Portugal - Lage, Sehenswürdigkeiten und Spezialitäten

Portugal stellt ein beliebtes Reiseland dar. Wer sich die richtigen Ecken aussucht, muss nicht mit solchen Massen von Touristen rechnen, wie in anderen Ferienzielen. Es warten traumhafte Strände, wunderschöne Natur sowie beeindruckende Kultur auf den Urlauber. Die möglichkeiten, einen erholsamen - und wenn gewünscht aktiven - Urlaub zu verbringen, sind hier sehr vielfältig. Lernen Sie das Reiseziel Portugal kennen.

Sehenswertes im Reiseziel Portugal

Portugal - Geographie

Portugal befindet sich in Europa im Westen der Iberischen Halbinsel. Angrenzend befinden sich Spanien im Norden und Osten sowie der Atlantik im Süden und Osten.

Madeira sowie die Inseln der Azoren zählen ebenso zum Staatsgebiet des Landes. Hauptstadt ist Lissabon. Zu den weiteren wichtigen Städten in Mittelportugal zählen

  • Santarém
  • Castelo Branco
  • Leiria
  • Viseu
  • Coimbra
  • Sintra und
  • Aveiro.
Geographische Lage Portugals in Europa
Geographische Lage Portugals in Europa

Vegetation und Klima

Im Nordwesten des Landes befindet sich der Minho, Portugals grüner Garten. Hier findet man viele Flusstäler und Weinanbaugebiete; auch der Gemüseanbau ist weit verbreitet. Die Pflanzen bestehen aus solchen der gemäßigten Klimazone sowie der subtropischen Arten. Zu finden sind beispielsweise

  • Olivenbäume
  • Pinien
  • Kastanien sowie
  • Eichen.

Die gebirgige Region nist Trás-os-Montes. Typisch sind heiße Sommer und kalte Winter. Die Vegetation weist deutlich spärlicheren Bewuchs auf.

Im Norden des Landes befindet sich mit dem Nationalpark Peneda-Gerês ein bedeutendes Schutzgebiet; hier gibt es noch einige Reste von naturbelassenen Wäldern. Die Mitte des Landes zeichnet sich durch gebirgige Landschaften aus; in der Serra de Estrela ist Wintersport möglich.

Zu den wichtigsten Landschaften Portugals zählen:

  • Beira
  • Ribatejo
  • Estremadura
  • Mündung des Tejo in den Atlantischen Ozean

Im Süden sind die Landschaften

  • Terras do Sado
  • Alentejo und
  • Algarve

zu nennen. In den südlichen Regionen an der Küste findet man einige Kiefernwälder; ebenso wachsen hier diverse Palmenarten.

Die Azoren und Madeira sind vulkanischen Ursprungs, ausgenommen der Azoreninsel Santa Maria. Madeira zeichnet sich durch tropische, teilweise auch subtropische Vegetation aus.

Tierwelt

Die Artenvielfalt der Tierwelt ähnelt der in Spanien. Zu den unterschiedlichen Tieren zählen

  • Wildkaninchen
  • wilde Ziegen
  • Hirsche
  • Wildschweine
  • Füchse
  • Wildkatzen

sowie einige Vogelarten, wie Steinadler und Flamingos. Im Inneren des Landes kann man auf Skorpione und Schlangen treffen.

Geographische Lage Portugals auf der Weltkarte
Geographische Lage Portugals auf der Weltkarte

Lohnenswerte Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele

Lesen Sie, welche Highlights Sie in Portugal nicht verpassen sollten.

Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt Lissabon

Portugals Hauptstadt Lissabon ist eine Reise wert. In der Stadt am Tejo erwarten den Besucher viele Sehenswürdigkeiten, die auf Portugals lange Geschichte als Handels- und Seefahrernation verweisen und eine Brücke zwischen alter und neuer Welt schlagen.

Geschichte Lissabons

Lissabon liegt im Südwesten der Iberischen Halbinsel an der Atlantikküste. Die Stadt wurde an der Mündung des Flusses Tejo bereits von den Phöniziern angelegt.

Die Römer gaben der Stadt dem Namen "Colonia Felicitas Iulia". Nach ihrer Herrschaft fiel Lissabon an die Mauren.

1256 wurde sie zur Hauptstadt Portugals und erlebte im 16. Jahrhundert einen Aufstieg zu einer der bedeutendsten Hafen- und Handelsmetropolen Europas. Nicht umsonst nahmen zahlreiche Entdeckungsfahrten rund um den Globus von hier ihren Ausgang. Nachdem ein schweres Erdbeben die Stadt 1755 zerstört, wuchs sie im 19. Jahrhundert zu alter Blüte und zum politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum Portugals und der ganzen Iberischen Halbinsel.

Flagge von Portugal
Flagge von Portugal

Zwischen Land und Meer, zwischen Unter- und Oberstadt

In den zahlreichen sehenswerten Bauwerken der Stadt hat die wechselhafte Geschichte Lissabons ihre Spuren hinterlassen. Es lohnt sich, durch die malerische Altstadt mit ihren vielen Gassen und Cafés zu schlendern. Es gibt aber noch andere Wege, die Stadt am Tejo zu erkunden: Von den sieben Anhöhen hat man einen herrlichen Ausblick, und per Boot auf dem Meer gewinnt man eine ganz andere Perspektive auf die Stadt.

Ein wichtiges Wahrzeichen von Lissabon ist der Turm von Belém direkt an der Hafeneinfahrt. Der Leuchtturm von 1521 kündet von Portugals Seefahrertradition und begrüßt noch heute ankommende Schiffe.

Ein Turm ganz anderer Art verbindet die Unterstadt Lissabons mit der Oberstadt. Der Aufzug "Santa Justa" ist ein 45 Meter hoher Stahlturm, der im neugotischen Stil reich verziert wurde.

Den höchsten Punkt Lissabons bildet aber das Castelo de Sao Jorge, eine alte Ritterburg aus dem Jahr 1147. Man erreicht sie zu Fuß von der Altstadt aus und kann dann einen herrlichen Blick über die Stadt und den Tejo genießen.

Vom Tejo zum Hafen

Am Ufer des Tejo wacht auf einem 82 Meter hohen Sockel eine 28 Meter hohe Christusstatue über Lissabon. Von dort aus hat man einen wunderschönen Ausblick über Lissabon, den Tejo und die Brücke "Ponte de 25 Abril". Die Statue erinnert nicht umsonst an Rio de Janeiro - die Jesusstatue auf dem Zuckerhut ist ein Nachbau.

Besonders sehenswert ist der alte Hafen mit seinen zahlreichen Kontoren, Handelshäuser und dem "Padrao dos Descobrimentos". Das 52 Meter hohe Seefahrerdenkmal wurde 1960 eröffnet und zeigt berühmte portugiesische Handels- und Entdeckungsreisende von Heinrich dem Seefahrer über Vasco da Gama bis Ferdinand Magellan.

Sehenswürdigkeiten Madeiras

Madeira gilt als die grüne Insel Portugals. Sie liegt im Atlantischen Ozean westlich der Küste Marokkos und etwa 950 Kilometer von der portugiesischen Hauptstadt Lissabon entfernt.

Madeira hat für einen Strandurlaub einiges zu bieten, jedoch ist die Insel weniger auf den Massentourismus ausgerichtet als die Balearen. Natur- und Wanderfreunde kommen dagegen auf Madeira voll auf ihre Kosten.

Auch Naturschwimmbäder sind vorhanden. Darüber hinaus verfügt Madeira über einige bestaunenswerte Sehenswürdigkeiten wie

  • die Laurazeenwälder
  • die Lavahöhle in Sao Vincente
  • den Botanischen Garten in Funchal
  • die Levadas und
  • das Meeresaquarium in Ponte Moniz.

Portugals Blumeninsel vor der Küste Afrikas

Madeira ist mit einer Fläche von rund 800 Quadratkilometern die größte Insel einer Inselgruppe, zu der unter anderem auch Porto Santo und die Ilhas Desertas gehören. Das maritim und tropisch geprägte Klima begünstigen das Wachstum einer außergewöhnlich reichhaltigen Flora.

Nicht umsonst wird Madeira auch als Blumeninsel bezeichnet.

  • Hortensien
  • Strelitzien
  • Kaplilien und
  • die Afrikanische Liebesblume

sind nur einige Arten, deren Blüten die Insel in ein buntes Farbenmeer tauchen. Ob in den Botanischen Gärten oder einfach am Wegesrand, auf Madeira begegnet man auf Schritt und Tritt einer herrlichen Blumenpracht.

Zudem kann die Insel Botaniker noch mit einigen ganz außergewöhnlichen Arten ins Schwärmen bringen. Wegen der isolierten Lage sind viele Pflanzenarten ausschließlich hier heimisch.

Madeira als Wanderparadies

Mit seinem angenehmen Klima und sommerlichen Temperaturen über das ganze Jahr hinweg, lädt Madeira zu Spaziergängen und Wanderungen durch seine einmalige Landschaft ein. Die Insel gilt als Wanderparadies. Und in der Tat gibt es ein gut gepflegtes Wegenetz, das bereits vor 300 Jahren angelegt wurde.

Die Wege führen entlang der Levadas und dienten ursprünglich deren Wartung und Pflege. Die Levadas sind ein Netz von Wasserkanälen, das die Insel durchzieht. Die Levadas-Wege bieten heute Wanderern grandiose Ein- und Ausblicke in die Naturschönheit Madeiras.

Ein besonders dichtes Netz gibt es zwischen Santana im Norden und Porto da Cruz im Süden. Lohnenswert ist außerdem die Bergwanderroute zwischen dem Pico Ruivo und dem Pico do Arieiro.

Madeira als Wanderparadies
Madeira als Wanderparadies

Sehenswürdigkeiten auf Madeira

Auch den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Madeiras sollte man einen Besuch abstatten. Die malerische Hauptstadt Funchal verfügt über eine schön gestaltete Altstadt mit Markt und Kathedrale. Der Botanische Garten mit seinen zahlreichen Pflanzen und Volieren dürfte wohl jeden Besucher in seinen Bann ziehen.

Ein weltweit einmaliges Erlebnis ist die legendäre Korbschlittenfahrt vom Monte Funchal. Zwar gibt es auf Madeira kaum Badestrände, doch auf das Schwimmen im Meer braucht man dennoch nicht zu verzichten.

Es wurden mittlerweile viele geschützte Badebuchten eingerichtet. Außerdem gibt es in Canico einen Unterwassernationalpark, den man tauchend erkunden kann.

Reisetipps für Madeira - Reisesaison, Gesundheit, Unterkünfte und Co.

Vor einer Madeira-Reise kann es hilfreich sein, einige generelle Tipps zu beachten.

Reisesaison

Madeira gilt auch als die Insel des ewigen Frühlings, da das Klima dort sehr ausgeglichen ist und keine Extremwerte wie große Hitze auftreten. Die Temperaturen betragen durchschnittlich 16 Grad Celsius in den Wintermonaten bis zu 27 Grad in den Sommermonaten.

Madeira kann also das ganze Jahr über besucht werden. Als optimale Reisezeit gelten die Monate Mai bis September.

Gesundheit

Kommt es auf Madeira einmal zu gesundheitlichen Problemen, stehen in zahlreichen Hotels Hotelärzte zur Verfügung. Medizinische Behandlungen müssen allerdings in der Regel sofort beglichen werden. Die Rechnung kann der Patient dann bei der heimischen Krankenkasse in Deutschland einreichen.

Der Auslandskrankenschein oder die EHIC-Karte werden bei Bedarf in einen portugiesischen Behandlungsschein umgetauscht, was jedoch nur in staatlichen medizinischen Einrichtungen möglich ist. In jedem größeren Inselort befindet sich ein Gesundheitszentrum. Auch Apotheken sind ausreichend vorhanden.

Unterkunft

Insgesamt stehen auf Madeira etwa 32.000 Gästebetten zur Verfügung. Die meisten Unterkünfte findet man in der Hauptstadt Funchal.

Neben Vier- und Fünf-Sterne-Häusern zählen auch Aparthotels mit unterschiedlichem Komfort, Pensionen und Landunterkünfte zum touristischen Angebot Madeiras. Bei manchen Unterkünften handelt es sich um ehemalige Herrensitze.

Einreise

Für EU-Bürger stellt die Einreise nach Madeira kein Problem dar. Dazu genügen in der Regel Reisepass oder Personalausweis.

Anreise

Am einfachsten und preiswertesten lässt sich Madeira mit einem Pauschalarrangement erreichen. Der Preis für Charterflüge liegt während der Saison bei rund 350 Euro.

Die einzige Linienverbindung bietet die Air Portugal an, wobei man allerdings in Lissabon umsteigen muss. Außerdem wird die Insel von Kreuzfahrtschiffen angelaufen.

Mobilität

Um auf Madeira mobil zu sein, kann man sich vor Ort einen Mietwagen ausleihen. So gibt es verschiedene Mietwagenfirmen in Funchal sowie an den Flughäfen. Die meisten Orte und Sehenswürdigkeiten auf Madeira lassen sich aber auch gut mit dem Bus erreichen.

Die schönsten Strände der Algarve

Die Algarve hat sich zu einer der beliebtesten Ferienregionen in Europa entwickelt. An Portugals über 200 Kilometer langer Südküste kann man nicht nur über 300 Sonnenscheintage in Jahr genießen, sondern sich auch an

  • spektakulären Klippen
  • endlosen Sandstränden
  • versteckten Buchten und Wasserläufen sowie
  • malerischen Dünen

erfreuen.

Strand und Meer

Die Algarve ist eine Region im äußersten Süden Portugals mit ca. 450.000 Einwohnern und einer Fläche von 5.000 Quadratkilometern. Größte Stadt und zugleich Hauptstadt dieser Region ist Faro.

Berühmt geworden ist die Algarve für ihre traumhaften Sandstrände an ihrer südlichen Atlantikküste. Sie laden die Besucher zum

ein. Abgerundet wird das Urlaubsvergnügen von einem milden Klima und einer gut ausgebauten touristischen Infrastruktur. An der Algarveküste steht eine große Zahl an vielfältigen Stränden zur Auswahl. Vom bewachten Badestrand bis zu einsamen, idyllischen Buchten ist alles dabei.

Wunderschöne Sandstrände an der Algarve in Portugal
Wunderschöne Sandstrände an der Algarve in Portugal

Alejzur und Sagres

Zu den schönsten Stränden der Algarve gehört sicherlich der Strandabschnitt bei Alejzur. Er wird von attraktiven Schieferfelsen eingerahmt und überzeugt durch seine ruhige Lage.

Der Sand ist durch den Einfluss des Gesteins eigentümlich dunkel gefärbt. Der Strand bei Alejzur ist sauber, zudem in unmittelbarer Nähe Unterkünfte, Restaurants und Unterhaltungsangebote zur Verfügung.

Unweit der Stadt Sagres findet man den Strandabschnitt Praia da Mareta. Das flache und klare Wasser garantiert exzellente Badefreuden, und die Aussicht auf das alte Fort in den nahen Klippen sorgt für ein optisches Highlight. Darüber hinaus ist der Strand professionell touristisch erschlossen mit zahlreichen

  • Sportanlagen
  • Restaurants
  • Kinderbetreuung
  • Liegenvermietung und
  • Wassersportmöglichkeiten.

Lagos und Alvor

Bei Familien besonders beliebt ist der Strand Praia do Porto de Mos. Er befindet sich nur ca. 10 Minuten im Westen von Lagos.

Alles Notwendige von Sportangeboten bis zu Restaurants ist hier vorhanden. Der Strandabschnitt ist sauber, bewacht und das flache Wasser bietet beste Voraussetzungen für den Badespaß mit der gesamten Familie.

Zu den längsten Stränden der Algarve gehört die Praia do Alvor. Vom Ort Alvor aus erstreckt sich dieser breite Strandabschnitt mehrer Kilometer in beide Richtungen. Entlang des Strandes befinden sich zahlreiche Verleihe für Boote und Wassersportzubehör, Restaurants und Unterhaltungsangebote.

Gerade für Surfer bietet der Strand optimale Bedingungen. Aber auch ein Spaziergang entlang der Küste von Alvor lohnt sich.

Der Praia do Zavial gilt als Geheimtipp...

Praia do Zavial

Portugal stand ungerechtfertigterweise lange im Schatten seines großen Bruders Spanien. Mit Mallorca und Ibiza galt das Land als Urlaubsziel Nummer eins der Deutschen und auch das Festland konnte über ausbleibende Besucher nicht klagen.

Auch heute noch werden die Kanaren und Balearen gerne angeflogen, das Kräfteverhältnis verschiebt sich jedoch zusehend. Die portugiesische Küste hat gegenüber den spanischen Stränden nämlich einen wahnsinnig großen Vorteil: sie ist weder überlaufen, noch mit Hotels zugepflastert.

Urlauber können hier genau das idyllische Feeling von Freiheit und Natur genießen, das auf Urlaubskatalogen so oft angepriesen wird. Ein besonders schöner Strand befindet sich an der portugiesischen Algarve in der Nähe von Raposeira.

Vorzüge und Merkmale

Der Praia do Zavial ist ein wahrer Geheimtipp und gilt unter Insidern mittlerweile als einer der schönsten Strände Europas. Seinen Charme verdankt der Strandabschnitt vor allem seinem feinen, hellen Sand, der nicht nur für das Auge, sondern auch für strapazierte Urlauberfüße ein wahrer Segen ist. Zum Meer hin fällt der Strand überaus flach ab, so dass auch Nichtschwimmer und Kinder bedenkenlos im seichten Wasser plantschen können.

Da der Praia do Zavial noch nicht dem Massentourismus zum Opfer gefallen ist, findet man nicht nur immer ein freies Plätzchen, man hat auch genug Abstand zum Nebenmann, um wirklich ungestört entspannen zu können. Die Individualurlauber, die zum Baden an den Strand kommen, setzen auf nachhaltigen Tourismus, so dass man nur selten leere Flaschen oder anderen Unrat im Sand findet.

Ruhe und Abgeschiedenheit - nicht für jeden Urlauber das Richtige

Einziger Wermutstropfen des Praia do Zavial ist seine nicht vorhandene Infrastruktur. Es gibt zwar ein Restaurant und in einiger Entfernung ein paar Hotels, weitere Bars, Cafés oder Geschäfte sucht man jedoch vergeblich.

Andererseits macht aber genau diese Abgeschiedenheit auch den Charme des Praia do Zavial aus und wer sich vor der Abfahrt ausreichend mit Snacks, Getränken und Zeitschriften eindeckt, wird an diesem Strand mit Sicherheit ein paar traumhafte Stunden verleben.

Die Azoren - Inseln für Naturliebhaber

Die Azoren bilden eine Inselgruppe im Atlantischen Ozean, die zu Portugal gehört. Sie liegen über 1.300 Kilometer vom europäischen und 2.800 Kilometer vom nordamerikanischen Festland entfernt. Lange Zeit kannte man diese Inseln allenfalls vom Wetterbericht, doch mittlerweile sind die Azoren zu einem beliebten Ziel von Touristen geworden.

Grüne Inseln der Artenvielfalt

Die Azoren bestehen aus mehreren kleinen Inseln, von denen die Hauptinsel Sao Miguel die größte ist. Alle Inseln zeichnen sich durch eine vielfältige Flora und Fauna aus. Aufgrund ihrer isolierten Lage mitten im Ozean sind dort viele endemische Arten entstanden, die man allein auf den Azoren antreffen kann.

Als besonders typisch für die Azoren kann der dichte Lorbeerwald gelten. Er ist allerdings durch Abholzung und die Einführung fremder Baumarten zunehmend bedroht. Ähnliches gilt für andere Tier- und Pflanzenarten. Zum Erhalt des "Biodiversitäts-Hotspots" stehen mittlerweile viele Regionen auf den Azoren unter Naturschutz.

Gekennzeichnete Pfade und kontrollierte Zugänge sorgen dafür, dass Tourismus und Erhalt der Artenvielfalt Hand in Hand gehen. Wanderfreunde werden auf den Azoren jedenfalls voll auf ihre Kosten kommen.

Die Azoren - Trauminseln für Naturfreunde und Segler

Die meisten Besucher werden von der Ursprünglichkeit der Landschaft und dem milden Klima angelockt. Unter Portugiesen werden die Inseln schon lange für Kuraufenthalte genutzt.

Der Ort Furnas auf Sao Miguel ist ein attraktiver Kurort mit entsprechenden Kliniken und Heilangeboten. Genutzt werden in diesem Zusammenhang vor allem die zahlreichen Thermal- und Heilquellen der Umgebung.

Auch die Hauptstadt Ponta Delgada hat sich mittlerweile mit einem breiten Angebot an Beherbergungen und Gastronomie auf den Tourismus ausgerichtet. Außerdem stellt die Stadt einen guten Ausgangspunkt für die Erkundung Insellandschaft dar. Längst gibt es auf den Inseln ein internationales Publikum, das sich überwiegend aus Naturfreunden und Seglern zusammensetzt.

Zwar gibt es keine ausgedehnten Sandstrände, dafür kann die einmalige Naturlandschaft auf einem gut ausgebauten Wegenetz durchwandert werden. Auf mehreren Inseln der Azoren werden Waldbeobachtungen angeboten. So kann man gezielt die lokale Flora und Fauna erkunden.

Für Segler sind die Azoren eine ideale Zwischenstation auf dem Weg zwischen Europa und Amerika, denn sie liegen fast auf halber Strecke zwischen den beiden Kontinenten. Ein Segel- und Yachthafen stehen auf der Hauptinsel zur Verfügung.

Erreichbar sind die Azoren außerdem per Schiff und Flugzeug. Der Flughafen befindet sich bei der Hauptstadt Ponta Delgada.

Speisen und Getränke

Die Küche Portugals gilt als einfach, aber fein. Sehr groß ist die Vielfalt an Fisch und Meeresfrüchten, ebenso zählen

zu den typischen Bestandteilen. Häufig werden Eintöpfe serviert. Auch die großzügige Verwendung von Olivenöl ist typisch. Die Suppe als erster Gang ist weit verbreitet. Zu den berühmten Gerichten Portugals zählen:

  • Bacalhau, salziger und getrockneter Stockfisch
  • Sopa de marisco, eine Suppe mit Meeresfrüchten
  • Feijoadas, Bohneneintöpfe
  • Ameijoas na cataplana, ein Muscheleintopf mit Schweinefleisch
  • Arroz de Mariscos, ein Reisgericht mit Meeresfrüchten
  • Cozido à portuguesa, ein deftiger Eintopf mit verschiedenen Fleischsorten
  • Arroz doce, Milchreis
  • Pastéis de Nata, Sahnepuddingtörtchen aus Blätterteig

Beliebtes Getränk in Portugal ist besonders der Wein; die Vielfalt ist angesichts der 500 heimischen Rebsorten sehr groß. Zum Dessert wird häufig Portwein getrunken. Beliebt sind außerdem verschiedene Schaumweine sowie Tresterschnäpse.

Auf Madeira ist ein besonderer Punsch (Poncha) verbreitet. Auch Bier und Mineralwasser werden im großen Umfang getrunken.

Quellen:

  • Gisela Tobias und Werner Tobias: Go Vista Portugal: Mit Landkarte, Highlights, Servicetipps, Sprachführer, Stadttour, Vista Point Verlag Gmbh, 2008, ISBN 3889732992
  • Marita Korst: Portugal Handbuch, Reise Know-How Verlag Hoff, 2007, ISBN 3923716192
  • Michael Müller: Portugal. Reisehandbuch, Müller (Michael), Erlangen, 2008, ISBN 3899534050
  • Bert Krüger, Ondra Krüger und Urs Rainer Lüders: Portugal: Algarve bis Lissabon - Naturreiseführer, Natur und Tier-Verlag, 2004, ISBN 3931587886

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  • Hütten auf Madeira © Peter Bosch - www.fotolia.de
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