Eine Trennung abwenden - Wann ist es möglich und wie geht man vor?

Manchmal steckt eine Beziehung in einer Krise, bei der es sich nicht nur um einen kurzfristigen Streit handelt, sondern Probleme immer wieder auftauchen und sich scheinbar nicht lösen lassen. Nicht immer jedoch ist das Beziehungsaus die Lösung; in vielen Fällen kann man eine Trennung abwenden. Lesen Sie, wann es Sinn macht, um seine Liebe zu kämpfen und wie man eine Trennung abwenden kann.

Die Beziehung retten und vor dem Aus bewahren

Abwägen: Ist das Abwenden einer Trennung noch möglich?

In der Regel bahnen sich über einen längeren Zeitraum diverse Schwierigkeiten an, Probleme, über die man sich immer wieder streitet und die einen schließlich dazu bringen, sich zu fragen: hat diese Beziehung noch einen Sinn?

Das Leben in einer Beziehung kann von Höhen und Tiefen definiert sein. Auch das Gefühl zum Partner kann sich im Laufe der Zeit intensivieren, distanzieren und wieder annähern. Schwierig wird es sich klar zu machen, ab wann es besser ist seinen Partner gehen zu lassen und ab wann man für seine Liebe kämpfen sollte.

Freiräume durch Vertrauen in der Partnerschaft

Das Sprichwort "Was Du liebst, lass' frei. Kommt es zu Dir zurück, gehört es Dir für immer" kommt einem spätestens dann ins Gehör, wenn man sich seinem Partner innerhalb der Partnerschaft nicht mehr so nahe fühlt und das Gefühl hat, dass der Partner mehr Zeit außerhalb der Partnerschaft verbringen möchte.

Dem Partner Freiheiten geben, hat in erster Linie nichts mit der Lockerung der Partnerschaft an sich zu tun. Vielmehr kann es im Laufe einer Partnerschaft zu eng für einen Partner werden, so dass sich dieser nach der Zeit der intensiven Nähe wieder mehr mit anderen Themen und Freunden beschäftigen möchte, damit allerdings seine Beziehungstiefe zu Ihnen in keinster Weise in Frage stellt. Menschen sind nun einmal freiheitsliebend und eine Partnerschaft sollte die Stabilität und das Vertrauen bilden können, um dem anderen seinen Freiraum geben zu können.

Freiräume und dementsprechendes Vertrauen sind in einer Partnerschaft sehr wichtig
Freiräume und dementsprechendes Vertrauen sind in einer Partnerschaft sehr wichtig

Fragen, die Sie sich stellen sollten

Wichtig ist, dass Sie sich klar machen, was Sie wollen:

  • Kommen Sie damit zurecht, wenn Ihr Partner intensiver mit anderen Themen beschäftigt ist und weniger Zeit mit Ihnen verbringt?

  • Welche Grenzen haben Sie, die Ihr Partner in der Auslebung seiner Freiräume nicht überschreiten darf?

  • Wann haben Sie das Gefühl, dass Sie sich nicht mehr in einer Beziehung zu Ihrem Partner befinden?

Der Umgang mit unterschiedlichen Bedürfnissen

Im Laufe einer Partnerschaft kann es passieren, dass sich die Bedürfnisse im Zusammenleben so auseinander entwickeln, dass es nicht an der Liebe zum Partner mangelt, sondern vielmehr an den unterschiedlichen Bedürfnissen in der Partnerschaft und der gemeinsamen Lebensgestaltung.

Auf diese Weise kann die Entwicklung erfolgen, dass sich ein Paar aufrichtig liebt, aber zu Differenzen kommt, weil es unterschiedliche Auffassungen in der Beziehungsführung gibt. An diesem Punkt ist es wichtig seinen Standpunkt zu klären und sich klar zu machen, wie weit man den Partner lassen kann ohne sich verlassen zu fühlen.

Zeigt Ihr Partner das Bedürfnis, sich mehr und mehr von Ihnen abzuwenden, dann fragen Sie sich, ob Sie diese neue Form Ihrer Beziehung halten können. Wenn nicht, beginnen Sie mit Ihrem Partner darüber zu reden, was Ihnen in der Beziehung fehlt, welche Ängste sich in Ihnen aufbauen und was Sie sich für die gemeinsame Zukunft wünschen.

Treffen Sie für die Beziehung keine Eingeständnisse, die Sie von Ihren tiefen Bedürfnissen abbringen. Seien Sie offen und direkt zu Ihrem Partner, so wie er es auch zu Ihnen ist und formen Sie gemeinsam die neuen Veränderungen.

Was tun, wenn sich der Partner von einem vermehrt abwendet?

Sollte sich Ihr Partner von Ihnen wegbewegen, weil es zu viele Beziehungskonflikte gibt oder das Beziehungsleben eintönig geworden ist, dann suchen Sie Möglichkeiten, Ihr Beziehungsleben aufzufrischen und die Konflikte so zu klären, dass sich Ihre Beziehung verändern kann.

Die Abwendung eines Partners erfolgt unter anderem dann, wenn zu viele Beziehungsthemen immer wieder kommen und die Bearbeitung der Themen nicht erfolgt oder erfolgen kann, weil sich niemand der Probleme annimmt oder nicht die Fähigkeiten existieren, um die Probleme lösen zu können. Die Liebe ist kein Testfeld und lebt auch in keinem.

Machen Sie sich bewusst, dass jeder Tag in einer Partnerschaft ein Tag sein kann, den Sie in Liebe zu Ihrem Partner erleben können. Ein Abwenden vom Partner oder sich verkriechen in der Selbstbeschuldigung nicht gut genug für den Partner zu sein, bringen Sie und auch Ihren Partner nicht weiter.

Stehen Sie auf und kämpfen Sie für Ihre Liebe. Zeigen Sie Ihrem Partner, wie Sie Ihn lieben und gestalten Sie Ihre Partnerschaft so, dass Sie Freude daran haben darin zu leben.

Wenn alles für eine Trennung spricht

Sollte sich Ihr Partner dennoch von Ihnen abwenden, dann lassen Sie Ihn gehen. Sie haben alles getan, was Sie tun können. Seien Sie stolz auf sich und darauf, dass Sie Ihrer Liebe die schweren Zeiten hinweg eine Chance gegeben haben.

Machen Sie sich nicht abhängig von der Liebe Ihres Partners und falls Sie sich bereits in einer Co-Abhängigkeit befinden, beginnen Sie damit, sich Stück für Stück daraus zu lösen und an einer gesunden Liebe zu Ihrem Partner zu arbeiten.

Man kann niemanden zwingen Sie zu lieben, wenn er es nicht will. Lassen Sie also Ihren Partner gehen, wenn er gehen will und Sie alles gegeben haben, was Sie geben konnten und Sie Ihn noch immer lieben. Besinnen Sie sich auf sich und bewahren Sie sich die schönen Zeiten und Gefühle der Liebe.

Hier lesen Sie alles Wissenswerte zum Thema Trennung.

In vielen Fällen lohnt es sich wirklich, um eine Beziehung zu kämpfen und eine Trennung zu verhindern...

Eine Trennung abwenden - Wann und wie sollte man die Beziehung retten?

Eine Trennung sollte niemals leichtfertig durchgezogen werden. Es gilt, sich vorab über ein paar Punkte bewusst zu werden.

Wenn Ihre Beziehung mit voller Geschwindigkeit Kurs auf den Trennungshafen genommen hat, müssen Sie schnell handeln. Entweder bereiten Sie sich psychologisch auf einen emotionalen Crash vor oder Sie versuchen, dass Ruder noch einmal herumzureißen, um wieder in Richtung Paradies zu schippern.

Letzteres ist manchmal gar nicht so schwer. Sie sollten die folgenden Tricks jedoch nur versuchen, wenn Ihnen wirklich daran gelegen ist, die Beziehung zu retten.

Will man die Beziehung überhaupt retten?

Bevor Sie agieren, sollten Sie für sich selbst entscheiden, ob die Beziehung wirklich noch einen Sinn hat, und ob Sie die bestehenden Probleme überhaupt lösen wollen. In manchen Fällen kann eine Trennung durchaus sinnvoll sein, zum Beispiel dann, wenn zwei Menschen nicht wirklich gut zusammen passen.

Befinden Sie sich in einer längeren Beziehung, die auch über viele Jahre gut war, dann lohnt es sich vielleicht am ehesten, darum zu kämpfen. Vor allem wenn Kinder von einer Trennung betroffen sind, sollte man nicht leichtfertig auseinander gehen.

Kommunikation ist der Schlüssel

Sprechen Sie zunächst mit Ihrem Partner. Reden Sie offen über das Problem, wenn Sie es greifen können. Fragen Sie den Partner, ob er auch einen Handlungsbedarf sieht, oder ob aus seiner Sicht alles bestens ist.

Klären Sie, ob auch der Partner Interesse daran hat, die Beziehung zu retten, oder ob er sich gleich trennen möchte. Versuchen Sie, dieses Gespräch in Ruhe und ohne Streit zu führen. Manchmal ist der erste Schritt damit schon getan.

Sich Zeit lassen

Machen Sie für sich klar, was von Ihrem Standpunkt aus für Ihre Beziehung wichtig ist und tragen Sie diese Wichtigkeiten Ihrem Partner in einer passenden Situation vor. Geben Sie Ihrem Partner die Möglichkeit, sich selbst Gedanken über seine Wünsche zu machen und geben Sie ihm dabei so viel Zeit, wie er dafür benötigt. Gehen Sie miteinander behutsam um und zeigen Sie sich, was Ihnen aneinander liegt.

Seien Sie realistisch mit sich und Ihrem Partner und lernen Sie Dinge, die Ihr Partner über die Zeit nicht ändern kann, zu akzeptieren oder zu tolerieren. Halten Sie den Respekt Ihrem Partner gegenüber und gehen Sie dementsprechend miteinander um.

Bedenken Sie: Sie haben alle Zeit der Welt und niemand schreibt Ihnen vor, dass Sie von Anbeginn an eine unbeschwerte, vertraute und lebendige Beziehung bis ins hohe Alter führen müssen. Sie selbst sind der Zeitgeber und Ruhepunkt, denn jede Erkenntnis im Rahmen der Partnerschaft bringt den Partner einem näher.

Kompromisse und gemeinsame Aktivitäten

Überlegen Sie dann gemeinsam, was Sie dafür tun könnten, um die Partnerschaft zu verbessern. Beide Partner sollte dabei nicht nur Kompromisse machen und bereit sein, ihr eigenes Verhalten zu überdenken. Sie sollten auch aktive Verbesserungsvorschläge machen.

Eine gute Möglichkeit, sich wieder näher zu kommen, sind gemeinsame Aktivitäten. Überlegen Sie, was Sie in Zukunft regelmäßig zusammen unternehmen könnten.

In jeder guten Partnerschaft gibt es gemeinsame Interessen, und je mehr man zusammen unternimmt, desto mehr hat man sich auch zu erzählen. In manchen Fällen ist es jedoch auch angebracht, dass sich die Partner gegenseitig mehr Freiräume zugestehen und sich nicht nur auf die Beziehung konzentrieren.

Geben Sie sich gegenseitig mehr Raum

Manchmal kann die Beinahe-Trennung eine heilsamen Effekt zur Folge haben und quasi wie ein Warnschuss wirken. Sich gegenseitig etwas mehr Freiräume einzugestehen, ist in solchen Situationen genau das, was Sie und Ihr Partner jetzt brauchen, um sich von vergangen Streitigkeiten und Auseinandersetzungen zu erholen und vor allem, um sich emotional sortieren zu können.

Über ein Wochenende getrennt zu verreisen oder nicht mehr alle Abende gemeinsam vor dem Fernseher, sondern getrennt in Sportvereinen oder mit Freunden zu verbringen, kann Ihnen dabei helfen, sich selbst wieder als Individuum wahrzunehmen. Dabei werden Sie erkennen, was Ihr Partner Ihnen gegeben hat und Sie zu einen kompletteren Menschen gemacht hat.

Alles auf Anfang

Wenn Sie knapp an einer Trennung vorbei schrammen, ist es hilfreich, sich auf die Anfänge Ihrer Beziehung zu besinnen. Welche Eigenschaften haben Sie an den jeweils anderen von Anfang an zu schätzen gewusst?

Gehen Sie auch an die Orte zurück, an denen Sie zu Beginn ihrer Beziehung gemeinsam Zeit verbracht haben. Das hilft dabei, wieder in jene Verhaltensmuster zu kommen, die Ihre Liebe entflammt hat.

Trennungen sind häufig eine Folge von einer zu hohen Alltagsbelastung. Wenn Sie sich wieder auf Ihre Anfänge besinnen, werden Sie verstehen, dass nicht der Partner das Problem ist, sondern die Art, wie Sie als Paar mit dem Alltagsherausforderungen umgehen. Und das ist etwas, was Sie gemeinsam leicht ändern können.

Lassen Sie es raus

Menschen sind im Prinzip nichts anderes als emotionale Dampfkocher. Wenn wir nicht von Zeit zu Zeit etwas Luft ablassen, explodieren wir. Setzen Sie sich also gemeinsam zusammen und reden Sie sich die Seele vom Leib.

Was auch immer Sie belastet, sprechen Sie es aus. Formulieren Sie es jedoch nicht als Vorwurf oder Anschuldigung, sondern eher als persönliche Empfindung oder als ein Wunsch in Ich-Form.

Seien Sie intim

Wahre Liebe braucht keine Worte. Das trifft insbesondere dann zu, wenn Sie ihre Zuneigung in Form von körperlicher Leidenschaft ausdrücken. Natürlich kann Sex keine Beziehung retten. Und wenn man es doch versucht, schiebt man das Ende nur hinaus.

Aber das intime Liebesspiel kann Ihnen beiden beweisen, dass doch nicht alles verloren ist. Sie haben Vertrauen zueinander und der andere weiß und fühlt, wie er Sie glücklich machen kann. Was im Bett klappt, kann auch außerhalb des Schlafzimmers funktionieren.

Paarberatung nutzen

Wenn Sie damit überfordert sind, einen richtigen Weg für Ihre Partnerschaft selbst zu finden, dann können Sie auch die Hilfe eines Paartherapeuten in Anspruch nehmen, der solche Gespräche moderiert und leitet. Wie Sie den richtigen Paartherapeuten finden, zeigen wir Ihnen hier.

Mitunter kann es auch ganz plötzlich zu einem Liebes-Aus kommen...

Ein plötzliches Liebes-Aus abwenden

Beziehungen können auch in schnelllebigen Zeiten über Jahrzehnte halten. Wichtig ist es, dass man sich seiner eigenen Anteile klar ist, die die eigene Beziehung maßgeblich prägen und dass man sich immer mal wieder einen Überblick über die aktuelle Beziehungssituation zu seinem Partner erarbeitet.

Das eigene Selbstbewusstsein - ein Beispiel

Beispiel: Während des Gesprächs blickt Ihr Partner eine andere Frau an. Stellen Sie während eines Essens oder Gesprächs mit Ihrem Partner fest, dass er nicht Sie sondern eine andere Frau ansieht, dann haben Sie mindestens zwei Möglichkeiten: Sie bewahren die Würde oder Sie machen Ihrem Partner eine Szene.

Wie sich Frauen verhalten sollten

Bewahren Sie Ihre Würde und Sie verlängern die Tiefe Ihrer Beziehung zu Ihrem Partner. Wenn Sie sich gerade selbst nicht sehr attraktiv und liebenswert finden und glauben, dass Ihr Partner das ebenfalls empfinden könnte, dann machen Sie ihm in dieser Situation keine Szene, sondern arbeiten Sie an sich.

Auf diese Weise werden Sie sich mit der Zeit wieder in Ihrem Körper und mit Ihren Handlungen sicher fühlen und nicht die Sorge haben, dass es Ihren Partner zu einer anderen Frau zieht. Machen Sie das nicht, um Ihrem Mann besser zu gefallen, sondern damit Sie sich wohler mit sich fühlen. Fühlen Sie sich attraktiv und genießen Sie dieses Gefühl unabhängig von Ihrem Partner.

Sie werden fühlen können, dass Ihnen dieses starke Gefühl zu sich selbst verhelfen wird, in der Beziehung zu Ihrem Partner eine ebenso starke Frau und Partnerin sein zu können, die auf keine banalen Eifersuchtsszenen eingeht, sondern sich ihrer eigenen Qualitäten und Besonderheiten bewusst ist. Genau das strahlen Sie dann nämlich auch aus.

Wie sich Männer verhalten sollten

Den Männern kann an dieser Stelle die Schuld ein wenig von den Schultern genommen werden. Selbst Studien belegen, dass Männer aus Gründen von biologischen Reizen und dem natürlichen Instinkt zu überleben in die Situation geraten können, eine andere Frau anzusehen und das, obwohl ihre eigene Partnerin direkt vor ihm sitzt.

Bleiben Sie mit Ihren Sinnen und Ihrer Aufmerksamkeit bei Ihrer Partnerin. Ihre Partnerin wird mitbekommen, wenn sich Ihre Augen einer anderen Person zuwenden. Seien Sie fair zu Ihrer Partnerin und schätzen Sie sie, indem Sie sich auf sie konzentrieren und mit der Aufmerksamkeit bei ihr sind.

Mangelnde Beziehungsarbeit

In der Partnerschaft kommen Sie am besten zu einer tiefen und auf Vertrauen basierenden Stabilität, wenn Sie einander respektieren, einander die Freiräume lassen und im Gespräch sind. Passen Sie aber darauf auf, dass Sie nicht zu viel über Ihre Beziehung reden und zu oft in die Analyse Ihres Verhaltens geraten. Es ist verlockend, alles von Ihnen Sehende und Fühlende in Konfliktsituationen zu erklären, allerdings schiebt es mit zunehmender Anzahl einen Schleier der Theorie zwischen Ihnen und Ihrem Partner.

Sehen Sie eine Beziehung als einen wachsenden, starken aber auch verletzlichen Organismus an und behandeln Sie ihn gut und wachsam. Überlassen Sie die Entwicklung Ihrer Beziehung nicht dem Zufall oder der Menge an Außeneinflüssen, sondern arbeiten Sie an ihr und arbeiten Sie vor allem an sich, um Ihre Qualität als Person zu halten oder zu verbessern.

Doch in vielen Fällen möchte man sich eine unvermeidbare Trennung nicht eingestehen...

Falsche Gründe, an einer gescheiterten Beziehung festzuhalten

Zugegeben: das Single-Leben ist nicht gerade immer verlockend. Sich am Wochenende die Nächte in dröhnenden Tanzclubs um die Ohren zu schlagen, um dann doch nur die Typen kennenzulernen, die immer nur das eine wollen, ist genauso mühsam, wie beim Online-Daten die bei Mutti wohnenden Computer-Freaks von den tageslichttauglichen Modellen auszusondern.

Mit anderen Worten: wenn man erst einmal einen brauchbaren Partner gefunden hat, hält man an diesen auch fest. Aber manchmal ist es der Partner einfach nicht wert und man bemüht sich, eine Beziehung aufrecht zu halten, die es im Prinzip gar nicht mehr gibt.

Warum man sich so schwer aus Beziehungen lösen kann

Die Liebe zu einem anderen Menschen kann sich schnell mit dem Wunsch verbinden, die nächsten Jahre mit dem Menschen zusammenleben zu wollen. Am Anfang der Liebe sieht die Welt noch rosarot aus und viele Eigenheiten des anderen werden angenommen, übersehen, versucht zu hinterfragen, um sie besser verstehen und annehmen zu können.

Mit der Zeit verdunkelt sich das rosarote Empfinden in ein tiefes Rot und beide Partner empfinden eine starke und unerschütterliche Liebe füreinander. In dieser Phase beginnen beide Partner oft mit dem Anmerken, dass bestimmte Eigenheiten des anderen eine Belastung für einen darstellen.

Es entstehen Wünsche an den Partner, ob dieser daran arbeiten kann, bestimmte Eigenheiten nicht auszuleben. Wenn dem Partner die Eigenart nicht bewusst ist und er nicht daran festhält, dann besteht die Chance relativ schnell eine Veränderung erzielen zu können.

Mit der Zeit entwickeln sich Beziehungsmuster, die darauf fußen, dass man um die Eigenarten des Partners weiß und sich immer wieder kehrenden Anspielungen nicht erwehren kann. Achtet man nicht auf die Beziehung, auf das Wachsen und Leben der Liebe oder entwickeln sich die Persönlichkeiten und Interessen der Partner auseinander, kann sich das Band der Liebe immer mehr lockern.

Eine Beziehung beenden oder nicht?

Treten keine gravierenden Streitigkeiten in der Beziehung auf und gibt es auch sonst keine Regelverletzung oder Grenzüberschreitung, fällt es schwer die Beziehung so zu hinterfragen, dass man sich motiviert diese aus eigener Kraft zu verlassen. Selten befindet man sich in einer Beziehung, in der man sich rundum wohl fühlt. Es gibt immer etwas zu verändern und zu verbessern.

Und doch gibt es auch nüchterne Erkenntnisse, die man im Laufe der Partnerschaft über sich selbst oder über die eigene Partnerschaft macht: Man ist anders als gedacht – oder innerlich und in jüngeren Jahren gehofft und gefühlt - und die Partnerschaft ist einfacher und unspektakulärer als in den eigenen Träumen gewünscht.

Alltag schädigt eine Beziehung

Es ist nicht zu vergessen, dass eine Partnerschaft vom Ideenreichtum und dem jeweiligen Leben der Partner lebt und Lebendigkeit und Kräfte schöpft. Kaum eine andere Verbindung zwischen zwei Menschen ist so entfaltungsstark wie die Beziehung zwischen zwei Menschen. Meist fällt der Aufbau einer Beziehung dem Alltag zugrunde, so dass man sich in der Beziehung leicht in die Gefahr begibt, sich entsprechend der Anforderungen von außen zu entwickeln als seinen eigenen Ideen eine Form und ein Leben zu geben.

Der Alltag ist kräftezehrend genug und die Dankbarkeit einer Beziehung liegt nicht selten in der Einfachheit und Klarheit des unbeschwerten Zusammenlebens. Aus diesen Gründen ist es nicht immer die Liebe, die eine Beziehung weiterlaufen lässt, sondern vielmehr die Bequemlichkeit sich mit dem, was funktioniert zu arrangieren und keine bessere Besetzung seines Wunschpartners zu finden.

Der Trugschluss ist zudem, dass nicht immer das Glück in einer neuen Beziehung zu finden ist. Wenn man nicht begreift, woran eine Beziehung erkrankt und welchen Eigenanteil man daran trägt, dann können die Probleme in der nächsten Beziehung wie ein Boomerang wiederaufleben.

Je länger man in einer Beziehung ist, desto schwerer kann es werden sich daraus zu lösen, wenn die Basisthemen noch funktionieren und man sich dazu bringt, genügsam zu sein und sich glücklich zu schätzen mit dem, was man nun mal hat. Wenn Sie jedoch aus einen der folgenden Gründe Ihren Partner nicht in den Wind schießen, sollten Sie den Wert ihrer Beziehung kritisch überdenken.

Er ist so super im Bett...

Sie haben einen Partner erwischt, der Sie in den Federn die Engel singen hören lässt und deshalb versuchen Sie, als seine schlechten Seiten zu übersehen? Drücken wir es einmal so aus: Die Befriedigung leidenschaftlicher Gelüste ist zwar wichtig, aber sie sollte nicht das einzige Standbein in Ihrer Beziehung sein.

Über kurz oder lang wird selbst der beste Liebhaber unerträglich, wenn er jeden Abend nur vor dem Fernseher verbringt oder sich weigert, sich um einen Job zu bemühen.

Wir sind schon so lange ein Paar...

Wie sagt der Volksmund so schön - "Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende". Beziehungen zwischen Menschen, egal ob romantischer oder beruflicher Natur, können immer beendet werden.

Krampfhaft an eine Beziehung festzuhalten kann dazu führen, dass Sie sich beide gegenseitig herunterziehen und am Ende außer Verbitterung und Enttäuschung nichts mehr von der anfänglichen Liebe übrig bleibt.

Wenn Sie nicht glücklich sind, ist es besser, dem Leiden ein Ende zu bereiten und so den Weg für einen Neuanfang gehen zu können. Machen Sie sich bewusst, dass nicht die Dauer Ihrer Beziehung entscheidend ist, sondern die Qualität.

Er ist reich...

Finanziell abgesichert zu sein, ist ein gutes und beruhigendes Gefühl. Allerdings darf das ähnlich wie beim grandiosen Liebhaber nicht der einzige Grund sein, warum Sie an Ihrem Partner hängen.

Was haben Sie davon, wenn Ihr Partner wohlhabend ist, Sie ihm aber für jede kleine Aufmerksamkeit das ewig dankbare Mädchen vorspielen müssen? Und wie sieht es mit Ihrem Selbstwertgefühl aus? Ist es für Sie nicht viel wichtiger, zu wissen, dass Sie Ihr Leben im Notfall auch allein meistern und auf eigenen Füßen stehen können?

Er hat so viel Potential...

Als erwachsene Frau sollten Sie sich einen Mann auf Augenhöhe suchen oder zumindest jemanden, der kurz davor ist, mit Ihnen beruflich oder intellektuell auf einer Stufe zu stehen. Stellen Sie nur einmal vor, was passiert, wenn das vermeintliche Potential nicht erfüllt wird?

Entweder Sie brechen enttäuscht die Beziehung ab oder Sie ziehen mit jemanden zusammen, dem Sie durchs Leben helfen müssen. Es kann sogar so kommen, dass Ihr Partner sein Potential erreicht und Sie dann fallen lässt, weil er Sie nicht mehr braucht. Analysieren Sie daher vorsichtig, ob ihr Partner wirklich für eine feste und dauerhafte Beziehung geeignet ist.

Sie glauben, dass Sie keinen anderen finden

Es war alles andere als leicht, dieses vermeintliche Prachtexemplar zu finden, das sich nun in ihrem Leben tummelt und in keiner Weise glücklich macht. Je mehr Probleme befreunde Singles mit der Partnersuche haben, um so eher sind wir dazu geneigt, mit dem zufrieden zu sein, was wir angeln konnten. Nur Zufriedenheit geht mitunter nicht Hand in Hand mit glücklich sein.

Sie hoffen, dass Sie ihn ändern können

Der Glaube, Männer ändern zu können, scheint in der weiblichen Genetik fest verankert zu sein. Und die Erfahrung des Lebens zeigt, dass Frauen tatsächlich mit Magie in der Küche und gekonnt aufgeschlagenen Augenlidern selbst die stoichsten Männer zu wundersamen Charakterwandlungen verführen können.

Dennoch dürfen Sie dabei nie vergessen, dass jemand für eine Änderung auch bereit sein muss. Mit etwas Glück und Geduld schaffen Sie es, den Mann an ihrer Seite zum Mann Ihres Lebens zu formen. Aber die Chancen dafür stehen 50:50. Daher ist es fraglich, ob Sie ihre Beziehung wirklich auf eine möglicherweise nie eintretende Wesensänderung aufbauen wollen.

Sie wissen nicht genau, was eine gesunde Beziehung ausmacht

Wenn Sie in einem zerbrochenen Elternhaus aufgewachsen sind und sich in Ihrem Freundeskreis die Trennungsrate der 100-Prozent-Quote nähert, ist es mehr als verständlich, wenn Sie nicht genau wissen, was und wie viel Sie von einer guten Beziehung erwarten dürfen.

Was eine Beziehung erfüllend macht, muss jeder für sich selbst herausfinden. Eines ist jedoch sicher: in einer Beziehung sollte man sich nie permanent dem anderen gegenüber unterlegen, unterwürfig und unglücklich fühlen.

Sie sind für das Single-Leben nicht bereit

Manchmal ist es die schlichte Sorge, einsam zu sein, die eine Beziehung am Leben erhält. Das Traurige daran ist jedoch, dass man sich selbst zu zweit elendig allein fühlen kann. Sicherlich ist physisch eine andere Person im Raum, aber kann es wirklich schmerzhafter sein, allein zu leben, als mit jemanden zusammen zu sein, mit dem man nichts gemeinsam hat?

Fazit

Eine Beziehung stellt eine große Herausforderung an beide Partner dar und zwar an jedem Tag des Beziehungslebens. Nehmen Sie die Herausforderung an und lernen Sie, wie einfach es ist, Beziehungskonflikte zu lösen, wenn man sich wagt, ihnen gegenüberzutreten.

Wenn Sie nicht ebenfalls die Statistik der geschiedenen Ehen oder Trennungen füllen wollen und die Partnerschaft mit Ihrem Partner für Sie so wichtig ist, dann nehmen Sie die obigen Punkte ernst in Ihren Beziehungsalltag mit auf und setzen Sie diese als einen Beginn für das Ende dessen, was bisher in Ihrer Partnerschaft ganz klar falsch gemacht wird. Entwickeln Sie einen Weg, am besten in Zusammenarbeit mit Ihrem Partner, um die Lücken zu schließen, die sich im Laufe Ihrer Partnerschaft eingeschlichen haben und die Ihr Vertrauensband langsam porös machen.

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Quellenangaben
  • relationship difficulties © diego cervo - www.fotolia.de
  • Woman embracing her boyfriend © Yuri Arcurs - www.fotolia.de
  • Young couple holding broken heart © WavebreakMediaMicro - www.fotolia.de
  • Gefangen im Liebeschaos © DDRockstar - www.fotolia.de

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