Viele Menschen gebrauchen Sprichwörter, sie prägen unseren Alltag und die meisten Menschen erkennen und kennen sie, wenn sie sie hören. Neben Lebensweisheiten wollen sie uns auch Warnungen oder gute Ratschläge geben.
Doch nur selten weiß man, woher die Sprichwörter überhaupt stammen. "Spinnen am Morgen bringt Kummer und Sorgen, spinnen am Abend erquickend und labend". Das hat nichts mit den kleinen Tierchen zu tun, sondern kommt aus der Zeit, als die Menschen noch Flachs gesponnen haben. Reiche Bauern hatten Land und mussten morgens ernten, sie haben dann erst am Abend gesponnen. Arme Leute ohne Land hingegen mussten morgens schon spinnen. "Allen Leuten Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann" ist vermutlich aus der Bibel abgeleitet, dass man nicht zwei Herren dienen kann. Dieses Sprichwort beschreibt das Unvermögen es allen und jedem recht zu machen. Auf einem alten Trinkspruch basiert das Sprichwort "ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren". "Lügen haben kurze Beine", dieses Sprichwort beschreibt, dass man mit kurzen Beinen genauso wenig vorankommt wie mit Lügen. "Auge um Auge, Zahn um Zahn" ist sprichwörtlich der Bibel entnommen. Auch "Glaube kann Berge versetzen" stammt aus der Bibel, genauso wie "der Mensch lebt nicht vom Brot allein".
"Buchen sollst du suchen, Eichen sollst du weichen" war früher ein Hinweis, wie man sich bei Gewitter verhalten soll. Heutzutage hat diese Empfehlung keinen Bestand mehr, bei Gewitter kann es unter jedem Baum gefährlich sein. Einige Sprichwörter entstanden vermutlich auch einfach durch Beobachtung, "der frühe Vogel fängt den Wurm", "dem Glücklichen schlägt keine Stunde", "der Hunger kommt mit dem Essen" oder "die dümmsten Bauern ernten die dicksten Kartoffeln". Andere Sprichwörter basieren auf Erfahrung, "der Schuster hat die schlechtesten Schuhe" oder "die Eingangstür des Schreiners ist meistens kaputt".
Manche Sprichwörter sind wahrscheinlich auch aus alltäglichen Situationen heraus entstanden, wie zum Beispiel "die Suppe wird nicht so heiß gegessen, wie sie gekocht wird" oder "eigener Herd ist Goldes wert". Andere Sprichwörter kommen aus der lateinischen Sprache, beispielsweise "ein voller Bauch studiert nicht gern". Und aus so manchem gut gemeinten Ratschlag ist ein Sprichwort entstanden: "Es gibt nichts Gutes außer man tut es".
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10.05.13 | |
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18.01.11 | |
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