Die Jagd - Geschichte, Arten, Aufgaben sowie Hinweise zum Jagdrecht und Tierschutz

Jäger mit Fernglas um den Hals lädt ein zweiläufiges Gewehr mit grünen Patronen

Von Treibjagd bis Fallenjagd - es gibt unterschiedliche Jagdarten; wir informieren über die Gründe und Aufgaben der Jagd sowie die Kritik an der Jagd durch den Tierschutz

Die Jagd ist auch heute noch eine beliebte Tradition. Im Laufe der Zeit entwickelten die Menschen unterschiedliche Jagdarten.

Geschichte und Tradition der Jagd

Gejagt haben die Menschen schon seit Anbeginn. So gingen sie bereits in der Altsteinzeit auf die Jagd, um sich mit dem Fleisch der Tiere Nahrung zu verschaffen. Die erlegten Tiere fanden aber auch anderweitig Verwendung.

So lieferten sie Nebenprodukte von großem Wert wie zum Beispiel

  • Felle für Kleidung, Schuhe, Decken oder Zelte
  • Knochen für Werkzeuge oder
  • Sehnen für Bögen, die wiederum der Jagd dienten.

Aber auch

entstanden aus den Rohmaterialien von Tieren.

Der Mensch wird sesshaft

Im Laufe der Zeit wurden die Menschen jedoch immer sesshafter. So hielt man Haustiere und machte den Erdboden urbar.

Ackerbau und Viehzucht bildeten nun die wichtigste Ernährungsgrundlage. Da die Jagd zudem beschwerlich und mitunter auch gefährlich war, rückte sie bei den meisten Menschen mehr und mehr in den Hintergrund.

Antike

In der Antike begann man damit, die Jagd auch als Freizeitvergnügen anzusehen. Darüber hinaus huldigte man in verschiedenen Kulturen Gottheiten der Jagd.

Dazu gehörten vor allem die griechische Göttin Artemis sowie die von den alten Römern verehrte Göttin Diana. Als das Christentum sich durchsetzte, wurden von der katholischen Kirche Schutzpatrone der Jagd wie der heilige Hubertus verehrt.

Mittelalter

Im Mittelalter war das Jagen vor allem ein Privileg der Oberschicht, also des Adels und der kirchlichen und staatlichen Würdenträger. Man unterschied zwischen verschiedenen Arten des Jagens wie Treibjagd, Pirsch, Hetzjagd und Parforce.

Jagd gemacht wurde auf die unterschiedlichsten Tiere wie

  • Wild
  • Füchse
  • Hasen
  • Wölfe und sogar
  • Bären.

In der Zeit des Mittelalters entstand auch der Beruf des Jägers. Die Verantwortung für die Hege und Pflege der Wälder wurde von den Förstern übernommen.

Frühe Neuzeit

In der frühen Neuzeit dehnten die Landesfürsten ihr Jagdterritorium immer weiter aus, was mitunter zu Schäden an der Natur durch übertriebene Jagdleidenschaft führte. Auch die Bauern hatten häufig darunter zu leiden.

Zudem mussten viele von ihnen Jagdfrondienste ableisten. In Deutschland kam es durch die Revolution von 1848/49 schließlich zur Abschaffung der feudalen Jagdrechte auf fremdem Besitz. So mussten sich die Jäger auf ihren eigenen Grundbesitz beschränken.

Brauchtümer entstehen

Im Laufe der Zeit ist in Deutschland ein jagdliches Brauchtum entstanden, das verschiedene Traditionen pflegt. Dazu gehören zum Beispiel die spezielle Jägersprache oder die typische grüne Jägerkleidung.

Großwildjagd in Nordamerika früher als bisher bekannt

Dank einer Kohlenstoffanalyse konnten gefundene Mastodonknochen neu datiert werden

Fossil auf Stein, Archäologie
Fossil © Michael Gray - www.fotolia.de

Großwildjagd vor fast 14.000 Jahren. Menschen umringen riesige Mammuts und schleudern Speere, die tödliche Verletzungen zufügen. Noch ein paar Schritte schleppt sich das mammutähnliche Mastodon, dann bricht es zusammen. So oder ähnlich könnte es sich vor Jahrtausenden abgespielt haben.

1977 hatten Wissenschaftler auf der Halbinsel Olympic im US-Bundesstaat Washington die Knochen eines amerikanischen Mastodons gefunden. In einem Rippenknochen entdeckten sie die Spitze eines Speers.

Nordamerikaner jagten Mastodons und Mammuts 800 Jahre früher als angenommen

Nun untersuchten Forscher der Texas A&M University erneut die Fundstücke und datierten sie dank einer Kohlenstoffanalyse neu. Sie setzten das Alter der Rippenknochen und Stoßzähne auf 13.800 Jahre fest. Demnach haben in Nordamerika Menschen 800 Jahre früher als bisher angenommen Mastodons und Mammuts gejagt.

Das von den Forschern festgelegte Datum liegt damit vor der Zeit der Clovis-Kultur, die man für die ersten Jäger in Nordamerika hielt. Zudem ergab eine Computertomographie, dass es sich bei der Speerspitze um ein zugespitztes Stück Mastodonknochen handelt. Sie bohrte sich ungefähr 2,5 Zentimeter in die Rippe und brach dann ab.

Die nordamerikanischen Großtierarten, so die Archäologen, zählten daher schon sehr viel eher zur Jagdbeute der damaligen Menschen als bereits bekannt. Nicht erst die Clovis-Kultur hatte Schuld am Verschwinden der Mastodons.

Urzeitliche Raubtiere haben Lebensraum und die Beutetiere unter sich aufgeteilt

Vor etwa 10 Millionen Jahren haben unterschiedliche Arten von Raubtieren gelebt, die sich aber gegenseitig nicht behinderten, weil sie den Lebensraum und ihre Beutetiere untereinander aufteilten, wie Forscher anhand von Untersuchungen von Fossilienfunden aus Spanien feststellten.

Bei den Untersuchungen haben sich die amerikanischen Forscher vor allem mit den Zähnen der Tiere beschäftigt, an denen sie die Lebensweise der Tiere erkennen konnten. Bei den untersuchten Raubtieren handelte es sich einmal einen kleineren und größeren Säbelzahntigers, wobei der kleinere so groß wie ein Leopard gewesen sein musste. Bei der dritten Art handelte es sich um eine Mischung aus Bär und Hund, die gleich groß wie ein Tiger waren.

So lebten beide Arten des Säbelzahntigers in Wäldern, aber die kleineren Säbelzahntiger eher auf Bäumen und versteckten sich somit vor ihrem "großen Bruder", denn beiden fraßen die gleichen Beutetiere. Die dritte Art bevorzugte dagegen die offenere Wildnis und jagte wahrscheinlich Antilopen. Aufgrund des anderen Lebensraumes kamen sich so der große Säbelzahntiger mit dem "Bärenhund" nicht ins Gehege.

Aborigines nutzen Feuer als ökologische Jagdwaffe

Nahaufnahme Kaminfeuer, brennendes Holz
Fireplace with birch firewood and flame © popov48 - www.fotolia.de

Die Aborigines nutzen zur Jagd seit Jahrtausenden Speere und Wurfhölzer. Ihre mächtigste Waffe war jedoch das Feuer, das sie auch heute noch einsetzen, um mehr Tiere in die Jagdreviere zu locken. Umweltforscher haben jetzt den ökologischen Sinn der Methode bestätigt.

So entzünden die Aborigines bei der Jagd immer wieder kleinere Brände - mit doppeltem Effekt. Zunächst treiben die Flammen Eidechsen und andere Erdbewohner aus ihren Höhlen, sodass sie von den Jägern erlegt werden können. Auf lange Sicht fördert das Feuer zudem das Wachstum von neuen Pflanzen, die wiederum den bevorzugten Tierarten der Aborigine-Jäger zu Gute kommen.

Im Feldversuch konnten die Forscher etwa nachweisen, dass die Anzahl an Goulds Waranen nach den gezielten Bränden stieg. Denn durch das "Brandmosaik" müssen die kleinen Beutetiere der Warane sich auf engerem Raum drängen, sodass sie leichter zu fangen sind.

Im Laufe der Zeit sind unterschiedliche Jagdarten entstanden...

Jagdarten

Jagd ist nicht gleich Jagd. So kann sie auf unterschiedliche Weise ausgeübt werden. Die verschiedenen Formen sind zumeist auf bestimmte Tierarten oder Situationen ausgerichtet. Zu den wichtigsten Jagdarten gehören:

Einzeljagd

Die Einzeljagd wird von einzelnen Jägern ausgeführt. Sie lässt sich wiederum in unterschiedliche Jagdformen unterteilen. Dazu gehört auch die Suche, bei der der Jäger zusammen mit einem Hund einen Wald oder ein Feld nach dem Wild, das er jagen will, durchsucht.

Tierarten, die auf diese Weise gejagt werden, sind vor allem

  • Federwild
  • Kaninchen oder
  • Hasen.

Eine weitere Methode der Einzeljagd ist der Ansitz. Bei dieser weit verbreiteten Form wartet der Jäger auf einem Hochsitz oder einer anderen geeigneten Stelle auf seine Beute.

Auf dem Hochsitz kann der Jäger das Wild in Ruhe beobachten und eventuell auch erlegen. Gejagt wird bei dieser Jagdart vorwiegend Raubwild oder Schalenwild.

Eine weitere beliebte Methode ist die so genannte Pirsch. Bei dieser Jagdform ist der Jäger der Natur besonders nahe. So pirscht er sich vorsichtig in das Jagdrevier und folgt viel versprechenden Spuren.

Treibjagd

Die Treibjagd zählt zur Gesellschaftsjagd. Unter einer Gesellschaftsjagd versteht man Jagden, die von mehr als drei Personen durchgeführt werden.

Außerdem ist die Treibjagd eine Bewegungsjagd. Das bedeutet, dass man das Wild von speziellen Treibern oder Hunden aufscheuchen und antreiben lässt.

Veranstaltet werden Treibjagden auf offenen Flächen. Zu den Tierarten, die auf diese Weise gejagt werden, gehören vor allem Hasen und anderes Niederwild. Eine bevorzugte Variante der Treibjagd ist das so genannte Kesseltreiben, bei dem die Schützen und Treiber einen Kessel bilden, der wenigstens einen Kilometer Durchmesser hat.

Drückjagd

Ebenfalls zu den Gesellschaftsjagden gehört die Drückjagd. Um die Tiere langsam aufzuscheuchen, bewegen sich dabei höchstens vier Treiber durch das Jagdrevier.

Im Unterschied zur Treibjagd wird das Wild langsam aus seinen Einständen gedrückt, wodurch man es allmählich den Jägern zutreibt. Gejagt werden dabei Hasen, Füchse und Schalenwild.

Fallenjagd

Bei einer Fallenjagd werden spezielle Fallen eingesetzt, um die Tiere entweder zu fangen oder zu töten. In Deutschland ist die Fallenjagd nur unter strengen Auflagen gestattet. Zur Anwendung kommt sie zum Jagen auf Raubwild.

Weitere Jagdarten sind die Riegeljagd, die Schleppjagd, die Stöberjagd sowie die Beizjagd.

Gründe und Aufgaben der Jagd

In ländlichen Gebieten ist die Jagd eine beliebte Freizeitbeschäftigung, die aber auch höchst umstritten ist. Allerdings darf nicht jedermann jagen gehen.

So benötigt man in Deutschland und anderen Staaten einen speziellen Jagdschein für diese Tätigkeit. Wird dagegen ohne Erlaubnis gejagt, handelt es sich um Wilderei. Aufgaben und Motive der Jagd sind unterschiedlich und unterlagen im Laufe der Zeit einigen Veränderungen.

Nahrungsgewinnung

Auf die Jagd gingen Menschen schon seit Anbeginn, sodass sie wohl zu den ältesten Tätigkeiten der Menschheit zählt. Allerdings diente sie ursprünglich der Gewinnung von Nahrung. Außerdem wurden aus den Teilen der erlegten Tiere die unterschiedlichsten Rohmaterialien gewonnen.

So fertigte man u.a. aus Geweihen, Hörnern und Fellen alltägliche Gebrauchsgegenstände, Kleidung und sogar Schmuckstücke an. Der Mensch jagte also Tiere, um überleben zu können.

Ökologie und Wirtschaft

Im Laufe der Zeit wurde es jedoch immer weniger notwendig, zum Überleben auf die Jagd zu gehen. Stattdessen rückten andere Motive in den Vordergrund. So jagt man in der heutigen Zeit vorwiegend aus ökologischen oder wirtschaftlichen Gründen.

Durch so genannte Bestandsregulierungen sollen Wildschäden in der Landwirtschaft oder Forstwirtschaft verhindert werden. Zu den ökologischen Motiven zählen zum Beispiel

  • die Herstellung des natürlichen Gleichgewichts
  • Populationsdynamik sowie
  • das Bekämpfen von Tierseuchen.

Ein wichtiger Bestandteil der Jagd ist die Hege, die auch das Füttern von Wildtieren in Notzeiten sowie das Anlegen von Wildäckern beinhaltet. Dieses Vorgehen dient dem Zweck, Nahrungsengpässe in der kalten Jahreszeit zu überbrücken. Außerdem werden durch die Hege wertvolle Biotope geschützt.

Freizeitbeschäftigung

Neben wirtschaftlichen und ökologischen Motiven betreibt man die Jagd aber auch zur Freizeitbeschäftigung. So stellt sie für zahlreiche Menschen ein interessantes Hobby dar, das sie als besondere Herausforderung ansehen.

Es werden sogar regelrechte Jagdreisen in Jagdgebiete auf der ganzen Welt unternommen. Die Jagd als Hobby ist jedoch umstritten und wird von Tierschützern heftig kritisiert.

Die Hobbyjäger, die das Jagen mit großer Leidenschaft betreiben, reagieren auf diese Kritik mit Unverständnis und betrachten die Jagd als wichtig, wenn man sie fachgerecht und verantwortungsvoll betreibt. Da die Jagd ein durchaus kostspieliges Hobby ist, wird sie meist von eher gut betuchten Menschen durchgeführt, sodass sie mitunter auch der gesellschaftlichen Repräsentation dient.

Gejagte Tiere

Südafrikanische Elefanten dürfen wieder erlegt werden

Vorderansicht Elefant in freier Natur, Afrika
sfondo di elefante © zanarinilara - www.fotolia.de

Die Regierung in Südafrika verbietet es in Zukunft nicht mehr, Elefanten zu jagen. Das Jagdverbot, das im Jahre 1994 erlassen wurde, wurde damit aufgehoben.

1994 hatte die Population im Krüger-Nationalpark lediglich noch 8.000 Elefanten betragen. Mittlerweile sollen es im Nationalpark 14.000 sein, in ganz Südafrika selbst sollen 20.000 Elefanten leben. Allerdings müssen gewisse Auflagen erfüllt werden, um einen Elefanten erlegen zu dürfen, so die Angaben des südafrikanischen Umweltministers.

Eine Verwertung des Fleisches ist nicht geplant, das Elfenbein soll jedoch genutzt werden. Da es nicht verkauft werden soll, ist eine Einlagerung geplant.

Deutsche Jagd-Statistik 2009/2010: Fast zwei Millionen Tiere geschossen

Das Rehwild gelangt mit 1,15 Millionen geschossenen Tieren auf den ersten Platz der Jagdstatistik

Jäger mit Fernglas im Maisfeld
Jäger im Mais © Bergringfoto - www.fotolia.de

Der Präsident des Deutschen Jagdschutzverbandes (DJV), Jochen Borchert, stellte vor kurzem die Jagdstatistik der Saison 2009/2010 vor. Demnach wurden 1,15 Millionen Rehe geschossen. Damit ist das Rehwild auf Platz 1 dieser Statistik. Seit der Saison 92/93 hat die Zahl der erlegten Rehe die Millionengrenze überschritten und hält sich seitdem auf diesem hohen Niveau.

Wildschweine und Marderhunde

Zwischen April 09 und März 10 wurden 440.300 Wildschweine erlegt. Das sind 200000 weniger als im Vorjahr. Bei Schwarzwild seien solche starken Schwankungen normal, so Borchert. In günstigen Zeiten kann sich der Bestand auch mal verdoppeln.

Es wurden außerdem 17.500 Marderhunde geschossen. Das sind 40 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Im Nordosten Deutschlands hat eine Räude-und Staupeepidemie die Zahl der Marderhunde dezimiert.

Waschbären, Gänse und Kaninchen

Es gibt bei uns auch Waschbären, was viele Nichtjäger vielleicht gar nicht wissen. Davon erlegte man 49.800. Das sind etwas weniger als im letzten Jahr. Insgesamt nimmt aber die Zahl der nach Deutschland vor einiger Zeit eingewanderten Waschbären und Marderhunde zu.

Von den 62.000 geschossenen Gänsen waren die meisten Graugänse. Die Zahl der erlegten Wildkaninchen nahm auf 259.700 zu. Der auf vier Millionen Tiere geschätzte Feldhasenbestand in Deutschland wurde in der zurückliegenden Jagdzeit um 383.000 vermindert.

Fuchsjagd einmal anders

Fuchs auf einer Wiese
re dox © Pim Leijen - www.fotolia.de

Im Normalfall wird der Fuchs durch einen Jäger erlegt, aber in Weißrussland war dies nun einmal andersherum, denn ein angeschossener Fuchs, der nur leicht verletzt war, hat anschließend den Jäger "zur Strecke" gebracht.

Der 40-jährige Jäger wollte dem angeschossenen Fuchs mit dem Gewehrkolben den "Todesstoß" versetzen, als dieser den Spieß einfach umdrehte und mit seiner Pfote reflexartig an den Abzug des Gewehrs gelangte und ein Schuss den Jäger am Bein schwer verletzte, worauf der Fuchs das Weite suchte und der Jäger ein Krankenhaus.

In Schweden werden wieder die Wölfe gejagt

In Schweden werden auch dieses Jahr wieder Wölfe zum Abschuss freigegeben, so stehen diesmal 20 Tiere auf der Liste, worauf einmal Tierschützer aber auch die EU Protest eingelegt hatten, doch ist diese Zahl den betroffenen Anwohnern noch zu niedrig.

Die Tierschützer versuchen durch Störaktionen, so zünden sie Feuerwerkskörper damit die Tiere nicht aufgespürt werden, aber auch mancher Jäger hat schon Drohungen erhalten. Etwa 6.800 Jäger hatten sich aber trotzdem für die Jagd angemeldet. Jetzt sind auch schon 13 Wölfe den Jägern zum Opfer gefallen.

In Schweden wurden in den letzten Jahrzehnten die Wölfe, die fast ausgerottet waren, geschützt, doch hat sich der Bestand wieder vermehrt. Im letzten Jahr wurden statt der 27 Tiere, die freigegeben waren, aber eins mehr erlegt. Bis zum 15. Februar haben nun die Jäger noch Zeit die restlichen 7 Wölfe zu jagen.

Wildschwein und Fernsehstar "Karlchen" von Jäger erschossen

Der Förster Bernhard Wehner aus dem oberfränkischen Hohenberg hatte bis vor kurzem ein ungewöhnliches Haustier: "Karlchen" - ein männliches Wildschwein. Er hatte es im April 2010 als ausgestoßenes Kleintier gefunden und zuhause mit Mühe aufgezogen, gab ihm Fläschchen, fütterte ihn mit Rinderhack, brachte ihm bei, auf seinen Namen zu hören, und schaffte es sogar, den Keiler stubenrein zu machen.

Am Ende wurde aus "Karlchen" sogar ein Fernsehstar. Der Bayerische Rundfunk brachte am 15. Januar dieses Jahres in der Sendung "Zeit für Tiere" einen Beitrag über "Karlchen". Im Frühjahr sollte ein weiterer Beitrag über das Wildschwein gesendet werden. Daraus wird nun nichts. Denn "Karlchen" wurde von einem Jäger erschossen. Wehner ließ seinem Tier normalen Auslauf. Das Wildschwein streunte also durch die Gegend. Und weil Schwarzwild besonders häufig geschossen wird, hat es leider auch "Karlchen" getroffen, obwohl Förster Wehner alle Jäger im Umkreis über sein besonderes Wildschwein aufgeklärt hatte.

Killerwale - die stillen Jäger

Orcas - Die größten Delfine der Welt

Mann vor großem Aquarium mit bunten Fischen
visitor to underwater world © Vladimir Melnik - www.fotolia.de

"Orca – Der Killerwal" war ein nur mäßig erfolgreicher Horrorfilm aus dem Jahre 1977. Die Macher des Streifens ließen sich für ihr Werk von "Moby Dick" und "Der weiße Hai" inspirieren. Der Film erhielt durchweg schlechte Kritiken, auch wegen der falschen Darstellung des Verhaltens der Orcas. Der Orca, auch Großer Schwertwal, Mörder- und Killerwal genannt, ist kein Wal, sondern der größte Delfin der Welt.

Verhalten der Orcas

Es gibt drei Arten dieser Luft atmenden Säugetiere: Resident, Transient und Offshore. Während Transient Orcas ein starkes Wanderverhalten zeigen und umherziehen, sind Resident Orcas eher ruhige Vertreter ihrer Art und verbleiben ständig in einem Gebiet. Beide halten sich meist in Küstennähe auf. Der Offshore Orca ist hauptsächlich außerhalb der Küstengewässer anzutreffen.

Wissenschaftler von der US-amerikanischen North Carolina State University in Raleigh und der schottischen Universität St. Andrews befassten sich jetzt intensiv mit dem Jagdverhalten von Resident und Transient Orcas. Während Resident Orcas überwiegend Fische, wie Lachs und Heilbutt, verspeisen, ernähren sich Transient Orcas dagegen fast ausschließlich von Meeressäugetieren wie Seelöwen, Robben und Delfinen. Aber auch Vögel stehen auf ihrem Speiseplan.

Resident-Orcas jagen ihre Beute mit einer Art Echo-Ortung. Dies ist den Transienten nicht möglich, denn Säugetiere, die im Wasser leben, würden diese Geräusche hören und sofort die Flucht ergreifen. Die Killerwale gehen daher auf eine lautlose Jagd und machen sich bei ihren Artgenossen erst wieder bemerkbar, wenn sie ihre Beute erlegt haben.

Die Wissenschaftler sind der Meinung, dass die Killerwale die Vorgehensweise bei der Jagd vorher einstudiert haben und so die Positionen der einzelnen Gruppenmitglieder genau kennen. Noch rätseln die Forscher jedoch, wie die Meeressäuger in der Lage sind, ihr Verhalten so exakt zu koordinieren.

Schwedische Regierung gestattet einem Mann ein nerviges Eichhörnchen zu töten

Ein Anwohner der schwedischen Stadt Enskede hat es satt, dass ein Eichhörnchen immer wieder in sein Haus eindringt und die Lebensmittelkammer plündert. Nach monatelangem Hin und Her hat er nun die Genehmigung von der Regierung bekommen das Tier zu erschießen und das obwohl die Eichhörnchenjagd in Schweden eigentlich verboten ist.

Bis der Mann die Jagd eröffnen kann, muss er sich jedoch noch etwas gedulden, denn zunächst muss er noch eine Genehmigung von der Polizei einholen, dass er eine Schusswaffe in einem Wohngebiet abfeuern darf.

USA: Fischer fängt Alligatorhecht nach einem 45-minütigen Kampf

In Texas haben wurde nun ein 300 Pfund schwerer Alligatorhecht gefangen - dies erwies sich alles andere als einfach. Ein Fischer, welcher bereits seit seiner Kindheit auf Jagd ging, hatte eigentlich nicht vor, fischen zu gehen, doch dann entdeckte er das riesige Weibchen in einem See.

Mit einem Handbogen bewaffnet, näherte er sich dem Tier vorsichtig und traf es schließlich. Allerdings kam es dabei zu einem Missgeschick und die Spannschnur des Bogens wickelte sich um den Fuß des Fischers.

Alleine wurde dieser mit dem riesigen Alligatorhecht nicht fertig, also rief er seinen Nachbarn an, der das Tier schließlich tötete. Insgesamt leistete sich der Fischer einen 45-minütigen Kampf. Der bislang schwerste Hecht dieser Art, welcher gefangen wurde, wog 302 Pfund.

Südkorea beantragt Waljagd - Tierschutzorganisationen schlagen Alarm

Japan praktiziert den Walfang mit der Begründung, dass es wissenschaftlich fundiert sei. Nun hat auch Südkorea beschlossen, die Waljagd wieder zu beantragen. Der Bestand der Minkwale sei wieder deutlich angestiegen und dadurch würden nun Probleme für die Fischer entstehen, weil die Fischbestände zu sehr reduziert werden. Südkorea hegt also Hoffnung, die Genehmigung zur Waljagd wieder zu bekommen.

Tierschützer reagieren natürlich mit Entsetzen auf diese Ankündigung. Der Chef des Walprogramms des Internationalen Tierschutz-Fonds (IFAW, Patrick Ramage) hält diese Argumentation allerdings für einen Trick, um den Walfang wieder kommerziell betreiben zu können. Die Tierschützer finden es erschreckend, dass schon das zweite Land den Walfang wieder legalisieren möchte.

Haiattacken auf La Réunion nehmen zu - Behörden eröffnen die Jagd

Nahaufnahme grauer Hai unter Wasser
Grey whaler Shark © cbpix - www.fotolia.de

Von den letzten acht Haiattacken auf Menschen nahe der französischen Insel La Réunion, endeten drei Angriffe für die Schwimmer tödlich. Dies veranlasste die Personalregierung nun dazu, dass die Haie zur Jagd freigegeben wurden, obwohl die Tiere die Surfer und Schwimmer mit Robben oder anderen Beutetieren verwechseln.

Bislang hat man keine Erklärung, warum es gerade in den letzten 20 Monaten derart viele Angriffe gab, da zwischen den Jahren 2000 und 2010 gerade mal eine Haiattacke dokumentiert wurde. Die Behörden gehen in allen Fällen davon aus, dass die Angriffe auf das Konto der bis zu 3,5 Meter langen Bullenhaie gehen.

Da das Fleisch der Tiere auf La Réunion als Lebensmittel nicht verkauft werden darf, konnte sich der Bestand der Haie in den vergangenen Jahren vermutlich stark vermehren. Für wissenschaftliche Untersuchungen wollen die Forscher in den kommenden Wochen rund 80 Tiere mit speziellen Peilsendern markieren.

Australien will Jagd auf Weiße Haie eröffnen

In den letzten hundert Jahren sind in Australien lediglich zwölf Menschen durch einen Hai-Angriff gestorben. Fünf dieser tödlichen Angriffe fanden allerdings allein im letzten Jahr statt.

Daher hat die australische Regierung die bedrohten Weißen Haie nun zum Abschuss freigegeben. Jeder Weiße Hai, der sich nur in der Nähe der Badestrände an der australischen Westküste befindet, darf somit offiziell getötet werden.

Tierschützer und Hai-Experten kritisieren den Beschluss. Die Tötung aller Weißen Haie sei keine praktikable Lösung, um die Angriffe auf Menschen zu minimieren oder zu verhindern, erklärt Hai-Experte Chris Neff.

Beim Abschluss der Uno-Konferenz in Bonn hatten Regierungsdelegierte aus mehr als 50 Ländern am vergangenen Donnerstag zudem eine neue Regelung zum Schutz bedrohter Hai-Arten verabschiedet, wonach vor allem der Weiße Hai und der Riesenhai verstärkt geschützt werden sollen. Vor diesem Hintergrund kommt der Beshluss der australischen Regierung mehr als überraschend.

Massenhafte Verfolgung von Schlangen in Florida ruft Tierschützer auf den Plan

Mehrere Tierschutzorganisationen protestieren gegen das "sportliche" Schlangenausrotten

Nahaufnahme Pythonschlange auf weißen Hintergrund
python schlange © Thomas Bedenk - www.fotolia.de

Über die letzten Jahre hinweg haben sich in den Everglades im US-Bundesstaat Florida Tigerpythons ausgebreitet. Die Tiere zählen zu den Würgeschlangen und sind in der Regel rund 3 Meter lang. Um das Problem in den Griff zu bekommen, haben Behörden die "2013 Python Challenge" ausgerufen.

Grausamer Sport oder Artenschutzmaßnahme?

Bürger sollen demnach auf eigene Faust Tigerpythons töten. Wer die größten tote Schlange vorweisen kann, erhält ein Preisgeld von 1000 Euro. Wer die meisten Schlangen abliefert, bekommt 1500 Dollar. Der Zeitung "Herald-Tribune" zufolge investierten rund 650 Personen die 25 Euro, um eine Jagderlaubnis für einen Monat zu erhalten. Die Behörden in Florida rechtfertigen das grausame Treiben mit der rasanten Ausbreitung der Schlangenart. Die Tiere brächten das Ökosystem in Gefahr.

Protest durch Tierschutzorganisationen

Tatsächlich haben Wissenschaftler unlängst darauf hingewiesen, dass

in der Gegend fast nicht mehr vorkämen, weil die Tigerpythons sie fressen. Mehrere Tierschutzorganisationen, darunter PETA, protestierten jedoch heftig gegen das grausame Treiben. An der Jagd dürfen schließlich auch komplette Laien teilnehmen und die Tiere töten wie sie wollen.

Tigerphythons bedrohen Floridas Tierwelt - Jäger auf Schlangenjagd

Vor Schlangen fürchten sich viele Menschen instinktiv. Tatsächlich fallen in Florida viele Säugetiere den Riesenschlangen aus Asien zum Opfer.

Deshalb waren in Florida Jäger unterwegs, die in nur einem Monat 68 dunkle Tigerphythons eingefangen hatten. Das erklärte die Naturschutzkommission für Fische und Wildtiere.

Denn die Schlangen wurden aus dem Ausland eingeführt und bedrohen jetzt die Tiere in Florida.

Gabun: Blutige Jagd auf Waldelefanten

Afrikanischer Babyelefant geht unter dem Bauch seiner Mutter her
Bébé éléphant africain malicieux mange des feuilles entre les jambes de sa maman. © N. Calame - www.fotolia.de

Wilderer haben im Norden von Gabun in den letzten neun Jahren an die 11 100 Waldelefanten getötet. In dem zentralafrikanischen Land leben etwa die Hälfte der noch existierenden 100 000 Exemplare. Diese Elefantenart ist mit einer Schulterhöhe von 2,40 Metern deutlich kleiner als ihre Verwandtschaft aus der Savanne.

Bis zum Jahr 2004 lebte im Nationalpark Minkébé die größte Elefantenpopulation des Landes. Das Gebiet ist bei Wilderern sehr beliebt. In jedem Jahr werden dort mehr als 1000 Tiere illegal getötet. Tierschützer befürchten, dass die Lage in dem Gebiet außer Kontrolle geraten ist. Die Regierung geht davon aus, dass die Wilderer aus dem Nachbarland Kamerun stammen.

Wegen der großen Nachfrage aus Asien nach Elfenbein müssen sich Nationalpark-Ranger immer mehr mit organisierten Verbrecherbanden auseinandersetzen. Allerdings verfügen diese meist weder über die nötige Ausbildung, noch die Waffen, um auf solche Angriffe zu reagieren. Sie riskieren bei Feuergefechten häufig ihr Leben.

Werden Wilderer gefasst, erwartet sie meist milde Strafen. Häufig sind sie bereits nach spätestens ein bis zwei Monaten wieder auf freiem Fuß. Da das Geschäft für die Wilderer sehr lukrativ ist, nehmen sie dieses Risiko auf sich. Naturschützer fordern daher ein Umdenken in den Abnehmerstaaten wie China oder Thailand.

Schweiz - Behörden erschießen erneut einen Braunbär

Bereits im Jahr 2008 mussten die Schweizer Behörden in Graubünden einem wildlebenden Braunbär den Garaus machen, weil dieser sich immer wieder in Siedlungen herumtrieb. Vor wenigen Tagen wurde ein weiterer Braunbär in Graubünden erlegt.

Das Tier habe sich allmählich zum "Risikobär" entwickelt. Zur Nahrungssuche sei er immer wieder in Siedlungen gekommen und habe trotz Abschreckungsmaßnahmen keinerlei Scheu mehr gezeigt. Der Abschuss sei daher unausweichlich gewesen, erklärten die Behörden. Wie viele seiner Artgenossen war auch dieser Braunbär mit der Bezeichnung M13 von Italien aus in Richtung Norden gewandert.

In Russland sollen 3000 Wölfe getötet werden

In Sibirien sollen in der vergangenen Zeit über 3000 Pferde und 16.000 Rentiere von wilden Wölfen gerissen worden sein. Deshalb ruft die Regierung von Jakutien, im Nordosten Russlands jetzt verstärkt dazu auf, die Wölfe zu töten.

Momentan sollen es in diesem Teil Russlands über 3500 wilde Wölfe leben, die aufgrund von Futtermangel häufig auch Haus- und Nutztiere angreifen und töten. Die Anzahl der Wölfe soll jetzt auf maximal 500 reduziert werden.

Bis jetzt seien schon 161 Wölfe erlegt worden, berichten Behördensprecher der Nachrichtenagentur "Ria Nowosti". Die Wölfe können sowohl aus der Luft als auch direkt vom Boden aus gejagt werden. Die Abschussprämien, die die Regierung aussetzt, betragen insgesamt 750.000 Euro.

Das Leid der Tiere: Rund 3000 Menschenaffen werden von Wilderern pro Jahr entführt

Menschenaffen stehen zwar im Washingtoner Artenschutzabkommen (Cites), dennoch werden neusten Schätzungen zufolge jährlich rund 3000 von ihnen von Wilderern entführt. Zu hoch ist der finanzielle Anreiz: Für einen Orang-Utan bekommt man rund 1000 Dollar, für einen Gorilla sogar 400.000 Dollar.

Seit 2005 sind so insgesamt 22.000 Menschenaffen verschwunden, schätzt das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (Unep). Dadurch schrumpfen nicht nur die natürlichen Bestände, sondern es wird auch massiv in das Ökosystem der Wälder eingegriffen. Experten gehen davon aus, dass die Artenvielfalt besonders dann darunter leidet, wenn in der Rangordnung höherstehende Affen entfernt werden.

Der Handel mit Menschenaffen erfolgt oft durch das organisierte Verbrechen und stellt eine ähnlich erträgliche Geldquelle dar, wie der Handel mit Drogen und Waffen. Abnehmer der Tiere sind Zoos, Touristenparks oder Neurreiche mit Privatzoos. Die Tiere werden mit falschen Papieren versehen und dann verschifft.

Wer jagen geht, muss sich dabei an bestimmte Regeln halten...

Wissenswertes zum Jagdrecht

Wie fast alle Dinge im Leben, unterliegt auch das Jagen gesetzlichen Vorschriften. Die Regelung der Jagd erfolgt in Deutschland durch das Bundesjagdgesetz (BJagdG).

Beim Jagdrecht handelt es sich um die ausschließliche Befugnis, in freier Wildbahn lebende Tiere, die unter das Jagdrecht fallen, auf einem bestimmten Gebiet zu jagen, sich anzueignen oder zu hegen.

Allerdings unterliegen nicht alle wild lebenden Tiere dem Jagdrecht. Dazu gehören beispielsweise Eulen oder Biber. Ein wichtiger Bestandteil des Jagdrechts ist die Verpflichtung des Jägers, die Tiere zu hegen.

Ausüben darf man die Jagd ausschließlich in bestimmten Jagdbezirken, die abgegrenzt sind. Als Jäger ist man außerdem dazu verpflichtet, beim Jagen stets einen gültigen Jagdschein bei sich zu haben.

Das Jagdrecht in Deutschland

In Deutschland wird das Jagdrecht durch das Bundesjagdgesetz geregelt, das unter anderem Strafvorschriften

  • zu Verstößen gegen die Schonzeit
  • zur unzulässigen Ausübung der Jagd oder
  • zur Tötung von Elterntieren beinhaltet.

Allerdings werden durch das Bundesjagdgesetz lediglich die weiter fortgeltenden Rahmenbedingungen festgelegt. Die eigentliche Gesetzgebungskompetenz haben die Bundesländer mit ihren verschiedenen Landesjagdgesetzen.

Des Weiteren wird das deutsche Jagdrecht auch vom Europarecht indirekt beeinflusst. Dazu gehören unter anderem die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie sowie die Vogelschutzrichtlinie.

Im Jagdgesetz wird alles rund um die Jagd geregelt
Im Jagdgesetz wird alles rund um die Jagd geregelt

Bestandteile von Bundesjagd- und Länderjagdgesetz

Sowohl das Bundesjagdgesetz als auch die Länderjagdgesetze enthalten Vorschriften, die festlegen,

  • welche Tiere gejagt werden dürfen
  • wie die Jagd- und Schonzeiten geregelt sind, und
  • welche Jagdmethoden erlaubt sind.

Schwarzwild darf beispielsweise nicht in der Nacht gejagt werden. Für manche Wildarten besteht sogar eine Schonzeit über das ganze Jahr, was bedeutet, dass man sie nicht jagen darf.

Damit man diese Tiere jedoch weiterhin der Hegepflicht der Jäger unterstellen kann, verbleiben sie unter dem Jagdrecht. Werden Tiere ohne Jagdausübungsrecht gejagt oder gefangen, gilt dies als Wilderei. Zum Wildern gehört auch die Beschädigung, Zerstörung oder Aneignung von Dingen, die dem Jagdrecht unterliegen.

Bestandteile der Jägerprüfung

Um Jagen zu dürfen, benötigt man einen Jagdschein. Damit man diesen Schein bekommt, muss man zunächst die Jägerprüfung bestehen. Zusammengesetzt wird die Jägerprüfung aus

  • Wildtierkunde
  • Naturschutz
  • Wald- und Landkunde
  • Waffenkunde
  • Schießen
  • Jagdrecht
  • Wildbrethygiene
  • Jagdhundekunde und
  • Ökologie,

wobei es von Bundesland zu Bundesland Unterschiede geben kann. Zum Bestehen der Prüfung müssen ein schriftlicher, ein mündlicher und ein praktischer Teil sowie eine Schießprüfung absolviert werden.

Betrunkene Jäger riskieren ihren Waffenschein

Polizei entzieht Jäger nach erfolgreicher Jagd in einer Alkoholkontrolle den Waffenschein

Jäger mit Fernglas im Maisfeld
Jäger im Mais © Bergringfoto - www.fotolia.de

Mit einem Alkoholwert von 0,39 Promille behalten Autofahrer ihren Führerschein, Jäger jedoch nicht ihren Waffenschein. Dies hat jetzt das Bundesverwaltungsgericht entschieden (Az.: BVerwG 6C 30.13).

Die Richter begründeten ihr Urteil damit, dass Besitzer eines Waffenscheins vorsichtig und sachgemäß mit Waffen und Munition umgehen müssten. Dies tue jedoch nur derjenige, der sie ausschließlich in nüchternem Zustand gebrauche und sicher sein könne, keine alkoholbedingten Ausfallerscheinungen zu erleiden.

Alkohol ist bei der Jagd zwar im Waffengesetz nicht ausdrücklich verboten, doch Nüchternheit ist nach Ansicht des Bundesverwaltungsgerichts eine der Grundvoraussetzungen für den sachgemäßen Umgang mit einer Waffe.

Jäger zieht vor Gericht

Im vorliegenden Fall hatte die Polizei einen Mann erwischt, der zu Hause zwei Gläser Rotwein und ein Glas Wodka getrunken hatte, bevor er sich auf den Weg zur Jagd machte. Von einem Hochsitz aus erlegte er trotz seines Alkoholpegels einen Rehbock mit einem Schuss.

Auf der Heimfahrt erwischte ihn jedoch eine Polizeikontrolle. Den Entzug des Waffenscheins wollte der Jäger nicht akzeptieren und zog vor Gericht. Die Bundesverwaltungsrichter wiesen seine Klage jetzt aber endgültig ab.

Frauen rüsten auf - Immer mehr Jagdscheine werden vom vermeintlich schwachen Geschlecht gemacht

Dem Deutschen Jagdschutzverband (DJV) zufolge rüsten die Frauen derzeit massiv auf. Könnte man sagen, denn der Jagdberuf ist bei den Damen so beliebt wie noch nie zuvor.

20 Prozent derjenigen, die eine Jagdschule besuchen sind neuen Zahlen zufolge weiblich. Das hat es in der Geschichte des Jagdsports so noch nicht gegeben. Generell wird der Jagdschein zum immer beliebteren Accessoire. Im Jahr 1991 wurden noch 12 Prozent weniger Jagdzulassungen verzeichnet als im Jahr 2012 - da waren es 350.000 Menschen, die sich ihren Lappen abholten.

Dem DJV zufolge finden viele Frauen Spaß an dem Sport, weil sie einen Hund haben. Bei den Männern geht es eher um das Fleisch, das sie schießen.

Seitens des Tierschutzes bekommen Jäger eine Menge Kritik zu hören...

Kritik an der Jagd durch den Tierschutz

Kaum ein Thema ist in Deutschland so umstritten wie die Jagd. Während ihre Anhänger sie als Freizeitsport, Naturverbundenheit oder als wichtig für die Pflege des Waldes betrachten, halten Kritiker sie für überflüssig.

Jedes Jahr müssen ca. fünf Millionen Wildtiere durch Jäger ihr Leben lassen. Besonders beliebte Opfer der Jagd sind

  • Rehe
  • Hirsche
  • Wildschweine
  • Wildgänse
  • Kormorane und
  • Enten.

Bereits seit Jahrzehnten wird in Deutschland über Sinn oder Unsinn der Jagd heftig gestritten.

Befürworter der Jagd

So betonen die Jäger, dass die Ausübung der Jagd überaus wichtig sei, da es ansonsten durch eine Überpopulation an Wildtieren zu Schäden in Wald und Flur kommen würde. Wichtigstes Argument der Jagdbefürworter ist die Regulierung des ökologischen Gleichgewichts, denn die natürlichen Feinde des Wilds sind zurückgegangen.

Gegner der Jagd

Tierschützer und Gegner der Jagd vertreten jedoch die Ansicht, dass die Wildschäden erst durch die Jäger entstehen und berufen sich dabei auf neue wissenschaftliche Studien. Außerdem argumentieren Zoologen, dass hierzulande die Wildbestände noch nie durch Raubtiere in nennenswerter Anzahl reguliert worden seien.

Stattdessen sorgten die Härte des Winters, Nahrungsmangel und Krankheiten für ein natürliches Gleichgewicht. Diese Faktoren würden durch die Jäger aber ebenso ausgeschaltet, wie die Raubtiere. Besonders im Kreuzfeuer der Kritik steht die Winterfütterung des Wilds durch die Jäger.

Obwohl die Fütterung aufgrund des Jagdrechts nicht gestattet ist, führt man sie dennoch durch. Vor allem Hirsche werden gerne aufgepäppelt, da diese eine beeindruckende Jagdtrophäe sind.

Des Weiteren kommt es durch die Jagd dazu, dass die Tiere aufgescheucht werden. Dadurch steigt jedoch ihr Futterbedarf, was wiederum zu Fressschäden führt.

Ferner werfen die Tierschützer den Jägern vor, die Wildschäden als Vorwand zu benutzen, um höhere Abschussquoten und längere Jagdzeiten erreichen zu können.

Moralische Aspekte

Umstritten sind auch die moralischen Aspekte der Jagd. Tierschützer werfen den Waidmännern vor, aus Freude am Töten zu jagen und sich an Machtgefühlen zu berauschen. Dies weisen die Jäger jedoch entschieden von sich und betonen, dass die Tiere so erlegt würden, dass sie nicht unnötig leiden müssten.

Die Tierschützer widersprechen dem jedoch. So müssten viele verletzte Tiere oft stundenlang leiden, bevor sie sterben. Der Streit um Sinn oder Unsinn der Jagd dürfte also noch lange weitergehen.

Jäger verbessern durch die Jagd den Lebensraum für Tiere und Pflanzen

Jäger mit Fernglas im Maisfeld
Jäger im Mais © Bergringfoto - www.fotolia.de

Die Jagd von Wildtieren ist ein sehr umstrittenes Thema. Viele Menschen sehen darin nur das sinnlose Töten von Tieren. Doch Wolfgang Kommallein, Vorsitzender des Kreisjagdvereins Wolfhagen, ist der Ansicht, sich durch die Jagd aktiv am Naturschutz zu beteiligen.

Zum einen würden dadurch oftmals kranke und abgemagerte Tiere von ihrem Leid erlöst werden. Zum anderen erwähnt Kommallein die nicht mehr funktionierende Selbstregulierung von Hirsch und Co. und bezeichnet die Naturlandschaft als "Kulturlandschaft". Die Jagd sei seiner Meinung nach notwendig - für den Lebensraum der Tiere so wie für den der Pflanzen.

Weiterhin wird das Töten von Wild mit dem Argument verteidigt, dass man anhand von den Geweihen der Tiere etwas über wildbiologische und jagdkundliche Zusammenhänge lernen kann.

Versicherungsunternehmen unterstützt Jagd - Umweltschützer protestieren

Mehr als unbeliebt macht sich dieser Tage Werner Görg, der Chef vom Kölner Versicherungsunternehmen Gothaer. Hier können sich auch Jäger versichern lassen. Das stört die Mitglieder von Nabu, eines deutschen Umweltverbandes, vor allem sein Aufruf an die Bürger Gelder zu spenden um das Jagen in Nordrhein-Westfalen zu erhalten.

Nach Ansicht der Umweltschützer grenzt dieses Verhalten an eine Wahlkampf-Unterstützung. Die Regierung des Landes möchte eine Verschärfung der dortigen Jagdgesetze erreichen. Die Aktivisten drohen dem Versicherungsunternehmen nun damit, massenweise aus der Versicherung auszutreten.

Jagdgegner siegt vor Europäischem Gerichtshof

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg hat die Rechte deutscher Jäger geschwächt. So sind Grundstückseigentümer nicht gezwungen, die Jagd auf ihrem Land zuzulassen. Solch eine Verpflichtung sei eine unverhältnismäßige Belastung für Besitzer, die der Jagd ablehnend gegenüber stünden (Az 9300/07).

Geklagt hatte ein 47-jähriger Anwalt aus Stutensee in Baden-Württemberg. Der Mann nennt zwei Wiesengrundstücke in Rheinland-Pfalz sein Eigen, deren Fläche jeweils kleiner ist als 75 Hektar. Damit ist er nach deutschem Recht automatisch Mitglied in einer Jagdgenossenschaft. Für Besitzer von Grundstücken, die größer als 75 Hektar sind, gilt diese Regelung nicht. Sie sind verpflichtet, selbst zu jagen oder die Jagd auf ihren Grundstücken zuzulassen.

Eine Möglichkeit, aus der Jagdgenossenschaft auszutreten, gibt es in Deutschland nicht. Klagen vor deutschen Verwaltungsgerichten und dem Bundesverfassungsgericht blieben erfolglos. Daraufhin zog der 47-Jährige vor den Europäischen Gerichtshof. Die Richter gaben ihm nun recht und verurteilten Deutschland zu einer Geldstrafe von 5000 Euro für den erlittenen immateriellen Schaden. Das Bundesjagdgesetz nehme keine Rücksicht auf die ethische Überzeugung von Grundeigentümern, die die Jagd aus Gewissensgründen ablehnen. Außerdem werde der Schutz des Eigentums verletzt. Der deutsche Jagdschutzverband kritisierte die Entscheidung als massive Beeinträchtigung eines Systems, das sich bewährt habe.

Ob die Verpflichtung für Besitzer von Grundstücken über 75 Hektar bestehen bleibt, ist nach diesem Urteil mehr als fraglich.

Urteil in Rechtsstreit erlaubt Falkner das Töten von Tauben

In Hessen gibt es seit drei Jahren einen Rechtsstreit um einen Falkner, der Tauben als Schädlinge tötet und diese an seine Greifvögel verfüttert. Jetzt gab ihm das Gericht zum wiederholten Mal recht.

Das Verwaltungsgericht Wiesbaden erteilte ihm jetzt die Erlaubnis, weiterhin Tauben als Schädlinge zu töten und an seine Falken zu verfüttern. Er habe dazu einen speziellen Käfig entwickelt, in dem die Tauben gefangen, betäubt und enthauptet werden. Das Veterinäramt lehnte diese Tötungsmethode aus Tierschutzgründen ab.

Aufgrund einer erneuten Entscheidung des Verwaltungsgerichts Wiesbaden ist dem Falkner das Töten von Tauben erlaubt, da die Beschränkungen des Veterinäramtes als rechtswidrig eingestuft wurden.

Ranger klagen über mangelnde Hilfe im Kampf gegen Wilderer

Nahaufnahme braune Kuh streckt ihre Schnauze in die Kamera
funny cow © Eric Gevaert - www.fotolia.de

Wildhüter sind beim 7. World Ranger Congress im tansanischen Arusha unter sich. Sie diskutieren über alte und neue Möglichkeiten im Naturschutz und wie man dem großen Problem der Wilderei wirkungsvoll begegnen kann.

Dabei klagen die Ranger über unzureichende Unterstützung durch Justiz, Behörden und Politik. Gegen schwer bewaffnete und gut ausgerüstete Wilderer hätten sie kaum eine Chance. Zudem seien die Strafen viel zu niedrig und hätten keinerlei abschreckende Wirkung.

Festgenommene Wilderer wären in manchen Ländern bereits nach dem Zahlen einer Strafe von 500 Dollar wieder auf freiem Fuß, kritisieren die Ranger.

So seien für ein Kilogramm Nashorn-Hörner in Asien dagegen Preise von bis zu 65 000 Dollar möglich. Allein in den letzten drei Jahren sind fast tausend der Tiere illegal abgeschossen worden.

Auch die Elefanten-Wilderei, so meinen Tierschützer, sei mittlerweile wieder so häufig wie seit den 1980er Jahren nicht mehr.

Es gebe zudem Anzeichen, dass sich Rebellengruppen an dem lukrativen Geschäft beteiligen, etwa die islamistischen Al-Schabaab-Milizen in Somalia oder die ugandische "Widerstandsarmee des Herren" ("Lord's Resistance Army", LRA). Wildhüter würden sich bei solchen Gegnern isoliert fühlen und den Mut verlieren, stellte die Präsidentin des Internationalen Wildhüterverbandes IRF, Deanne Adams, fest.

Kuriose Jagdunfälle

Jäger erschießt versehentlich Jagdkollegen

In Rheinland-Pfalz ist bei einer Treibjagd jetzt das Wirklichkeit geworden, was der Liedermacher Reinhard Mey im Jahr 1970 in seinem Lied "Diplomatenjagd" besungen hat. Ein Jäger erschießt irrtümlich seinen Jagdkollegen.

Ein 61-jähriger Jäger hatte ein Wildschwein, das über ein freies Gelände lief, verfehlt und versuchte das in den Wald fliehende Tier mit einem zweiten Schuss zu erwischen, doch dort stand sein 71-jähriger Jagdkollege und wurde leider tödlich getroffen. Die örtliche Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Jagdunfall - Hund schoss Herrchen mit Gewehr an

In Kalifornien wurde ein Jäger plötzlich zum Gejagten. Nachdem ein 53 Jahre alter Jäger sein Gewehr abgelegt hatte, um seine geschossenen Enten einzusammeln, wurde er selbst zum Opfer. Seine Unachtsamkeit wurde ihm zum Verhängnis als sein Hund auf das auf dem Boden liegende Gewehr trat. Prompt löste sich ein Schuss und traf den Jäger.

Nach dem Jagdunfall kam der Kalifornier sofort zur Behandlung ins Krankenhaus, was ihm sein Leben rettete.

Treibjagd endet auch für Menschen tödlich - Tragischer Jadgunfall mit zwei Toten

Ein tragischer Unfall hat sich im Rahmen einer Treibjagd in Schwörstadt, Baden-Württemberg, ereignet. Ein 39-jähriger Freizeitjäger sollte im Maisfeld als Treiber das Wild aktivieren und scheuchen. Währenddessen schoss ein 71-Jähriger von seinem Hochsitz aus auf den Treiber, den er versehentlich für Wild gehalten hatte. Der Treiber war auf der Stelle tot.

Der 71-jährige Unglücksschütze war so geschockt, dass er sich in sein Auto setzte, in sein nahegelegenes Haus fuhr und sich dort selbst erschoss.

Die Polizei habe zwar Ermittlungen aufgenommen, jedoch scheint alles nach Vorschrift verlaufen zu sein. Die Treiber, von denen es drei gab, trugen alle rote Warnwesten; jedoch war der Mais über 2,50 Meter hoch, sodass Mensch und Wild schwer zu unterscheiden war.

Jäger bricht nach einem Kopfschuss plötzlich zusammen

Nahe dem sächsischen Görlitz wurde ein 73-jähriger Mann mit einer schweren Kopfverletzung von zwei Jägern in einem Wald gefunden. Nach Angaben der Polizei hatte sich der Verletzte auf einer Treibjagd befunden, als er nach einem bislang noch unerklärlichen Kopfschuss plötzlich zusammenbrach.

Der Mann wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, wo er nun behandelt wird. Nähere Angaben zum Unfall gibt es noch nicht, bekannt ist nur, dass an dem besagten Tag mehrere Jäger im Gebiet "Am Schwarzenberg" auf Wildschweinjagd waren.

Sibirien - Jäger hält seinen Schwiegersohn für ein Wildschwein und tötet ihn mit einem Kopfschuss

Eigentlich wollte sich der 26-Jährige mit seinem Schwiegervater nur einen Scherz erlauben als er an dessen Hochsitz vorbeilief und die Geräusche eines Wildschweins nachahmte.

Der 68-Jährige Jäger jedoch konnte in der nächtlichen Dunkelheit Sibiriens nicht ausmachen, dass die Laute von seinem Schwiegersohn stammten und feuerte einen Schuss ab. Das Geschoss traf den jungen Mann direkt in den Kopf und tötete ihn. Nun läuft ein Strafverfahren gegen den Jäger wegen Totschlags.

Jäger auf Entenjagd in den Po geschossen - von seinem Hund

Am Great Salt Lake in Utah, USA, hat sich am Wochenende ein ungewöhnlicher Unfall ereignet: Ein 46 Jahre alter Jäger wurde aus kürzester Distanz von mehreren Kugeln ins Gesäß getroffen, als sein aufgeregter Jagdhund auf das Gewehr getreten und den Auslöser erwischt hatte. Dabei erlitt er nur eine vergleichsweise harmlose Verletzung am Hinterteil, und wahrscheinlich auch in seiner Ehre.

Der Mann wurde angeschossen, als er gerade aus dem Boot klettern wollte, in dem sich noch der Hund und das Gewehr befanden. Nach dem Vorfall wählte er den Notruf und schleppte sich zur nächsten Straße, um dort auf den Rettungsdienst zu warten.

Polnischer Bauer jagt Fuchs und erschießt seine Frau

Ein Bauer aus dem polnischen Dorf Pielnia wollte einem Fuchs, der sich bereits öfters an seinen Hühnern bedient hatte, endlich den Garaus machen. Mit einem Schrotgewehr bewaffnet machte sich der 56-Jährige auf die Jagd.

Einige Kugeln seines Schusses durchschlugen jedoch ein Fenster des Hühnerstalls und trafen seine eigene Ehefrau, die schließlich ihren Verletzungen erlag. Der Fuchs wurde lediglich leicht verletzt und konnte davonkommen.

Die Polizei geht von einem Unfall aus, hat den 56-Jährigen aber dennoch vorübergehend in Gewahrsam genommen.

Tierbesitzer wegen fahrlässiger Tötung zu 15 Monaten Hausarrest verurteilt

In Russland soll ein Hund einen Mann mit einem Gewehr erschossen haben. Der Tierbesitzer wurde nun zu 15 Monaten Hausarrest wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Der Hund soll mit einem Tritt auf ein liegendes Gewehr einen tödlichen Schuss abgefeuert haben.

Der Hundebesitzer war mit seinem Hund und einem Bekannten im Herbst 2011 auf der Jagd, als der herumtollende Hund plötzlich auf den Abzug des Gewehres kam. Der Hundebesitzer nahm vor Gericht die volle Schuld auf sich.

Toter Wolf im Westerwald - Wer ist der Todesschütze?

Letztes Wochenende haben Spaziergänger einen erschossenen Wolf im Westerwald gefunden. Nach Ansicht erster Ergebnisse handelt es sich dabei um eine Art, die seit 120 Jahren nicht mehr in dieser Gegend gesichtet wurde. Nun wurde auch der Todesschütze ausfindig gemacht. Dabei handelt es sich um einen Jäger, der den Wolf versehentlich für einen Hund hielt.

Erst im Fernsehen erfuhr der 71-Jährige von seiner Tat und stellte sich bei der Polizei. Rechtliche Konsequenzen hat der Mann aber nicht zu erwarten, da er über eine Berechtigung zum Jagen in dieser Gegend verfügte.

Fahrlässige Tötung: Mann wird von Jäger erschossen

Ein tragisches Unglück hat sich vergangenes Wochenende in der Region Franken zugetragen. Dort war ein Jäger auf Streifzug durch die Morgendämmerung, als er glaubte, ein Wildschwein entdeckt zu haben. Er schoss - und traf sein Opfer, das sich als 26-jähriger Mann herausstellte.

Der Mann wurde durch einen Brustschuss getroffen. Der Jäger benachrichtigte umgehend den Notarzt, der jedoch nur noch den Tod des Mittzwanzigers feststellen konnte. Der Jäger hatte dies wohl nicht beabsichtigt und ist entsprechend schockiert über den tragischen Unfall und über seine folgenreiche Fehlentscheidung. Die zuständige Polizeisprecherin machte deutlich, dass sich der Jäger auch bei einer Verwechslung für fahrlässige Tötung zu verantworten habe.

Pferd erschossen – Jäger verliert Jagdschein

Im Sommer 2011 kam es zu einer verhängnisvollen Verwechslung, der jetzt ein Nachspiel vor dem Verwaltungsgericht Koblenz folgte. Die Kreisverwaltung Bad Kreuznach hatte dem Jäger den Jagdschein entzogen. Der Grund: Ein von ihm erschossenes Pferd. Das Verwaltungsgericht bestätigte jetzt diesen Entzug.

Dem Jäger half auch die Begründung nichts, er habe das Pferd für ein Wildschwein gehalten. Laut Aussage des Jagdpächters sei die Nacht hell genug gewesen, ein hellbraun-weiß geschecktes Pferd von einem Wildschwein unterscheiden zu können. Das Verwaltungsgericht zweifelte die „erforderliche Zuverlässigkeit“ des Jägers an und erklärte den Jagdschein für ungültig.

Jäger erschießt Hund – Hundehalter erleidet Nervenzusammenbruch

Bei einem Spaziergang auf einer Wiese in Rehhof bei Nürnberg wurde ein Hund angeblich grundlos von einem Jäger erschossen. Die Besitzer des Hundes erlitten einen Nervenzusammenbruch, Passanten sind empört.

Die Hundehalter befanden sich wie so oft mit ihrem Vierbeiner auf der weitläufigen und von Menschen und anderen Hunden belebten Wiese, als plötzlich ein Schuss ertönte und ihr Hund tot umfiel. Ein Jäger soll den Hund mit einem Wild verwechselt haben und daher den Schuss abgegeben haben.

In der Nähe des Vorfalls befindet sich auch ein Kinderspielplatz. Der Vorfall hätte Menschenleben kosten können. Verantwortliche des Ordnungsamtes zeigen sich besorgt und versprechen den Anwohnern, sich um den Fall zu kümmern. Es kann nicht sein, dass ein Jäger inmitten einer belebten Umgebung Wild schießen geht.

Jagdgewehr ist zum Jagen da - Diebe fangen verboten

Sofern man mit seinem Jagdgewehr neben der eigentlichen Jagd auch Diebe stellen sollte, kann der Waffenschein sowie die Jagderlaubnis eingezogen werden. Im speziellen Fall hatte ein Jäger mit seinem Gewehr Schrottdiebe auf frischer Tat ertappt und diese anschließend der Polizei übergeben.

Kurz darauf wurde seine Waffenbesitzkarte sowie sein Jagdschein eingezogen, wogegen der Jäger vor das Verwaltungsgerichts Arnsberg zog und erfolglos klagte. Laut den Richtern dürfe ein Gewehr nämlich nur zur Jagd verwendet werden. Der Mann hat allerdings die Diebe bedroht, was missbräuchlich sei, da ihm hierfür die erforderliche Zuverlässigkeit für das Führen einer Waffe fehle.

Außerdem ist zu befürchten, dass er auch in Zukunft seine Waffe je nach Situation missbräuchlich verwendet, weshalb der Entzug des Waffenscheins sowie der Jagderlaubnis nicht zu beanstanden ist.

Jäger verwechselt Pony mit Wildschwein - Waffenschein wird eingezogen

Bei einer Jagd in der Nähe eines Pferdehofs im August letzten Jahres hat ein Berliner Jäger ein Islandpony mit einem Wildschwein verwechselt und getötet.

Kurze Zeit später hat die Waffenbehörde seine waffen- und munitionsrechtliche Erlaubnis widerrufen, woraufhin der Mann eine Beschwerde mit der Begründung einlegte, dass "die waffenrechtliche Zuverlässigkeit" aufgrund eines einzelnen Fehlschusses nicht "infrage gestellt werden könne". Daneben sei es nach Angaben des Jägers zum Zeitpunkt des Schusses bereits dunkel gewesen.

Schussabgabe nur bei absoluter Sicherheit

Die Entscheidung der Waffenbehörde wurde von vom Verwaltungsgericht der Hauptstadt wegen der mangelnden Zuverlässigkeit des Jägers bestätigt. Ein Schuss dürfe vom Jäger auf ein Tier nämlich nur dann abgegeben werden, wenn dieser sich vergewissert hat, um welches Tier es sich handelt. Bei der kleinsten Unsicherheit ist die Schussabgabe absolut verboten. In diesem Fall musste der Mann mit seinem nahe eines Pferdehofes gelegenen Jagdbereiches außerdem davon ausgehen, dass ihm ein Pony vor die Linse läuft.

Grundinformationen und Hinweise zur Jagd

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: hunter loading rifle in a winter forest. Bushcraft, hunting and people concept © kaninstudio - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Jäger 04 © noxmox - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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