Definition "Zivilisationskrankheit" - Ursachen und Beispiele

Junge lächelnde Frau schiebt vollen Einkaufswagen durch Supermarkt

In der heutigen Zeit geht es den Menschen besser als je zuvor. Die Lebensqualität steigt, Gesundheit und Hygiene sind für weite Teile der Bevölkerung erschwinglich. Die Arbeitszeiten sinken, die Anstrengungen im Job lassen sich dank maschineller Hilfe reduzieren. Dennoch schlagen Mediziner Alarm: Immer mehr Bürger leiden unter akuten oder chronischen Leiden.

Die Krankheit der Zivilisation

Mit den Annehmlichkeiten des Alltags haben sich nicht alleine positive Aspekte eingestellt. Der Luxus, den viele Generationen vor uns nicht kannten, ufert aus, ist für jedermann erhältlich und kann problemlos erworben werden. Es sind die gefüllten Regale im Supermarkt und deren Waren, die uns krank werden lassen. Nahrungsmittel und ihre Inhaltsstoffe schaffen falsche Bedürfnisse, fördern manche Sucht und tragen nicht zuletzt zur Bildung von Krankheiten bei.

Wer nicht gerade einen ganz gesunden Lebenswandel führt, ist Fetten, Zucker, Geschmacksverstärkern und Ähnlichem gnadenlos ausgeliefert. Sie bilden die Basis zukünftiger Leiden, die den Betroffenen nicht selten über Jahrzehnte hinweg begleiten.

Der Mangel trotz Überfluss

Aber nicht alleine die falsche Ernährung ist an den Zivilisationskrankheiten beteiligt. Die meisten Menschen bewegen sich zu wenig, bauen die angestauten Fettreserven nicht ab und rutschen damit langsam in das Übergewicht ab. Wer davor gefeit ist, sitzt vielleicht mehrere Stunden am Tag vor dem Computer und starrt gebannt auf den Bildschirm. Andere Dienstleister stehen regelmäßig an Maschinen und verrichten eintönige Arbeiten.

Die heutige Generation nutzt zuweilen ihre körperlichen Möglichkeiten nicht mehr. Neben den organischen Leiden, die auf die Lebensmittel zurückgehen, lassen sich zudem also noch Schmerzen der Muskeln und des gesamten Skeletts ausmachen.

Der unbewusste Konsum von Schadstoffen

Doch neben der Ernährung und der mangelnden Bewegung rufen auch solche Einflüsse die Zivilisationskrankheiten hervor, die an sich nicht schädigend sein sollte. Wer rechnet schon damit, dass das Amalgam in der Zahnfüllung einem stetigen Schwund unterliegt und sich das enthaltene Quecksilber über zehn bis 15 Jahre hinweg nahezu täglich in kleinen Mengen im Organismus ablagert?

Aber auch elektronische Strahlungen, die Abgase in der Luft oder die Inhaltsstoffe in Farben und Lacken können die Symptome auslösen. Keine dieser Ursachen ist erkennbar, vielen davon setzt sich der Mensch freiwillig aus. Und das sogar täglich, nicht selten für viele Jahrzehnte.

Beispiele der Zivilisationskrankheiten

Umfasst werden alle Symptome, die auf dem modernen Lebenswandel basieren, vornehmlich die Unverträglichkeiten gegenüber äußeren Einflüssen: Neurodermitis oder Allergien. Daneben kann es zu Veränderungen der Herztätigkeit kommen. Bluthochdruck, Übergewicht, Rheuma und Gicht sowie psychiatrische Erkrankungen treten in der Folge meist ebenso auf.

Ist der Organismus dadurch bereits geschwächt, kann sich der Körper gegen aufkommende Krebszellen nur noch unzureichend wehren. Der Mensch begibt sich somit in einen negativen Kreislauf. Viele der Leiden können oft nur durch jahrelange ärztliche Behandlungen kuriert werden - einige von ihnen werden den Betroffenen bis an sein Lebensende begleiten. Der Komfort der heutigen Generation verkommt damit zum Fluch.

Gibt es einen Ausweg?

Natürlich ist es nicht ganz einfach, den genannten Einflüssen gänzlich zu entfliehen. Wer jedoch eine gesunde und ökologisch unbedenkliche Ernährung bevorzugt, wird bereits einen wesentlichen Beitrag zur Vermeidung der Zivilisationskrankheiten leisten. Ebenso ist es ratsam, sämtliche Risikofaktoren zu meiden. Selbst passiv nimmt der Mensch davon bereits mehr als genug auf und mutet seinem Organismus somit eine echte Höchstleistung zu, diese abzubauen.

Darüber hinaus ist aber auch auf die mentale Entspannung zu achten. Der tägliche Stress und die anhaltenden Sorgen ebnen den Weg des Betroffenen in eine Sucht, die das Immunsystem ein weiteres Mal schwächt. Möglichkeiten, der Zivilisationskrankheit zu entkommen, gibt es somit viele - sie erfordern allerdings ein hohes Maß an Disziplin.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Einkauf von Obst Gemüse im Supermarkt © bilderbox - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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