Wissenswertes zum Rundfunkbeitrag und zur Beantragung einer Freistellung von der Beitragspflicht

Rückenansicht junge Frau sitzt in den Armen ihres Freundes auf der Couch vor dem Fernseher

Wir informieren über die Zahlung an den ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice und die Möglichkeiten einer Freistellung

  • ,
  • von Paradisi-Redaktion

Wohl jeder Mensch hierzulande kennt die Annehmlichkeiten, die das Fernsehen oder das Radio bieten. Doch das gesendete Programm erreicht den Anwender nicht kostenlos. Die Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in der Bundesrepublik Deutschland hat bis zum Jahr 2012 einen monatlichen Betrag für die ins Haus gelieferten Filme, Serien und sonstigen medialen Bestandteile erhoben; seit 2013 gibt es ein paar Neuerungen. Bleiben Sie in Sachen Rundfunkbeitrag auf dem Laufenden.

Um den Rundfunk nutzen zu dürfen, müssen Haushalte monatlich eine bestimmte Gebühr entrichten. Wurde diese bis vor einigen Jahren von der so genannten Gebühreneinzugszentrale (GEZ) eingezogen - damals wurde die Gebühr als GEZ-Rundfunkgebühr bezeichnet - erfolgt die Abrechnung des so genannten Rundfunkbeitrags seit 2013 durch den ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice.

Im Überblick: der ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice

Beim ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice handelt es sich um eine Gemeinschaftseinrichtung, die seit dem Jahr 2013 für den Einzug des Rundfunkbeitrags zuständig ist. Sie löst damit die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) ab bzw. geht aus dieser hervor - die Umbenennung erfolgte im Rahmen der umgestellten Rundfunkfinanzierung auf das neue Beitragsmodell, die gleichzeitig stattgefunden hat.

Die eingezogenen Gelder werden vom Beitragsservice an das Deutschlandradio, an die Landesrundfunkanstalten der ARD, an das ZDF sowie an die Landesmedienanstalten, die für die Aufsicht des privaten Rundfunks zuständig sind, weiter.

Zu den Mitgliedern des Beitragsservice zählen

  • das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF)
  • der Bayerische Rundfunk (BR)
  • der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR)
  • der Hessische Rundfunk (HR)
  • der Norddeutsche Rundfunk (NDR)
  • Radio Bremen (RB)
  • der Saarländische Rundfunk (SR)
  • der Westdeutsche Rundfunk (WDR)
  • der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB)
  • der Südwestrundfunk (SWR) sowie
  • Deutschlandradio (DLR).

Änderungen seit 2013

Seit Beginn des Jahres 2013 wird somit die GEZ-Rundfunkgebühr durch den so genannten Rundfunkbeitrag abgelöst. Wurde die Gebühr bislang individuell errechnet, so legt die Einzugszentrale den Betrag nun allgemeingültig fest.

Die Frage ist nun nicht mehr, wie viele Personen sich in einem Haushalt befinden und wie viele technische Geräte, die der Nutzung des Rundfunks unterliegen, dort zur Verwendung kommen. Vielmehr wird ein fester Grundbetrag von 17,98 Euro pro Monat und Wohngemeinschaft erhoben.

Das mag für viele Schichten der Bevölkerung einen reibungslosen Ablauf der Zahlungen gewährleisten und nicht allzu tief in die eigenen Kassen greifen. Für solche Menschen aber, die über eine geringe Habe verfügen, wäre selbst dieser Betrag nicht stets leicht zu überweisen.

TV-Nutzung kann zur Kostenfalle werden

Auf Grund des hohen Stromverbrauchs eines TV-Geräts sollen diese bald, ähnlich wie bei Kühlschränken, mit Schildern versehen werden, die den Stromverbrauch anzeigen. Die Elektro-Fachmärkte Media Markt und Saturn haben ihre Teilnahme schon zugesagt.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz hatte vor einigen Wochen erklärt, dass der Fernseher enorme Stromkosten verursachen und dass sich innerhalb von zehn Jahren bis zu 1.000 Euro an Kosten summieren könne. Noch ungeklärt ist allerdings noch, welche Art von Verbrauch aufgelistet werden soll (Standby oder Nutzung).

FDP-Politiker fordert Abschaffung der GEZ-Gebühr

Linke Hand hält Fernbedienung und Daumen liegt auf einem Knopf
remote in hand over white © Ovidiu Iordachi - www.fotolia.de

Der FDP-Medienexperte Hans-Joachim Otto ist gegen die GEZ-Gebühr und fordert nun ihre Abschaffung. Die Gebühr für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sorgt bei vielen Deutschen für Aufregung, denn immerhin kostet es jeden rund 17 Euro monatlich, auch dann, wenn bestimmte Sender, die empfangen werden können, gar nicht genutzt werden.

Bald soll auch für rundfunkfähige Handys und Computer gezahlt werden. Laut Otto ist die Gebühr pro Gerät veraltet; er schlägt eine Medienabgabe pro Haushalt von monatlich 10 Euro, um die sich das Finanzamt kümmert, vor.

Abgabe an die GEZ soll neu geregelt werden

Jeder Bundesbürger ist verpflichtet monatlich seine Rundfunkgebühr, beziehungsweise auch für das Fernsehen, zu bezahlen. Hierbei geht es um die einzelnen Haushalte, wobei jeweils für einen aber auch mehrere Anschlüsse die Gebühr erhoben wird.

Bislang musste aber die GEZ (Gebühren-Einzugs-Zentrale) den einzelnen Bewohnern die Nutzung nachweisen, aber in Zukunft soll dieses Verfahren geändert werden, so dass die Beweislast beim Bewohner liegt. Vorab aber schon einmal eine schlechte Nachricht für alle Nutzer der Internet-PC, denn diese, die zwar keinen Fernsehen haben, sollen demnächst nicht mehr die geringere Gebühr von 5,76 Euro monatlich bezahlen, sondern an den Normaltarif in den nächsten drei Jahren angepasst werden.

Dies betrifft aber nur diejenigen, die bisher noch kein Fernseher oder Rundfunkgerät angemeldet haben. Sozial schwächere Haushalte sollen aber auch in Zukunft die Möglichkeit haben, sich von den Gebühren befreien zu lassen. Die neue Regelung soll eventuell ab dem Jahr 2013 gelten.

Hohe Gebühren und niedrige Qualität - Warum der Fernseher eigentlich unnötig ist

Die wenigstens Menschen benutzen den Fernseher noch, um sich gezielt über das Tagesgeschehen zu informieren. Auch um in Ruhe einen guten Film zu gucken eignen sich aufgrund der penetranten Werbung nur noch wenige Sender. Ein Online-Frauenmagazin befragte jetzt seine Leserinnen nach Momenten, in denen sie den Fernseher abschaffen wollten oder abgeschafft haben.

Die Antworten waren bunt gemischt, die meisten Frauen bemängelten jedoch insgesamt die Qualität des Fernsehprogramms. Besonders tagsüber sei dieses unterirdisch schlecht. Sich Laienschauspieler und Talkshows mit immer gleichen Themen anzusehen, sei schlichtweg Zeitverschwendung. Aber auch abends gehe einfach viel zu viel kostbare Zeit vor der Flimmerkiste flöten.

Schon so manche Ehe ist über Olympia und stundenlange Fußball-Spiele schwer ins Kriseln geraten. Wenn es da wenigstens günstig wäre, einen Fernseher zu besitzen - aber mit GEZ und Kabelgebühren kommt man leicht auf über dreißig Euro pro Monat. Davon könne sie jede Woche einen guten Film im Kino sehen, erklärte eine Leserin.

Demnächst bezahlt jeder Haushalt die gleichen Beiträge für Fernsehen und Rundfunk

Älteres Paar liegt eingekuschelt auf der Couch und guckt Fernsehen
Happy couple cuddling on the couch watching television © WavebreakMediaMicro - www.fotolia.de

In Deutschland wird die Rundfunkgebühr, die von der Gebühreneinzugszentrale "GEZ" erhoben wird, zwar nicht abgeschafft, sondern vereinheitlicht, so dass dann jeder Haushalt den gleichen Beitrag leisten soll. Dies soll unabhängig von der Anzahl und Art der Geräte erfolgen. Auf diese neue Regelung haben sich die Rundfunkkommissionen der Länder geeinigt, der Vorsitzende ist der Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) aus Rheinland-Pfalz.

Zurzeit bezahlt man im Vierteljahr 53,94 Euro, das sind also monatlich 17,98 Euro und dabei soll es auch bleiben. Anders sieht es aus für Haushalte, die bisher nur für ein Radio oder auch einen internetfähigen PC eine Gebühr von 5,76 Euro entrichtet haben, dies soll demnächst nicht mehr möglich sein. Zurzeit belaufen sich die Gesamteinnahmen für die Anstalten auf etwa 7,3 Milliarden Euro.

Öffentlich rechtliche Sender haben eine Erhöhung der Rundfunkgebühren beantragt

Öffentlich Rechtliche beantragen höhreres Budget, Forderung noch nicht genehmigt

Paar guckt Fernsehen, er hält die Fernbedienung und sie das Popcorn
Couple using a remote control © Minerva Studio - www.fotolia.de

Obwohl die Deutschen im Vergleich zu anderen europäischen Ländern schon jetzt horende Summen an die öffentlich rechtlichen Fernsehsender zahlen, wollen die ARD und der ZDF die Rundfunkgebühren ab 2013 noch weiter anheben, wie die Zeitung "Die Zeit" berichtet. Demnach nimmt die ARD derzeit ganze 5,52 Milliarden pro Jahr durch Rundfunkgebühren ein und verlangt ab 2013 zusätzliche 225 Millionen.

ZDF fordert höheres Budget

Das ZDF bekommt momentan 1,82 Milliarden Euro und will sein Budget in der kommenden Gebührenperiode um 900 Millionen aufstocken, heißt es in dem Bericht. Einen entsprechenden Antrag für die Gebührenerhöhung haben die Sender bei der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs bereits gestellt.

Für die Bürger bedeute dies einen Anstieg der Rundfunkgebühren von bislang 17,98 Euro pro Monat auf 18,86 Euro. Ob die Fernsehsender ihre Forderung aber durchsetzen können, steht bislang noch nicht fest. In letzter Instanz wird der Landtag über die Genehmigung des Antrags entscheiden und dort stoßen die Forderungen der Öffentlich Rechtlichen noch auf viele Gegner.

Ab Januar 2013 wird der allgemeine Rundfunkbeitrag eingeführt

Breitwand Fernseher, Flachbildschirm, davor Fernbedienung
Widescreen high definition TV screen with video gallery. Remote © Piotr Adamowicz - www.fotolia.de

Zurzeit wird von der sogenannten "Gebühreneinzugszentrale" (GEZ) monatlich, beziehungsweise auch vierteljährlich, eine Rundfunkgebühr für die Nutzung von Radio, Fernsehen und auch beim Computer erhoben, die beispielsweise für einen Haushalt im Vierteljahr bei knapp 54 Euro liegt.

Nun soll ab dem kommenden Januar 2013 die Bezeichnung von "Rundfunkgebühr" auf "Rundfunkbeitrag" geändert werden und auch die "GEZ" soll umbenannt werden.

Für manche Verbraucher ändert sich dadurch aber eins, weil die "GEZ" notorische "Schwarzseher" nicht rückwirkend erfassen will und dementsprechend kassieren will, brauchen sie eine weitere "Verfolgung" nicht befürchten. Auch sollen Vermieter dementsprechende Informationen nicht weitergeben müssen.

Ab dem 1. Januar 2013 gilt die neue Verordnung, wobei jeder Haushalt, egal wie viele Geräte ( Fernseher, Computer oder Handy) er hat, monatlich den Pauschalbetrag von 17,98 Euro für die Rundfunknutzung bezahlen muss.

Die bisherige Regelung, wo man eventuell nur für einen Radioanschluss weniger bezahlt hatte, wird dann entfallen, die zum Teil bei nur 5,76 Euro lag.

Rundfunkgebühr wird durch Rundfunkbeitrag ersetzt

Die derzeit noch bestehende geräteabhängige Rundfunkgebühr wird ab dem 1. Januar kommenden Jahres durch den geräteunabhängigen Rundfunkbeitrag ersetzt. Auch bei der von vielen Bürgern nicht gerade geliebten Gebühreneinzugszentrale oder kurz GEZ wird es eine Änderung geben - sie nennt sich ab dann "ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice".

Für die wenigsten Gebührenzahler ändert sich durch die Umstellung allerdings etwas, da der öffentlich-rechtliche Rundfunk schließlich finanziert werden muss. Ab Januar wird der entsprechende Betrag von monatlich 17,98 Euro pro privatem Haushalt und unabhängig von der Anzahl der genutzten Geräte oder der Bewohnerzahl erhoben. Dies gilt auch dann, wenn die Mieter überhaupt kein beitragsrelevantes Gerät in der Wohnung haben, sodass zumindest aus finanzieller Sicht eine Medienverweigerung sinnlos ist.

Die Profiteure der Änderung sind zum Beispiel Wohngemeinschaften, wo die Bewohner bislang für jedes Gerät Rundfunkgebühren zahlen mussten. Die gefürchteten Wohnungsbesuche der GEZ-Angestellten entfallen in Zukunft auch, da die Gebühr pro Wohnung entrichtet werden muss und nach wie vor die Anmeldepflicht bei dem neuen Beitragsservice besteht.

Köln stellt Zahlung der Rundfunkgebühren vorerst ein

Köln zahlt bis auf weiteres keinen Rundfunkbeitrag mehr, wie eine Stadtsprecherin mitteilte. Die Zahlung des neuen Rundfunkbeitrags, der seit dem 1. Januar dieses Jahres die alte GEZ-Gebühr ersetzt, könne die Stadt derzeit bürokratisch nicht umzusetzen. Es seien erst große Anstrengungen nötig, um den Betrag zu ermitteln, den die zahlreichen Behörden der Stadt zu errichten hätten.

Die neue Regelung der Rundfunkgebühren sieht vor, dass pauschal jeder Haushalt eine Abgabe bezahlen muss. Vorher wurde der zu zahlende Betrag nach der Anzahl der Geräte in einem Haushalt berechnet. Der Städtetag NRW hatte sich über die neue Praxis bereits beklagt, da auf die Kommunen zusätzliche Kosten zukommen könnten. Der Leipziger Verfassungsrechtler Christoph Degenhart bezweifelt sogar die Rechtmäßigkeit der neuen Gebühr. Die Bundesländer dürften seiner Meinung nach eine solche Steuer überhaupt nicht beschließen.

Passauer Jurist scheitert mit Eilantrag gegen Rundfunkbeitrag

Den Eilantrag des Passauer Juristen Ermano Geuer gegen den Rundfunkbeitrag hat der Bayerische Verfassungsgerichtshof kurzerhand zurückgewiesen. Geuer argumentierte in seiner Klage, dass der Gleichheitsgrundsatz der Verfassung mit dem neuen Finanzierungsmodell von ARD und ZDF verletzt werde und somit der Datenabgleich ausgesetzt werden müsse.

Die vorsitzenden Richter lehnten den Eilantrag mit der Begründung ab, dass eine Aussetzung die "gleichmäßige Beitragserhebung in erheblicher Weise beeinträchtige" und der Datenabgleich zur Erfassung der Beitragszahler "einer größeren Beitragsgerechtigkeit diene". Da seit Anfang des Jahres jeder Haushalt den Rundfunkbeitrag unabhängig der Anzahl von Empfangsgeräten zahlen muss, beschlossen die Landtage einen einmaligen Meldedatenabgleich.

Umsetzung des neuen Rundfunkbeitrags kostet Geld und Arbeitsplätze

Nahaufnahme Fernbedienung, darauf kleine lesende Figur
lesender Person auf Fernbedienung © sk_design - www.fotolia.de

Laut eines Zeitungsberichts kostet die Umstellung vom bisherigen Bezahlmodell auf den neuen Rundfunkbeitrag knapp 80 Millionen Euro. Allein das Überstellen der Konten der bereits gemeldeten Gebührenzahler auf Wohnungs- und Betriebsstättenkonten soll gut 40 Millionen Euro verschlingen. Weitere 39,6 Millionen seien für den einmaligen Datenabgleich mit den Einwohnermeldeämtern fällig.

Diese Zahl ginge zumindest aus einer vorläufigen Finanzplanung vonseiten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten hervor. Wie hoch der finanzielle Aufwand letztendlich aber tatsächlich sein wird, könnten die Anstalten jedoch selbst nur schwer absehen. Dennoch seien die ARD, das ZDF sowie das Deutschlandradio zuversichtlich, dass der besagte Datenabgleich sogar nochmals deutlich günstiger als anfänglich angenommen ausfallen könne.

Unabhängig davon halte man an dem Vorhaben, bis Ende 2016 auf gut 140 Mitarbeiter zu verzichten, fest, zumal es von Anfang an ein Grundgedanke gewesen sei, mithilfe des neuen Beitragsservices schlanke Strukturen zu schaffen, um einer offiziellen Begründung zufolge den Rundfunkbeitrag möglichst gering halten zu können. Kritiker könnten aber auch darin, dass die flächendeckende Zwangsabgabe eine bestmögliche "Ausschöpfung des Teilnehmerpotenzials", wie es im internen Amtsjargon heißen soll, verspricht, einen Grund für die Umstellung sehen.

Werbefreies ARD und ZDF durch minimale Erhöhung der Rundfunkgebühren

Bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF werden Werbespots, anders als bei den privaten TV-Sendern, lediglich bis 20 Uhr geschaltet. Allerdings könnten die Fernsehzuschauer auch auf die Spots davor komplett verzichten, sofern der Rundfunkbeitrag um nur 1,25 Euro steigt. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine aktuelle Studie der Finanzkommission KEF, welche sich auf die Werbeeinnahmen von 2009 bis 2012 beziehen.

Geringe Werbeeinnahmen pro Haushalt

Demnach entfallen anteilig auf Werbung 1,10 Euro sowie auf Sponsoring 0,15 Euro. Dieses an Schleichwerbung grenzende Sponsoring fehlt beispielsweise bei keiner "Wetten dass ..?"-Show, wo regelmäßig ein Kandidat mit einem Auto in den Saal gefahren wird, dessen Markenemblem für alle Kameras gut sichtbar ist.

Der momentane Rundfunkbeitrag beträgt seit Anfang des Jahres 2013 pro Wohnung pauschal 17,98 Euro, so dass der Kontrollbesuch der GEZ sowie das getrennte Anmelden von TV-Geräten und Radios seitdem der Vergangenheit angehört.

Wissenswertes über den Rundfunkbeitrag: Zahlungsverweigerung hat Folgen

Informationen zu Änderungen der Rundfunkgebühr ab Januar 2015 sowie Folgen bei Zahlungsverweigerung

Rückenansicht zwei Freundinnen auf Couch vor Fernsehen essen Pralinen
Two women in living room watching television eating chocolates s © Monkey Business - www.fotolia.de

Nach einer aktuellen Umfrage stufen zwei Drittel aller Bundesbürger die Rundfunkgebühr als zu hoch ein. Derzeit liegt die Zwangsabgabe bei 17,98 Euro pro Monat und Haushalt. Am 1. Januar 2015 sinkt der Beitrag um 48 Cent auf 17,50 Euro.

Zahlen muss ihn jeder, unabhängig von den Seh- und Hörgewohnheiten - selbst dann, wenn in einem Haushalt kein einziges Empfangsgerät vorhanden ist. Wer sich weigert, muss mit Sanktionen rechnen.

Nach einem Abgleich mit den Einwohnermeldeämtern schreibt der "ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice" – die Nachfolgeorganisation der GEZ - derzeit noch nicht angemeldete Bürger für den Rundfunkbeitrag an. Die Gebühr muss für jeden Haushalt nur einmal gezahlt werden.

Wenn man einen Anmeldebrief trotz Beitragzahlung erhält

Verbraucherschützer raten daher, neue Gebührenbescheide genau zu prüfen. Wer mit einem Beitragszahler zusammenwohnt und aktuell einen Anmeldebrief erhält, muss nicht zahlen. Dies gilt nicht nur für Familienmitglieder, sondern auch für unverheiratete Paare, Wohngemeinschaften oder für Erwachsene, die bei ihren Eltern leben.

Bei einer möglichen "Zwangsanmeldung" sollten sich Betroffene sofort mit der Beitragsnummer des zahlenden Mitbewohners an den "Beitragsservice" wenden. Die Beweislast liegt immer beim Beitragszahler. Briefe sollten daher nur per Einschreiben mit Rückschein verschickt werden.

Wenn man keinen Beitrag zahlt

Wer keine Gebühren bezahlt, obwohl er dazu verpflichtet ist, muss innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen. Sonst drohen Mahnungen, ein Vollstreckungsbescheid und Lohnpfändungen. Ein Zahlungsverzug von mehr als sechs Monaten gilt als Ordnungswidrigkeit, die auch mit einem Bußgeld geahndet werden darf.

Wer sich von der Beitragszahlung befreien kann

Sich befreien von der Gebührenpflicht können Menschen mit einem niedrigen Einkommen. Diese Regelung gilt auch für:

Möglichkeiten einer Freistellung der Rundfunkbeitragspflicht

Allerdings sieht die Einzugsbehörde für derlei Fälle eine Freistellung vor.

Das Einkommen als Hürde

Durch die neue Regelung der Rundfunkbeitragspflicht werden Haushalte benachteiligt, für die eine regelmäßige Zahlung der erhobenen Summe einen Nachteil darstellen würde. Das sind mithin solche Menschengruppen, die soziale Leistungen beziehen.

Die Sozialhilfe sowie das Arbeitslosengeld II sind dabei von jenen Maßnahmen gedeckt, die das Bundesverfassungsgericht in einem Grundsatzurteil aus dem November 2011 als Befreiung von der Gebühr ansah. Ebenso können aber auch alle Personen, die einen Anspruch auf Geldleistungen aus der Grundsicherung besitzen, von der Zahlung ausgenommen werden. Inwieweit das der Fall ist, muss jedoch im Einzelnen Verfahren überprüft werden.

Der Betroffene reicht dabei einen Antrag bei der Einzugszentrale ein und legt dort seine wirtschaftlichen Verhältnisse dar. Wird die eigene Habe als zu gering angesehen, kann eine Befreiung gewährt werden.

Auch Studenten und Geringverdiener betroffen

Allerdings bedarf es keines Bezuges sozialer Leistungen, um eine Senkung der Gebühren zu erwirken. Alle Personengruppen, die zwar über ein gewisses Einkommen verfügen, dieses aber ohnehin knapp bemessen ist, können die Rundfunkbeiträge entweder reduzieren oder gänzlich aussetzen lassen.

Hierbei ist es erforderlich, dass der Bürger unter Abzug aller Ausgaben sowie unter Einberechnung der Zahlungen für die Nutzung des Rundfunks unter das eigene Existenzminimum fallen würde. Wie hoch diese Mindestsumme ausfällt, ist ebenso individuell zu ergründen.

So können etwaige eigene Kinder oder bestimmte Ansprüche auf Renten und sonstige Leistungen den Grundbetrag anheben. Auch hier muss folglich ein entsprechender Antrag an die Zentrale gesendet werden, der über die finanziellen Gegebenheiten im Haushalt die nötigen Auskünfte erteilt.

Schüler, Studenten und Geringverdiener werden aber regelmäßig eine Herabsetzung der Kosten erfahren.

Künftige Freistellungen möglich

Neben dem Einkommen sowie dem Existenzminimum kann aber auch ein drittes Kriterium zur Senkung der Gebühren genutzt werden. Körperliche Beeinträchtigungen wie ein auf 60 Prozent der eigentlichen Leistung reduziertes Seh- oder Hörvermögen führen regelmäßig dazu, dass der Grundbetrag von 17,98 Euro auf 5,99 Euro verringert wird.

Die entsprechenden Anträge können bei der Gebühreneinzugszentrale sowie allen kommunalen Gemeindeverwaltungen bezogen werden. Wichtig bei ihnen ist es jedoch, dass eine Befreiung ausschließlich für die Zukunft möglich ist.

Rückwirkende Beseitigungen der Zahlungspflicht, aus denen sich sogar ein eventueller Anspruch auf Rückerstattungen ergeben könnte, ist aktuell nicht vorgesehen. Dennoch lohnt sich die Stellung des Antrags in jedem Fall, kann der monatliche Betrag damit doch erheblich gesenkt oder sogar gänzlich ausgesetzt werden.

Neue TV-Geräte und Techniken

Neues Fernsehgefühl bei ARD und ZDF durch HDTV

Sender testen HD-Fernsehen bei Leichtathletik-WM

Frau hält Fernbedienung in Richtung Fernseher
Woman with remote control and flat tv © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Ab dem 15. August beginnt ein neues Fernseh-Zeitalter, denn dann werden ARD und ZDF die Leichtathletik-WM aus Berlin, aber auch Eigenproduktionen im HDTV-Format übertragen. Zurzeit findet man aber auf dem neuen Sender "Eins Festival HD" nur Testbilder, doch soll jetzt einige Wochen das volle Programm darüber gesendet werden.

Was nach der Leichtathletik-WM weiter gesendet wird ist noch nicht bekannt. Es wird das Format 720p50 benutzt werden, das also 1.280 x 720 Pixeln bei 50 Vollbildern pro Sekunde liefern wird, was besonders bei sportlichen Ereignissen besser ist.

"Das Erste HD" und "ZDF HD" über automatischen Sendersuchlauf finden

Bei älteren Fernsehgeräten kann es aber zu Problemen kommen, doch die meisten in den letzten Jahren verkauften Geräte besitzen die Kennzeichnung "HD ready" mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln, und die Geräte mit "Full HD" sogar 1.920 x 1.080 Pixel. Die meisten Geräte finden übrigens die Sender "Das Erste HD" und "ZDF HD" beim automatischen Sendersuchlauf.

Wer also demnächst erstklassige Bildqualität bei den Programmen von ARD und ZDF haben möchte, sollte sich vielleicht dann doch von seinem alten "Schätzchen" trennen. Vielleicht gibt es ja demnächst auch eine "Abwrackprämie" bei Fernsehern?

Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin mit 3D-Fernsehen

In Berlin ist jetzt die 49. Internationale Funkausstellung zu Ende gegangen, wobei rund 228.000 Besucher, etwa acht Prozent mehr als im Vorjahr, gezählt wurden. Es waren 1.164 Aussteller auf der IFA 2009 vertreten und stellten die neusten Erzeugnisse der Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik sowie Haushaltsgeräte vor.

Ein großer Andrang herrschte vor den 3D-Fernseher von den Firmen Sony, Samsung, Panasonic, LG sowie JVC. Was früher noch in der Entwicklung war und nicht mehr als eine Spielerei, so wird dies wohl der neue Trend der Zukunft sein. Die Hersteller setzen dabei auf die sogenannten Shutterbrillen, damit der eigentliche 3D-Effekt direkt in die Augen des Betrachters übermittelt wird.

Aus dem Film "Avatar" von dem Titantic"-Regisseur James Cameron wurde auch der Roboter dem Publikum gezeigt.

Fernsehen mit Geruch bald Wirklichkeit

Chemiker der Universität Kalifornien wollen einen lang gehegten Traum der Fernsehindustrie verwirklichen: Gerüche, die im TV zu sehen sind, endlich auch für den Konsumenten fühlbar zu machen und dem Zuschauer zu übermitteln. Das würde für die zahlreichen Kochsendungen noch mehr Erfolgsaussichten bedeuten. Somit kann wenn ein Gericht gekocht wird gleichzeitig der dazu gehörende Duft dem Zuschauer übermittelt werden.

Erreichen wollen das die Wissenschaftler mit einem selbst gebauten kleinen Kasten, der einfach rückseitig am Endgerät befestigt wird. Mit Hilfe von Geruchsstofflösungen lassen sich mehrere tausend unterschiedliche Düfte erzeugen, so die Forscher. Über eine kleine Öffnung an der Oberseite des Kastens können diese Lösungen bei eingeschaltetem Fernseher entweichen. Falls nicht geschaut wird, dringen keine Gerüche nach außen.

Was nun gerochen werden soll, kann vorab vom Zuschauer selber „betankt" werden. So wird aus den saftigen Steaks auf dem Bildschirm nicht nur ein Augenschmaus, sondern mittels der Gerüche ein echtes Geschmackserlebnis.

Im Dunkeln fernsehen lässt die Augen schneller ermüden

Wer abends gerne fernsieht, sollte immer das Licht eingeschaltet haben, denn im Dunkeln fernsehen weitet die Pupillen und lässt die Augen schneller ermüden. Dadurch machen sich auch Sehfehler deutlicher bemerkbar und stören die Wahrnehmung, wie die Apothekenzeitschrift "Senioren Ratgeber" berichtet.

Wen die Reflektion der Glühbirne auf dem Bildschirm stört, der sollte am besten auf eine Tisch- oder Wandleuchte umsteigen.

Mit dem Fernseher reden - Fernbedienung des TV-Gerätes mit Sprachsteuerung

Junge Frau mit Popcorn auf Couch, schaut Fernsehen
Woman watching television with popcorn in living room © CandyBoxPhoto - www.fotolia.de

Seit Jahrzehnten steuern TV-Zuschauer ihren Fernseher mit der Fernbedienung. Noch immer ist der kleine Befehlsgeber, der per Infrarot mit dem TV kommuniziert, das wichtigste Steuerelement in jedem Wohnzimmer.

Bedienung des Fernsehers anhand von Sprache

Doch während die traditionelle Fernbedienung mit ihren vielen Knöpfen zur Standardausstattung jeder Heimkinokomponente gehört, bringen immer mehr Hersteller Fernseher mit einer Sprachsteuerung auf den Markt. Die Sprache reicht aus, um etwa den Sender zu wechseln oder die Lautstärke zu ändern. Zudem lassen sich auf diese Weise Dienste, Inhalte und Apps bedienen.

Unterschiedliche Kommandos bei diversen Herstellern

Wichtig ist es, klar, aber nicht übertrieben akzentuiert, zu sprechen. Die erforderlichen Befehle finden sich im Handbuch. Da es keine Norm gibt, kann sich jeder Hersteller für die Kommandos entscheiden, die er für richtig hält.

Die TV-Geräte verstehen nicht jedes Wort, das man zu ihnen sagt. Bei Smart-TVs ist das Mikrofon in die Fernbedienung eingebaut, aber es gibt auch Apps zur Bedienung der Geräte per Smartphone oder Tablet.

Internetverbindung für bestimmte Features

Einige Features von Sprachsteuerungen lassen sich lediglich mit einer Internetverbindung nutzen. Dabei werden von einigen Herstellern anonymisierte allgemeine Daten erhoben, etwa zur Häufigkeit der Nutzung und unter Umständen die IP-Adresse des Geräts.

Gute Beamer für Zuhause haben ihren Preis

Bei einem Vergleich von 13 Projektoren hat die Stiftung Warentest nun festgestellt, dass qualitativ hochwertige Produkte durchaus ihren Preis haben. Doch für den Verbraucher kann sich die Investition einer höheren Summe in vielerlei Hinsicht lohnen.

Besonders praktisch ist dabei die Zoom-Funktion, mit der man die Bildfläche verdoppeln kann, während sich diese bei preiswerteren Beamern nur um 10 bis 20 Prozent steigern lässt. Daneben sind die teuren Geräte meist mit der LCD- und nicht mit der DLP-Technik ausgerüstet, womit sich gerade bei sehr kontrastreichen Bildern sowie zügigen Bildbewegungen wesentlich weniger Störeffekte bemerkbar machen.

Ein Nachteil der hochwertigen Projektoren ist allerdings der Unterhalt, da hier eine Ersatzlampe mit bis zu 300 Euro zu Buche schlagen kann. Vor dem Kauf eines neuen Projektors sollten Kunden vor allem auf die Helligkeit der verbauten Lampen achten, während man das Kontrastverhältnis vernachlässigen kann, da dies wenig Einfluss auf die sichtbare Bildqualität hat.

Curved-TV von Samsung bester Fernseher bei Stiftung Warentest

Curved-Modell, Flachbildriese oder kleinere Modelle - Bei einem guten Gerät kommt es nicht unbedingt auf den Preis an

Breitwand Fernseher, Flachbildschirm, davor Fernbedienung
Widescreen high definition TV screen with video gallery. Remote © Piotr Adamowicz - www.fotolia.de

Die Stiftung Warentest hat Fernseher mit Bild­diagonalen zwischen 119 (47 Zoll) und 140 Zenti­metern (55 Zoll) getestet. Das beste Gerät mit einem Notenschnitt von 1,7 ist Samsungs UE55H8090.

1. Der Testsieger

Der 55-Zöller besitzt einen kurvigen Bild­schirm. Doch der Testsieg beruht nach Angaben der Prüfer nicht auf der Krümmung des Displays, sondern auf der hochwertigen Technik, die in dem rund 2000 Euro teuren Curved-Modell stecke.

2. Der Zweitplatzierte

Flache Fernseher, die über die gleiche Bilddiagonale von 140 Zentimeter verfügen, gibt es aber auch zu einem günstigeren Preis. Der Zweitplatzierte, ebenfalls mit der Note 1,7, stammt auch von Samsung, ist aber rund 250 Euro günstiger als der Testsieger.

3. Auf dem dritten Platz

Bei der Qualität des 3D-Bildes übertrumpft der UE55H7090 sogar das Curved-Modell. Auf Platz drei kam der LG 55LB870V (etwa 1400 Euro) - ebenfalls ein Fernseher mit flachem Bildschirm.

Wem es nicht auf die Größe ankommt

Wem 119 Zentimeter genügen, der muss nicht viel Geld ausgeben: Fünf der sieben kleineren TV-Geräte mit "gut" sind bereits für weniger als 700 Euro zu haben.

Das beste Modell in dieser Kategorie ist der LG 47LB630V (Note: 2,0). Er kostet im Schnitt nur 585 Euro und liefert laut Warentest die beste Bildqualität seiner Größenklasse. Die großen Modelle mit 1,40-Meter-Diagonale zeigen schnelle Bewegungen hervorragend an. Einige der kleineren Geräte haben dabei jedoch Probleme. Zudem zeigen sie keine Bilder in 3D.

Soundprobleme

Beim Ton schwächeln viele moderne Fernseher, den flachen Bildschirmen fehlt der Körper für satten Sound. Daher empfiehlt es sich, bei Musik und Kinofilmen Zusatzlautsprecher in Form von Soundbars und Soundplates zu verwenden. Dies hat jedoch den Nachteil, dass sich Strom- und Anschaffungskosten erhöhen.

Grundinformationen und Hinweise zum Fernsehen

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Quellenangaben

  • Bildnachweis: Couple in living room watching television © Monkey Business - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Weitere Artikel zum Thema