10. Mai 2011
Das asiatische Land Laos ist erst seit kurzem touristisch erschlossen, versteht es aber mittlerweile aufgrund seiner außerordentlichen Naturschönheiten, immer mehr Besucher anzuziehen. Zu beeindrucken weiß vor allem der unberührte Regenwald etwa in der Mitte des Landes entlang der Grenze zu Vietnam.
Diese Region gehört nicht nur zum UNESCO Weltnaturerbe, sondern wurde im Phong Nha-Kẻ Bàng Nationalpark, dem größten Nationalpark von Laos und Vietnam, zusammengefasst. Zum Nationalpark gehört ein erheblicher Teil der schmalen Landbrücke zwischen Laos und dem Südchinesischen Meer. Der Park umfasst eine Fläche von 86.000 Hektar, auf der es einzigartige Naturphänomene, Flora und Fauna zu bestaunen gibt. In der Urzeit haben sich Karstformationen gebildet, die zahlreiche unterirdische Grotten haben entstehen lassen. Durch sie zieht sich ein Flusssystem von über 65 Kilometern Länge. Da die Region dünn besiedelt und kaum erforscht ist, werden noch heute immer wieder neue Höhlen entdeckt. So beispielsweise die Son-Dong-Höhle, welche mit 56 Kilometern die längste ihrer Art weltweit ist.
Seit 2003 steht der Phong Nha-Kẻ Bàng Nationalpark gemeinsam mit dem Hin Namno Biodiversitätsschutzgebiet auf der Liste des UNESCO Weltnaturerbes. Zum einen stellt das Gebiet den letzten geschlossenen Regenwaldgürtel der Region dar. Zum anderen gelten die einzigartigen geologischen und tektonischen Phänomene auf dem Gebiet des Parks als besonders schützenswert. Das Areal gehört zu den größten Kalksteingebieten der Welt. Seine Höhlen sind teilweise von unterirdischen Flüssen durchzogen und weisen zahllose lange Gänge mit eindrucksvollen Stalagmiten und Stalagtiten auf. Auf vietnamesischer Seite kann man einige Höhlen zu Fuß oder per Boot besichtigen.
Der unzerstörte Regenwald hat im Phong Nha-Kẻ Bàng Nationalpark eine große Artenvielfalt entstehen lassen. Auf seinem Gebiet sind 381 bekannte Wirbeltierarten, 59 Amphibienarten und 1320 Pflanzenarten anzuteffen. Auf dem Parkgelände leben 112 Säugetierarten, unter ihnen mindestens 9 verschiedene Affenarten wie Gibbons, Languren und Makaken. Damit ist der Phong Nha-Kẻ Bàng Nationalpark die Region mit der höchsten Biodiversität in Indochina. Zudem werden immer wieder neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt, wie Affen-, Kaninchen- und Antilopenarten. Viele Arten sind selten und gefährdet. An ihrer Erforschung und ihrem Schutz sind deutsche Zoos und Naturschutzverbände maßgeblich beteiligt. Der Nationalpark ist mittlerweile touristisch erschlossen und zählt jedes Jahr ca. 200.000 Besucher. Er ist per Zug, Bus oder Flugzeug von vietnamiesischer Seite bequem zu erreichen. Von der Tourismusstation Son Trach gehen geführte Touren durch den Nationalpark aus.
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Tiefster unberührter Dschungel, klare frische Gebirgsbäche und tosende Wasserfälle, ein ganz besonders herzliche...