15. April 2010
Kunstausstellungen sorgen regelmäßig für einen großen Menschenandrang in Museen, Galerien oder Kunsthallen. Damit jeder die präsentierten Gemälde und Skulpturen ungestört bewundern kann, sind die Aussteller auf das richtige Verhalten eines jeden Besuchers angewiesen. Mit etwas Rücksichtnahme kommt also jeder auf seine Kosten.
Je nach Ausstellungsort ist es angebracht, sich zunächst Gedanken über seine Kleidung zu machen. Es versteht sich fast von selbst, dass man auf großen internationalen Kunstmessen oder in edlen Galerien einen anderen Kleidungsstil bevorzugen sollte als auf einer privaten Ausstellung im örtlichen Rathaus. In beiden Fällen jedoch ist es angebracht und seitens des Veranstalters oft sogar ausdrücklich erwünscht, Jacken und Mäntel an der Garderobe abzugeben. Das verschafft vor allem mehr Bewegungsfreiheit.
Beim Gang durch die Ausstellung sollte man darauf achten, sich nicht gegen den Strom zu bewegen. Ideal ist es, wenn man die ausgestellten Kunstobjekte in der Reihenfolge betrachtet, in der sie im Ausstellungsführer abgedruckt sind. So erspart man sich zum einen unnötiges Blättern im Führer und zum anderen stört man andere Besucher nicht.
Es ist rücksichtsvoll, dass man vor einem Gemälde oder einer Skulptur nur dann längere Zeit verharrt, wenn man sich wirklich für das Objekt interessiert. Man sollte sich immer vor Augen führen, dass man nicht der einzige Besucher auf der Kunstausstellung ist und dass auch die anderen auf ihre Kosten kommen möchten: Wer sich nicht direkt vor ein Gemälde stellt, sondern einen gewissen Abstand hält, versperrt anderen Gästen nicht die Sicht.
Grundsätzlich ist in jedem Museum und auch in jeder Ausstellung Ruhe geboten. Gespräche sollten daher leise geführt werden. Wer mit Kindern eine Kunsthalle oder eine Galerie besucht, sollte diese zuvor ermahnen, nicht zu schreien und zu toben. Auch essen, trinken oder rauchen sind - zum Schutz der ausgestellten Objekten sowie aus Rücksichtnahme auf andere Besucher - in Ausstellungsräumen in der Regel verboten. Oft weisen Schilder darauf hin, dass nichts angefasst werden darf oder dass Fotografieren nicht erlaubt ist.
Wer die Kunstausstellung im Rahmen einer Führung besucht, sollte sich immer in direkter Nähe des Führers aufhalten und die Gruppe nicht verlassen. Einige Aussteller sehen es nämlich nicht gerne, wenn man sich selbständig über die Ausstellungsfläche bewegt. Zudem verpasst man keine interessanten Informationen des Führers.
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