Online-Shopping - Vor- und Nachteile, mögliche Zahlungsmethoden und Tipps zum sicheren Kauf

Zwei kleine Figuren mit Einkaufswägen auf Touchpad eines Notebooks

Das Shoppen im Internet ist sehr beliebt, sowohl in Online-Shops als auch auf Internetauktionen - Wir geben einen Überblick und Tipps, z.B. zum sicheren Umgang mit der Kreditkarte

Das Online-Shopping ist beliebter denn je. Besonders bei langen, stressigen Arbeitstagen fehlen Zeit und Nerven, um noch mal durch die Läden zu ziehen. Man hat eine riesengroße Auswahl und ebenso viele Zahlungsmöglichkeiten. Doch es gibt auch Nachteile und Punkte, auf die man beim Online-Einkauf besonders achten sollte.

Immer mehr Menschen tätigen ihre Einkäufe mithilfe des Internets. Besonders hoch ist dabei der Anteil der 25- bis 44-Jährigen.

Doch auch ältere Menschen über 65 Jahre nutzen immer häufiger das Internet, um Waren zu bestellen. Online-Shopping wird von Frauen deutlich mehr geschätzt.

Vor- und Nachteile

Es geht schnell und vor allen Dingen auch gemütlich von Zuhause aus. Doch das Online-Shopping hat ebenso Nachteile. Im Folgenden geben wir einen Überblick.

Vorteile

Zu den Gründen für die wachsende Beliebtheit des Online-Shoppings gehört vor allem die Bequemlichkeit. So kann man sich in den diversen Online-Shops in aller Ruhe umsehen, ohne die eigenen vier Wände verlassen zu müssen.

Besonders im vorweihnachtlichen Trubel ist dies ein nicht zu unterschätzender Vorteil, da man sich damit das Gedränge in hoffnungslos überfüllten Geschäften ersparen kann. Wind und Wetter spielen dabei keine Rolle.

Ebenfalls von Vorteil ist, dass einem das Gedränge in überfüllten Geschäften sowie die lästige Suche nach einem Parkplatz erspart bleiben. Darüber hinaus fallen auch die Fahrtkosten weg.

Außerdem ist man nicht an die Ladenöffnungszeiten gebunden. Das heißt, dass man seine Online-Bestellung auch mitten in der Nacht abschicken kann.

Die Auswahl im Internet ist riesig, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Über die angebotenen Waren kann sich der Käufer durch umfangreiche Produktbeschreibungen informieren. Mithilfe von modernen Bezahlungsmöglichkeiten lässt sich der Kaufbetrag rasch überweisen und auch das Warten auf die bestellten Artikel dauert in der Regel nicht lange.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man problemlos Preisvergleiche anstellen kann. So findet man im Internet zahlreiche Preissuchmaschinen, in denen man gezielt nach Artikeln suchen kann.

Ebenfalls von Vorteil ist, dass man, beispielsweise beim Einkauf von Kleidung, gleich mehrere Teile bestellen und diese dann zuhause in Ruhe anprobieren kann. Was nicht gefällt, wird zurückgeschickt - in den meisten Fällen fallen dabei auch keine Versandkosten an.

Mittlerweile gibt es kaum noch etwas, was man nicht im Internet kaufen könnte. Neben herkömmlichen Kleinwaren wie

lassen sich auch große Geräte wie Fernseher, Geschirrspüler oder Waschmaschinen online bestellen. Sogar

können mittlerweile über das Internet bezogen werden. Die Auswahl ist also nahezu unerschöpflich.

Nachteile

Auch wenn das Einkaufen im Internet viele Vorteile mit sich bringt, sollten dennoch einige Dinge beachtet werden, damit es nicht zu unangenehmen Überraschungen kommt. Zu bedenken sind zum Beispiel die Versandkosten.

Vor allem bei Bestellungen aus dem Ausland fallen oft hohe Versandkosten an, was dann einen höheren Gesamtpreis zur Folge hat, als ursprünglich beabsichtigt. Grundsätzlich muss der Verkäufer auf Versandkosten oder andere Zusatzkosten deutlich hinweisen.

Außerdem ist es wichtig, seriöse Online-Shops von schwarzen Schafen zu unterscheiden. Als wichtige Merkmale eines guten Online-Shops gelten detaillierte Beschreibungen der Produkte, aktuelle Daten und die Funktionsweise der Links. Im Impressum müssen unter anderem Daten wie der Name der Firma und die Firmenanschrift stehen.

Natürlich ist auch ein Nachteil, dass man die Ware nicht anfassen und anprobieren kann; man hat lediglich über die Fotos die Möglichkeit zu entscheiden, ob beispielsweise das Kleidungsstück den richtigen Stoff hat und auch wirklich passt. Ist dies nicht der Fall, bleibt einem nichts anderes übrig, als die Ware wieder zu verpacken und zurück zu schicken.

Aber auch bei Möbeln besteht das Risiko von Enttäuschungen. So lassen sich Sessel, Sofas, Stühle oder Betten im Internet nur nach ihrem Aussehen beurteilen.

Ob man aber auch bequem auf dem Möbelstück sitzen kann, stellt sich erst nach der Lieferung heraus. Auch bei Elektroartikeln kommt es mitunter zu Problemen.

Vorsicht ist beim Bestellen von manchen Medikamenten geboten. Meist ist es besser, erst mit einem Arzt oder Apotheker abzuklären, welche Arzneimittel zur Behandlung geeignet sind.

Online-Handel wird immer beliebter - Amazon und Otto haben den größten Marktanteil

Weibliche Hände tippen auf Computer Tastatur
A business lady's hands on the keys typing documents © pressmaster - www.fotolia.de

Der Online-Handel hat sich in den vergangenen Jahren stetig verbessert, nicht nur was das Angebot betrifft, sondern auch den Service. Im Internet kann man mittlerweile so ziemlich alles bequem von zu Hause aus kaufen und das meist auch noch zu einem deutlich günstigeren Preis als in den üblichen Fachgeschäften.

Dieses Angebot nehmen die Kunden natürlich nur zu gerne an. Der aktuellen Studie "E-Commerce-Markt Deutschland 2013" zufolge, für die die 1.000 größten Online-Händler Deutschlands unter die Lupe genommen wurden, ist der Umsatz von Online-Shops im vergangenen Jahr um ganze 16,1% gestiegen. Den größten Marktanteil bilden nach wie vor die Gemischtwarenanbieter Amazon und Otto mit 37%. Online-Shops für Bekleidung, Schuhe und Textilien folgen auf dem zweiten Platz mit 20% und Händler für Handys, Computer und Unterhaltungselektronik liegen mit einem Marktanteil von knapp 14% auf dem dritten Platz.

Die Studie zeigte auch, dass die sozialen Netzwerke für Online-Händler eine sehr große Rolle bei der Vermarktung des Shops und der Produkte spielen. Die meisten Online-Shops sind auf Facebook vertreten (85%), gefolgt von Twitter mit 66% und Google+ mit 56%. Eine immer größere Rolle bei der Vermarktung spielt auch Youtube. Derzeit besitzen rund 55% der Online-Händler einen Youtube-Kanal.

Internetgeschäft brummt: In Amerika kaufen viele Menschen am "Cyber Monday"

Blondes, kurzhaariges Mädchen neben rosa Kissen mit Laptop auf dem Schoß
girl at the computer © Phototom - www.fotolia.de

In Amerika ist der wichtigste Einkaufstag für Internetkäufe der Montag. Bekannt als „Cyber Monday“ bescherte er den Online-Händlern in Amerika den höchsten Zuwachs in ihrer bisherigen Geschichte. Um 20,6 Prozent hat der Umsatz gegenüber 2012 zugelegt.

Rekordumsatz...

Über 130 Millionen Amerikaner bestellten ihre Waren im Internet. Am Montag nach dem Thanksgiving Feiertag gibt es im Internet traditionell sehr viele Rabatte. Konventionelle Warenhäuser bieten solche Rabatte am vorangehenden Freitag an.

Im Weihnachtsgeschäft zählen der „Black Friday“ und nun auch der „Cyber Monday“ zu den wichtigen Umsatzträgern für den Weihnachtshandel. Am letzten Montag wurde jede Bestellung im Durchschnitt mit 128 Dollar, das sind 94 Euro, getätigt.

... aber nicht in normalen Läden

Ein Drittel der Besteller nutzen dafür einen Tablet-PC, oder ein Handy. Das sind 55 Prozent mehr als noch 2012. Für die traditionellen Läden gab es am Freitag zum ersten Mal seit dem Jahr 2009 einen Abwärtstrend in den Umsatzzahlen, denn auch am „Black Friday“ zogen viele Menschen das Internet den „normalen“ Läden vor.

Verbraucherrechte in 2014: das ändert sich bei Online-Shopping, Roaming und Porto

Blondes Mädchen liegt auf dem Bauch vor einem Laptop, zeigt auf den Bildschirm und hat den Mund geöffnet
that's amazing! © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Der Jahreswechsel bringt für Verbraucher einige Änderungen: Briefporto und Paketgebühren steigen, Internet-Shopping und Roaming werden kundenfreundlicher. Das neue Widerrufsrecht für online bestellte Produkte und Dienstleistungen fordert aber auch mehr Aufmerksamkeit.

Porto

Die erste Änderung in 2014 betrifft das Briefporto. Ab sofort müssen Standardbriefe mit 60 Cent frankiert werden. Einwurfeinschreiben verteuern sich um 20 Cent, normale Einschreiben kosten 10 Cent mehr. Außerdem werden Päckchen und Pakete über 2 Kilogramm 9 Cent teurer.

Roaming

Handytelefonate aus dem Ausland werden günstiger – allerdings erst ab dem 1. Juli. Wer die Lieben daheim anrufen möchte, zahlt dann maximal 23 Cent pro Minute. Die Kosten für das Datenroaming reduzieren sich auf 24 Cent pro Megabyte plus landesspezifische Mehrwertsteuer.

Online-Shopping

Auch das Einkaufen in ausländischen Shops wird erleichtert. Das zweiwöchige Widerrufsrecht gilt demnächst in ganz Europa. Unbenutzte Artikel kann man deshalb problemlos zurückschicken. Aber Achtung: Die einheitliche Richtlinie zum Verbraucherrecht, die am 13. Juni in Kraft tritt, verlangt eine ausdrückliche Erklärung des Kunden.

Wer Waren zurückschicken möchte, muss vorher per Mail, Post oder Telefon erklären, dass er von seinem Widerspruchsrecht Gebrauch machen möchte. Kommentarlose Retouren muss der Händler nicht mehr akzeptieren. Lag der Warenwert unter 40 Euro, darf er zudem die Portokosten auf den Kunden abwälzen.

Kundenfreundlicher shoppen im Internet

Tastatur eines Computers, in der Mitte rote Taste mit Aufschrit Shop
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Immer mehr Verbraucher zieht es in das Internet, wenn sie Waren kaufen wollen. Sie nutzen den Service der großen Auswahl, der guten Preise und der unbegrenzten „Öffnungszeiten“. Doch nicht alle Händler arbeiten immer so seriös, dass es keine Klagen gibt. Viele nutzen das Internet, um gutgläubige Kunden abzuzocken und zu betrügen. Dies soll sich nun ändern. Denn ein verbessertes Verbraucherrecht soll dafür sorgen, dass versteckte Kosten und andere Fallen nicht mehr möglich sind.

Neuerungen sollen Verbraucherrechte verbessern

Bequemer und billiger als im Internet kann man an kaum einer anderen Stelle einkaufen. Teuer kann es dort erst dann werden, wenn die Händler Aufschläge für die Bezahlmethoden verlangen. Gerne geschieht dies beim Bezahlen mit der Kreditkarte. Dies soll jedoch ab dem 13. Juni verboten sein. Denn dann tritt die neue EU-Verordnung in Kraft, die das Verbraucherrecht im Internet stärken soll.

Neue Regelung schreibt Transparenz von den Händlern vor

So muss nach der neuen Verordnung der Händler seine Zahlungsmethoden so kennzeichnen, dass der Käufer sofort erkennt, welche der Methoden kostenpflichtig und welche kostenlos sind. Zudem muss der Händler sicherstellen, dass mindestens eine Zahlmethode für den Kunden kostenlos ist.

Auch teure Gespräche über Hotlines sollen dann der Vergangenheit angehören. Hier darf demnächst nur noch der Grundtarif verlangt werden. Als weitere Neuerung wird ein 14-tägiges Widerrufsrecht eingeführt, welches Europaweit gelten soll. Der Kunde darf dabei seine Waren aber nicht einfach nur zurückschicken, sondern muss erklären, warum er dies tut.

Rechte der Händler

Doch auch für die Händler gibt es eine Verbesserung. Kunden müssen nämlich nun die Versandkosten tragen, wenn sie Waren zurückschicken, die nicht aufgrund von Mängeln retourniert wird.

Neue Regeln für Online-Handel und Haustürgeschäfte – das müssen Kunden wissen

Mauszeiger in Form von Hand zeigt auf rotes Schild mit Aufschrift Shop
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Für die meisten Europäer bringt die neue EU-Richtlinie über Verbraucherrechte Vorteile. Deutsche profitieren aber nur in wenigen Punkten: Verkäufer dürfen keine überhöhten Gebühren mehr verlangen, und Abzocke mit versteckten Zusatzleistungen ist künftig verboten. Widerruf und Rücksendung von Bestellungen werden dagegen komplizierter – und im Einzelfall auch teurer.

Neues Widerrufsrecht

Ein wesentlicher Kern der ab 13. Juli gültigen EU-Richtlinie ist das Widerrufsrecht für Bestellungen im "Fernabsatz" (Internet, Telefon, Katalog) und bei "Haustürgeschäften" (Tupper-Party, Kaffeefahrt, Werbeaktion).

Wer außerhalb eines klassischen Ladens einkauft, darf die Bestellung innerhalb von 14 Tagen widerrufen. Diese Frist galt in Deutschland schon länger. Neu ist, dass Kunden den Widerruf schriftlich erklären müssen. Bloßes Zurückschicken reicht nicht mehr.

Rücksendekosten

Einen weiteren Nachteil für deutsche Verbraucher gibt es bei den Rücksendekosten. Bisher konnten Waren mit einem Wert von mehr als 40 Euro kostenlos an den Händler zurückgeschickt werden. Ab sofort darf der Verkäufer die Portokosten auf den Kunden abwälzen. Ausnahmen gelten nur für Waren, die falsch geliefert wurden oder fehlerhaft sind.

Die meisten großen Anbieter bieten ihren Kunden allerdings auch weiterhin kostenlose Rücksendungen. Käufer sollten sich vorab informieren.

Zusatzkosten und Gebühren

Für Online-Kunden bietet die neue Richtlinie aber auch positive Aspekte. So dürfen etwa Reiseanbieter kostenpflichtige Zusatzleistungen wie Versicherungen nicht mehr vorab einstellen. Für den Kunden muss zudem klar erkennbar sein, wenn er eine per Mausklick eine kostenpflichtige Leistung aktiviert.

Weitere Kostenbremsen hat das EU-Parlament bei Telefongebühren für Hotlines und Zusatzgebühren für Zahlungen per Kreditkarte eingebaut. Künftig dürfen die Anbieter nur so viel kassieren, wie sie tatsächlich für die Telefonverbindung ausgeben. Und bei jedem Kauf muss eine gebührenfreie Zahlungsweise angeboten werden.

Immer mehr Deutsche kaufen und bestellen online im Internet

Immer mehr Deutsche nutzen bei ihren Einkäufen das Internet. Das hat das Statistische Bundesamt bekanntgegeben. Insgesamt haben im letzten Jahr 45 Millionen Bundesbürger online eingekauft oder Bestellungen aufgegeben. Das sind drei Viertel aller Internet-Nutzer in Deutschland.

Damit hat sich die Zahl der privaten Online-Einkäufer seit 2008 um 30 Prozent erhöht.

Zahlen und Fakten

Besonders beliebt bei Internet-Kunden sind mit rund 65 Prozent Bekleidung und Sportartikel. Auch Bücher, Magazine oder Zeitungen (51 Prozent) sowie Möbel oder Spielzeug (50 Prozent) werden häufig bestellt. Nahezu jeder Zweite (46 Prozent) hat schon einmal im Netz seine Urlaubsunterkunft gebucht.

43 Prozent nutzen das Internet, um sich Eintrittskarten für Veranstaltungen zu besorgen. 40 Prozent erwerben online Filme und Musik.

Internet-Kaufhäuser und Online-Universalversender im Test

Lieferung, Internetauftritt, E-Mail-Service und Zahlungsbedingungen mussten sich den Einschätzung der Tester unterziehen

Der Einkauf im Internet boomt. Neben Spezialisten gibt es auch Universalversender, die eine Vielzahl von Dingen im Angebot haben.

Die besten Shops

Den besten Online-Shop 2014 betreibt in dieser Kategorie nach Einschätzung von Testern

  1. Otto
  2. gefolgt von Neckermann
  3. und Karstadt.

Otto.de überzeugt demnach durch die beste Qualität bei der Warenlieferung. Sehr gut schneiden auch der Internetauftritt und die E-Mail-Bearbeitung ab. Neckermann.de punktet vor allem mit den kürzesten Lieferzeiten von unter zwei Tagen und einem sehr guten E-Mail-Service. Karstadt.de bietet nach Meinung der Tester den im Vergleich besten Internetauftritt.

Auf dem letzten Platz liegt Lidl.de.

Versanddauer und Zahlung

Die Versanddauer liegt im Schnitt bei rund drei Tagen. Verbesserungswürdig sind aber die Bestell- und Zahlungsbedingungen. So verlangen etwa zwei der getesteten Anbieter einen Mindestbestellwert von 40 Euro.

Außerdem ist die Auswahl an Zahlungsoptionen teilweise nicht ausreichend. Insgesamt nahmen die Tester 15 Universalversender unter die Lupe.

Online-Handel mit Lebensmitteln hat sich in Deutschland noch nicht durchgesetzt

Die Deutschen sehen den Online-Supermarkt als Ergänzung, aber nicht als Alternative an

Frau hält Papiertüten mit Obst und Gemüse lachend im Arm, weißer Hintergrund
Lachende blonde Frau trägt Papiertüten mit Obst und Gemüse © Robert Kneschke - www.fotolia.de

Wurst, Milch und Käse sind nur einen Mausklick entfernt. Doch noch hat sich in Deutschland der Online-Einkauf von Lebensmitteln nicht durchgesetzt. Lediglich der Handel mit Spezialitäten hat sich mittlerweile etabliert.

Probleme mit der Frische

Problematisch ist weiterhin der Versand gekühlter Waren, da die Kühlkette nicht unterbrochen werden darf. Daher sind die meisten heute online angebotenen Lebensmittel in der Regel keine frischen Produkte.

Online-Supermarkt als Ergänzung, nicht Alternative

Zwar können sich 24 Prozent der Bundesbürger vorstellen, Obst, Gemüse, Molkereiprodukte, Tiefkühlkost, Fleisch und Wurst im Internet zu kaufen. Gerade Männer, Singles und jüngere Bundesbürger sind daran interessiert.

Doch Experten glauben, dass für die meisten Kunden Online-Supermärkte lediglich eine Ergänzung seien, aber keine Alternative. Sie würden die Produkte vor dem Kauf gerne sehen und anfassen wollen und würden Wert auf eine persönliche Beratung an der Wurst- und Käsetheke legen.

Manche wollten auch den Supermarkt vor Ort unterstützen.

Amazon Fresh

Trotz der schlechten Prognosen planen Google und Amazon den Einstieg in den Onlinehandel mit Lebensmitteln. In den USA hat sich Amazon Fresh in Städten wie New York, San Francisco oder Seattle bereits etabliert.

Ohne Internetshopping geht heute gar nichts mehr

Laut einer aktuellen Umfrage erwerben 27 Millionen der Deutschen ab 14 Jahre immer mal wieder Produkte aus dem Internet, anstatt in den Laden zu gehen. Vor allem bei jungen Leuten zwischen 18 und 29 Jahren ist diese Shopping-Variante beliebt. Damit kauft die Hälfte aller Internetnutzer ab 14 online ein.

Am meisten werden dabei Produkte aus dem Bereich Hobby und Freizeit erworben, die vor allem bei Auktionen ersteigert werden. Mit 24 Prozent liegen Bücher auf Platz zwei der beliebtesten Artikel, gefolgt von Kleidung und Schmuck sowie Computer und Zubehör.

Onlineshopping bei Männern beliebter als bei Frauen

Männer bestellen doppelt so viel im Internet wie Frauen

Obere Gesichtshälfte eines jungen Mannes, starrt auf Computerbildschirm
Screen © lassedesignen - www.fotolia.de

Nach einer Studie britischer Forscher, in deren Rahmen die Einkaufsgewohnheiten von 1000 Europäern getestet wurden, kam heraus dass die Männer öfter im Internet einkaufen als Frauen. Laut dem Ergebnis kauft der europäische Mann jeden Monat zwei mal etwas online ein, das ist doppelt soviel wie bei den Frauen.

Die Männer, die einen hohen Verdienst haben kaufen besonders gerne im Netz ein und zwar beläuft sich deren Anteil auf 66 Prozent. Der Anteil der Männer, die trotz geringeren Einkommen regelmäßig online einkaufen liegt bei nur 44 Prozent. Die beliebtesten Produkte, die eingekauft werden, sind dabei Folgende:

Andere Länder, andere Sitten

Die genannten Artikel sind besonders in den Ländern Schweden, Deutschland und Großbritannien im Trend. Von fünf Europäern tätigen zwei regelmäßig Online-Einkäufe. Die höchsten Ausgaben haben die Westeuropäer während die Russen das wenigste Geld beim Online-Shopping ausgeben. Die Versandkosten, der Umtausch und Sorgen um den Datenschutz spielen für junge Leute eine wichtige Rolle, wenn online eingekauft wird.

Internetverkäufer haften für nicht gelieferte Ware

Verkäufer müssen dafür Sorge tragen, dass sie bereits verkaufte Ware auch tatsächlich liefern können, wie das Landgericht Coburg in einem aktuellen Urteil entschieden hat. Ein Verkäufer hatte über eine Auktionsplattform im Internet 10.000 Hosen zu einem Gesamtpreis von 20.000 Euro an einen Bieter versteigert.

Kurz nach der Auktion fiel ihm allerdings auf, dass er die Hosen nicht liefern könne, da sein Bruder diese aufgrund eines Wasserschadens schon verkauft hatte. Der Käufer war mit dieser Erklärung überhaupt nicht einverstanden und klagte auf Schadensersatz in Höhe von 10.000 Euro. Diese Gewinnsumme sei ihm aufgrund der nicht erfolgten Lieferung entgangen. Das Gericht gab dem Kläger jetzt in vollem Umfang recht.

Nach Ansicht der Richter liegt es in der Verantwortung des Verkäufers, sein Geschäft zu organisieren und darauf zu achten, dass Ware nicht doppelt verkauft wird. Wenn ihm dies nicht gelingt, dann haftet er für etwaige Regressansprüche der Käufer. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass dem Käufer durch den Vorfall 10.000 Euro entgangen waren. Ein Zeuge hatte glaubhaft versichert, dass er dem Käufer die ersteigerten Hosen für 30.000 Euro abgekauft hätte.

Zahlungsmethoden bei Online-Bestellungen

Waren online zu bestellen wird immer populärer, was auf die zahlreichen Vorteile des Internet-Shoppings zurückzuführen ist. So kann man die Produkte bequem und umkompliziert einkaufen, ohne dabei die eigenen vier Wände verlassen zu müssen. Außerdem gibt es im Internet verschiedene Zahlungsmöglichkeiten.

Nachnahme

Per Nachnahme zu bezahlen, gehört zu den klassischen Methoden. Bezahlt wird genau dann, wenn die Ware beim Kunden eintrifft. Es findet also sozusagen ein Austausch statt.

Diese Zahlungsmethode hat allerdings den Nachteil, dass für den Kunden zusätzliche Nachnahmegebühren anfallen. Außerdem muss er bei der Lieferung anwesend sein und den passenden Betrag bereithalten. Ein weiter Nachteil ist, dass sich die Nachnahme-Methode nicht bei Downloads anwenden lässt.

Vorkasse

Bei dieser Zahlungsmethode entrichtet der Kunde zunächst den Kaufpreis durch Überweisung oder das Einsenden eines Schecks. Die Lieferung der Ware erfolgt erst danach. Bei der Vorkasse sollte der Kunde jedoch vollkommen sicher sein, dass der Verkäufer vertrauenswürdig ist.

Lastschriftverfahren

Unter einem Lastschriftverfahren versteht man das Einziehen des Kaufbetrages direkt vom Bankkonto des Käufers durch den Verkäufer, der dazu vom Kontoinhaber ermächtigt wird. Diese Zahlungsmethode, die in Deutschland sehr verbreitet ist, gilt als unkompliziert. Lediglich ein Girokonto ist dazu erforderlich.

Warum das Lastschriftverfahren bei Bestellkäufen von Vorteil ist

Wer per Bestellung Waren kauft, deren Qualität er erst nach Erhalt beurteilen kann, sollte besser durch Einzugsermächtigung bezahlen als per Nachnahme oder Vorkasse, rät die Verbraucherberaterin Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“.

Muss die Ware reklamiert werden, ist das Geld bei Vorkasse und Nachnahme erst einmal weg. „Ideal ist die Einzugsermächtigung, also das Lastschriftverfahren“, erklärt Fischer-Volk. „Sind Sie als Kunde mit einer Abbuchung nicht einverstanden, können Sie den Betrag innerhalb von sechs Wochen von Ihrer Bank auf Ihr Konto zurückbuchen lassen.“

Geheimzahl statt Unterschrift: Lastschriftverfahren droht das Aus

Mit der EC-Karte und der eigenen Unterschrift zu bezahlen, ist in Deutschland alltäglich. Doch das könnte sich bald ändern. Es sei nicht sicher, ob es das Verfahren in fünf Jahren noch geben werde, erklärte Horst Rüter, Leiter des Forschungsbereichs Zahlungssysteme beim Euro-Handelsinstitut in Köln.

Schuld daran sei ein Kompetenzgerangel zwischen Datenschützern, Verbraucherverbänden und EU-Richtlinien, so Rüter. Schon seit geraumer Zeit wehren sich der Bundesverband der Verbraucherzentralen sowie Landesdatenschützer vehement gegen die Speicherung von Kundendaten zu Zahlungsausfällen und Kaufverhalten.

EU-Kommission und Europäische Zentralbank planen das Lastschriftverfahren in Europa bis Ende 2013 zu vereinheitlichen. Dabei sollen auch Kundennamen gespeichert werden. Aus Gründen des Datenschutzes wäre dies das Aus für das sogenannte Lastschriftverfahren. Kunden könnten dann nur noch mit ihrer EC-Karte bezahlen, wenn sie an der Kasse ihre Geheimzahl eingeben.

Rechnung

Eine weitere gängige Methode ist das Bestellen auf Rechnung. Sie ist deswegen so beliebt, da viele Kunden die Ware erst vor der Bezahlung begutachten möchten. Für den Verkäufer hat dieses Verfahren jedoch den Nachteil, dass für ihn die Gefahr von Zahlungsausfällen besteht.

Kreditkarte

Die Zahlung mit einer Kreditkarte wie Mastercard und Visacard hat den Vorteil, dass die Ware meist unmittelbar nach erfolgter Zahlung versendet wird und rascher zum Kunden gelangt. Wichtig ist jedoch, auf die Sicherheit zu achten.

Onlinekauf mit Kreditkarte - Tipps zum sicheren Umgang

Bei Onlinekäufen kennen sich Verkäufer und Käufer nicht persönlich. Anstelle des im Einzelhandel üblichen Tauschgeschäftes "Ware gegen Geld" ist dem Onlinehändler bereits vor dem Warenversand der Kaufpreis auf seinem Firmenkonto gutgeschrieben worden.

Gängig ist die Bezahlung per Kreditkarte. Der Kreditkarteninhaber muss dem Onlinehändler sensible Kreditkarteninformationen übermitteln und ist auch deswegen um einen sicheren Umgang mit seiner Kreditkarte bemüht.

Onlinekauf und seine Vor- als auch Nachteile

Sofern sich Verkäufer und Käufer nicht vis-à-vis gegenüberstehen, oder sich nicht kennen, geht immer einer von beiden ein Risiko ein. Der Onlinehändler möchte die Ware bezahlt bekommen haben, wenn er sie verschickt - der Kunde umgekehrt hat das Risiko der Warenlieferung, sobald er die Rechnung bezahlt hat.

Ebenso reell wie teuer ist der Versand per Nachnahme. Hier haben beide Seiten kein Risiko, weil die Ware gegen Bezahlung übergeben wird. Diese Dienstleistung lässt sich die Deutsche Post AG mit der Nachnahmegebühr bezahlen.

Abgesehen von den Kosten hat die Nachnahmesendung auch organisatorische Nachteile, zu denen die persönliche Anwesenheit des Empfängers gehört. Im Onlinehandel ist es seit Jahren üblich, Lieferungen im Voraus zu bezahlen.

Risiken beim Onlinekauf mit Kreditkarte

Zu den Möglichkeiten der bargeldlosen Rechnungsbegleichung gehört die Kreditkartenbezahlung. Nicht selten ist sie das einzige Zahlungsangebot des Onlinehändlers. Der Karteninhaber geht damit zwei, wenn in den meisten Fällen auch mehr theoretische, Risiken ein:

  • Unstimmigkeiten bei der Warenlieferung (Verzögerung, keine Lieferung, beanstandungsfähige Mängel der gelieferten Ware)
  • Kreditkartenmissbrauch des Onlinehändlers, dem alle notwendigen Informationen vorliegen, um Abbuchungen vorzunehmen
Risiken vorbeugen

Beides kommt selten, dennoch immer wieder vor und ist besonders bitter für die Betroffenen. Sie können dem vorbeugen durch eine

  • sorgfältige Auswahl des Onlinehändlers
  • aktive SSL-Verschlüsselung während der Datenübertragung
Kartendaten schützen

Ein drittes Risiko, nämlich das unberechtigte Lesen der Kreditkartendaten während der Übertragung durch Dritte, wird durch die Verschlüsselung unterbunden. Damit der Onlinehändler den Kaufpreis dem Kreditkartenkonto des Kunden belasten kann, benötigt er dieselben Karteninformationen, die ansonsten vom Kartenterminal direkt eingelesen werden.

Das geschieht dort meistens online, manchmal auch noch mit dem manuellen "Ritsch-Ratsch-Terminal". Der Kreditkateninhaber muss dem Onlinehändler die nachstehenden Kreditkartendetails mitteilen:

  • Kreditkartenanbieter
  • Name des Kreditkarteninhabers
  • Kreditkartennummer
  • Gültigkeitsdauer der Kreditkarte
  • Dreistellige Kartenprüfnummer (auf der Kartenrückseite)

Während der Kreditkartenübertragung muss die SSL-Verschlüsselung aktiv sein. Das ist dann der Fall, wenn der Browser das Symbol eines Schlosses anzeigt, und wenn darüber hinaus die Internetadresse des Onlinehändlers mit "https://" anstelle mit "http://" beginnt. Entscheidend ist das zusätzliche "s". Oftmals ist die Leiste der Internetadresse farblich unterlegt, beispielsweise in einem dunklen Grün.

3DSecure

Die 3DSecure, zu Deutsch 3DSchutz oder 3DSicherung, ist eine zusätzliche Sicherheit für die Kreditkartenbezahlung im Internet. Sie wird von den Kreditkartenunternehmen MasterCard und VISA angeboten.

Der 3DSicherheitsstandard gewährleistet, dass nur der originäre Kreditkarteninhaber und der rechtmäßige Onlinehändler als Zahlungsempfänger an dem betreffenden Bezahlvorgang beteiligt sind. Wenn der Karteninhaber über eine der zur Auswahl stehenden Registrierungsmethoden für 3DSecure angemeldet ist, dann wird ihm während des Onlinebezahlvorgangs mit seiner Kreditkarte eine besondere Eingabeseite seiner Bank oder Sparkasse angezeigt.

Hier gibt er seine Legitimation, zum Beispiel ein Passwort, ein. Im Anschluss an eine Prüfung der Eingabe erfolgt die Abbuchung. Für MasterCard ist es der "MasterCard Secure Code", bei VISA das "Verified by VISA".

Händler bieten Waren auf eigener Website teilweise günstiger an als bei Ebay und Amazon

Vorsicht vor Trickverkäufern: Auf Amazon wird dieselbe Ware teurer verkauft als auf eigener Website

Junge, schwarzhaarige Frau hängt nah und konzentriert vor ihrem weißen Laptop
Eine junge nachdenkliche Frau mit Laptop Computer © bilderbox - www.fotolia.de

Ebay und Amazon galten bisher als mit die besten Anlaufpunkte für Schnäppchenjäger. Doch wie die Verbraucherźentrale NRW in einem Test herausgefunden hat, verkaufen viele kommerzielle Anbieter ihre Waren auf der eigenen Internetpräsenz viel günstiger. Bei 100 Händlern stellten die Verbraucherschützer Preisunterschiede von bis zu hundert Euro fest.

Der Trick

Ein 50-teiliges Paket bestehend aus technischen Geräten für Büro und Haushalt, Spielzeug und PC-Software war im Schnitt bei Ebay demnach mehr als fünf Prozent teurer als auf der eigenen Händlerseite, bei Amazon lag der Aufschlag sogar bei fast neun Prozent. Konkretes Beispiel: Ein LCD-Fernseher kostete bei Amazon 841 Euro, bei Ebay 831 Euro. Im eigenen Shop bot der Händler das gleiche Gerät für 768 Euro an - Versandkosten schon eingerechnet.

Die Vorteile des anonymen WWW

Als Grund für die Unterschiede nannte die Verbraucherzentrale die Gebühren und Provisionen, welche vom Händler an Amazon und Ebay abgeführt werden müssen. Die reagierten auf den ungewöhnlichen Test alles andere als begeistert. Amazon drohte gar Verkäufern, die Waren anderswo billiger anböten mit dem Ausschluss.

Da sich die Händler dieser Problematik offenbar bewusst waren, konnten die Tester erst mittels umfangreicher Suche in Google und Impressum der Internetseiten die identischen Anbieter ausfindig machen. Mitunter hatten die Verkäufer nämlich gleich mehrere Nutzernamen.

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    "FitBots" erleichtern Online-Shopping

    Die sogenannten "FitBots" sind virtuelle Puppen, die verschiedene Körperformen und -maße je nach Wunsch und Angaben des Kunden annehmen können, so dass einem das Shoppen im Internet erleichtert wird.

    So haben Kunden zukünftig die Möglichkeit, Kleidung im Internet anzuprobieren. Die estnische Firma "Fits.me" verspricht, dass für 85 Prozent der Frauen ein passendes virtuelles Körperdouble gefunden werde. Auf teilnehmenden Seiten müsse die Kundin lediglich ihre Größe und Körpermaße eingeben, dann eine ihr vorgestellte "FitBots"-Puppe auswählen und schon kann das Shoppingerlebnis der besonderen Art losgehen.

    So möchte die Firma in Zukunft die häufige Retour, der Internetshoppingportale unterliegen, vermeiden oder zumindest verringern. Für Männer gibt es die "FitBots" bereits seit letztem Jahr. Die Entwicklung der weiblichen "FitBots" dauerte aufgrund der weiblichen Rundungen etwas länger.

    Versandkosten will nicht jeder zahlen - Vergleich der Online-Versender

    Geschäftsfrau hält eine blaue Kreditkarte und tippt die Daten in einen Laptop ein
    Businesswoman Hands Using Credit Card And Laptop © Andrey Popov - www.fotolia.de

    Schon seit Jahren ist Online-Shopping auf dem Vormarsch und viele Verbraucher sparen sich den Weg in die großen Kaufhäuser oder Boutiquen. Das Deutsche Institut für Servicequalität hat jetzt 13 große Online-Shops genauer unter die Lupe genommen und den meisten Shops vor allem beim Service ein "gut" ausgestellt. Lediglich Lidl und QVC mussten sich bei ihren Online-Auftritten mit einem "befriedigend" zufrieden geben.

    Enttäuschend war die Tatsache, dass knapp die Hälfte der Online-Shops noch Versandkosten von teils mehr als fünf Euro für ihre Lieferung verlangen. Während die Waren fast aller Anbieter nach spätestens drei Tagen am Ziel angekommen sind, dauerte es bei Neckermann mit sieben Werktagen überdurchschnittlich lange.

    Einige Anbieter bietet jedoch ab einem entsprechenden Bestellwert von meistens 50 Euro auch eine kostenlose Lieferung an. Bei der Beantwortung von E-Mail-Anfragen überzeugte jeder Online-Shop, wo nach maximal 15 Stunden die Anfrage kompetent und freundlich beantwortet wurde.

    So machen Käufer bei Online-Auktionen auf Ebay & Co. günstige Schnäppchen

    Mit diesen Infos und Tricks, heißt es auch bei Ihnen bald: 3...2...1 - meins!

    Blondes Mädchen liegt auf dem Bauch vor einem Laptop, zeigt auf den Bildschirm und hat den Mund geöffnet
    that's amazing! © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

    Um auf Auktions-Plattformen im Internet, wie etwa Ebay, Schnäppchen zu machen, ist der Sommer viel besser geeignet als der Winter. Bei schönem Wetter verbringen die Leute - und damit Mitbieter, die die Preise hochtreiben - eher draußen als am Computer. Auch eher untypische Zeiten bieten größere Chancen auf ein gutes Geschäft. So sind an einem Sonntagnachmittag meist mehr Käufer online als unter der Woche oder in der Nacht.

    Preise vergleichen und geduldig sein

    Geduld ist die wichtigste Eigenschaft eines Schnäppchenjägers. Nichts ist bei Ebay einmalig, alles kommt wieder ins Angebot. Bei

    sind Neuheiten fast so teuer wie im normalen Handel, doch wer ein wenig wartet, kann sie schon nach ein paar Wochen erheblich günstiger erstehen. Dabei lohnt auch ein Blick auf Preisvergleichsseiten im Internet.

    Vorsicht vor Tricksern und Betrügern

    Statt sich nur auf das Foto des angebotenen Artikels zu konzentrieren, sollten Käufer die Artikelbeschreibung genau durchlesen. Nur wer weiß, was er kauft, kann auch Geld sparen. So bieten manche Verkäufer Waren an, die bestimmten Markenartikeln nur ähneln, andere wollen sogar mit Verpackungen ohne Inhalt ein Geschäft machen. Der Trick dabei ist, dass im Text zwar jedes technische Detail steht, aber nur ein kurzer Satz zur Schachtel oder zum Karton.

    Hilfreiche Programme zur Angebotsabgabe

    Das Maximalgebot sollten Käufer erst etwa 20 Sekunden vor Schluss abgeben, nach Möglichkeit sogar noch später. Unterstützung bieten externe Programme wie

    • mySniper,
    • Biet-O-Matic oder
    • Baytomat,

    die automatisch bis zu einem festgelegten Höchstgebot bieten - dies aber erst in den letzten Sekunden vor Auktionsende. Waren diese Programme früher nicht erlaubt, so gelten seit März 2014 neue Regelungen. Demnach sind Gebote nach der aktuellen Fassung der Ebay-AGB mittels automatisierter Datenverarbeitungsprozesse nicht mehr ausgeschlossen. Wer sich zudem selbst eine Höchstgrenze setzt, vermeidet es letztlich, zu hohe Beträge auszugeben.

    Gütesiegel für Onlinehändler

    Mehrere geprüfte Gütesiegel für Onlinehändler schaffen Vertrauen unter den Onlinekunden. Zu den gängigen und bekannten Zertifizierungen gehören

    • Trusted Shops
    • S@fer Shopping
    • EHI Geprüfter Online-Shop
    • Internet privacy standards ips

    Trusted Shops ist ein europäisches Gütesiegel. Das gleichnamige Unternehmen mit Sitz in Köln wurde im Jahre 1999 gegründet. Sein Geschäftszweck ist die Zertifizierung von Onlineshops.

    Mit dem Gütesiegel wird gewährleistet, dass sie die vorgegebenen Standards zur Daten- und Liefersicherheit einhalten. Das Gütesiegel S@fer Shopping wird seit Anfang der 2000er Jahre vom TÜV Süd zur Zertifizierung von Onlineshops vergeben.

    Zu den Prüfstandards gehört neben dem Datenschutz und der Datensicherheit auch die Abwicklung von Bestellungen und Bezahlungen. Das Label ips gilt in Bezug auf die Kriterien Anspruch, Kontrolle, Transparenz sowie Unabhängigkeit als höchst anspruchsvoll.

    Auch hier stehen der Datenschutz sowie die Datensicherheit im Vordergrund. Regelmäßige Kontrollen der zertifizierten Onlinehändler sorgen für das gewünschte Vertrauen unter den Onlinekunden.

    Der "ehrliche und rechtschaffene" Onlinehändler geht in der heutigen Zeit kein Betrugsrisiko ein. Über Facebook, Twitter und andere Medien würde der Betrogene mit wenigen Eingaben binnen Stundenfrist buchstäblich tausenden Friends von seinen Erfahrungen berichten können. Mit seiner Wahl von zertifizierten Onlineshops sowie der toppverschlüsselten Datenübertragung ist jeder Onlinekauf im Internet - nahezu - ebenso sicher wie der unmittelbare Ware-Geld-Tausch.

    PayPal

    Obwohl PayPal ursprünglich für eBay entwickelt wurde, lässt es sich mittlerweile auf der ganzen Welt auch für andere Zahlungen verwenden. Für dieses Vermittlersystem meldet sich der Kunde bei PayPal an und erstellt dort ein Konto.

    Das Geld für eine Ware wird per Kreditkarte oder Lastschrift auf das PayPal-Konto eingezahlt. Der Empfänger des Betrags erhält dann per E-Mail eine Nachricht, dass er über das Geld verfügen kann.

    Betrug beim Online-Kauf

    Stiftung Warentest nimmt Onlineshops unter die Lupe

    Für ihre aktuelle Ausgabe hat Stiftung Warentest den Internetauftritt und den Service von ingesamt 13 Online-Versandhändlern für Schuhe und Kleidung getestet. Das Gesamtergebnis ist erstaunlich gut, doch die Datenschutzbestimmungen sind bei allen nur schwammig formuliert. Unter den getesteten Onlineshops waren neben den reinen Internetshops Zalando und Amazon auch bekannte Versandhäuser wie Otto, Neckermann und Baur, sowie die Onlineshops bekannter Modehäuser wie Mango, Zara und H&M.

    Den Testern zufolge belegten Zara und Mango mit einem "mangelhaft" die letzten Plätze, was bei Zara auf die eher beschränkten Zahlungsmethoden und bei Mango auf den umständlichen und informationskargen Online-Auftritt zurückzuführen sind. Die Sieger im Test waren die Versandhändler Zalando und Enamora, die jeweils die Note "sehr gut" erhielten.

    Amazon, Otto, Baur und Neckermann konnten beim Test allesamt mit einem "gut" glänzen. Bei allen getesteten Online-Shops ließen jedoch die Datenschutzbestimmungen zu wünschen übrig. Bei keinem Shop war uneingeschränkt ersichtlich, wie mit den Kundendaten verfahren wird.

    Produktpiraterie - Billig und gefährlich

    Frauenhände halten ein Smartphone, Shopping von Mode in einem Onlineshop, im Hintergrund ein Modegeschäft
    Smart phone online shopping in woman hand. Shopping center in background. Buy clothes shoes accessories with e commerce web site © Stanisic Vladimir - www.fotolia.de

    Eine elegante Luxusuhr, schicke Markenbekleidung oder eine edle Handtasche. Für viele Menschen sind solche Produkte oft unerschwinglich. Doch nicht selten bringen Urlauber preisgünstige Plagiate aus ihrem Ferienland mit. Manche kaufen Nachahmerprodukte auch im Internet. Doch hier ist Vorsicht geboten: Vermeintliche Schnäppchen können teuer werden.

    Der private Besitz von Plagiaten steht in Deutschland zwar nicht unter Strafe, aber schon bei dem Weiterverkauf solcher Produkte droht Ungemach. Selbst der Hinweis, dass es sich um eine Nachahmung handelt, schützt nicht vor Schadensersatzansprüchen durch den Hersteller des Originals, denn bei Produktpiraterie werden Markenrechte oder wettbewerbsrechtliche Vorschriften verletzt.

    Wer sich beim gewerblichen Handel mit Plagiaten ertappen lässt, muss mit zivilrechtlichen Konsequenzen rechnen. Schon bei der Einfuhr von mehr als vier "falschen" Markenjeans beschlagnahmt der Zoll die importierte Ware. Wer sich etwas per Post bestellt, wartet umsonst auf seine Artikel, denn in solch einem Fall ziehen die Beamten konsequent jeden Gegenstand ein. Das betrogene Unternehmen zieht zudem eventuell vor Gericht und fordert eine saftige Abmahngebühr. Eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren, bei gewerbsmäßigem Betrug sogar bis zu zehn Jahren oder eine Geldstrafe sind möglich.

    Doch es drohen nicht nur rechtliche Konsequenzen. Sicherheitsprüfungen bei technischen Geräten oder Kontrollen der Inhaltsstoffe von Medikamentenplagiaten gibt es so gut wie nie. So spielt man mit seiner Gesundheit, wenn man sich Arzneimittel beschafft, deren Herkunft unbekannt oder zweifelhaft ist. In gefälschten Viagra-Tabletten entdeckten Fahnder etwa Bohnerwachs und Farbstoffe aus der Lackindustrie.

    Fake oder echt: Produktbewertungen lieber stets hinterfragen

    Onlineshopping am Smartphone mit blauer Kreditkarte in der rechten Hand, grauer Laptop im Hintergrund
    Woman Doing Online Shopping Using Credit Card © Andrey Popov - www.fotolia.de

    Neues HiFi Gerät, Handy oder Möbel - Produktbewertungen vor dem Kauf zu lesen können wirklich hilfreich bei einer fälligen Entscheidung sein. Leider gilt jedoch auch bei Bewertungen von Produkten, dass nicht alles und vor allem nicht in jedem Fall so astrein ist, wie es gerne den Anschein hat. Produktbewertungen hinterfragen, sollte folglich das Motto lauten, denn oftmals unterliegt man als Käufer gefakten Angaben.

    Besonders hellhörig sollte man dann sein, wenn die Bewertung extrem positiv ausfällt, so der Tipp der Initiative Deutschland sicher im Netz (DsiN). Hier kann als Bewertungsgrund ein Ankurbeln der Verkäufe vorliegen und nicht selten erweisen sich dann die derart bewerteten Produkte nicht wirklich als einwandfrei oder so toll wie angegeben. Des Weiteren sollte Misstrauen an den Tag gelegt werden, wenn die Formulierungen der Produktbewertungen besonders geschliffen sind. Häufig verbirgt sich nicht ein Käufer wie du und ich hinter der Bewertung, sondern vielmehr eine professionelle Agentur.

    Etwas mehr Sicherheit hinsichtlich der Produktbewertungen erlangt man dann, wenn es sehr viele Bewertungen zu einem Produkt gibt, denn das macht es Bewertungsfälschern deutlich schwerer zu punkten. Generell wichtig zum Thema echte oder gefälschte Produktbewertungen ist zudem, dass man nicht nur die Note beachten sollte. Den kompletten Text lesen informiert nicht nur mehr, sondern ermöglicht es auch unter Umständen Missverständnisse zu vermeiden.

    Mehr Schutz der Verbraucher beim Kauf von Waren innerhalb Europas

    Wer heute innerhalb von Europa Waren, zum Beispiel ein Auto, einkauft, der hat die Möglichkeit in einem Streitfall eine Klage in seinem Land gegenüber dem ausländischen Händler einzureichen, auch wenn der Vertrag im Land des Händlers unterschrieben wurde. Bislang galt dieses Recht für alle Bestellungen, die über das Internet oder auch telefonisch sowie per Post im Land des Bestellers aufgegeben wurden.

    Bei einem Fall hatte eine Österreicherin in Deutschland bei einem Händler einen gebrauchten Wagen gekauft, aber anschließend stellte sie mehrere Mängel fest, die der Verkäufer verschwiegen hatte. So kam dieser Fall vor ein österreichisches Gericht, und der Oberste Gerichtshof in Wien fragte beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg nach, ob die Klage in Österreich verhandelt werden dürfte. Dies hat dann der EuGH bestätigt, wobei es wichtig sei, dass der Händler seine Waren auch im Ausland anbietet, zum Beispiel übers Internet.

    Wenige Artikel verfügbar: Wie Online-Händler und Reiseportale Kunden zum Kauf drängen

    Reiseportale und Versandhändler bauen durch "geringe Stückzahlen" Druck auf den Käufer auf

    Mauszeiger in Form von Hand zeigt auf rotes Schild mit Aufschrift Shop
    ecommerce © Falko Matte - www.fotolia.de

    Wer im Internet einkaufen geht, kennt den Hinweis, dass nur noch wenige Artikel zur Verfügung stünden. Dies verleitet nicht wenige Kunden zum sofortigen Kauf. Das ist genau das, was Online-Shops mit dieser Anmerkung auch bezwecken, schließlich soll man es sich nicht noch einmal anders überlegen.

    Verfügbare Artikel bei Online-Versandhändlern

    Wie Recherchen des NDR bewiesen, stimmen die angegebenen Mengen jedoch oft gar nicht mit der Realität überein. So gab der Online-Versandhändler Zalando an, dass zahlreiche Kleidungsstücke lediglich noch dreimal verfügbar seien. Es war den Testern jedoch möglich, sie fünf oder sogar zehn Mal zu bestellen.

    Zalando bestritt dies auch gar nicht, sondern erklärte, damit auf geringe Stückzahlen hinweisen zu wollen. Die Wettbewerbszentrale schenkte den Erläuterungen jedoch keinen Glauben und mahnte den Versandhändler daher ab.

    Die Praktiken der Reiseportale

    Auch bei Reiseportalen ergibt sich ein ähnliches Bild. So verkündet der HRS häufig, dass er über nur noch ein Zimmer verfüge. Doch Testanrufe bei betreffenden Hotels ergaben, dass in der Regel noch mehrere Zimmer frei waren – mitunter sogar zu einem günstigeren Preis. HRS kommentierte dies bislang nicht.

    Die gleiche Praxis des Konkurrenten Booking.com hatte das Oberlandesgericht Köln zuvor schon verboten. Seitdem gilt dort die Formulierung, dass auf der Seite des Online-Portals nur noch eine bestimmte Anzahl zur Verfügung stünden. Das bedeutet, dass auf anderen Reiseportalen oder beim Hotel selbst durchaus noch Zimmer zu haben sein können.

    Preise vergleichen

    Experten raten Verbrauchern deshalb zu mehr Gelassenheit beim Kaufen oder Buchen im Internet. Kunden sollten bei vermeintlich geringen Stückzahlen nicht sofort bestellen, sondern in Ruhe Preise vergleichen.

    So können sich Kunden vor Marken- und Produktpiraterie im Internet schützen

    Branchenkenner geben wertvolle Tipps, für den Einkauf im Internet und im Einzelhandel

    Junge Familie sitzt gemeinsam vor einem Laptop, die Mutter hält eine blaue Kreditkarte in der Hand
    Family shopping online © Igor Mojzes - www.fotolia.de

    Viele kennen es

    gefälschte Markenartikel. Produktpiraterie ist schon längst kein Kavaliersdelikt mehr. Die Schadenssumme beläuft sich nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) weltweit auf etwa 250 Milliarden Dollar pro Jahr. Dabei sind Artikel, die online gehandelt werden, noch nicht eingerechnet.

    Markenpiraterie im Internet

    Immer häufiger ist auch das Internet ein Tummelplatz für Markenpiraterie. Häufig können Kunden nicht einmal erkennen, ob es sich um ein Original oder eine Fälschung handelt. Dabei sind nicht mehr nur Unternehmen aus den Segmenten

    betroffen, sogar auch Firmen aus der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie. Im Frühjahr offenbarte ein Test der Computerzeitschrift "c't", das selbst seriöse Online-Marktplätze wie Ebay und Amazon nicht sicher vor gefälschten Artikeln sind. So stellten sich zwölf über Amazon bestellte Ersatzakkus für Samsung-Smartphones, die Originalware sein sollten, als Imitationen heraus. Allerdings gehen gerade Ebay und Amazon rigoros gegen Produktpiraterie vor, so dass sich die Situation dort in den letzten Jahren verbessert hat.

    Schutz für Verbraucher

    Damit Kunden nicht auf Markenpiraterie hereinfallen, sollten sie nach Ansicht von Branchenkennern

    • bekannte Händler,
    • seriöse Marktplätze oder
    • großen Ketten

    bevorzugen. Dies garantiere zwar auch keine 100-prozentige Sicherheit, doch immerhin sei dort ein Ansprechpartner vorhanden, teilte Alexander Dröge vom deutschen Markenverband, einem Zusammenschluss von 400 deutschen Markenherstellern, mit. An diesen könnten sich Betroffene auch bei Regressansprüchen wenden, falls mit dem Produkt etwas nicht in Ordnung sei.

    Shops, die im Impressum Russland oder China angeben oder gar keines vorweisen, sollte man nach Möglichkeit meiden, da es im Streiffall problematisch werden könnte, die eigenen Rechte durchzusetzen, so Dröge.

    Beim Online-Shopping sollte man auf einige Punkte besonders achten...

    Suche, Bezahlung, Widerrufsrecht - wichtige Infos rund ums Online-Shopping

    Onlineshopping wird immer beliebter. Doch welche Rechte hat man beim Kauf im Internet?

    Das Widerrufsrecht

    Während normale Geschäfte Ladenöffnungszeiten haben, kann man im Internet an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden rund um die Uhr einkaufen. Praktischer geht's nicht. Einziger Nachteil ist, dass man die Waren nur am Computerbildschirm sieht und nicht anfassen kann. Aber dafür gibt es ja das Widerrufsrecht.

    Schriftlich kann der Kunde den Kauf widerrufen und die Ware an den Händler zurücksenden. In der Regel gilt dafür eine Frist von zwei Wochen. Wer die Portokosten der Rücksendung trägt, ist unterschiedlich.

    Oft muss der Verbraucher selbst für das Porto aufkommen. Dafür kann er die Ware ohne Angabe eines Grundes zurückschicken und braucht sich nicht auf Diskussionen des Händlers einlassen.

    Neue Regeln für Online-Kauf - Widerrufsrecht und Rücksendekosten

    Postbote liefert Paket vor Haustür
    postbote mit paket liefert bestellung per nachnahme © detailblick - www.fotolia.de

    Wer im Internet einkauft, muss sich ab dem 13. Juni auf Änderungen einstellen. Neben einheitlichen Regeln für das Widerrufsrecht sieht eine neue EU-Richtlinie vor, dass Käufer künftig das Porto für Rücksendungen selbst bezahlen müssen. Die meisten Online-Versandhändler bleiben aber weiter kulant.

    Rücksendekosten

    Gratis-Retouren machen das Shopping im Internet zu einem ganz entspannten Vergnügen, denn was nicht passt oder gefällt, bringt man einfach wieder zur Post. Porto bezahlt der Händler. Nach dem Willen des europäischen Parlamentes soll damit jedoch Schluss sein. Jeder Shop darf künftig frei entscheiden, ob er die Rücksendekosten übernimmt oder auf den Kunden abwälzt.

    Die großen Händler haben bereits angekündigt, dass sie bei der verbraucherfreundlichen Regelung bleiben. Um auf Nummer Sicher zu gehen, sollten Kunden jedoch einen Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen werfen.

    Widerrufsrecht

    In Deutschland hatten Käufer bisher 14 Tage Zeit, um von ihrem Einkauf zurückzutreten. Das bleibt auch in Zukunft so. Vorteile bringt die neue Richtlinie lediglich für Verbraucher in Ländern, die bislang nur ein einwöchiges Widerrufsrecht hatten.

    Deutsche Kunden müssen zudem einen Nachteil hinnehmen, denn bisher konnten sie die Ware einfach ohne Begründung zurückschicken. Künftig verlangt das Gesetz, dass der Widerruf schriftlich erklärt wird. Viele Shops haben hierfür eigene Online-Formulare erstellt. Sonst reicht ein kurzes Schreiben mit Angabe von Datum, Name, Kundennummer und Bestellnummer.

    Suche, Einkauf und Bezahlung

    Doch bevor man einen Kauf widerrufen kann, muss erst einmal ein Einkauf zustande kommen. Wer einen bestimmten Artikel sucht, der kann dies über eine Suchmaschine oder diverse Verkaufsportale und Online-Versandhandel tun. In der Regel gibt es hier alles, was das Herz begehrt.

    Über einen Button kann man den Artikel in den virtuellen Warenkorb legen und bezahlt nach Abschluss des Einkaufs bequem per Kreditkarte, Vorabüberweisung, Nachnahme, Rechnung nach Erhalt der Ware o.ä.

    Kleidungskäufe im Internet - Mehr als ein Drittel wird umgetauscht

    Blonde Frau beim Onlineshopping am Tablet-PC, bezahlt die Mode mit ihrer blauen Kreditkarte
    Woman Shopping Online On Digital Tablet With Credit Card © Andrey Popov - www.fotolia.de

    Nach Angaben der "Daily Mail" werden rund 40 Prozent der Kleidungskäufe, die online geschehen, wieder umgetauscht. Auch wenn sich der Online-Markt mehr und mehr durchsetzt: Was Klamotten angeht, gehen die meisten doch noch immer lieber der realen Anprobe nach.

    Der Chef des Online Anprobe-Services Fits.me sagte vor Kurzem voraus, dass bis 2018 rund 35 Prozent der gesamten Kleidungskäufe über das Internet stattfinden würden und demnach mehr und mehr Modegeschäfte ihre Pforten schließen müssten. In seinem Online-Shop verhalte es sich so, dass nur locker sitzende Mode in einem von vier Fällen umgetauscht werde.

    Enge, figurbetonte Kleidungsstücke werden dagegen zu rund der Hälfte wieder zurückgeschickt. Dennoch hat auch er verstanden, dass gerade die Mode-Industrie im Internet nicht die allergrößten Chancen hat, da eine Umkleidekabine fehlt. Dazu gehen viel zu viele Menschen einfach zu gerne in Städten nach dem passenden Outfit gucken.

    Herausforderung Online-Shopping: Die Länge (und der Schnitt) macht's!

    Kleidung im Online-Shop zu finden, die dann auch tatsächlich passt, ist häufig gar nicht so einfach

    Mauszeiger in Form von Hand zeigt auf rotes Schild mit Aufschrift Shop
    ecommerce © Falko Matte - www.fotolia.de

    Historisch betrachtet werden die Menschen immer größer. Gleichzeitig werden globale Grenzen aufgehoben - wodurch die Gesellschaft innerhalb eines Landes auch äußerlich immer stärker durchmischt wird.

    Eine Folge davon: Kleidung, die noch im Katalog oder im Online-Shop so gut ausschaut, passt einfach nicht. Denn je nach Herstellungsland liegen unterschiedliche Basics und auch Körperlängen für die jeweiligen Konfektionsgrößen zu Grunde.

    Französische und italienische Konfektionen beispielsweise gelten als recht knapp bemessen, während britische Kleider deutschen Frauen oftmals zu kurz sind. Was also tun?

    Auf die richtigen Online-Shops achten

    Gerade beim so beliebten Online-Shopping gilt: "Probieren geht über studieren" - achten Sie auf Shops, die eine kostenlose Retoure anbieten, dann können Sie in Ruhe zu Hause ausprobieren.

    Einige Online-Shops bieten außerdem eine Suche zum Beispiel nach Körperform, also

    • Apfel,
    • Birne oder
    • Sanduhr

    - so soll jede Frau nur Kleidung mit für sie optimalem Schnitt angezeigt bekommen. Für kleinere und größere Frauen haben einige Shops inzwischen eigene Kollektionen, deren Proportionen optimal auf die jeweilige Körpergröße abgestimmt sind.

    Umtausch bzw. Rückgabe

    Passt oder gefällt die Ware nicht, so kann sie - genauso wie in einem normalen Geschäft – innerhalb einer bestimmten Frist ohne Nennung eines Grundes umgetauscht werden. Je nachdem was in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen steht, bekommt man das Geld auf dem Kundenkonto gutgeschrieben, erhält eine Rücküberweisung oder bekommt einen Warengutschein für den Wert der zurückgesandten Artikel.

    Doch Vorsicht: Nicht immer ist die Rücksendung der Ware bei einem Umtausch kostenlos.

    Fazit

    Onlineshopping spart Zeit und Nerven, weil man nicht hunderte von Geschäften zusammen mit tausenden von anderen Kunden abklappern muss, bis man das richtige Stück gefunden hat.

    Gerade bei Kleidungsstücken hat der Onlinekauf auch den Vorteil, dass man sie in Ruhe zu Hause zusammen mit bereits vorhandenen Kleidungsstücken probieren und bei Nichtgefallen einfach zurücksenden kann. Trägt der Händler auch die Portokosten, so ist praktisch gar kein Risiko dabei.

    Beim Onlinekauf muss man mitunter damit rechnen, einem "schwarzen Schaf" zu begegnen - der Handel mit Diebesgut beispielsweise ist weit verbreitet...

    Käuferfalle Hehlerei

    Ein hochwertiges Paar Ski für 7 Euro? Ein nagelneues Fahrrad für 11 Euro? Eine neue Stereoanlage für 6,50 Euro? Die Internetauktion macht's möglich - so denken zumindest viele.

    Aber, Hand aus Herz, haben Sie sich auch schon einmal Gedanken darüber gemacht, woher die Sachen eigentlich stammen, die Sie ersteigern? Sind Sie schon einmal auf die Idee gekommen, dass es sich bei einem vermeintlichen Schnäppchen möglicherweise um Diebesgut handeln könnte?

    Nach dem Gesetz gibt es keinen gutgläubigen Eigentumserwerb an gestohlenen oder abhanden gekommenen Sachen. Sollte sich also der ersteigerte Gegenstand später einmal als gestohlen herausstellen, so ist er jedenfalls an den ursprünglichen Eigentümer herauszugeben.

    Aber damit nicht genug: Denn wem es einfach egal ist, ob das, was er da gerade für einen unangemessen niedrigen Preis kauft, möglicherweise gestohlen ist, der findet sich unter Umständen sehr schnell vor dem Strafrichter wieder. Hehlerei, so heißt dann der Tatvorwurf.

    Der vorsätzliche Ankauf gestohlener Sachen in der Absicht, sich dadurch zu bereichern, ist strafbar. Und "vorsätzlich" heißt nach gängiger Rechtsprechung, dass man beim Erwerb einfach nur damit rechnet, dass die gekaufte Sache möglicherweise gestohlen ist und diese Möglichkeit für sich "billigend in Kauf nimmt". Die Bereicherungsabsicht liegt dann vor, wenn man eben etwas zu einem sehr niedrigen Preis kauft, von dem man aber weiß, dass es in Wirklichkeit wesentlich mehr wert ist.

    Bei günstigen Preisen vorsichtig sein!

    Vorsicht also bei allen Angeboten, die einfach zu schön sind, um wahr zu sein: Der Kauf kann Sie hinterher teuer zu stehen kommen. Denn wer eine gestohlene Sache zu einem unangemessen niedrigen Preis erwirbt, der muss damit rechnen, sich dafür vor Gericht wegen Hehlerei verantworten zu müssen. Es droht zumindest eine saftige Geldstrafe oder im Extremfall sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren.

    Finger weg also, wenn beim Kauf oder bei der Ersteigerung einer Sache im Internet unklar ist, wem diese Sache gehört oder woher diese Sache stammt. Das gilt insbesondere für Neuwaren, die möglicherweise "irgendwo vom Laster gefallen" sind.

    Finger weg auch und vor allem dann, wenn Ihnen der Kaufpreis außergewöhnlich niedrig erscheint. Lassen Sie sich bei gebrauchten Gegenständen im Zweifelsfall, die Kaufbelege vom Verkäufer zeigen, dann sind Sie stets auf der sicheren Seite. Vermeiden Sie solche Vorsichtsmaßnahmen, weil die Ware und der Preis einfach zu verlockend sind, dann rechnen Sie nicht nur mit dem Verlust der gekauften Ware, sondern vor allem auch mit zahlreichen Nachforschungen und eben der bereits erwähnten Anklage.

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    Quellenangaben

    • Bildnachweis: Shopping online concept © Amy Walters - www.fotolia.de

    Autor:

    Viola Reinhardt - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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