10. März 2011
Wie auch der elektrische Strom und die Dampfmaschine, so zählt auch die Fotografie zu den großen Erfindungen der Menschheitsgeschichte. Nachdem das erste Foto geschossen worden war, begann der Siegeszug der Fotografie. Sie wurde bald in allen Ländern der Welt bekannt und entwickelte sich stetig weiter, weshalb wir unsere Urlaubsschnappschüsse heute ganz bequem digital auf dem Computer ansehen können. Während dieses Siegeszuges gab es einige Fotografen, die besonders aus der Masse der begeisterten Anhänger herausstachen.
Einer von ihnen ist der weltbekannte Franzose Joseph Nicéphore Nièpce. Er war der Erste, der es schaffte, eine Momentaufnahme für immer auf einen festen Untergrund zu bannen. Nièpces erste Erfolge stellten sich im Jahre 1816 ein. Damals gelang es ihm, eine Aufnahme einer Camera obscura auf Chlorsilberpapier festzuhalten. Allerdings hatte diese "Fotografie" nicht lange Bestand. Sie verblasste kurz nach der Aufnahme. Von diesem Rückschlag ließ sich Nièpce jedoch nicht entmutigen. Er experimentierte weiter und fand schließlich einen Untergrund, auf dem die Aufnahmen der Camera obscura tatsächlich Bestand hatten. Das erste Foto der Welt wurde auf Asphalt projiziert. Unklar ist jedoch der genaue Zeitpunkt, zu dem der Franzose dieses erste Bild schoss. Einige Quellen nennen das Jahr 1822, andere wiederum behaupten, dass die Erfindung erst vier Jahre später gemacht wurde. Mit diesem Foto auf Asphalt begann sich eine neue Ära zu entwickeln. Plötzlich konnte man Momente für immer auf Film und später auch auf Papier bannen. Was wären Zeitschriften, Zeitungen und andere Medien ohne die Fotografie? Internet und Fernsehen wären wohl niemals in der uns bekannten Art entstanden, wenn Nièpces es nicht geschafft hätte, die Aufnahmen seiner Camera obscura für die Nachwelt festzuhalten.
Besonders Fotografen wie Peter Lindbergh sollten dem Franzosen daher überaus dankbar für seine glorreiche Erfindung sein. Lindbergh gilt als der begehrteste Starfotograf auf dem Planeten, seine Kunden sind bekannte Magazine wie der Rolling Stone, Vanity Fair und auch der deutsche Stern. Vor die Kamera des Topfotografen kommen ausschließlich Superstars und hoch bezahlte Models. So ist es nicht verwunderlich, dass auch Lindbergh selbst mit seiner Fotografie eine ordentliche Summe verdient.
Weniger in den Massenmedien populär, jedoch nicht weniger gut bezahlt und berühmt ist Andreas Gursky. Seine Arbeiten sind in der Regel mehrere Meter groß und hängen in Galerien wie dem Museum of Modern Art und dem Centre Pompidou. Was Lindbergh für die Boulevardpresse ist, ist Gursky für die Künstlerschaft.
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