Geschichte, Ausstattung und Angebote verschiedener Eishotels weltweit

Blumen mit Eiskristallen unter blauem Himmel

Übernachten im Eishotel

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  • von Paradisi-Redaktion

Bereits seit Beginn der 1990er Jahre werden Eishotels erfolgreich betrieben. Die Übernachtung in der Kälte ist bis heute ein ganz besonderes Erlebnis und wird in unterschiedlichen Eishotels angeboten. Diese werden in der Regel Ende Oktober gebaut; eine Übernachtung ist von etwa Mitte April bis Mitte Dezember möglich. Eisbars werden nach demselben Schema gebaut, wie entsprechende Unterkünfte. Übernachten im Eishotel - Informieren Sie sich über Geschichte, Ausstattung und Angebote unterschiedlicher Eishotels weltweit.

Eishotels: generelle Merkmale

Unter einem Eishotel versteht man eine Ferienunterkunft, die erst im Herbst aus Eis und Schnee gebaut wird. Danach dient sie den ganzen Winter über als Touristenattraktion der unterkühlten Art.

Ausstattung und Angebote

Die Gäste übernachten in Eiskammern auf Betten aus Eis. Diese Blöcke sind entweder mit speziellen Matratzen oder Tierfellen sowie Polarschlafsäcken belegt. Die Waschgelegenheiten befinden sich in separaten Servicegebäuden. Dort werden auch Mahlzeiten serviert und das Gepäck untergebracht.

In den Kapellen der Eishotels finden während der Wintersaison Trauungen statt und die Hochzeitsnacht unter dem nördlichen Sternenhimmel, dem Polarlicht oder Eiskuppel gehört zu den unvergesslichen Erlebnissen von Hochzeitspaaren. Viele Eishotels bieten Erlebnispakete mit verschiedenen Aktivitäten und Übernachtung im Iglu an.

Die Saison für Eishotels beginnt im Dezember oder Januar und dauert bis zur Schneeschmelze im Frühjahr. Eine Ausnahme ist das Aurora Ice Cold Hotel in den USA, das ganzjährig geöffnet bleibt und vorrangig als Eismuseum betrieben wird.

Eisbars

So genannte Eisbars oder auch Schneebars werden nach demselben Schema errichtet wie Eishotels. Es handelt sich um Schanklokalitäten aus Schnee und Eis, welche man für die Wintersaison errichtet; häufig sind sie in Eishotels integriert.

Zudem können die Bars aber auch in Form eines einfachen Ausschanks, beispielsweise direkt vor den beliebten Skihütten, bestehen. Diese bieten den Skifahrern den unkomplizierten Konsum von Drinks, ohne dass sie ihre Winterausrüstung ausziehen müssen.

Im Laufe der Zeit, als immer mehr Eishotels erbaut wurden, ist man auch dazu übergegangen, Eisbars als eigenständige Locations zu errichten. Mittlerweile bestechen diese auch über besondere Special Effects, wie zum Beispiel Lichteffekte.

Ein Eishotel wird erst im Spätherbst in der Schneelandschaft errichtet und wird den ganzen Winter be
Ein Eishotel wird erst im Spätherbst in der Schneelandschaft errichtet und wird den ganzen Winter betrieben

Enstehungsgeschichte

Die Erfolgsgeschichte der Eishotels im hohen Norden begann 1990 mit einer Eisskulpturen-Ausstellung im schwedischen Örtchen Jukkasjärvi, unweit vom Polarkreis. Die Ausstellung in einem gewaltigen Eis-Iglu sollte den Wintertourismus ankurbeln und war eigentlich als einmaliges Event geplant. Einige Gäste waren von dem Zauber des Iglus so begeistert, dass sie auf dem Boden der Ausstellungshalle in Thermoschlafsäcken übernachteten.

Im folgenden Winter entstand das erste Eishotel mit Lobby, Bar und einigen Schlafkammern. Später kamen ein Kino und eine Kapelle hinzu.

Seit 2003 werden in einem großen Eis-Theater auch Vorstellungen gegeben. Das Eishotel in Jukkasjärvi, hat heute 60 Schlafräume für insgesamt 140 Personen. Es ist von Mitte Dezember bis Mitte April geöffnet.

Tourismusunternehmen in

haben in den vergangenen Jahrzehnten diese Idee übernommen. In jedem Winter werden Eishotels neu gebaut. Bevorzugte Areale sind nördliche Regionen, Gletschergebiete oder Hochgebirge mit Schnee- und Eisgarantie.

Je nach Größe der Eishotels dauert die Bauzeit der Anlagen 2-3 Monate. Für die Dekoration und Einrichtung werden große Eisblöcke aus nahen Seen oder Flüssen gesägt.

Die Außenwände der Gebäude bestehen meist aus Schnee. Durch die isolierenden Eigenschaften von Schnee sind die Temperaturen in Eishotels sehr konstant und liegen zwischen -5°Celsius und +5°Celsius.

Besonderer Urlaub in einem Eishotel

Wer in den Winterurlaub fährt, dem steht mittlerweile ein großes und ganz besonderes Angebot zur Verfügung, wenn es um die Unterkunft geht. Neben Wellnesshotels und urigen Holzhütten bieten viele Veranstalter einen Aufenthalt in Eishotels an. Dabei handelt es sich nicht bloß um kleine Iglus, die lediglich zum Schlafen geeignet sind, sondern wahrlich um ganze Paläste mit Bars, Restaurants und Wellnessecken unter freiem Himmel, die für ganz besondere Erholung sorgen.

Die Hotelzimmer eignen sich besonders für Paare, die einen romantischen Urlaub verbringen möchten. Dabei hat man die Wahl zwischen Luxussuiten, die von mehreren Designern kreiert worden sind oder auch einfachen Räumen, welche über ein einfaches Bett und zwei Schlafsäcke verfügen. Die Restaurants befinden sich entweder in beheizten Räumen, aber auch Eiszimmer sind möglich, in denen die Speisen auf Eistellern serviert werden.

Eishotels gibt es in zahlreichen Ländern, beliebt sind die Unterkünfte in der Schweiz, in Schweden, in Finnland oder Kanada.

Im Folgenden geben wir einen Überblick über bekannte Eishotels weltweit.

Eishotels in Österreich

Ob am Wilden Kaiser oder dem Kitzsteinhorn: die beiden Eishotels gehören zu den absoluten Tourismusmagneten in Österreich. Die Übernachtungen im Alpeniglu oder Ice Camp sind für Gruppen und Einzelpersonen buchbar.

Alpeniglu

Das Alpeniglu ist Teil der Skiwelt Wilder Kaiser-Brixen in den Kitzbüheler Alpen. Dieses Iglu Dorf besteht aus 18 einzelnen Iglus, die von Ende Dezember bis Ende März geöffnet sind. Im "Ice Land" werden Eisskulpturen von wechselnden Künstlern ausgestellt, an der Eisbar Getränke in Eisgläsern serviert.

Zu den Highlights im Alpeniglu Dorf gehören Dinner am Eistisch und die bekannten Iglu Partys, die Besucher aus ganz Österreich anziehen. Diese abendlichen Events finden während der Saison mehrmals statt und präsentieren fantasievolle Shows und internationale DJs.

Für Übernachtungen stehen Doppelbetten in sieben Iglus bereit. Es werden Programme zu einem Preis ab 185 Euro pro Person angeboten. Im Paket enthalten ist

  • die Übernachtung im so genannten VIP Iglu (mit Leih-Schlafsack)
  • Frühstück in einem Berggasthof
  • Fackelwanderung und
  • Fondue sowie
  • ein Drink an der Eisbar.

Im Alpeniglu Dorf werden auch Kurse im Icecarving angeboten.

Ice Camp Kitzsteinhorn

Das Ice Camp liegt auf 2.500 Metern Seehöhe über dem Ferienort Kaprun am Kitzsteinhorngletscher und in direkter Nachbarschaft zu den besten Skigebieten der Region. Nach nur acht Wochen Bauzeit wird die 5.000 Quadratmeter große Anlage jedes Jahr im Januar geöffnet. Bis dahin wurden 60 Tonnen Eis und 5.000 Kubikmeter Schnee verbaut.

Das Eishotel besteht aus drei großen, miteinander verbundenen Iglus, in denen sich

  • eine Lounge
  • die Ice Bar
  • Schlafräume und
  • die Eisskulpturen Ausstellung des Künstlers Max Seibald

befinden. Der renommierte Eiskünstler ist seit Jahren für die faszinierenden Kunstobjekte, Lichtinstallationen und Deko im Ice Camp verantwortlich.

Für Tagesgäste ist das Ice Camp während der Saison täglich zwischen 9.00 und 16.00 Uhr geöffnet. An der Eisbar wird der "Pure Glacier Wodka" in Eisgläsern serviert, der speziell für das Eishotel destilliert wurde.

In der Lounge und auf einer Sonnenterrasse sind Ruheplätze eingerichtet. Im Ice Camp finden zwischen Januar und April verschiedene Events und Workshops statt.

Die Doppelzimmer in den Eis-Iglus sind modern eingerichtet. Die Gäste schlafen komfortabel auf Eis-Doppelbetten, die mit Rentierfellen und Schlafsäcken belegt sind. Die Duschen befinden sich rund 150 Meter entfernt in der Bundessport Akademie.

Die Übernachtung wird ab 219 Euro pro Person als Adventure Paket für Erwachsene angeboten. Inklusive sind unter anderem

Eishotels in Norwegen

Die norwegischen Eishotels werden jeden Winter neu gebaut. Tief in Lappland versteckt, sind sie ein besonderer Anziehungspunkt für Extremurlauber.

Kirkenes Schneehotel

Das Schneehotel nahe der Kleinstadt Kirkenes wird seit 2006 in jeder Wintersaison neu errichtet. Kirkenes liegt unweit der russischen Grenze im äußersten Nordosten Norwegens.

Das Hotel hat 20 Schneesuiten für maximal zwei Personen, eine Ice Bar und eine imposante Kapelle. Jedes Jahr kommen chinesische Künstler, um das Hotel mit wundervollen Skulpturen und Wanddekorationen auszustatten. Für die Ice Bar und die Dekoration werden rund 15 Tonnen Eis aus einem nahegelegenen See gesägt.

Die Schneesuiten sind jeweils fünf Quadratmeter groß und zweckmäßig ausgestattet. Um eine optimale Luftzirkulation zu gewährleisten, befinden sich an den Eingängen statt fester Türen nur dicke Vorhänge.

Die Betten bestehen aus einer Eisumrandung, in denen Thermomatratzen liegen. Geschlafen wird in Thermoschlafsäcken und auf kuscheligen Fellen.

Toiletten und Duschen sowie das Restaurant "Gabbana" befinden sich in einem Nebengebäude des Schneehotels. Ein besonderer Service für Gäste ist der Nordlicht-Weckruf.

Die Übernachtung im Schneehotel Kirkenes kostet 2450 NOK pro Person (ca. 310 Euro). Im Preis inbegriffen sind

  • Transfers von Kirkenes zum Hotel
  • Saunabesuch
  • Frühstück und
  • abendliche Drei-Gänge-Menüs mit regionalen Spezialitäten.

Das Kirkenes Schneehotel ist vom 20. Dezember bis zum 20. April geöffnet.

Sorrisniva Iglu Hotel

Das Sorrisniva Iglu Hotel liegt in der norwegischen Finnmark am Fluss Alta, knapp 20 Kilometer von der Stadt Alta entfernt.

Das Iglu Hotel steht auf dem Gelände des Alta Friluftparks und nutzt dessen Servicegebäude. Ein Blockhaus neben dem Eishotel bietet den Gästen Duschen, Toiletten und eine Sauna mit Badezuber.

Direkt nebenan erhebt sich das imposante Restaurant Laksestua, das einem Sami-Tipi nachempfunden wurde. Die große Innenhalle wird von einem offenen Feuer erwärmt und Kellner in traditioneller Tracht servieren regionale Spezialitäten und ein kontinentales Frühstück.

Das Sorrisniva Iglu Hotel ist während der Saison auch für Tagesgäste geöffnet. Der Eintritt kostet 150 NOK (ca. 19 Euro) pro Person, der Spezialdrink an der Eisbar – ein blauer Wodka im Eisglas - wird zum Preis von 100 NOK (ca. 12 Euro) serviert.

Übernachtungsgäste schlafen in einem der 30 Zimmer in komfortablen Schlafsäcken und auf Eisbetten mit Matratze und Rentierfellen. Die Innentemperatur in den Räumen beträgt durchschnittlich -5°Celsius. Eine Nacht im Doppelzimmer im Sorrisniva Iglu Hotel kostet ca. 500 Euro mit Frühstück, im Einzelzimmer ca. 300 Euro.

Eishotels in Finnland

Auch in Finnland findet man Unterkünfte aus Eis.

LumiLinna - Schneeburg von Kemi

"Kemin LumiLinna" ist die finnische Bezeichnung für die Schneeburg von Kemi. Dabei handelt es sich um ein so genanntes Eishotel, das in der Stadt Kemi, am Bottnischen Meerbusen, liegt.

Die Schneeburg von Kemi, die auch als Schneeschloss oder Eisburg bezeichnet wird, gilt als größte Schneeburg der Welt. Darüber hinaus benutzt man sie als Eishotel, das jedes Jahr in der kalten Jahreszeit mit wechselnder Architektur neu erbaut wird.

Einrichtung und Angebote der Schneeburg

Kemin LumiLinna zählt zu den interessantesten Attraktionen Finnlands und ist ein gutes Beispiel für finnische Architektur. Wie ein richtiges Schloss, verfügt die Schneeburg über eine Vielzahl von Gängen, großen Sälen, Treppenhäusern und sogar einer dreigeschossige Kapelle.

Darüber hinaus findet man in der umfangreichen Anlage

und natürlich das Eishotel, das Übernachtungsmöglichkeiten mit anschließendem Frühstück und Saunabesuch bietet. Für ausreichend Wärme in der Nacht sorgen dicke, warme Felle.

Zu den zahlreichen Angeboten des kühlen Komplexes gehören auch

In dem Hotelrestaurant, das komplett aus Eis und Schnee besteht, werden traditionelle Gerichte des Landes serviert.

Die Saison der Schneeburg von Kemi beginnt jedes Jahr Ende Dezember und dauert bis Anfang April. Danach beginnt die Burg aus Eis und Schnee allmählich zu tauen. Wer das faszinierende finnische Schneeschloss besuchen möchte, kann dies auch mit

  • einer Schlittensafari
  • einer Hundeschlittenfahrt oder
  • einer Ausflugstour mit dem Eisbrecher Sampo

kombinieren.

Geschichte und Verbreitung

Erstmals entstand die Schneeburg von Kemi im Jahre 1996. Damals bewunderten bis zu 300.000 Besucher das faszinierende Eishotel.

In den darauf folgenden Jahren wurde jedes Mal eine neue Burg errichtet. Dabei wurden Mauern von bis zu einem Kilometer Länge und Türme, die eine Höhe von bis zu zwanzig Meter erreichten, erbaut.

Das Konzept der Eishotels war so erfolgreich, dass es auch in vielen anderen Ländern übernommen wurde. Als ältestes Eishotel der Welt gilt die Anlage im schwedischen Jukkasjärvi, die Anfang der 90er Jahre entstand.

Das Iglu-Dorf Kakslauttanen in Finnland

Das Iglu-Dorf Kakslauttanen liegt in Nordfinnland. Die Anlage wird ganzjährig als Vier-Sterne-Hotel betrieben. Im Winter werden mehrere Schnee-Iglus aufgebaut.

Namensgeber für das Iglu-Dorf Kakslauttanen war die gleichnamige Ortschaft im finnischen Teil Lapplands. Die Ferienresidenz mit Teich befindet sich rund 40 Kilometer von Ivalo entfernt in waldreicher Umgebung.

Zur Anlage gehören

  • 40 rustikale Blockhütten
  • ein Restaurant
  • Rezeption
  • Sauna
  • Servicehäuser mit WC und Duschen sowie
  • mehrere Glas-Iglus und ein großes Lappenzelt aus Thermoglas.
Ausstattung und Angebote

In der Wintersaison werden zusätzlich bis zu 20 Schnee-Iglus für jeweils zwei Personen gebaut. Während in den Glas-Iglus mit integriertem WC eine angenehme Temperatur von 20°Celsius herrscht, ist es in den Schnee-Iglus um -4°Celsius kalt.

Gäste schlafen auf Eisbetten mit Rentierfellen und Daunenschlafsäcken. Sie erhalten Wollsocken und Mützen.

Zur Routine gehört auch ein morgendlicher Saunagang. Die Toiletten und Duschen für die Schnee-Iglus befinden sich in einem separaten Servicehaus.

Ein weiteres Winter-Highlight ist die Schneekapelle, die von vielen Brautpaaren als Ort für die Trauung gewählt wird. Große Feste werden im benachbarten Lappenzelt ausgerichtet.

Die Preise für Übernachtungen im Iglu-Dorf Kakslauttanen richten sich nach der gebuchten Unterkunft und Saison. Sie beginnen bei ca. 240 Euro für eine Nacht unter dem Sternenhimmel im Glas-Iglu oder im Schnee-Iglu.

In der Ferienanlage werden im Winter viele Aktivitäten, u.a. Eisfischen, Husky- oder Schneemobil-Touren angeboten. Ein Shuttlebus pendelt zum zehn Kilometer entfernten Skigebiet Saariselka.

Das Hotel of Ice Balea Lac in Rumänien

Das erste Eishotel in Osteuropa liegt in den rumänischen Karpaten, am Gletschersee Balea Lac. Jedes Jahr kommen Tausende Touristen aus ganz Europa in den Winterpark und das Eishotel.

Lage und Eröffnung

Das Hotel of Ice Balea Lac steht an einem der höchsten Punkte im Fagaras Gebirge und am berühmten Gletschersee Balea Lac. Es wurde in der Wintersaison 2005/2006 das erste Mal aufgebaut und zieht seitdem jedes Jahr mehr Besucher aus Rumänien und den Nachbarländern an. Was als kleines Projekt begann, ist bis heute zu einem Highlight des rumänischen Wintertourismus geworden.

Die Arbeiten am Eishotel beginnen jedes Jahr im Dezember; jährlich gibt es ein Motto, wie zum Beispiel "Karneval", was dann besonders kreativ und farbenprächtig umgesetzt wird. Große Eisblöcke für Wände und Einrichtung werden direkt aus dem Gletschersee geschnitten und danach bearbeitet.

Ausstattung und Angebote

Das gesamte Hotel - inklusive der Ice Bar, den Zimmern und dem Ice Restaurant - wird mit Schnee verfestigt. Die Innentemperatur beträgt konstant zwischen -2°Celsius und +2°Celsius.

Das Hotel hat insgesamt 12 Doppelzimmer. Außerhalb befinden sich weitere drei Iglus für je zwei Personen. Die Übernachtungsgäste erhalten Felle, Decken und warme Schlafsäcke. In der Cabana Balea wird Frühstück serviert und das Gepäck aufbewahrt. Die Nacht im Eishotel kostet ab 66 Euro, im Iglu ab 88 Euro.

Das Eishotel am Balea Lac ist in einen "Winterpark" integriert, der sehr schöne Skipisten hat. Tagesgäste können zwischen 9 und 21 Uhr die Eisbar des Hotels besuchen oder im Ice Restaurants stilvoll Vier-Gänge-Menüs mit rumänischen Spezialitäten auf Tellern aus Eis genießen.

Ab Mitte Januar ist auch die Eiskapelle fertiggestellt, in der Brautpaare getraut werden. Im Winterpark und Eishotel am Balea Lac finden zusätzlich zahlreiche Veranstaltungen statt.

Das Jukkasjärvi in Schweden

Das bekannteste und älteste Eishotel befindet sich im schwedischen Jukkasjärvi.

Merkmale und Einrichtung des Eishotels

Jukkasjärvi ist ein etwa 400 Jahre alter Ort, der sich in Nordschweden, in der Provinz Norrbottens Iän, ca. 200 Kilometer vom Polarkreis entfernt, befindet. In diesem schwedischen Teil von Lappland leben vorwiegend Samen, die zur dortigen Urbevölkerung zählen.

Das Eishotel ist die größte Attraktion, die die kleine Gemeinde zu bieten hat. Die etwa 60 Zimmer in dem Hotel werden individuell errichtet.

Als Unterlage zum Schlafen erhält der Gast original Rentierfelle. Außerdem sorgen spezielle Thermounterwäsche und gefütterte Daunenschlafsäcke dafür, dass es dem Gast nicht zu kalt wird.

Die Durchschnittstemperatur im Eishotel liegt bei ca. -5 Grad Celsius. Beginn der Eishotelsaison ist im November. Im April endet die Saison jedoch bereits wieder, da es dann auch in Lappland zu warm für ein Eishotel wird.

Das Eishotel Jukkasjärvi bietet Übernachtungsmöglichkeiten für 140 Personen. Um die Anlage ins Leben zu rufen, sind jedes Jahr 4.000 Tonnen klares Eis und 30.000 Tonnen Schnee erforderlich.

Pro Saison kann das Hotel rund 14.000 Einbuchungen verzeichnen. Darüber hinaus bestaunen etwa 45.000 Tagesgäste die ungewöhnliche Touristenattraktion.

Geschichte

Die Geschichte des ersten Eishotels der Welt begann im Jahr 1989. Damals rief der örtliche Tourismusverein eine Ausstellung von Eisskulpturen von verschiedenen japanischen Künstlern ins Leben, um Jukkasjärvi attraktiver für Touristen zu machen.

1990 präsentierte man eine Kunstausstellung von Jannot Derid, die in einem zylinderförmigen Iglu auf dem Fluss Torne älv stattfand. Daraufhin beschlossen einige Gäste spontan in der Arctic Hall, wie das Iglu genannt wurde, zu übernachten. Dabei benutzten sie wärmende Schlafsäcke auf Rentierfellen.

Ein Jahr später entstanden schließlich zum ersten Mal Unterkünfte aus Eis und Schnee, die man zu einem Hotel ausbaute. Das Eishotel bot nahezu alles, was ein Hotel braucht:

  • Schlafzimmer
  • eine Empfangshalle und
  • eine Bar.

In den folgenden Jahren wurde das Eishotel stetig vergrößert. So kamen ein Kino und sogar eine Kirche hinzu. Eine zusätzliche spektakuläre Erweiterung fand im Jahr 2003 statt, als man ein Eistheater errichtete, um klassische Schauspiele aufzuführen.

Das Eishotel Québec in Kanada

Das "Hòtel de Glàce", ein Eishotel in der kanadischen Provinz Quebec, ist einem klassischen Iglu nachempfunden. Es wird jedes Jahr neu aufgebaut.

Seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts wird auch in der kanadischen Provinz Quebec jedes Jahr ein Eishotel gebaut. Innerhalb von fünf Wochen verbauen Handwerker und Künstler rund 15.000 Tonnen Schnee und 500 Tonnen Eis zu einem gewaltigen Iglu, in dem sich "Hòtel de Glàce" befindet. Auf einer Fläche von 3.000 Quadratmeter entstehen

  • Foyer und Lounge
  • eine Eisbar
  • 36 Doppelzimmer und
  • die kleine Hochzeitskapelle.

Eis, wohin das Auge reicht

Künstler aus aller Welt setzen jedes Jahr neue Themen um und verwandeln die Gästezimmer in kleine Unikate, die stimmungsvoll beleuchtet werden. Alle Möbel und Gebrauchsgegenstände im "Hòtel de Glàce" sind aus kristallklarem Eis gefertigt.

Eisblöcke, die als Betten dienen, sind mit speziellen Matratzen und Karibufellen belegt. Im Innenhof des Hotels befindet sich eine Sauna mit Whirlpool.

Dieses Eishotel ist jedes Jahr von Anfang Januar bis Ende März geöffnet. Im Gebäude werden auch Tagesführungen veranstaltet. Ein besonderes Paket wird für Brautpaare angeboten, die in der romantischen Eiskapelle heiraten möchten.

Die Übernachtung im Hotel kostet rund 200 Euro. Rund 4.000 Gäste kommen jedes Jahr nach Quebec, um eine Nacht bei -5°Celsius Innen- und -15°Celsius Außentemperatur zu erleben. Das Personal erläutert in einer Art "Schnellkurs" die Besonderheiten der eisigen Unterkunft und sorgt für warme Kleidung sowie spezielle Thermoschlafsäcke.

Das Aurora Ice Cold Hotel in den USA

Im Jahr 2003 wurde das erste und bisher einzige Eishotel in den USA eröffnet. Das Aurora Ice Hotel ist Teil des Chena Hot Spring Resorts in Alaska.

Es wurde aus mehr als 14.000 Tonnen Eis und Schnee gebaut Alle Einrichtungs- und Dekorationsgegenstände wurden aus Eis modelliert. Besonders imposant sind die Kronleuchter im Foyer.

Angebote

Seit 2005 wird das einstige Eishotel als Aurora Ice Museum mit spektakulärer Ice Bar geführt. Es ist 365 Tage im Jahr geöffnet. In den Innenräumen beträgt die Temperatur konstant -7°Celsius. Das Eisgebäude wird ständig gekühlt.

Für Besucher werden bis zu sieben Führungen täglich angeboten. Im Eintrittspreis sind Anoraks, warme Hosen und Schuhe ebenso inklusive, wie der Besuch der Ice Bar mit Feuerstelle und Eisgläsern.

Besonders sehenswert ist die Eisskulpturen-Ausstellung vom vielfachen Ice-Carving Weltmeister Steve Brice. Der Eiskünstler hatte auch die Idee für das Eishotel und späteres Museum. Er veranstaltet regelmäßig Carving Workshops.

Teilnehmern, die in einem der sechs Doppelzimmer des Aurora Ice Museums übernachten, wird zusätzlich ein Zimmer im Resort zugeteilt, in dem sie duschen und das Gepäck aufbewahren können.

Weitere Eishotels

Neben den erwähnten Eishotels gibt es noch weitere Formen, besonders oft in Form von Igluhotels zu finden. Zu diesen zählen:

  • das Iglu-Dorf auf der Zugspitze (Deutschland): es gibt ein Standard-Iglu, zudem auch ein Romantik-Iglu sowie Famlien-Iglu und Love-Nest, teils mit eigenem Whirlpool. Mit zum Angebot gehören Frühstück, Schneespaziergänge, Paragliding und Wellness. Geöffnet ist es von Ende Dezember bis Anfang/Mitte April.

  • die IgluLodge im Allgäu (Deutschland): befindet sich in 2.000 Meter Höhe auf dem Nebelhorn. Es gibt drei Iglu-Kategorien. Die Öffnungszeiten liegen zwischen Ende Dezember und Anfang April.

  • das Iglu Village Kühtai (Österreich): befindet sich etwa eine Stunde von Innsbruck entfernt in 2.020 Metern Höhe. Neben verschiedenen Iglus gibt es eine Schneebar; zum Angebot zählen Schneeschuhwanderungen, Schneegolf und Rodeln

Neues Iglu-Hotel auf der Zugspitze eröffnet

Interessierte können sich seit Silvester 2007 eine ganz besondere Nacht gönnen. Seitdem ist es nämlich möglich, in einem Iglu auf dem 2.600 Meter hohen Zugspitzenblatt zu schlafen. Es gibt sogar die Möglichkeit, in einem Whirlpool unter dem Sternenhimmel zu nächtigen.

Damit es nachts auch bequem ist, gibt es Komfort-Schlafsäcke mit einem Temperaturbereich von Minus 42 Grad Celsius. Ein ausgedientes Lifthäuschen mit Heizstrahler dient dabei als Umkleidemöglichkeit. Aber auch auf kulinarische Genüsse muss der Besucher nicht verzichten.

Bau von Eishotel dauert fünf Wochen

In Sainte-Catherine-de-la-Jaques-Cartier, Kanada, gibt es das "Hotel de Glace". Das Hotel wurde aus 500 Tonnen Eis und 15.000 Tonnen Schnee erbaut, eine Nacht kostet umgerechnet rund 200 Euro. In jeder Saison dauert die Fertigstellung des Hauses circa fünf Wochen.

Im Winter 2007 hatte das Hotel eine Größe von 3.000qm, auf denen 36 Räume und Suiten, wie auch eine Bar und eine Lounge untergebracht wurden. Im Hotel findet man außerdem eine Eiskapelle und eine gemütliche Sitzecke.

Im Jahr verbringen ca. 4.000 Gäste eine Nacht im Eishotel und genießen die einmalige Atmosphäre. Damit die Gäste nicht zu sehr frieren, werden die Innenräume mit farbigen Lampen angestrahlt. Die Anlage verfügt auch über einen Whirlpool und eine Sauna.

Wer es vor Kälte nicht aushält kann auch abbrechen und die gebuchte Nacht im Haupthaus verbringen.

Diese Saison viele Neuheiten wie ein Eispavillon im Saas-Tal

Das Skigebiet Saas-Fee hat einiges in die Wege geleitet, um seinen Besucher einen schönen Winterurlaub bieten zu können. So können im frisch eröffneten Eispavillon, welches das größte weltweit ist, Bilder besichtigt werden. Auf diesen ist das Skigebiet selbst, aber auch die weitere Ecken des Saal-Tals.

Eine weitere Erneuerung ist die kostenfreie Nutzungsmöglichkeit der Busse innerhalb des Tals. Auch auf den Pisten ist Neues zu bestaunen und zu nutzen. Ein Funpark bieten den Ski- und Snowboardfahrern eine etwas extremere Möglichkeit auf Brettern gen Tal zu gleiten.

Die Schweiz lockt mit Iglu-Bau

In Sedrun, in der Schweiz, bringt dieser eisige Winter den Menschen Kreativität und Abenteuer. Die Touristen werden momentan mit einer besonderen Art des Urlaubs angelockt, und zwar mit dem Iglu-Bau.

Es muss ja nicht immer das Skifahren oder Rodeln sein, man kann sich auch ein Iglu bauen und darin übernachten - wie ein echter Eskimo. In dicke Decken und einen Schlafsack eingepackt kann einem auch die Kälte nichts anhaben - unter Null Grad wird es in dem isolierten "Eishotel" nie.

Touristenattraktion: In Montreal ist bald ein Eisdorf zu bewundern

Vom 6.1 bis zum 27.3.2012 wird im kanadischen Montreal eine neue Touristenattraktion zu bewundern sein. Das "Snow Village" ist ein Dorf, ganz aus Eis gebaut. Es wird auf der Insel Sainte Hélène im St. Lorenz-Strom zu finden sein, ganz in der Nähe des Stadtzentrums.

Montreals Tourismusdirektor, Hugo Leclerc, sagt, dass dieses Eisdorf jedes Jahr aufgestellt werden soll. Die Besonderheit ist, dass jedes Jahr eine andere Weltmetropole das Vorbild für das Eisdorf sein soll.

2012 orientiert man sich praktischerweise am Stadtbild der Weltmetropole Montreal. Es gibt eine Eisbar, ein Eishotel mit 15 Zimmern, ein Eisrestaurant mit neun Meter hohem Kuppeldach und ein Panorama-Iglu, das auf 20 Grad geheizt werden kann.

Übernachtung in Finnland in einem Iglu mit einem Glasdach

Immer mehr Hoteliers lassen sich etwas Neues einfallen, so kann man beispielsweise auch in einem umgebauten Jumbo-Jet, am Flughafen von Stockholm, übernachten oder passend zum Land Finnland auch in einem Iglu. So können Urlauber und Liebhaber von Naturschauspielen in der Nähe des finnischen Urho Kekkonen-Nationalparks im Hotel Kakslauttanen die Nacht in einem Iglu verbringen. Jetzt gibt es aber neben der herkömmlichen Bauweise auch einige Iglus, die ein Glasdach besitzen, so dass man vom Bett aus, besonders jetzt im Winter, die Nordlichter bewundern kann. Diese Glasdächer bestehen aus Thermoglas, so dass für eine Wärmeisolation auch genügend gesorgt ist.

Eine weitere Attraktion bilden Zimmer, die nicht den Blick in den Polarhimmel, sondern in das Eismeer anbieten, so dass Besucher zum besseren Einschlafen anstelle von "Schäfchen" "Fische" zählen können.

Eisiges Ambiente, milde Temperaturen - Das Eishotel bei Zwolle

Schweden hat eines, Kanada hat eines, und auch in den Alpen kann man längst in einem übernachten: Die Rede ist vom Eishotel. Jetzt wartet mit der niederländischen Stadt Zwolle ein besonders milder Ort auf frierfreudige Gäste.

Keine Frage, die Übernachtung im Eishotel ist ein Erlebnis für alle Sinne. Lobby, Zimmer, Bar, Decken, Böden, Wände - jedes noch so kleine Detail wird hier in liebevoller Arbeit aus dem gefrorenen Wasser geformt. Dicke Decken oder Schlafsäcke, in Lappland gern auch einmal ein Rentierfell sorgen dafür, dass die Hausgäste bei eisigen Temperaturen nicht allzu sehr frieren. Besonders faszinierend ist dabei die Vorstellung, dass jedes Eishotel nur für eine Saison existiert - mit steigenden Temperaturen schmilzt auch die Gästeherberge einfach so dahin, bis sie im nächsten Jahr meist von Neuem aufgebaut wird.

Abenteuerlustige, die keine Lust auf lange Reisen haben, können das Erlebnis Eishotel jetzt im niederländischen Zwolle genießen. Gerade einmal drei Zimmer finden sich hier bei milden Plusgraden Umgebungstemperatur. Für die Nacht sollte man sich trotzdem warm anziehen, denn zwischen eisigem Stuck und Wandgemälden aus der gefrorenen Masse kann es empfindlich kalt werden. Auch Beeilung ist gefragt: Nur noch bis Ende des Monats hat das niederländische Eishotel seine Pforten geöffnet.

Feuermelder im Eishotel – Gäste können in Lappland auch auf Eisbetten sicher schlafen

Flagge von Schweden
Schwedische Flagge © Jürgen Priewe - www.fotolia.de

In einem Eishotel gibt es nur wenig, was Feuer fangen könnte - wenn da nicht die kuscheligen Rentierfelle zum Zudecken wären. Wände und Möbel bestehen nur aus gefrorenem Wasser. Die schwedischen Behörden wünschen für die Gäste jedoch 100%ige Sicherheit und bestehen auf der Installation von Brandmeldern.

Unsichtbare Brandmelder

Die Konstrukteure des Eishotels Jukkasjärvi, das bereits auf eine 23-jährige Tradition zurückblicken kann, mussten sich bei den Bauarbeiten deshalb etwas einfallen lassen. Als sie im Oktober mit Schneekanonen und Eisschneidern anrückten, um ihr 60-Zimmer-Hotel zu erreichen, installierten sie im Eis unsichtbare Alarmtechnik.

Ausstattung der Hotelzimmer

Wer nach Jukkasjärvi in Lappland oder eines der anderen skandinavischen Eishotels reist, kann also beruhigt sein, dass es auf dem Eisbett keine brenzligen Situationen geben wird. Zu Preisen ab 200 Euro pro Einzelzimmer erwarten ihn raffiniert beleuchtete Räume und Möbel mit einer Höchsttemperatur von minus fünf Grad Celsius.

Attraktionen und Öffnungszeiten

Geöffnet ist das Hotel vom 6. Dezember bis Mitte April. Zu den Attraktionen gehören Schlittenfahrten mit Hunden oder Rentieren, per Schneemobil geht es zur Nordlichtertour.

Grundinformationen und Hinweise zu Eishotels

  • Geschichte, Ausstattung und Angebote verschiedener Eishotels weltweit

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: winter memories © Marcin Kruk - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: schnee-spazierweg © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

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