote bei zwölf Prozent liegt. Nun soll aber erst einmal das Jubiläum gefeiert werden.

Hannover - Maschseefest wegen verseuchtem Wasser in Gefahr

Am 1. August startet in Hannover das alljährliche Maschseefest, zu dem rund zwei Millionen Besucher erwartet werden. Doch der Maschsee ist auf Grund von zu hoher Keimbelastung durch Gänsekot schon längere Zeit gesperrt.

Herrscht auch bei Festbeginn noch Badeverbot, könnte das gesamte Fest gefährdet sein, denn schließlich müssten dann Teile des Programms wie etwa das traditionelle Fackelschimmen oder das Bootsrennen aus dem Programm genommen werden. Bislang prüfen die zuständigen Ämter die Situation nur, getan wurde aber nichts.

Bevor man konkrete Maßnahmen einleiten könne, müsse zunächst die genaue Ursache geprüft werden, heißt es. Doch fest steht: solange weiterhin Gänsekot ins Wasser gelangt, wird sich an der Situation auch nichts ändern.

Volksfestattraktion - Spaniens berühmtester Kampfstier "Ratón" ist gestorben

Bei Stiertreiben und auf Volksfesten tötete er in den letzten Jahren zwei Menschen und verletzte Dutzende. "Ratón" war der berühmteste Kampfstier Spaniens und ist nun im Alter von 13 Jahren nahe Valencia im Gehege eines Zuchtbetriebs gestorben.

Da er in Spanien mittlerweile zur Legende geworden ist, will ihn sein Besitzer Gregorio de Jesús ausstopfen und ausstellen lassen.

Für jeden Einsatz seines Kampfstieres kassierte er bis zu 10.000 Euro, was seiner Ansicht nach ein gerechtfertigter Preis war, da Ratón anders als anderen Stiere war und nicht wahllos sondern gezielt Leute angriff.

Oktoberfest - Bier fließt spärlicher aber Maßkrug-Klau nimmt zu

Weisswürste mit Senf, Brezel, Weissbier auf blau-weißer Tischdecke
Close-up of beer stein, pretzel, weisswurst at oktoberfest © fotodesign-jegg.de - www.fotolia.de

Die Bilanz der diesjährigen Wiesn fällt positiv aus. Trotz durchwachsenen Wetters zog das Oktoberfest 6,3 Millionen Besucher an, nur geringfügig weniger als im vergangenen Jahr. Einen deutlichen Rückgang gab es jedoch beim Bierkonsum: statt 7,7 Millionen Liter Bier schenkten die Wirte nur 6,5 Millionen Maß aus.

Rettungskräfte gefragt

Hochbetrieb herrschte dagegen im Wiesn-Fundbüro. 3646 Fundstücke wurden abgegeben, allein 600 Besucher hatten ihren Ausweis verloren. Und auch die Rettungskräfte hatten reichlich zu tun. Insgesamt mussten 7900 Wiesn-Patienten versorgt werden, 600 litten unter einer schweren Alkoholvergiftung. Die Anzahl an Jugendlichen unter den Alkoholopfern betrug 16, rund halb so viel wie im vergangenen Jahr.

Taschendiebstähle abnehmend

Ebenfalls rückläufig ist die Zahl der Taschendiebstähle. Allerdings nahmen es viele Besucher mit den Eigentumsverhältnissen beim Maßkrug nicht so genau. 112.000 Mal mussten Ordnungskräfte einschreiten und Souvenirjägern ihr erbeutetes Glas wieder abnehmen.

Grundinformationen und Hinweise zu Stadtfesten

  • Stadtfeste - Merkmale und Angebote

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Paar auf Rummel - Schießbude © Kzenon - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Bratwurst mit Pommes © Printemps - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Doner Kebab © Kesu - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: zuckerwatte © Grischa Georgiew - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Achterbahnfahrt © eyeQ - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Two attractive girls playing shooting games at German funfair © Frank Gärtner - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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