7. April 2010
Ob zu Hause, im Restaurant oder in feiner Gesellschaft - das Einhalten von Tischmanieren ist eine Selbstverständlichkeit. Viele Benimmregeln bei Tisch sind uns von Kindesbeinen an vertraut, andere müssen auch Erwachsene noch erlernen. Generell gilt, je gehobener die Tischgesellschaft und das Restaurant sind, desto wichtiger ist das Einhalten von Tischmanieren.
Wer gute Manieren zeigen möchte, sollte damit bereits beim Einnehmen des Sitzplatzes beginnen. Jacken und Mäntel gehören an die Garderobe und nicht auf die Stuhllehne. Handtaschen, Handys oder auch Zigaretten werden nicht auf den Tisch gelegt, sondern andersweitig verstaut. Die Sitzhaltung sollte locker und aufmerksam sein. Dazu setzt man sich am besten bequem und aufrecht auf die gesamte Sitzfläche des Stuhls, stellt seine Füße auf den Boden und legt seine Hände locker auf den Tisch.
Auch wenn die Versuchung noch so groß ist - erst wenn der Gastgeber die Mahlzeit eröffnet, wird mit dem Essen begonnen. Die Serviette sollte bereits vor dem ersten Happen aufgeschlagen auf dem Schoß liegen. Im Normalfall wartet man, bis jeder sein Essen serviert bekommen hat. Handelt es sich um warme Speisen, kann der Gastgeber dazu auffordern, schon früher zu beginnen.
Das Besteck darf auf keinen Fall senkrecht zur Decke und beim Gestikulieren nicht in den Händen gehalten werden. Gabel und Löffel werden immer zum Mund geführt, das Messer dient nur zum Schneiden und darf nicht abgeleckt werden. Mit dem Ablegen von Messer und Gabel am rechten Tellerrand signalisiert man dem Servicepersonal, dass man das Essen beendet hat.
Während des Essens sollte man unappetitliche und ekelige Verhaltensweisen tunlichst unterlassen: Schlürfen, Schmatzen, Aufstoßen oder Gurgeln am Tisch gelten ebenso als Unsitte wie Reden mit vollem Mund oder das Auftragen von Schminke. Wer sich schnäuzen muss, darf dies auf keinen Fall vor der Gesellschaft und über dem Essen tun. Am höflichsten verhält man sich, wenn man mit dem Taschentuch kurz auf die Toilette oder vor die Tür geht. Desweiteren sollte man vermeiden, weit über den Tisch zu greifen. Stattdessen kann man sein Gegenüber fragen, ob er so nett wäre, die Wasserflasche oder den Salzstreuer rüberzureichen. Letztlich gilt auch ein allzu hastiges Schlingen als Unsitte. Wer dagegen in kleinen Happen isst, genüsslich schluckt und ab und zu ein paar Worte mit den Tischnachbarn wechselt, verhält sich den Benimmregeln entsprechend.
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