6. Oktober 2011
Die Jagd ist auch heute noch eine beliebte Tradition. Im Laufe der Zeit entwickelten die Menschen unterschiedliche Jagdarten.
Jagd ist nicht gleich Jagd. So kann sie auf unterschiedliche Weise ausgeübt werden. Die verschiedenen Formen sind zumeist auf bestimmte Tierarten oder Situationen ausgerichtet. Zu den wichtigsten Jagdarten gehören:
Die Einzeljagd wird von einzelnen Jägern ausgeführt. Sie lässt sich wiederum in unterschiedliche Jagdformen unterteilen. Dazu gehört auch die Suche, bei der der Jäger zusammen mit einem Hund einen Wald oder ein Feld nach dem Wild, das er jagen will, durchsucht. Tierarten, die auf diese Weise gejagt werden, sind vor allem Federwild, Kaninchen oder Hasen. Eine weitere Methode der Einzeljagd ist der Ansitz. Bei dieser weit verbreiteten Form wartet der Jäger auf einem Hochsitz oder einer anderen geeigneten Stelle auf seine Beute. Auf dem Hochsitz kann der Jäger das Wild in Ruhe beobachten und eventuell auch erlegen. Gejagt wird bei dieser Jagdart vorwiegend Raubwild oder Schalenwild. Eine weitere beliebte Methode ist die so genannte Pirsch. Bei dieser Jagdform ist der Jäger der Natur besonders nahe. So pirscht er sich vorsichtig in das Jagdrevier und folgt viel versprechenden Spuren.
Die Treibjagd zählt zur Gesellschaftsjagd. Unter einer Gesellschaftsjagd versteht man Jagden, die von mehr als drei Personen durchgeführt werden. Außerdem ist die Treibjagd eine Bewegungsjagd. Das bedeutet, dass man das Wild von speziellen Treibern oder Hunden aufscheuchen und antreiben lässt. Veranstaltet werden Treibjagden auf offenen Flächen. Zu den Tierarten, die auf diese Weise gejagt werden, gehören vor allem Hasen und anderes Niederwild. Eine bevorzugte Variante der Treibjagd ist das so genannte Kesseltreiben, bei dem die Schützen und Treiber einen Kessel bilden, der wenigstens einen Kilometer Durchmesser hat.
Ebenfalls zu den Gesellschaftsjagden gehört die Drückjagd. Um die Tiere langsam aufzuscheuchen, bewegen sich dabei höchstens vier Treiber durch das Jagdrevier. Im Unterschied zur Treibjagd wird das Wild langsam aus seinen Einständen gedrückt, wodurch man es allmählich den Jägern zutreibt. Gejagt werden dabei Hasen, Füchse und Schalenwild.
Bei einer Fallenjagd werden spezielle Fallen eingesetzt, um die Tiere entweder zu fangen oder zu töten. In Deutschland ist die Fallenjagd nur unter strengen Auflagen gestattet. Zur Anwendung kommt sie zum Jagen auf Raubwild.
Weitere Jagdarten sind die Riegeljagd, die Schleppjagd, die Stöberjagd sowie die Beizjagd.
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