All Inclusive - Merkmale, Reiseleistungen sowie Vor- und Nachteile

Unter All Inclusive versteht man eine bestimmte Verpflegungsart während eines Reiseaufenthalts. Die eingeschlossenen Reiseleistungen gelten für eine Pauschalreise. Doch nicht immer eignet sich "Alles inklusive" für jedermann und auch über die Nachteile sollte man sich bewusst sein. Lesen Sie alles Wissenswerte zum Thema All Inclusive und holen Sie sich wertvolle Tipps zur Buchung.

Der schöne Schein vom All-Inclusive-Urlaub und seine Schattenseiten

All inclusive - Merkmale und Reiseleistungen

Spricht man von All Inclusive (AI), meint man damit "Alles inklusive". Das bedeutet, dass es sich um ein Reisepaket handelt, das verschiedene Angebote zu einem Pauschalpreis beinhaltet. Dazu können neben dem Hotel und dem Flug auch ein Unterhaltungs- oder Sportprogramm gehören.

Der Schwerpunkt von All Inclusive liegt jedoch vor allem beim Essen und Trinken. All Inlcusive steht somit vor allem für die Verpflegungsart während eines Aufenthalts in einem Hotel. Darunter fallen in der Regel sämtliche Mahlzeiten wie Frühstück, Mittag- und Abendessen sowie die ortsüblichen Getränke, die sowohl alkoholisch als auch alkoholfrei sein können.

Dagegen müssen Menüs a la Carte oder importierte Getränke, wie zum Beispiel Spirituosen oder Weine, extra bezahlt werden. All Inclusive erfreut sich wachsender Beliebtheit. Neben Familien entscheiden sich auch immer mehr Alleinreisende für diese Urlaubsform, die einige Annehmlichkeiten zu bieten hat.

Typische All Inclusive-Reiseländer

Zu den typischen Reiseländern, in denen All Inclusive angeboten wird, zählen

Da die Nachfrage nach diesem speziellen Urlaubsangebot immer größer wird, nimmt die Anzahl der Anbieter aber auch in anderen Ländern stetig zu.

Viele Hotels bieten All-inclusive-Angebote an
Viele Hotels bieten All-inclusive-Angebote an

Die Vor und Nachteile

All Inclusive-Reisen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, da sie als preisgünstig gelten. So entstehen keine zusätzlichen Kosten durch Restaurant- oder Gaststättenbesuche.

Angeboten wird das Essen zumeist in Form von Buffets. Mittlerweile wissen nicht nur Familien All Inclusive-Angebote zu schätzen, sondern auch immer mehr Alleinreisende. Dennoch gibt es neben den Vorzügen auch einige Nachteile.

Vorteile

Die speziellen Angebote haben zweifellos ihre Vorteile. Zu ihnen gehört beispielsweise, dass durch den Pauschalpreis ein klarer Kostenrahmen für Unterkunft und Verpflegung besteht und zumindest theoretisch keine weiteren größeren Ausgaben erforderlich sind, was vor allem für Reisende ein Pluspunkt ist, die auf die Kosten achten müssen.

Außerdem können die Mahlzeiten stets in der Unterkunft eingenommen werden, sodass sich der Reisende nicht um das Essen und die damit verbundenen Umstände kümmern muss. Darüber hinaus besteht kein Zwang, das All Inclusive-Angebot wahrzunehmen. Wer Abwechslung will, kann also auch anderswo essen.

Nachteile

Es gibt aber auch Nachteile. Obwohl das All Inclusive-Angebot freiwillig ist, fühlt sich mancher Urlauber dennoch verpflichtet, jedes Essen im Hotel einzunehmen, wodurch dort manchmal mehr Zeit als geplant verbracht wird. Die Buffetmentalität kann auch dazu führen, dass man mehr isst, als man eigentlich sollte, was sich rasch in ein paar zusätzlichen Kilos bemerkbar macht.

Die Qualität der Speisen kann von Anbieter zu Anbieter sehr unterschiedlich sein, wodurch die Gefahr besteht, dass die Menüs nicht immer schmecken. Manchmal findet man sogar Essensreste vom Vortag in einem anderen Gericht wieder.

Schließlich ist auch bei All Inclusive nicht immer wirklich alles inklusive, sodass für heimische Getränke oder einen Drink nach Mitternacht zusätzliche Kosten entstehen können. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Hotels in einem Reisepaket nur selten ausgewählt werden können. Stattdessen werden manchmal günstigere und qualitativ schlechtere Unterkünfte angeboten.

Bestehen Mängel im Hotelzimmer, lassen sich diese nur schwer beheben. In manchen Fällen drohen Qualitätsmängel wie unhygienische sanitäre Anlagen oder sogar Ungeziefer. Vor einer All Inclusive-Reise lohnt es sich also gut zu prüfen, ob das verlockende Angebot auch hält, was es verspricht.

Tipps zur Buchung

Wer eine All Inclusive-Reise buchen möchte, sollte nicht einfach das nächstbeste Angebot wählen - denn davon gibt es viele. Empfehlenswert ist, den klassischen Weg zu gehen und sich in einem Reisebüro beraten zu lassen. Über viele der dort angebotenen Hotels können die Mitarbeiter selbst etwas sagen und manche von ihnen in Hinblick auf die Vollverpflegung besonders - oder eher weniger - empfehlen.

Wer die moderne Variante der Buchung über das Internet wählen möchte, sollte sich die Hotelbeschreibung genauestens durchlesen und dabei auf versteckte Hinweise - das wohlbekannte Kleingedruckte - achten. Viele Reiseseiten sind so aufgebaut, dass die dort aufgeführten Hotels im besten Licht präsentiert werden; was beispielsweise nicht im Preis enthalten ist, findet man oftmals ganz unten unter dem Sternchen (*).

Auf jeden Fall sollte man auch die Bewertungen anderer Urlauber studieren. Eine Unterkunft kann noch so positiv beschrieben werden; tatsächlich zeigen sich dann jedoch verschiedene Mängel. Auch kann der Text nicht mehr akutell sein, sodass mittlerweile beispielsweise Renovierungsbedarf besteht.

Ein Vergleich der Veranstalter lohnt sich!

Wer sich für einen All Inclusive-Urlaub entscheidet, sollte zudem beachten, dass es bei den Preisen von Anbieter zu Anbieter beträchtliche Unterschiede gibt. Zudem sollte vorab geklärt werden, was in dem All Inclusive-Angebot auch wirklich inbegriffen ist, damit es keine unangenehmen Überraschungen gibt.

  • Üblich sind die drei Hauptmahlzeiten Frühstück, Mittagessen und Abendessen.
  • In manchen Fällen gehören auch Snacks, Cocktails, Mitternachtsbuffets sowie Kaffee und Kuchen zum Angebot.
  • Bei den Getränken sind vorwiegend landestypische Getränke im Preis inbegriffen, also solche, die nicht importiert werden müssen.

Der Ausschank von Getränken kann jedoch zeitlich begrenzt sein, sodass beispielsweise ein Drink nach Mitternacht extra bezahlt werden muss. Einige Hotels stellen zusätzlich auch Fitness- und Sportangebote oder ein Unterhaltungsprogramm zur Verfügung.

Darüber hinaus gibt es noch verschiedene All Inclusive-Varianten.

  • Dazu zählt beispielsweise die Verwöhnpension, zu der lediglich ein Tischgetränk sowie Brotzeiten am Nachmittag gehören.
  • Hotels, die sich auf bestimmte Zielgruppen spezialisiert haben, bieten zudem familienfreundliches All Inclusive soft an, bei dem alkoholische Getränke vom Angebot ausgeschlossen sind.
  • Aber auch Luxus-Reisepakete für anspruchsvolle Urlauber, zu denen Buffets mit Kaviar, Hummer und Austern gehören, stehen zur Verfügung.
Die Wahl des passenden Hotels ist wichtig
Die Wahl des passenden Hotels ist wichtig

Bleibt die Qualität bei All-Inclusive Reisen auf der Strecke?

Mit zunehmender Nachfrage werden in den Reisebüros und im Internet All Inclusive-Reisen gebucht. Ein solches Angebot ist meist preisgünstiger, da keine zusätzlichen Kosten für Restaurantbesuche entstehen. Frühstück, Mittagessen, manchmal auch der Kaffee am Nachmittag, und das Abendessen werden üblicherweise in Buffetform angeboten.

Das führt zur Buffetmentalität: "Wir haben dafür bezahlt, also wird gegessen, was reinpasst." Nach dem Urlaub macht sich das in Form von ein paar Kilo zusätzlich auf der Waage bemerkbar.

Große, abwechslungsreiche Buffets sind für die Hotelküche eine logistische Meisterleistung. Häufig führt es aber leider dazu, dass selbst einfache Nudelgerichte nicht wirklich schmecken wollen - die Qualität bleibt auf der Strecke. Essensreste vom Montag können auffälligerweise am Dienstag in einem anderen Gericht vermengt sein.

Die Hotels sind in einem Reisepaket selten wählbar; um das Angebot zu günstigen Preisen anbieten zu können, werden daher auch günstigere, eventuell qualitativ schlechtere Unterkünfte ausgewählt. Ist der Gast am Reiseort angekommen, kann es sich als schwierig erweisen, Mängel im Hotelzimmer beheben zu lassen.

Verschieden Internetseiten stellen daher Testberichte online, in denen nachgelesen werden kann, wie Urlauber ein besuchtes Hotel bewertet haben. Damit unhygienische sanitäre Anlagen, Ungeziefer oder andere Qualitätsmängel den Urlaub nicht zum Scheitern verurteilen, sollte daher Zeit in eine ausführliche Recherche investiert werden. Ob die Entfernung zum Strand wirklich die ist, die im Katalog angegeben wurde und ob das Angebot für Kinder umfangreich genug ist, sind ebenfalls Punkte, die es zu beachten gilt.

Natürlich ist All-Inclusive nicht immer mit günstigen Preisen verbunden. Luxus-Reisepakete bieten Buffets mit Austern, Kaviar, Hummer und was das verwöhnte Herz sonst noch so begehrt.

Vor allem, wenn man eine gute Wahl getroffen hat und mit den Speisen im Hotel zufrieden ist, wird man hier und da Schwierigkeiten haben, den Angeboten, die sich auf dem Buffet präsentieren, zu widerstehen - wer auf zusätzliche Kilos verzichten möchte, sollte folgende Tipps beherzigen.

Das Angebot am Buffet entspricht oftmals nicht den eigenen Vorstellungen
Das Angebot am Buffet entspricht oftmals nicht den eigenen Vorstellungen

Buffet beim All Inclusive: Tipps, um dennoch in Form zu bleiben

Der einerseits geliebte und andererseits gehasste Vorteil bei einem All Inclusive Urlaub: man kann schlemmen, was das Zeug hält. Dass man nach einer solchen Reise ein paar Zusätzliche Kilos mit nach Hause bringt, ist nicht verwunderlich.

Selbst, wer sich vornimmt, nicht zuzunehmen, wird bei einigen Gelegenheiten bestimmt nicht widerstehen können. Um dies zu verhindern, sollte folgende Tipps beachtet werden.

Zu den einfachsten Tricks gehört, sich immer einen kleinen Teller zu nehmen. Auf diese Weise greift man automatisch zu kleineren Essensmengen, und wirklich ein paar Mal zum Buffet zu laufen, macht man dann doch in den seltensten Fällen.

Des Weiteren ist zu empfehlen, mit den Vorspeisen anzufangen. Diese sind mit Gemüse, Fisch und frischem Salat in den meisten Fällen deutlich kalorienärmer. So bleibt nicht mehr ganz so viel Platz für die Hauptspeise.

Außerdem sollte man langsam essen. Wer schlingt, bei dem stellt sich das Sättigungsgefühl erst später ein - man isst also automatisch mehr.

Wer sich traut, vor allem zu den unbekannten Speisen zu greifen, wird sich in der Regel kleinere Portionen nehmen, um erst einmal davon zu probieren. Zudem gilt: möglichst früh essen, damit man schließend noch Zeit für ein bisschen Bewegung hat und nicht ganz so träge wird.

Ein weiterer Tipp ist, zu gesunden Zwischenmahlzeiten zu greifen, und Kuchen und Co. links liegen zu lassen. Zuckerlastige Softdrinks zu vermeiden, gehört ebenfalls dazu. Natürlich ist man im Urlaub und sollte sich auch etwas gönnen; seinen gesamten Flüssigkeitshaushalt aber mit Limonade etc. aufzufüllen, gilt es zu vermeiden.

Bestenfalls sorgt man außerdem für Bewegung. So sollte man den Hotelpool nicht nur dafür nutzen, um in der Sonne zu liegen, sondern auch mal ein paar Bahnen schwimmen. Falls vorhanden, kann man auch dem Fitnessstudio einen Besuch abstatten; ebenso empfehlenswert sind Strandspaziergänge oder das Erkunden der Umgebung per Rad.

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Quellenangaben
  • Al Fresco Dining, With Food Laid Out On Table © Monkey Business - www.fotolia.de
  • White Paper Notes © Giraphics - www.fotolia.de
  • hotel sign with stars © Photobank - www.fotolia.de
  • hotelzimmer © Surrender - www.fotolia.de
  • catering hochzeit © LElik83 - www.fotolia.de

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