Eine Trennung abwenden oder durchziehen? Wann ein Beziehungsaus unvermeidlich ist

Junges Paar sitzt voneinander abgewandt auf Sofa und schaut gelangweilt TV

Warum Kommunikation und Kompromisse in einer Beziehung so wichtig sind

Steckt Ihre Beziehung oder Partnerschaft in einer Krise? Handelt es sich dabei nicht nur um einen kurzfristigen Streit, sondern gibt es Probleme, die einfach immer wieder auftauchen und sich scheinbar nicht lösen lassen? Oder haben Sie das Gefühl, Sie und Ihr Partner oder Ihre Partnerin haben sich allmählich nicht mehr viel zu sagen? Dann steht vermutlich bald eine Trennung im Raum. Hier einige Hinweise, wie Sie für Ihre Partnerschaft kämpfen und eine Trennung vielleicht abwenden können.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

In der Regel bahnen sich über einen längeren Zeitraum diverse Schwierigkeiten an, Probleme, über die man sich immer wieder streitet und die einen schließlich dazu bringen, sich zu fragen: hat diese Beziehung noch einen Sinn?

Abwägen: Mögliche Beziehungsprobleme, die zu einer Trennung führen können

Das Leben in einer Beziehung kann von Höhen und Tiefen definiert sein. Auch das Gefühl zum Partner kann sich im Laufe der Zeit intensivieren, distanzieren und wieder annähern. Schwierig wird es sich klar zu machen, ab wann es besser ist seinen Partner gehen zu lassen und ab wann man für seine Liebe kämpfen sollte.

Freiräume durch Vertrauen in der Partnerschaft

Das Sprichwort "Was Du liebst, lass' frei. Kommt es zu Dir zurück, gehört es Dir für immer" kommt einem spätestens dann ins Gehör, wenn man sich seinem Partner innerhalb der Partnerschaft nicht mehr so nahe fühlt und das Gefühl hat, dass der Partner mehr Zeit außerhalb der Partnerschaft verbringen möchte.

Dem Partner Freiheiten geben, hat in erster Linie nichts mit der Lockerung der Partnerschaft an sich zu tun. Vielmehr kann es im Laufe einer Partnerschaft zu eng für einen Partner werden, so dass sich dieser nach der Zeit der intensiven Nähe wieder mehr mit anderen Themen und Freunden beschäftigen möchte, damit allerdings seine Beziehungstiefe zu Ihnen in keinster Weise in Frage stellt.

Menschen sind nun einmal freiheitsliebend und eine Partnerschaft sollte die Stabilität und das Vertrauen bilden können, um dem anderen seinen Freiraum geben zu können.

Freiräume und dementsprechendes Vertrauen sind in einer Partnerschaft sehr wichtig
Freiräume und dementsprechendes Vertrauen sind in einer Partnerschaft sehr wichtig
Fragen, die Sie sich stellen sollten

Wichtig ist, dass Sie sich klar machen, was Sie wollen:

  • Kommen Sie damit zu recht, wenn Ihr Partner intensiver mit anderen Themen beschäftigt ist und weniger Zeit mit Ihnen verbringt?

  • Welche Grenzen haben Sie, die Ihr Partner in der Auslebung seiner Freiräume nicht überschreiten darf?

  • Wann haben Sie das Gefühl, dass Sie sich nicht mehr in einer Beziehung zu Ihrem Partner befinden?

Der Umgang mit unterschiedlichen Bedürfnissen

Im Laufe einer Partnerschaft kann es passieren, dass sich die Bedürfnisse im Zusammenleben so auseinander entwickeln, dass es nicht an der Liebe zum Partner mangelt, sondern vielmehr an den unterschiedlichen Bedürfnissen in der Partnerschaft und der gemeinsamen Lebensgestaltung.

Auf diese Weise kann die Entwicklung erfolgen, dass sich ein Paar aufrichtig liebt, aber zu Differenzen kommt, weil es unterschiedliche Auffassungen in der Beziehungsführung gibt. An diesem Punkt ist es wichtig seinen Standpunkt zu klären und sich klar zu machen, wie weit man den Partner lassen kann ohne sich verlassen zu fühlen.

Zeigt Ihr Partner das Bedürfnis, sich mehr und mehr von Ihnen abzuwenden, dann fragen Sie sich, ob Sie diese neue Form Ihrer Beziehung halten können. Wenn nicht, beginnen Sie mit Ihrem Partner darüber zu reden, was Ihnen in der Beziehung fehlt, welche Ängste sich in Ihnen aufbauen und was Sie sich für die gemeinsame Zukunft wünschen.

Treffen Sie für die Beziehung keine Eingeständnisse, die Sie von Ihren tiefen Bedürfnissen abbringen. Seien Sie offen und direkt zu Ihrem Partner, so wie er es auch zu Ihnen ist und formen Sie gemeinsam die neuen Veränderungen.

Was tun, wenn sich der Partner von einem vermehrt abwendet?

Sollte sich Ihr Partner von Ihnen wegbewegen, weil es zu viele Beziehungskonflikte gibt oder das Beziehungsleben eintönig geworden ist, dann suchen Sie Möglichkeiten, Ihr Beziehungsleben aufzufrischen und die Konflikte so zu klären, dass sich Ihre Beziehung verändern kann.

Die Abwendung eines Partners erfolgt unter anderem dann, wenn zu viele Beziehungsthemen immer wieder kommen und die Bearbeitung der Themen nicht erfolgt oder erfolgen kann, weil sich niemand der Probleme annimmt oder nicht die Fähigkeiten existieren, um die Probleme lösen zu können. Die Liebe ist kein Testfeld und lebt auch in keinem.

Machen Sie sich bewusst, dass jeder Tag in einer Partnerschaft ein Tag sein kann, den Sie in Liebe zu Ihrem Partner erleben können. Ein Abwenden vom Partner oder sich verkriechen in der Selbstbeschuldigung nicht gut genug für den Partner zu sein, bringen Sie und auch Ihren Partner nicht weiter.

Stehen Sie auf und kämpfen Sie für Ihre Liebe. Zeigen Sie Ihrem Partner, wie Sie Ihn lieben und gestalten Sie Ihre Partnerschaft so, dass Sie Freude daran haben darin zu leben.

Zeit der Trennung

Sollte sich Ihr Partner dennoch von Ihnen abwenden, dann lassen Sie Ihn gehen. Sie haben alles getan, was Sie tun können. Seien Sie stolz auf sich und darauf, dass Sie Ihrer Liebe die schweren Zeiten hinweg eine Chance gegeben haben.

Machen Sie sich nicht abhängig von der Liebe Ihres Partners und falls Sie sich bereits in einer co-Abhängigkeit befinden, beginnen Sie damit sich Stück für Stück daraus zu lösen und an einer gesunden Liebe zu Ihrem Partner zu arbeiten.

Man kann niemanden zwingen Sie zu lieben, wenn er es nicht will. Lassen Sie also Ihren Partner gehen, wenn er gehen will und Sie alles gegeben haben, was Sie geben konnten und Sie Ihn noch immer lieben. Besinnen Sie sich auf sich und bewahren Sie sich die schönen Zeiten und Gefühle der Liebe.

Gründe für ein Beziehungsaus

Trennung wegen schlechtem Sex

Junges Paar im Bett, sie sitzen abweisend Rücken an Rücken und reden nicht miteinander
failed romance © pressmaster - www.fotolia.de

Die Frauenzeitschrift "Cosmopolitan" hat eine repräsentative Umfrage zum Sex-Verhalten in Deutschland von dem Meinungsforschungsinstitut Gewis durchführen lassen.

Demnach würde sich jeder zweite Deutsche von seinem Partner trennen, wenn es mit dem Liebesspiel nicht gut läuft und der Partner nichts daran ändern will. Etwa jeder Dritte gab an nicht mit seinem Sexualleben glücklich zu sein. Ein häufiger Grund dafür ist das Gefühl, dass der Partner sich nicht mehr bemüht.

Rund 40 Prozent der Befragten hätten gerne beim Sex mehr Abwechslung und Zeit. Des Weiteren wurde festgestellt, dass 29 Prozent der Frauen und 27 Prozent der Männer mit ihrem Sexleben völlig zufrieden sind.

Geld spielt bei der Trennung von Paaren keine Rolle

Nahaufnahme Euroscheine und Münzen auf Tisch, Geld
Money - Euro banknotes - Euros © c - www.fotolia.de

Wenn Mann und Frau sich trennen, ist selten das liebe Geld der Grund für das Auseinandergehen. Dies geht aus einem Bericht der Zeitschrift "Brigitte" hervor.

Vielmehr gehe es um Macht, Kontrolle, Ängste und Anerkennung, so der Soziologe Professor Haubl. Oftmals sei auch eine tiefere Bedeutung des Geldes der Grund für eine Trennung. So stehe das Geld für die Männer für Macht und Einflussnahme, beim weiblichen Geschlecht eher für Sicherheit und Selbstständigkeit, so Haubl.

Forscher entdecken Auslöser für Antriebslosigkeit

Forscher der Universität Regensburg haben anhand von Studien herausgefunden, dass Lustlosigkeit sowie Trauer nach dem Ende einer Beziehung auf eine Reaktion im Gehirn zurückzuführen ist. Genauer gesagt ist es ein Botenstoff namens Corticotropin Releasing Hormon, der in Stresssituationen vermehrt ausgeschüttet wird und häufig auch bei depressiven Patienten auftritt.

In Tests an Mäusen schafften es die Forscher, den für den Botenstoff verantwortlichen Rezeptor zu blockieren und damit die Stimmung der Tiere wieder aufzuhellen.

Wann eine Frau bei welchen Entgleisungen ihres Partners Schluss macht

Junges Paar auf einer Couch, sie sitzt von ihm abgewendet und starrt bedrückt auf einen Ring in ihrer Hand
Couple going through a rough patch © auremar - www.fotolia.de

Welche Entgleisungen eines Mannes können ihm das partnerschaftliche Aus einbringen? Dieser Frage ging eine Forsa-Umfrage nach, in deren Rahmen Frauen befragt wurden, was ihr Partner tun müsste, damit sie über eine Trennung nachdenkt oder diese auch durchzieht.

Genannt wurden unter anderem die misslungene Tischetikette bei einem gemeinsamen Essen mit den Schwiegereltern in Spe, das Vergessen des Geburtstags oder auch das Flirten mit anderen Frauen via SMS. Allerdings sind die meisten Frauen recht kulant, wenn es sich um nicht so schwerwiegende Fehltritte des Liebsten handelt.

Wenig Pardon kennen die meisten Frauen dann, insgesamt sage und schreibe 75% der Befragten, wenn ihr Partner heftige Flirts per Handy betreibt. Für diese 75% der Frauen bedeutet dieses Verhalten kein Verzeihen mehr und schlussendlich die Trennung vom Partner.

Wenn Frauen schwer erkranken, trennen sich viele Ehemänner von ihnen

Männer verlassen Frauen, die schwer erkranken häufiger, als andersherum

Nahaufnahme die beiden Hände eines älteren Paares halten sich
seniors holding hands © Karen Roach - www.fotolia.de

Bei der kirchlichen Trauung heißt es noch: "bis dass der Tod euch scheidet." Doch in Wirklichkeit sieht es oft anders auch, denn viele Männer verlassen ihre Ehefrau, wenn diese schwer erkrankt ist, beispielsweise an Krebs. Andersherum halten die meisten Ehefrauen zu ihrem schwer erkrankten Mann. Dies ergab eine amerikanische Studie von den Universitäten in Washington und Utah.

Männer haben Probleme, die Pflegerrolle zu übernehmen

Aber es zeigte sich auch, dass die Trennungsrate vom Alter der Betroffenen abhängt, so wurde der Partner häufiger verlassen je älter er war, aber eine lange Ehe dagegen war wiederum ein Grund zum Verbleiben. Die Wissenschaftler wollten es so erklären, dass Männer sich schwerer mit der Rolle des Pflegens zurecht finden und Frauen können besser die Familie, besonders im Krankheitsfall, zusammen halten.

Wenn eine Frau schwer erkrankt, so sollten besonders Ehemänner eine psychologische Unterstützung angeboten bekommen. Wie man weiterhin feststellte, nehmen die Verlassenen danach häufig mehr Antidepressiva ein und wurden auch öfters ins Krankenhaus eingewiesen, auch die meisten verstarben nicht in ihrer Wohnung.

Die Top 5 der Trennungsgründe bei den Deutschen

Junges Paar beim Streit, sie guckt genervt, er redet auf sie ein
Angry Couple © Jason Stitt - www.fotolia.de

Was sind für die Deutschen die trifftigsten Gründe für eine Trennung? Diese Frage hat sich auch das Partnersuche-Portal Parship.de gestellt und unter insgesamt 2.000 befragten Personen die Top 5 der Trennungsgründe bei den Deutschen ermittelt. Hier die Ergebnisse der Studie im Überblick:

Männer:

Frauen:

  • Platz 1: Untreue
  • Platz 2: Ausgehender Gesprächsstoff
  • Platz 3: Lügen
  • Platz 4: Unterschiedliche Lebensziele
  • Platz 5: Nörgeleien am Partner

Finanzprobleme vor Untreue als Trennungsgrund

Eine gemeinsame und ehrliche Geldverwaltung schützt vor unnötigem Ärger in der Beziehung

Rechte Hand zieht Geld aus Geldautomat heraus
geld abheben © Stefan Redel - www.fotolia.de

Geldprobleme sind ein häufigerer Trennungsgrund als Seitensprünge. In einem Bericht der englischen Zeitung Daily Mail wurde eine Umfrage von MyVoucherCodes zitiert. Danach hatten 50% von 1328 Befragten angegeben, dass die Finanzen den Hauptgrund für die letzte Trennung ausmachten. Lediglich für 21% war eine Affäre ausschlaggebend dafür, um Schluss zu machen.

Bei 25% ist das verschwenderische Ausgeben der Grund

Unter den Personen, bei denen Geld eine Rolle spielte, hatten 23% grundsätzlich Ärger ums Geldausgeben, 25% vor allem deshalb, weil sich einer von beiden zu verschwenderisch war. 9% hatten einfach zu wenig Geld, um den Lebensunterhalt zu bestreiten.

Farhad Farhadi, Finanzexperte bei MyVoucherCodes, sagte: "Es war wirklich überraschend zu sehen, dass Geld bei der Mehrheit der Trennungen eine Rolle spielte, besonders, wenn man die Gründe von Nahem betrachtete."

Wenn die Beziehung belastet ist, scheinen die Finanzen erst recht in den Fokus der Aufmerksamkeit zu geraten. Daher raten Experten, unbedingt die Ausgaben und das zur Verfügung stehende Budget gemeinsam und ehrlich zu verwalten.

Selbst wenn diese Vorsorgemaßnahme nicht zuverlässig vor dem Ende einer Beziehung schützt, hilft sie doch, sich im Spannungsfall auf andere Schauplätze zu begrenzen.

Auseinandergelebt – der neue Scheidungsgrund

Statt des Seitensprungs ist Scheidungsgrund nun das "Auseinanderleben"

Junges Paar Rücken an Rücken bei Krise
couple crisis © diego cervo - www.fotolia.de

In der Vergangenheit waren es meistens die Affären, die zu einer Scheidung führten. Heute schaut die Sache anders aus. Scheinbar sind die Menschen vernünftiger geworden. Sie trennen sich einvernehmlich, bevor es überhaupt zu einem Seitensprung kam. 2003 war dieser als Scheidungsgrund noch stark im Rennen. Eine Studie hat jetzt ergeben, dass die Menschen immer mehr miteinander kommunizieren und sich einfach auseinander leben.

Oftmals engere Beziehung durch Seitensprünge

Affären lassen sich trotzdem nicht ganz ausschließen. Nicht immer bedeutet dies das Ende einer Ehe. Im Gegenteil sogar. Viele Paare, bei denen ein Seitensprung stattgefunden hat, wachsen sogar noch enger zusammen. Ob es wirklich an der Kommunikation liegt oder an der Angst, niemanden mehr zu finden, kann niemand wirklich bestätigen.

Auf jeden Fall haben die Menschen mehr Mut, zu ihren Gefühlen zu stehen. Eine Ehe ohne Gefühle bringt in der Regel gar nichts mehr. Besser, das Paar trennt sich in Liebe statt im Streit. Später kann immer noch eine wunderbare Freundschaft daraus resultieren. Das kommt auf jeden Fall den gemeinsamen Kindern zugute.

Sex ist nicht das Wichtigste in einer Partnerschaft

Junges Paar liegt sich gegenüber im Bett und schläft
Couple lying in bed sleeping © Monkey Business - www.fotolia.de

Selbst wenn der Sex in einer Beziehung nicht zufriedenstellend ist, würden die meisten Deutschen trotzdem bei ihrem Partner bleiben, wie eine aktuelle Umfrage des Datingportals "C-Date" zeigt. Lediglich 7% der Befragten würden den Partner oder die Partnerin wegen schlechtem Sex verlassen.

Für die restlichen 93% sind Bildung, Einkommen, politische Einstellungen und Herkunft wesentlich wichtigere Kriterien für eine funktionierende Partnerschaft. Dennoch scheint der Sex bei deutschen Paaren nicht zu kurz zu kommen, denn die meisten Befragten betreiben mindestens einmal die Woche Bettsport. Allerdings stellt sich die Hälfte der Befragten beim Sex mit dem Partner zumindest gelegentlich eine andere Person vor.

Die Umfrage zeigte auch, dass Frauen beim Sex wesentlich egoistischer sind. Während mehr als die Hälfte der weiblichen Befragten hauptsächlich an die eigene sexuelle Befriedigung denkt, ist es 73% der Männer viel wichtiger, dass die Partnerin beim Sex einen Orgasmus bekommt.

Hochkonjunktur im Januar - Trennungen sind an der Tagesordnung

Selbst wenn Beziehungskrisen langsam wachsen, ist der Januar der beliebteste Monat in puncto Trennung

Mann und Frau Rücken an Rücken nach Streit
Quarrel between men and women © Tatyana Gladskih - www.fotolia.de

Nicht nur Promi-Paare trennen sich im Januar besonders häufig. In diesem Jahr gaben gleich zu Beginn die van der Vaarts und die Wulffs ihre Trennung bekannt.

Der Januar als Trennungsmonat

Eine Psychologin erklärt, dass es meist nur von der Öffentlichkeit als überraschend aufgenommen wird, wenn sich ein prominentes Paar trennt. Die Harmonie wird bei öffentlichen Auftritten bis zur Perfektion präsentiert, während es hinter verschlossenen Türen bereits heftig kriselt.

Selbst wenn die Krisen bereits seit langem wachsen, ist der Januar der beliebteste Monat in puncto Trennung. Weiter wird erklärt, dass durch den Stress der verganenen Feiertage und den Wunsch, im neuen Jahr einiges zu ändern, die Trennung im Januar entsteht. Selbst in Beziehungen und Familien, in denen alles soweit intakt ist, sorgen die Feiertage für Spannungen. Krisenpaare überstehen diese Zeit häufig nicht heil. Ostern ist nach der Psychologin der nächste gefährliche Zeitpunkt für angeschlagene Beziehungen.

Hochsaison für Partnervermittler

Im Januar boomt das Geschäft der Partnervermittlungen. Singles wollen im neuen Jahr eine Partner finden, unzufriedene Partner trennen sich als Zeichen des Neuanfangs.

Laut der Psychologin warten viele Paare zu lang, bis sie sich Hilfe suchen. In jeder Beziehung gibt es einen Punkt, an dem nichts mehr zu retten ist. Es wurde einfach schon zu viel gesagt. In diesem Fall ist die Trennung der einzig richtige Weg.

Anhand der Facebook-Vernetzungen eines Paares lässt sich ein bevorstehendes Beziehungsaus erkennen

Junge, schwarzhaarige Frau hängt nah und konzentriert vor ihrem weißen Laptop
Eine junge nachdenkliche Frau mit Laptop Computer © bilderbox - www.fotolia.de

Wie Forscher der Cornell-Universität in New York in einer Langzeitstudie herausgefunden haben, lässt sich anhand der Vernetzungen eines Paares auf Facebook erkennen, wie lange deren Beziehung voraussichtlich halten wird.

Die Forscher fanden heraus, dass sich die Paare soziale Beziehungen zu den Freunden des Partners auf Facebook aufbauten und sie in dem sozialen Netzwerk mit ihrem eigenen Freundeskreis vernetzten. Waren diese Vernetzungen mit den Freunden des Partners nicht so stark ausgeprägt, beziehungsweise fehlten sie ganz, scheiterte die Beziehung des Paares sehr schnell.

Je stärker die Vernetzungen ausgeprägt waren, desto länger hielten die Beziehungen, so die Forscher.

Feiertagsstress und Aufbruchstimmung - Die meisten Paare trennen sich im Dezember und Januar

Junges Paar Rücken an Rücken, schwarz-weiß, Streit
rücken an rücken © Doreen Salcher - www.fotolia.de

Weihnachten und Silvester allein verbringen zu müssen, ist für viele Singles ein Graus. Tatsächlich aber trennen sich genau im Dezember und im Januar, den besinnlichsten Monaten des Jahres, die meisten Paare.

Einer Umfrage der Online-Partnerbörse "Parship" unter gut 2.700 Singles zufolge, haben sich ganze 20% der Befragten im Dezember von ihrem Partner oder ihrer Partnerin getrennt. Im Vergleich dazu trennten sich beispielsweise im Mai lediglich 6% der Befragten.

Allgemeine Aufbruchstimmung zum Jahreswechsel Grund für Schlussstrich

Grund für die häufigen Trennungen zum Jahreswechsel ist zum einen der vermehrte Stress während der Weihnachtsfeiertage und zum anderen auch die allgemeine Aufbruchstimmung, die bei jedem zum Jahresbeginn herrscht. Gleichzeitig mit den vielen guten Vorsätzen, die man zum Jahreswechsel fasst, nimmt man sich zum neuen Jahr auch vor sich von seinen Altlasten zu befreien, einen Cut zu machen und sein Leben neu zu ordnen. Dazu gehört für viele eben auch eine gescheiterte Beziehung zu beenden.

Bei den meisten Befragten, die ihre Beziehung im Dezember oder Januar beendeten, hat es schon länger in der Beziehung gekriselt. Doch erst zum Jahreswechsel konnten viele den Entschluss fassen endlich einen Schlussstrich zu ziehen.

Länger verheiratet – häufiger geschieden

Stempel aus Holz mit der Aufschrift Scheidung
Stempel Scheidung © bilderbox - www.fotolia.de

In Deutschland landen 36 Prozent der verheirateten Paare irgendwann vor dem Scheidungsrichter. Allerdings scheinen die Ehepaare nicht so schnell aufzugeben. Sie sind durchschnittlich länger verheiratet, als noch vor 20 Jahren. Das bedeutet jedoch auch, dass selbst langjährige Beziehungen nicht vor einer Trennung schützen.

Kehrtwenden in den Statistiken

Das verflixte siebte Jahr ist laut Statistik ein Märchen. Durchschnittlich dauert eine Ehe in Deutschland mehr als doppelt so lange, bevor sie zerbricht. Erst nach 14 Jahren und acht Monaten wurden die Ehen geschieden. 20 Jahre früher waren es elf Jahre und sieben Monate.

Geändert hat sich auch das Alter der Brautpaare bei der Eheschließung. Mit 38 Jahren bei den Männern und rund 35 Jahren bei den Frauen waren die frischgebackenen Eheleute 2012 fast sechs Jahre älter als zu Beginn der 90er. Zahlen für das vergangene Jahr liegen in diesem Bereich noch nicht vor.

Wer die Silberhochzeit hinter sich gebracht hat, ist keinesfalls vor einer Scheidung gefeit. Gerade in dieser Zeit haben sich die Trennungsraten in den letzten 20 Jahren vom 14.300 auf 24.300 eklatant erhöht.

Frauen reichen häufiger einen Antrag auf Scheidung ein. Bei acht Prozent sind beide Partner gleichermaßen an der Auflösung ihrer Ehe interessiert. 2013 gab es 169.800 Scheidungen.

Wie Sie die fiesesten Beziehungsfehler vermeiden

Kompromissbereitschaft, Rücksicht und Akzeptanz sind wichtige Säulen einer langfristigen Beziehung

Junge Eltern auf Tischplatte gestützt streiten, dahinter sitzt kleines trauriges Mädchen am Tisch
Arguing parents © Tomasz Trojanowski - www.fotolia.de

Es muss nicht immer das ganz große Drama mit Seitensprung sein: Viel zu häufig gehen Menschen auseinander, die eigentlich super zusammen passen - aber die sich irgendwo zwischen Alltagsstress und festgefahrenen Verhaltensweisen völlig aufreiben. Wir erklären, wo die fiesesten Fallen lauern und wie sie diese im Alltag locker umschiffen.

Faktor 1: Die Zeit

Zeit beispielsweise ist ein wichtiger Faktor - in beiden Ausprägungen: Denn zu viel gemeinsame Zeit und zu wenig Rückzugsmöglichkeiten können ebenso belastend sein wie zu wenig Nähe und Zweisamkeit. Wo das richtige Maß liegt, können Sie natürlich nur gemeinsam herausfinden.

Überlegen Sie deshalb vor dem Zusammenziehen, wer besonders viele Freiräume benötigt und wie diese geschaffen werden können. Wenn Sie sich selten sehen oder eine Fernbeziehung führen: Nutzen Sie die gemeinsame Zeit besonders intensiv - oder versuchen Sie, sich öfter zu sehen.

Faktor 2: Schatten der Vergangenheit

Ein nicht zu unterschätzender Faktor, der die Beziehung belasten kann, sind Verletzungen aus der Vergangenheit. Diese können aus anderen Partnerschaften, aber auch beispielsweise aus der Kindheit resultieren. Machen Sie Ihren Partner nicht zum Sündenbock für alles, was im Leben schief gelaufen ist - und suchen Sie sich gegebenenfalls Hilfe, falls Sie aus den (ungerechtfertigten) Vorwürfen einfach nicht herauskommen!

Faktor 3: Haushalt und Ordnung

Geradezu banal, aber immer wieder ein Streitfaktor und somit eine echte Belastungsprobe für die Beziehung: Der Haushalt! Wenn Sie zusammenleben, müssen Sie akzeptieren, dass unterschiedliche Auffassungen von Ordnung und Sauberkeit bestehen - und dass weder Messie-Verhalten noch Hygienefimmel ein gutes Mittelmaß darstellen.

Nehmen Sie das Thema locker und versuchen Sie, einen Kompromiss zu finden. Wer was macht gerne, welche Aufgaben können geteilt werden? Wenn gar nichts geht: Eine Haushaltshilfe kann eine gewisse Entlastung bringen und muss nicht einmal die Welt kosten.

Faktor 4: Die Lebensplanung

Last but not least ist auch das immer wieder ein Konfliktthema: Unterschiedliche Auffassungen von

  • Zukunft,
  • Kindern und
  • Lebensplanung.

Auch hier gibt es keinen Goldstandard - entscheidend ist, wie sehr sie gegenseitig aufeinander zugehen können, ohne sich dabei selbst aufzugeben. Kinder sind kein Muss, im Gegenteil - aber wer den tiefen Wunsch danach verspürt, der wird auf Dauer ohne vielleicht ebenso unglücklich wie jemand, der sich ein kinderloses Leben wünscht. Sprechen Sie ganz sachlich und offen über Ihre Wünsche und überlegen Sie, wie ein Kompromiss aussehen könnte, der für beide Seiten gut klingt.

Trennungsrisiko lässt sich berechnen - 94 Prozent Trefferquote

Alltägliche Details verraten, was Paare über die Verliebtheitsphase hinaus zusammenhält

Junges Paar im Bett voneinander abgewandt
Portrait of unhappy young couple in bedroom © vgstudio - www.fotolia.de

Frisch Verliebte hoffen, dass ihr Glück ewig hält. Manche suchen den Rat von Wahrsagern oder Astrologen, um zu erfahren, ob die kosmischen Mächte ihnen gewogen sind. Dabei lassen sich die Chancen einer Beziehung ganz einfach berechnen. Der amerikanische Psychologe John Gottman lässt sich dazu nur die Kennenlern-Geschichte des Paares erzählen. Aus dieser kurzen Erzählung leitet er ab, welche Liebe drei Jahr später noch hält und welche zerbricht. Trefferquote: 94 Prozent.

Was hält Paare zusammen?

Wie eine Beziehung verläuft, hängt nach Ansicht der Psychologen nicht vom Schicksal oder dem Lauf der Sterne ab. Vielmehr verraten alltägliche Details, was Paare über die Verliebtheitsphase hinaus zusammenhält. Oder besser: in verschiedenen Versuchen konnten die Forscher jene Verhaltensweisen herausfiltern, die ein Scheitern der Beziehung wahrscheinlich machen.

In einem ersten Experiment bat Gottman frisch Verliebte in einen abgeschlossenen Raum und ließ sie dort einen einen Streit inszenieren. Neben der emotionalen Nähe interessierte den Psychologen vor allem, wie gut die Partner sich in den anderen hineinversetzen und seine Perspektive nachvollziehen konnten. Kameras und Sensoren auf der Haut der Beteiligten lieferten Daten über

  • Mimik,
  • Körpersprache und
  • Stressreaktionen.

In einem zweiten Experiment analysierten die Wissenschaftler, welche Geschichte Paare über ihr erstes Treffen erzählten. In maximal fünf Minuten sollten die Verheirateten erklären, wie sie sich kennengelernt hatten. Auch hieraus entwickelte der Psychologe Parameter für das Beziehungsglück – und das Risiko einer Trennung.

Die vier apokalyptischen Reiter

Beim Streiten stellten sich vier Verhaltensweisen als besonders destruktiv heraus:

  1. mangelnder Respekt,
  2. abwehrende Körpersprache (Augenrollen, abwinken),
  3. herabsetzende Kritik und
  4. innerlicher Rückzug (Schweigen).

Je öfter die Partner von diesen Strategien Gebrauch machen, desto wahrscheinlicher war eine Trennung. Auf der anderen Seite hatten Paare mit einer konstruktiven Streitkultur gute Chancen, ihre Beziehung zu festigen.

Gemeinsame Geschichten

Ähnliche Einsichten liefert die Analyse von Kennenlern-Geschichten. Die Paare, die sich später trennten, bedachten sich mit weniger liebevollen Bemerkungen, banalisierten ihr erstes Treffen und widersprachen sich in den Details ihrer Darstellung. Paare, die zusammenblieben, hatten den Partner idealisiert und erzählten die Geschichte aus einer gemeinsamen Wahrnehmungsperspektive. Zudem glorifizierten sie ihre erste Begegnung und drückten ein starkes Wir-Gefühl aus.

An der Art und Weise wie Paare streiten oder ihre gemeinsame Geschichte erzählen, lässt sich demnach ablesen, wie es um die Beziehung bestellt ist. Die Trefferquote für Gottmans Beziehungsformel beträgt nach eigenen Angaben 94 Prozent.

Steht das Ende der Beziehung bevor? Stimmfrequenz und das Hormon Cortisol ermöglichen Prognose

Eine Studie hat herausgefunden, dass man die Gefahr für ein Aus an zwei objektiven Faktoren messen kann

Junges Paar, er kniet hinter ihr, sie hat weißes Kleid an, er freien Oberkörper
young couple © Kurhan - www.fotolia.de

In jeder Beziehung gibt es Streitmomente, denn auch das harmonischste Paar hat Meinungsverschiedenheiten. Wie stabil und gesund die Partnerschaft ist, zeigt sich oft in genau diesen Konflikten. Es kommt darauf an, wie man miteinander umgeht, auch wenn gerade kein Sonnenschein herrscht. Eine aktuelle Studie aus Deutschland hat herausgefunden, dass man die Gefahr für ein Aus der Liebe sogar an zwei objektiven Faktoren während des Konflikts messen kann.

Werte im Vergleich

Die Forscher der Universität Braunschweig schauten sich die Daten von 68 Paaren an, die in den 1990ern verheiratet waren und an einer Studie teilgenommen hatten. Damals waren sie zu ihrer Beziehung via Fragebogen interviewt worden. Außerdem hatte sich jedes Paar bereit erklärt, dass Videoaufnahmen von typischen Streitgesprächen angefertigt wurden. Dabei wurden via EKG und Blutprobe auch körperliche Faktoren wie

erhoben. Als man nun erneut mit den Teilnehmern der Studie in Kontakt treten wollte, hatten sich 32,5 Prozent der damaligen Paare getrennt. Die Forscher schauten sich nun an, ob die Scheidungsgruppe bei den Tests auffällig andere Werte gehabt hatte und wurde fündig.

Cortisolspiegel und Stimmfrequenz

Bei Frauen ist offenbar die Stimmfrequenz während eines Streitgesprächs sehr aussagekräftig. Je lauter die Stimme gehoben wird, desto eher ist die Beziehung in Gefahr. Bei Männern hingegen stellte sich der Cortisolspiegel als wichtiger Faktor heraus.

Das Stresshormon ging bei denen deutlich mehr nach oben, die am Ende in der Scheidungsgruppe waren. Andere Faktoren der Studie ließen sich nicht für Prognosen heranziehen, was den Aussagewert der Stimmfrequenz für Frauen und des Hormonspiegels bei Männern noch größer macht.

Wenn sich im Kopf oder im Herzen die Trennung anbahnt

Zuerst ist es ein Bauchgefühl, das sich jeden Tag aufs Neue meldet. Irgendwann ist das Gefühl im Kopf angekommen und lässt sich auch mit positiven Gedanken nicht verleugnen: Ihre Beziehung steht am Ende und Sie wissen nicht, wie Sie damit umgehen sollen, wie Sie es Ihrem Partner mitteilen und wie es weiter gehen soll.

Zweifel, gemeinsame Kinder und zusätzliche Existenzängste

Eine Trennung zu beschließen ist eine manchmal langwierige und schwere Entscheidung. Immer wieder wird man in das Gefühl zurückgezogen, dass man die Partnerschaft trotz der Schwere oder wiederkehrenden Probleme weiterführen kann und möchte. Oftmals steht in einer Partnerschaft die Existenzfrage sowohl im Finanziellen als auch in der Wohnungsangelegenheit zur Diskussion.

Wenn es Kinder, gemeinsame Haustiere und gemeinsamen Besitz gibt, dann wird eine Trennungsthematik sehr komplex und bereits im Kopf zu einem unbezwingbaren Hurricane. Eine Trennung zu planen ist weitestgehend unmöglich, solange man sich noch an den Partner gebunden fühlt und seine eigenen Bedürfnisse alleinig im Leben der Partnerschaft erfüllt sieht.

Kopf und Herz

Irgendwann ist allerdings ein Zeitpunkt erreicht, an dem man nicht mehr kann und entweder vom Kopf die Entscheidung treffen muss, damit das Herz wieder befreit werden und frei schlagen kann und die Gefühle sich aus ihren eingefahrenen Schubkästen herauslösen und in andere Bereiche wandern können. Oder es ist das Herz, das den entscheidenden Auslöser hervorbringt und deutlich macht, dass die nur noch in Verbitterung und Unzufriedenheit und unter großem Kraftaufwand erzeugte gute Stimmung in der Beziehung alltäglich nicht mehr erbracht werden kann.

Ein Mensch, der lieben und geliebt werden möchte, kann nicht lange in einer Umgebung leben, in der die Liebe nicht zu fühlen ist. Aus dem Inneren wird der Kern der Liebe immer lauter und macht deutlich, dass man sich mit diesem Menschen an seiner Seite und den die Partnerschaft umgebenden Umständen kein zumutbares und bereicherndes Leben schenkt. Denken Sie bei allen Entscheidungen in erster Linie daran, dass Sie sich gut tun müssen und dass Sie damit erst bei sich anfangen sollten, bevor Sie sich um das Wohl aller anderen kümmern.

Wenn Kopf und Herz nicht einer Meinung sind
Wenn Kopf und Herz nicht einer Meinung sind

Klarheit nach innen und außen vertreten

Erst wenn Sie für sich wissen, was Sie wollen und was Sie in der Gänze ablehnen, können Sie vertrauenswürdig für sich und für Ihre Kinder, Ihren Partner und Ihre Freunde sein. Wenn Sie sich also in einer Partnerschaft befinden, in der Sie sich nicht wohl fühlen, dann suchen Sie gezielt nach den Gründen, betrachten Sie sich und Ihren Partner kritisch und suchen Sie allein oder im Gespräch mit Ihrem Partner nach Verbesserungsmöglichkeiten und einer klareren Vorstellung der gemeinsamen Partnerschaft.

Suchen Sie am besten immer den direkten Weg, sobald Sie sich Klarheit verschafft haben und reden Sie mit Ihren Kindern und Ihrem Partner, jeweils in entsprechender gerechter Art und Weise. Stehlen Sie sich nie aus einer Partnerschaft oder gehen Sie mit einem den Partner oder die Partnerschaft verurteilenden Satz, sondern seien Sie auch bei der Entscheidung für eine Trennung warmherzig bei Ihrem Partner und bleiben Sie immer im Gespräch.

Position beziehen und reden

Denken Sie auch an eine zeitweise Trennung nach und nicht gleich an das vollständige Ende. Es gibt viele Phasen im Leben und im Werden einer Partnerschaft, so dass ein temporärer Abstand auch die Möglichkeit für einen Neuanfang bieten kann und im Laufe der Zeit die Fortsetzung einer Partnerschaft ermöglichen kann.

In allem, was Sie tun, seien Sie transparent und verschaffen Sie sich Klarheit. Seien Sie stark und kein Feigling und reden Sie so viel es für Sie notwendig ist. Eine Trennung soll Sie in keine schwache Position bringen und auch nicht Ihren Partner.

Fazit

Wenn die Trennung tatsächlich erforderlich ist, dann ist es ein erforderlicher Schritt, damit Sie nicht länger unglücklich, unzufrieden und blockiert sind. Nehmen Sie sich nach einer Trennung Zeit für sich und stürzen Sie sich nicht gleich in eine neue Leidenschaft. Kümmern Sie sich um sich und schätzen Sie die Entscheidung, die Sie für sich getroffen haben.

Den Zeitpunkt erkennen: Wann ist es Zeit für eine Trennung?

Leider gibt es keine Garantie für die Liebe. Sie kann manchmal auch einfach vorbei sein. Dann ist es wichtig, den richtigen Zeitpunkt für die Trennung zu erwischen, denn wer ohne Liebe beim Partner bleibt, der macht auf Dauer nicht nur sich selbst, sondern auch den Partner unglücklich.

Junge Menschen haben seltener Probleme mit Trennungen

Bei jungen Menschen sind Trennungen ganz normal. Die wenigsten jungen Lieben sind für die Ewigkeit, und das ist auch gut so. Wer sich zu früh zu fest bindet, der wird irgendwann einmal das Gefühl haben, er hätte etwas verpasst.

Junge Menschen sind auch begeisterungsfähiger und noch nicht geprägt von möglichen negativen Erfahrungen. So können sie sich schneller auf neue Bindungen einlassen, sich aber auch schneller wieder daraus verabschieden.

Auf seine Gefühle hören

Natürlich sollte man nicht bei jedem Streit gleich die ganze Beziehung in Frage stellen. Jedoch sollte man sich schon hin und wieder Gedanken machen, was man sich eigentlich vom Leben so erwartet, und ob man sich dies mit dem momentanen Partner vorstellen kann.

Zu Anfang einer Beziehung ist dies meist der Fall, aber Gefühle verändern sich manchmal, je besser man den anderen kennenlernt. Vor allem als junger Mensch sollte man deshalb nicht davor zurückschrecken, eine Beziehung zu beenden, wenn man sich mit dem Partner keine gemeinsame Zukunft mehr vorstellen kann. Auch wenn es gar nicht zu Streit oder sonstigen Anlässen kommt, aber wenn die Gefühle nicht ausreichen, dann ist dies ein deutliches Zeichen.

Tage voller Streit

Nimmt der Streit überhand und dominiert die Beziehung, so dass gute Tage immer seltener werden, ist es möglicherweise auch Zeit für eine Trennung. Eine andere Möglichkeit wäre es, an der Beziehung zu arbeiten und sich wieder mehr miteinander auseinander zu setzen. Besonders in länger bestehenden Beziehungen kann es sinnvoll sein, solche Krisen zu überwinden.

Jedoch sollte man nicht resignieren und sich in eine Beziehung fügen, weil sie nun einmal gegeben ist. Das wäre der falsche Weg.

Körperliche Gewalt

Definitiv Zeit für eine Trennung ist es auch dann, wenn es innerhalb der Beziehung zu körperlicher Gewalt kommt. Statistisch gesehen geht diese Gewalt in den meisten Fällen von den Männern aus, doch auch Frauen werden immer häufiger handgreiflich.

Bleiben Auseinandersetzungen nicht mehr verbal, sondern findet körperliche Gewalt statt, so rät nicht nur der gesunde Menschenverstand, sondern auch die meisten Paartherapeuten zu einer sofortigen Trennung. Denn wer einmal die Hemmschwelle der Gewaltanwendung überschritten hat, der wird es immer wieder tun.

Nachlassende Liebe

Nachstehend zwei Blickweisen, die ein Abklingen der Liebe einleiten oder aufzeigen:

Die Chemie passt nicht mehr

Viele Menschen sind auf der Suche nach dem Funken, der ihnen durch die Berührung oder den Blick ihres Partners ein kribbliges Gefühl der Verliebtheit entfacht. Wie dem auch sei, kann eine Beziehung beim besten Willen nicht auf diese Art von steter Reaktion aufeinander aufgebaut sein. Wenn die Beziehung keine Substanz hat, wird dieser Funke die Beziehung nicht lange begleiten können und spätestens mit dem geringer werden das Ende der Beziehung einleiten.

Nachlassende Liebe kann sehr schmerzhaft sein
Nachlassende Liebe kann sehr schmerzhaft sein
Emotionales Getrenntsein

Eine geringe Kommunikation oder sogar vollständig fehlende Kommunikation ist einer der Hauptgründe, warum Frauen ihren Partner nicht mehr lieben können. Wir brauchen das Gefühl und die Gewissheit, emotional wie auch körperlich mit unserem Partner verbunden zu sein, um lieben zu können und uns geliebt zu fühlen.

Wenn die Kommunikation zu gering ausfällt, steigen einige Menschen gelinde gesagt einfach mit dem Gefühl aus der Partnerschaft aus, so dass der tatsächliche Abschied und somit das Ende der Beziehung nur noch eine Frage der Zeit ist. Es passiert selbst den vermeintlich besten und an alles denkenden und reflektierenden Partnern in ihrer Partnerschaft: Manchmal ist es einfach so, dass wir, ob Frau oder Mann, damit aufhören, unseren Partner zu lieben.

In vielen Fällen möchte man sich eine unvermeidbare Trennung nicht eingestehen...

Falsche Gründe, an einer gescheiterten Beziehung festzuhalten

Zugegeben: das Single-Leben ist nicht gerade immer verlockend. Sich am Wochenende die Nächte in dröhnenden Tanzclubs um die Ohren zu schlagen, um dann doch nur die Typen kennenzulernen, die immer nur das eine wollen, ist genauso mühsam, wie beim Online-Daten die bei Mutti wohnenden Computer-Freaks von den tageslichttauglichen Modellen auszusondern.

Mit anderen Worten: wenn man erst einmal einen brauchbaren Partner gefunden hat, hält man an diesen auch fest. Aber manchmal ist es der Partner einfach nicht wert und man bemüht sich, eine Beziehung aufrecht zu halten, die es im Prinzip gar nicht mehr gibt.

Eine bereits zerbrochene Beziehung aufrecht erhalten zu sollen ist verlorene Liebesmüh
Eine bereits zerbrochene Beziehung aufrecht erhalten zu sollen ist verlorene Liebesmüh
Warum man sich so schwer aus Beziehungen lösen kann

Die Liebe zu einem anderen Menschen kann sich schnell mit dem Wunsch verbinden, die nächsten Jahre mit dem Menschen zusammenleben zu wollen. Am Anfang der Liebe sieht die Welt noch rosarot aus und viele Eigenheiten des anderen werden angenommen, übersehen, versucht zu hinterfragen, um sie besser verstehen und annehmen zu können.

Mit der Zeit verdunkelt sich das rosarote Empfinden in ein tiefes Rot und beide Partner empfinden eine starke und unerschütterliche Liebe füreinander. In dieser Phase beginnen beide Partner oft mit dem Anmerken, dass bestimmte Eigenheiten des anderen eine Belastung für einen darstellen.

Es entstehen Wünsche an den Partner, ob dieser daran arbeiten kann, bestimmte Eigenheiten nicht auszuleben. Wenn dem Partner die Eigenart nicht bewusst ist und er nicht daran festhält, dann besteht die Chance relativ schnell eine Veränderung erzielen zu können.

Mit der Zeit entwickeln sich Beziehungsmuster, die darauf fußen, dass man um die Eigenarten des Partners weiß und sich immer wieder kehrenden Anspielungen nicht erwehren kann. Achtet man nicht auf die Beziehung, auf das Wachsen und Leben der Liebe oder entwickeln sich die Persönlichkeiten und Interessen der Partner auseinander, kann sich das Band der Liebe immer mehr lockern.

Eine Beziehung beenden oder nicht?

Treten keine gravierenden Streitigkeiten in der Beziehung auf und gibt es auch sonst keine Regelverletzung oder Grenzüberschreitung, fällt es schwer die Beziehung so zu hinterfragen, dass man sich motiviert diese aus eigener Kraft zu verlassen. Selten befindet man sich in einer Beziehung, in der man sich rundum wohl fühlt. Es gibt immer etwas zu verändern und zu verbessern.

Und doch gibt es auch nüchterne Erkenntnisse, die man im Laufe der Partnerschaft über sich selbst oder über die eigene Partnerschaft macht: Man ist anders als gedacht – oder innerlich und in jüngeren Jahren gehofft und gefühlt - und die Partnerschaft ist einfacher und unspektakulärer als in den eigenen Träumen gewünscht.

Alltag schädigt eine Beziehung

Es ist nicht zu vergessen, dass eine Partnerschaft vom Ideenreichtum und dem jeweiligen Leben der Partner lebt und Lebendigkeit und Kräfte schöpft. Kaum eine andere Verbindung zwischen zwei Menschen ist so entfaltungsstark wie die Beziehung zwischen zwei Menschen. Meist fällt der Aufbau einer Beziehung dem Alltag zugrunde, so dass man sich in der Beziehung leicht in die Gefahr begibt, sich entsprechend der Anforderungen von außen zu entwickeln als seinen eigenen Ideen eine Form und ein Leben zu geben.

Der Alltag ist kräftezehrend genug und die Dankbarkeit einer Beziehung liegt nicht selten in der Einfachheit und Klarheit des unbeschwerten Zusammenlebens. Aus diesen Gründen ist es nicht immer die Liebe, die eine Beziehung weiterlaufen lässt, sondern vielmehr die Bequemlichkeit sich mit dem, was funktioniert zu arrangieren und keine bessere Besetzung seines Wunschpartners zu finden.

Der Trugschluss ist zudem, dass nicht immer das Glück in einer neuen Beziehung zu finden ist. Wenn man nicht begreift, woran eine Beziehung erkrankt und welchen Eigenanteil man daran trägt, dann können die Probleme in der nächsten Beziehung wie ein Boomerang wiederaufleben.

Je länger man in einer Beziehung ist, desto schwerer kann es werden sich daraus zu lösen, wenn die Basisthemen noch funktionieren und man sich dazu bringt, genügsam zu sein und sich glücklich zu schätzen mit dem, was man nun mal hat. Wenn Sie jedoch aus einen der folgenden Gründe Ihren Partner nicht in den Wind schießen, sollten Sie den Wert ihrer Beziehung kritisch überdenken.

Er ist so super im Bett...

Sie haben einen Partner erwischt, der Sie in den Federn die Engel singen hören lässt und deshalb versuchen Sie, als seine schlechten Seiten zu übersehen? Drücken wir es einmal so aus: Die Befriedigung leidenschaftlicher Gelüste ist zwar wichtig, aber sie sollte nicht das einzige Standbein in Ihrer Beziehung sein.

Über kurz oder lang wird selbst der beste Liebhaber unerträglich, wenn er jeden Abend nur vor dem Fernseher verbringt oder sich weigert, sich um einen Job zu bemühen.

Wir sind schon so lange ein Paar...

Wie sagt der Volksmund so schön - "Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende". Beziehungen zwischen Menschen, egal ob romantischer oder beruflicher Natur, können immer beendet werden.

Krampfhaft an eine Beziehung festzuhalten kann dazu führen, dass Sie sich beide gegenseitig herunterziehen und am Ende außer Verbitterung und Enttäuschung nichts mehr von der anfänglichen Liebe übrig bleibt.

Wenn Sie nicht glücklich sind, ist es besser, dem Leiden ein Ende zu bereiten und so den Weg für einen Neuanfang gehen zu können. Machen Sie sich bewusst, dass nicht die Dauer Ihrer Beziehung entscheidend ist, sondern die Qualität.

Er ist reich...

Finanziell abgesichert zu sein, ist ein gutes und beruhigendes Gefühl. Allerdings darf das ähnlich wie beim grandiosen Liebhaber nicht der einzige Grund sein, warum Sie an Ihrem Partner hängen.

Was haben Sie davon, wenn Ihr Partner wohlhabend ist, Sie ihm aber für jede kleine Aufmerksamkeit das ewig dankbare Mädchen vorspielen müssen? Und wie sieht es mit Ihrem Selbstwertgefühl aus? Ist es für Sie nicht viel wichtiger, zu wissen, dass Sie Ihr Leben im Notfall auch allein meistern und auf eigenen Füßen stehen können?

Er hat so viel Potential...

Als erwachsene Frau sollten Sie sich einen Mann auf Augenhöhe suchen oder zumindest jemanden, der kurz davor ist, mit Ihnen beruflich oder intellektuell auf einer Stufe zu stehen. Stellen Sie nur einmal vor, was passiert, wenn das vermeintliche Potential nicht erfüllt wird?

Entweder Sie brechen enttäuscht die Beziehung ab oder Sie ziehen mit jemanden zusammen, dem Sie durchs Leben helfen müssen. Es kann sogar so kommen, dass Ihr Partner sein Potential erreicht und Sie dann fallen lässt, weil er Sie nicht mehr braucht. Analysieren Sie daher vorsichtig, ob ihr Partner wirklich für eine feste und dauerhafte Beziehung geeignet ist.

Sie glauben, dass Sie keinen anderen finden

Es war alles andere als leicht, dieses vermeintliche Prachtexemplar zu finden, das sich nun in ihrem Leben tummelt und in keiner Weise glücklich macht. Je mehr Probleme befreunde Singles mit der Partnersuche haben, um so eher sind wir dazu geneigt, mit dem zufrieden zu sein, was wir angeln konnten. Nur Zufriedenheit geht mitunter nicht Hand in Hand mit glücklich sein.

Sie hoffen, dass Sie ihn ändern können

Der Glaube, Männer ändern zu können, scheint in der weiblichen Genetik fest verankert zu sein. Und die Erfahrung des Lebens zeigt, dass Frauen tatsächlich mit Magie in der Küche und gekonnt aufgeschlagenen Augenlidern selbst die stoichsten Männer zu wundersamen Charakterwandlungen verführen können.

Dennoch dürfen Sie dabei nie vergessen, dass jemand für eine Änderung auch bereit sein muss. Mit etwas Glück und Geduld schaffen Sie es, den Mann an ihrer Seite zum Mann Ihres Lebens zu formen. Aber die Chancen dafür stehen 50:50. Daher ist es fraglich, ob Sie ihre Beziehung wirklich auf eine möglicherweise nie eintretende Wesensänderung aufbauen wollen.

Sie wissen nicht genau, was eine gesunde Beziehung ausmacht

Wenn Sie in einem zerbrochenen Elternhaus aufgewachsen sind und sich in Ihrem Freundeskreis die Trennungsrate der 100-Prozent-Quote nähert, ist es mehr als verständlich, wenn Sie nicht genau wissen, was und wie viel Sie von einer guten Beziehung erwarten dürfen.

Was eine Beziehung erfüllend macht, muss jeder für sich selbst herausfinden. Eines ist jedoch sicher: in einer Beziehung sollte man sich nie permanent dem anderen gegenüber unterlegen, unterwürfig und unglücklich fühlen.

Sie sind für das Single-Leben nicht bereit

Manchmal ist es die schlichte Sorge, einsam zu sein, die eine Beziehung am Leben erhält. Das Traurige daran ist jedoch, dass man sich selbst zu zweit elendig allein fühlen kann. Sicherlich ist physisch eine andere Person im Raum, aber kann es wirklich schmerzhafter sein, allein zu leben, als mit jemanden zusammen zu sein, mit dem man nichts gemeinsam hat?

Trennung ohne Hass: Sich dem Unvermeidlichen stellen

Eine der wichtigsten Regeln einer Beziehung, in der man sich respektiert, den Partner in seinem ganzen Wesen sieht und akzeptiert und miteinander die Themen des Alltags bearbeiten kann, ist mit Trennungsabsichten nicht zu lange zu warten, sondern sobald Sicherheit beim einen der Partner herrscht darüber ins Gespräch zu kommen.

Suchen Sie frühzeitig das Gespräch

Wenn Sie den Zeitraum überlaufen, in dem ein Gespräch zwischen relativ stabilen Gemütern geführt werden kann, kann es ab diesem Zeitpunkt nur noch dramatisch gefühlvoll oder gefühlskalt werden. Alles, was Sie bisher von Ihrem Partner meinten zu kennen und zu lieben, kann sich von nun an in negatives Verhalten und negative Sichtweisen Ihnen gegenüber wenden.

Nehmen Sie sich den Rat zu Herzen und warten Sie nicht zu lang, um mit Ihrem Partner über so gravierende Beziehungsveränderungen zu reden, wenn Sie über eine Trennung nachdenken und keinen anderen gemeinsamen Weg sehen können. Achten Sie Ihre Liebe, zeigen Sie einander Würde und Respekt, auch in einer Phase, in der eine Trennung mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr abzuwenden ist.

Warum Trennungen so oft verschleppt werden

Im Normalfall hat der Gedanke, sich von seinem Partner zu trennen, eine anstrengende und langwierige Vorgeschichte. Es seien die Gründe und Situationen, die zu der klaren Entscheidung einer Trennung führen, im Folgenden nicht weiter vertieft.

Viel eher soll es um die Konzentration auf den richtigen Moment gehen, der Sie dazu animieren soll, sich zu einem Gespräch mit Ihrem Partner zusammenzufinden. Eine Trennung ist eine komplexe Situation mit nicht immer vollständig absehbaren Konsequenzen. Daher ist es mehr als verständlich, dass man länger versucht die Beziehung am Leben zu halten, sich zu verändern oder viel mit dem Partner zu reden.

In den meisten Fällen stellt sich leider keine Verbesserung in der Beziehung ein. Es kommt eher zu einer Verschleppung der Trennungsentscheidung.

Solange sich das Gefühl der Liebe zum Partner noch in der kleinsten Form fühlbar ist, ist man in der Hoffnung gefangen, dass man sich wieder fangen wird und sich das gemeinsame Zusammensein wieder als lebensfähig einstellen wird. Genau dieses Gefühl, sich trotz großer Probleme zu lieben, bringt Paare in die Situation, dass sie länger zusammen bleiben, als für die eigenen Gefühle aushaltbar ist.

Lieber ein Ende mit Schrecken...

Oft sind es Begründungen, die an Verknüpfungen an die Außenwelt gebunden sind, die das Weitermachen nähren und eine Trennung auf den ersten Blick und auch auf den zweiten unmöglich erscheinen lassen. Der wesentlich reifere und für den Partner und sich wohlwollendere Ansatz ist allerdings, die Beziehung so zu sehen, wie sie nun einmal ist.

Wenn Sie sich überwiegend nur noch mit Beziehungsarbeit auseinandersetzen, mit Ihrem Partner nicht weiterkommen und sich die Lage eher verschlimmert als verbessert, dann denken Sie bitte an das Sprichwort: Lieber eine Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Jedes weitere Hinauszögern verschärft die Situation und zieht die sowieso anstehende Trennung nur hinaus. Die Gefühle werden dabei immer angespannter und es ist eine schmale Gradwanderung, nicht zu riskieren, dass die einst in Liebe gelebten Gefühle sich in pure Ablehnung wandeln können.

Liebe allein reicht manchmal nicht

Machen Sie sich bewusst, dass es nicht allein die Liebe ist, die das Zusammensein begründet. Zum Zusammensein gehören weitere Aspekte, die sich spätestens im gemeinsamen Alltag als vorhanden oder fehlend aufzeigen.

Man findet eher einen Menschen, in den man sich verliebt oder den man liebt, aber seltener einen Menschen, mit dem man wirklich zusammen sein kann. Wägen Sie mit der Zeit ab, ob Sie mit Ihrem Partner zusammen sind, weil Sie das Gefühl haben ihn noch so sehr zu lieben, dass Sie sich ein Leben ohne ihn nicht vorstellen können oder ob Sie nur aus dem Gedanken der Liebe mit ihm zusammen sind und Ihre Beziehung eigentlich nicht mehr weiterentwickelt werden kann.

Natürlich erfordert diese Betrachtung Mut und Kraft. Erst, wenn Sie sich stark genug fühlen, sollten Sie den Schritt der Konfrontation suchen.

Sollten Sie in absehbarer Zeit nicht stark genug sein, suchen Sie sich Hilfe im Freundeskreis oder bei Ihren Geschwistern. Sie müssen diese Phase nicht allein durchstehen.

Doch in vielen Fällen lohnt es sich wirklich, um eine Beziehung zu kämpfen und eine Trennung zu verhindern...

Eine Trennung abwenden

Eine Trennung sollte niemals leichtfertig durchgezogen werden. Es gilt, sich vorab über ein paar Punkte bewusst zu werden.

Wenn Ihre Beziehung mit voller Geschwindigkeit Kurs auf den Trennungshafen genommen hat, müssen Sie schnell handeln. Entweder bereiten Sie sich psychologisch auf einen emotionalen Crash vor oder Sie versuchen, dass Ruder noch einmal herumzureißen, um wieder in Richtung Paradies zu schippern.

Letzteres ist manchmal gar nicht so schwer. Sie sollten die folgenden Tricks jedoch nur versuchen, wenn Ihnen wirklich daran gelegen ist, die Beziehung zu retten.

Will man die Beziehung überhaupt retten?

Bevor Sie agieren, sollten Sie für sich selbst entscheiden, ob die Beziehung wirklich noch einen Sinn hat, und ob Sie die bestehenden Probleme überhaupt lösen wollen. In manchen Fällen kann eine Trennung durchaus sinnvoll sein, zum Beispiel dann, wenn zwei Menschen nicht wirklich gut zusammen passen.

Befinden Sie sich in einer längeren Beziehung, die auch über viele Jahre gut war, dann lohnt es sich vielleicht am ehesten, darum zu kämpfen. Vor allem wenn Kinder von einer Trennung betroffen sind, sollte man nicht leichtfertig auseinander gehen.

Kommunikation ist der Schlüssel

Sprechen Sie zunächst mit Ihrem Partner. Reden Sie offen über das Problem, wenn Sie es greifen können. Fragen Sie den Partner, ob er auch einen Handlungsbedarf sieht, oder ob aus seiner Sicht alles bestens ist.

Klären Sie, ob auch der Partner Interesse daran hat, die Beziehung zu retten, oder ob er sich gleich trennen möchte. Versuchen Sie, dieses Gespräch in Ruhe und ohne Streit zu führen. Manchmal ist der erste Schritt damit schon getan.

Regelmässig an einem neutralen Ort über Probleme und Unstimmigkeiten zu sprechen, hilft die Beziehun
Regelmässig an einem neutralen Ort über Probleme und Unstimmigkeiten zu sprechen, hilft die Beziehung zu erhalten

Sich Zeit lassen

Machen Sie für sich klar, was von Ihrem Standpunkt aus für Ihre Beziehung wichtig ist und tragen Sie diese Wichtigkeiten Ihrem Partner in einer passenden Situation vor. Geben Sie Ihrem Partner die Möglichkeit, sich selbst Gedanken über seine Wünsche zu machen und geben Sie ihm dabei so viel Zeit, wie er dafür benötigt. Gehen Sie miteinander behutsam um und zeigen Sie sich, was Ihnen aneinander liegt.

Seien Sie realistisch mit sich und Ihrem Partner und lernen Sie Dinge, die Ihr Partner über die Zeit nicht ändern kann, zu akzeptieren oder zu tolerieren. Halten Sie den Respekt Ihrem Partner gegenüber und gehen Sie dementsprechend miteinander um.

Bedenken Sie: Sie haben alle Zeit der Welt und niemand schreibt Ihnen vor, dass Sie von Anbeginn an eine unbeschwerte, vertraute und lebendige Beziehung bis ins hohe Alter führen müssen. Sie selbst sind der Zeitgeber und Ruhepunkt, denn jede Erkenntnis im Rahmen der Partnerschaft bringt den Partner einem näher.

Kompromisse und gemeinsame Aktivitäten

Überlegen Sie dann gemeinsam, was Sie dafür tun könnten, um die Partnerschaft zu verbessern. Beide Partner sollte dabei nicht nur Kompromisse machen und bereit sein, ihr eigenes Verhalten zu überdenken. Sie sollten auch aktive Verbesserungsvorschläge machen.

Eine gute Möglichkeit, sich wieder näher zu kommen, sind gemeinsame Aktivitäten. Überlegen Sie, was Sie in Zukunft regelmäßig zusammen unternehmen könnten.

In jeder guten Partnerschaft gibt es gemeinsame Interessen, und je mehr man zusammen unternimmt, desto mehr hat man sich auch zu erzählen. In manchen Fällen ist es jedoch auch angebracht, dass sich die Partner gegenseitig mehr Freiräume zugestehen und sich nicht nur auf die Beziehung konzentrieren.

Geben Sie sich gegenseitig mehr Raum

Manchmal kann die Beinahe-Trennung eine heilsamen Effekt zur Folge haben und quasi wie ein Warnschuss wirken. Sich gegenseitig etwas mehr Freiräume einzugestehen, ist in solchen Situationen genau das, was Sie und Ihr Partner jetzt brauchen, um sich von vergangen Streitigkeiten und Auseinandersetzungen zu erholen und vor allem, um sich emotional sortieren zu können.

Über ein Wochenende getrennt zu verreisen oder nicht mehr alle Abende gemeinsam vor dem Fernseher, sondern getrennt in Sportvereinen oder mit Freunden zu verbringen, kann Ihnen dabei helfen, sich selbst wieder als Individuum wahrzunehmen. Dabei werden Sie erkennen, was Ihr Partner Ihnen gegeben hat und Sie zu einen kompletteren Menschen gemacht hat.

Alles auf Anfang

Wenn Sie knapp an einer Trennung vorbei schrammen, ist es hilfreich, sich auf die Anfänge Ihrer Beziehung zu besinnen. Welche Eigenschaften haben Sie an den jeweils anderen von Anfang an zu schätzen gewusst?

Gehen Sie auch an die Orte zurück, an denen Sie zu Beginn ihrer Beziehung gemeinsam Zeit verbracht haben. Das hilft dabei, wieder in jene Verhaltensmuster zu kommen, die Ihre Liebe entflammt hat.

Trennungen sind häufig eine Folge von einer zu hohen Alltagsbelastung. Wenn Sie sich wieder auf Ihre Anfänge besinnen, werden Sie verstehen, dass nicht der Partner das Problem ist, sondern die Art, wie Sie als Paar mit dem Alltagsherausforderungen umgehen. Und das ist etwas, was Sie gemeinsam leicht ändern können.

Lassen Sie es raus

Menschen sind im Prinzip nichts anderes als emotionale Dampfkocher. Wenn wir nicht von Zeit zu Zeit etwas Luft ablassen, explodieren wir. Setzen Sie sich also gemeinsam zusammen und reden Sie sich die Seele vom Leib.

Was auch immer Sie belastet, sprechen Sie es aus. Formulieren Sie es jedoch nicht als Vorwurf oder Anschuldigung, sondern eher als persönliche Empfindung oder als ein Wunsch in Ich-Form.

Seien Sie intim

Wahre Liebe braucht keine Worte. Das trifft insbesondere dann zu, wenn Sie ihre Zuneigung in Form von körperlicher Leidenschaft ausdrücken. Natürlich kann Sex keine Beziehung retten. Und wenn man es doch versucht, schiebt man das Ende nur hinaus.

Aber das intime Liebesspiel kann Ihnen beiden beweisen, dass doch nicht alles verloren ist. Sie haben Vertrauen zueinander und der andere weiß und fühlt, wie er Sie glücklich machen kann. Was im Bett klappt, kann auch außerhalb des Schlafzimmers funktionieren.

Paarberatung nutzen

Wenn Sie damit überfordert sind, einen richtigen Weg für Ihre Partnerschaft selbst zu finden, dann können Sie auch die Hilfe eines Paartherapeuten in Anspruch nehmen, der solche Gespräche moderiert und leitet. Wie Sie den richtigen Paartherapeuten finden, zeigen wir Ihnen hier.

Mitunter kann es auch ganz plötzlich zu einem Liebes-Aus kommen...

Ein plötzliches Liebes-Aus abwenden

Beziehungen können auch in schnelllebigen Zeiten über Jahrzehnte halten. Wichtig ist es, dass man sich seiner eigenen Anteile klar ist, die die eigene Beziehung maßgeblich prägen und dass man sich immer mal wieder einen Überblick über die aktuelle Beziehungssituation zu seinem Partner erarbeitet.

Das eigene Selbstbewusstsein - ein Beispiel

Beispiel: Während des Gesprächs blickt Ihr Partner eine andere Frau an. Stellen Sie während eines Essens oder Gesprächs mit Ihrem Partner fest, dass er nicht Sie sondern eine andere Frau ansieht, dann haben Sie mindestens zwei Möglichkeiten: Sie bewahren die Würde oder Sie machen Ihrem Partner eine Szene.

Wie sich Frauen verhalten sollten

Bewahren Sie Ihre Würde und Sie verlängern die Tiefe Ihrer Beziehung zu Ihrem Partner. Wenn Sie sich gerade selbst nicht sehr attraktiv und liebenswert finden und glauben, dass Ihr Partner das ebenfalls empfinden könnte, dann machen Sie ihm in dieser Situation keine Szene, sondern arbeiten Sie an sich.

Auf diese Weise werden Sie sich mit der Zeit wieder in Ihrem Körper und mit Ihren Handlungen sicher fühlen und nicht die Sorge haben, dass es Ihren Partner zu einer anderen Frau zieht. Machen Sie das nicht, um Ihrem Mann besser zu gefallen, sondern damit Sie sich wohler mit sich fühlen. Fühlen Sie sich attraktiv und genießen Sie dieses Gefühl unabhängig von Ihrem Partner.

Sie werden fühlen können, dass Ihnen dieses starke Gefühl zu sich selbst verhelfen wird, in der Beziehung zu Ihrem Partner eine ebenso starke Frau und Partnerin sein zu können, die auf keine banalen Eifersuchtsszenen eingeht, sondern sich ihrer eigenen Qualitäten und Besonderheiten bewusst ist. Genau das strahlen Sie dann nämlich auch aus.

Wie sich Männer verhalten sollten

Den Männern kann an dieser Stelle die Schuld ein wenig von den Schultern genommen werden. Selbst Studien belegen, dass Männer aus Gründen von biologischen Reizen und dem natürlichen Instinkt zu überleben in die Situation geraten können, eine andere Frau anzusehen und das, obwohl ihre eigene Partnerin direkt vor ihm sitzt.

Bleiben Sie mit Ihren Sinnen und Ihrer Aufmerksamkeit bei Ihrer Partnerin. Ihre Partnerin wird mitbekommen, wenn sich Ihre Augen einer anderen Person zuwenden. Seien Sie fair zu Ihrer Partnerin und schätzen Sie sie, indem Sie sich auf sie konzentrieren und mit der Aufmerksamkeit bei ihr sind.

Mangelnde Beziehungsarbeit

In der Partnerschaft kommen Sie am besten zu einer tiefen und auf Vertrauen basierenden Stabilität, wenn Sie einander respektieren, einander die Freiräume lassen und im Gespräch sind. Passen Sie aber darauf auf, dass Sie nicht zu viel über Ihre Beziehung reden und zu oft in die Analyse Ihres Verhaltens geraten. Es ist verlockend, alles von Ihnen Sehende und Fühlende in Konfliktsituationen zu erklären, allerdings schiebt es mit zunehmender Anzahl einen Schleier der Theorie zwischen Ihnen und Ihrem Partner.

Sehen Sie eine Beziehung als einen wachsenden, starken aber auch verletzlichen Organismus an und behandeln Sie ihn gut und wachsam. Überlassen Sie die Entwicklung Ihrer Beziehung nicht dem Zufall oder der Menge an Außeneinflüssen, sondern arbeiten Sie an ihr und arbeiten Sie vor allem an sich, um Ihre Qualität als Person zu halten oder zu verbessern.

Fazit

Eine Beziehung stellt eine große Herausforderung an beide Partner dar und zwar an jedem Tag des Beziehungslebens. Nehmen Sie die Herausforderung an und lernen Sie, wie einfach es ist, Beziehungskonflikte zu lösen, wenn man sich wagt, ihnen gegenüberzutreten.

Wenn Sie nicht ebenfalls die Statistik der geschiedenen Ehen oder Trennungen füllen wollen und die Partnerschaft mit Ihrem Partner für Sie so wichtig ist, dann nehmen Sie die obigen Punkte ernst in Ihren Beziehungsalltag mit auf und setzen Sie diese als einen Beginn für das Ende dessen, was bisher in Ihrer Partnerschaft ganz klar falsch gemacht wird. Entwickeln Sie einen Weg, am besten in Zusammenarbeit mit Ihrem Partner, um die Lücken zu schließen, die sich im Laufe Ihrer Partnerschaft eingeschlichen haben und die Ihr Vertrauensband langsam porös machen.

Grundinformationen zur Trennung

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: relationship difficulties © diego cervo - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Woman embracing her boyfriend © Yuri Arcurs - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Young couple holding broken heart © WavebreakMediaMicro - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Gefangen im Liebeschaos © DDRockstar - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: failed romance © pressmaster - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: It's love © pressmaster - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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