Formen von Diebstahl und Möglichkeiten, sich davor zu schützen

Die Zahl begangener Eigentumsdelikte nimmt zu. Immer häufiger wird gestohlen, erpresst oder geraubt. Was wertvoll erscheint, lockt interessierte Blicke an. Nicht immer bleibt es jedoch dabei. Es gibt unterschiedliche Formen von Diebstahl. Egal, ob es sich um die Briefbörse, das Auto oder um Kunstgegenstände handelt: Stets sollte für geeignete Sicherungsmaßnahmen gesorgt sein. Informieren Sie sich über Formen des Diebstahls.

Formen des Diebstahls

Unterschiede in Sachen Diebstahl

Der Diebstahl zählt zu den so genannten Vermögensdelikten. Es gibt verschiedene Formen dieses Strafbestandes.

Zum einen wäre der klassische Diebstahl zu unterscheiden. Dieser ist in § 242 StGB geregelt und besteht, wenn es sich um eine bewegliche Sache, einen körperlichen Gegenstand handelt.

Kommt es zur Wegnahme, kann eine Geldstrafe oder auch eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren verhängt werden. Der Versuch ist ebenfalls strafbar.

Bei einem besonders schweren Fall des Diebstahls, der in § 243 StGB geregelt ist, gilt, dass Freiheitsstrafen von drei Monaten bis zu zehn Jahren verhängt werden können. Ein solcher Fall liegt in folgenden Situationen vor:

  • der Täter dringt in ein verschlossenes Gebäude ein oder hält sich in diesem verborgen
  • der Täter stiehlt eine Sache, welche besonders gegen Wegnahme gesichert ist
  • der Täter stiehlt gewerbsmäßig
  • der Täter stiehlt etwas, das der religiösen Verehrung oder dem Abhalten eines Gottesdienstes dient, etwa aus einer Kirche
  • der Täter stiehlt etwas aus einer in der Öffentlichkeit ausgestellten bzw. allgemein zugänglichen Sammlung, etwa etwas mit künstlerischer, wissenschaftlicher oder geschichtlicher Bedeutung
  • der Täter nutzt eine gemeine Gefahr, einen Unglücksfall oder die Hilflosigkeit einer anderen Person aus
  • der Täter nutzt eine Waffe, für deren Erwerb er eine Erlaubnis benötigt

Schließlich unterscheidet man noch den Diebstahl mit Waffen, den Banden- und den Wohnungseinbruchdiebstahl. Solche Straftaten werden mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft, wenn ein Diebstahl mit Waffe oder gefährlichem Werkzeug begangen wird, wenn man als Mitglied einer Bande agiert und wenn man bei der Tat in eine Wohnung einbricht.

Bei weniger schweren Fällen kann die Haftstrafte auch nur drei Monate bis fünf Jahre betragen. Der Versuch ist strafbar.

Was wird entwendet?

Die Statistiken belegen: Alles, was in irgendeiner Form einen Wert besitzt, gilt als lukratives Gut. Meist wird es sich dabei um Dinge handeln, die wirtschaftlich bedeutsam sind und etwa wiederverkauft werden können.

In anderen Fällen handelt es sich um einen rein ideellen Wert. So muss der Gegenstand nicht kostbar sein, kann aber durch seine Eigenschaft als Erinnerungsstück oder Rarität ebenso in den Blick der Täter gelangen.

Nahezu alles, was der Mensch besitzt, ist somit wertvoll. Auch sein Leben und sein Körper, seine Organe und sein Wissen gehören dazu. Denn der Skrupel einiger Verbrecher kennt nahezu keine Grenzen.

Wie sehen die Schutzmaßnahmen aus?

Entscheidend ist die Erkenntnis, dass es nicht die eine Vorgehensweise gibt, die sämtliche Diebstähle oder Raubzüge vereitelt. Je nach Gut und sonstigen Rahmenbedingungen ist darauf abzustellen, wie der Schutz aussehen soll. Wer sich etwa auf einen Einkaufsbummel begibt, fährt sehr gut, indem er sein Geld, das Handy und den Schlüssel auf unterschiedliche Taschen verteilt.

Wer dagegen hochwertige Kunst daheim besitzt, muss deutlich aufwendigere Maßnahmen ergreifen – nicht selten übersteigen deren Kosten den eigentlichen Wert des zu schützenden Gegenstandes. Doch die Vorrichtungen lohnen sich im Regelfall und können manchen Beutezug durchaus verhindern.

Selbst, wenn sie dabei lediglich abschreckend wirken und den Täter von seinem Vorhaben abbringen. Aber das reicht ja schon, um unbescholten zu bleiben.

Warum ist der Schutz wichtig?

Gleich zwei Aspekte erfordern es, bei solchen Sicherungsmethoden kompetent vorzugehen. Einerseits soll natürlich das kostbare Gut dort verbleiben, wo es hingehört.

Gerät es erst einmal in die Finger der Diebe, so ist es meist nicht mehr auffindbar. Es wird verkauft, verarbeitet oder außerhalb des polizeilichen Zugriffs verbracht.

Gerade bei Einzelstücken natürlich ein schwer zu ertragendes Los. Andererseits ist es aber auch wichtig, wenn schon nicht den immateriellen Schaden, so doch aber den wirtschaftlichen Wert des Gegenstandes im Falle des Verlustes auszugleichen.

Die meisten Versicherungen zahlen allerdings nur dann, wenn entsprechende Schutzvorrichtungen angewendet wurden. Wichtig ist es daher, vorab stets mit dem Versicherer über die erforderlichen Schritte zu beraten.

Was tun, wenn es zum Unvermeidlichen kommt?

Doch egal, wie gut auch die Gegenstände geschützt sind. Oftmals reicht ein unbedachter Augenblick, und es kommt zum Diebstahl.

Das Opfer tut nun gut daran, schnellstmöglich eine Anzeige aufzugeben. Wichtig ist es dabei, sich darum zu bemühen, kleine Details der Tat oder des Täters zu erkennen und den Ermittlungsbehörden mitzuteilen.

Auf diese Weise kann mancher Langfinger seinem Richter überstellt und das gestohlene Gut an den Eigentümer übergeben werden. Auch hier gilt zudem: Selbst, wenn das Auffinden utopisch erscheint, so setzen einige Versicherer die Anzeige voraus, um den Schaden zumindest finanziell zu begleichen und ihre Zahlungspflichten nicht ablehnen zu können.

Im Folgenden geben wir einen Überblick über die unterschiedlichen Formen von Diebstahl und zeigen, wie man sich davor schützen kann...

Taschendiebstahl

Es hat sich eingebürgert, insbesondere kleinere Utensilien wie die Brieftasche, den Schlüssel oder das Handy separat in dem Rucksack oder der Handtasche zu verstauen und dort mit sich herumzutragen. Meist ist das bequemer, als sämtliche Gegenstände mit all ihrem Umfang und ihrem Gewicht in der Jacke oder der Hose zu belassen. Doch je weiter derlei Dinge vom Menschen entfernt platziert sind, desto eher werden sie auch Langfinger anlocken.

Der schnelle Griff in die Tasche gehört speziell

leider zu den traurigen Begleitumständen. Binnen eines Augenblicks wird manche Person daher um wichtige Dokumente oder kostbare Wertgegenstände erleichtert – und bemerkt diesen Umstand meist erst dann, wenn die Täter längst entschwunden sind.

Hände, die das leere Scheinfach eines schwarzen Portemonnaies öffnen
Hände, die das leere Scheinfach eines schwarzen Portemonnaies öffnen

Schutzmaßnahmen

Der Schutz gegen solche kriminellen Vorgänge liegt jedoch bereits darin, nicht allzu viele Kostbarkeiten in einer Tasche mit sich herumzutragen. Mitgenommen werden sollte nur, was auch wirklich benötigt wird.

Zudem ist es ratsam, das Smartphone, das Portemonnaie und den Haustürschlüssel nicht an einer Stelle gemeinsam aufzubewahren. Wer einen Rucksack mit sich führt, kann dort bequem die Vielzahl der Unterbringungsmöglichkeiten nutzen.

Noch besser ist es allerdings, wenn ein Gegenstand in der Handtasche, einer in der Jacke und einer in der Hose abgelegt wird. Denn die Erfahrung zeigt, dass Diebe im Regelfall lediglich an eine Stelle greifen. Hier ließe sich ein Verlust zudem verhindern, indem etwa der Schlüsselbund mit einem Band oder einer Kette an der Hose befestigt ist.

Ladendiebstahl

Wer einmal ein großes Kaufhaus betreten hat, wird unter der Wucht der ihn erwartenden Stücke nahezu erschlagen sein. Für den Langfinger bietet sich hier aber beinahe das Paradies: Er kann in dem Schutz der vielen Regale, Ständer und des allgemeinen Trubels meist sehr schnell einige wenige Gegenstände einstecken. Auch die elektronischen Sicherungsmaßnahmen gelten dabei als relativ geringes Hindernis, lassen sie sich doch mit wenigen Handgriffen entfernen.

Aber es müssen nicht alleine die großen Warenhäuser sein, die von solchen Machenschaften heimgesucht werden. Immer mehr Besitzer kleinerer Geschäfte erleiden ebenso schwere Verluste, indem ihnen die Ware abhandenkommt.

Der Ladendiebstahl lässt sich im Bereich der Massenkriminalität einordnen. Meist bezieht er sich auf Güter mit einem Wert bis 250 Euro. Im Selbstbedienungseinzelhandel handelt es sich um den Hauptgrund für Differenzen in der Inventur; auch das Manipulieren bei Preisauszeichnungen sowie Betrug bei der Wareneingangskontrolle zählen dazu.

Frau in brauner Lederjacke stiehlt eine Flasche Rotwein in einem Supermarkt
Frau in brauner Lederjacke stiehlt eine Flasche Rotwein in einem Supermarkt

Schutzmaßnahmen

Gerade sie verfügen häufig aber nicht über die wirtschaftlichen Möglichkeiten, ein hochwertiges Netz aus Diebstahlsicherungen anzulegen. Vielmehr sind sie darauf bedacht, ihren Laden nach allen Möglichkeiten selbst im Blick zu haben.

Wer es sich leisten kann, sollte dennoch zumindest eine Kamera an einem neuralgischen Punkt installieren. Oftmals lassen sich die Täter bereits dadurch von ihrem Beutezug abhalten. Denn der abschreckende Effekt solcher Maßnahmen wirkt noch immer.

Übrigens können zu diesem Zweck auch Attrappen einer Kamera zum Einsatz kommen. Sie zeichnen im Ernstfall zwar keine Bilder auf, werden von den Dieben aber optisch wahrgenommen und senken somit die Wahrscheinlichkeit, dass es zur Mitnahme von Waren kommt.

Einbruch

Mann mit grüner Maske bricht Balkontür auf
Mann mit grüner Maske bricht Balkontür auf

Wer einmal ungebetenen Gästen innerhalb der eigenen vier Wände gegenüberstand, weiß, dass damit auch Schreckensmomente verbunden sind, die über viele Jahre hinweg nachwirken können. Aber selbst wer von dieser Begegnung verschont bleibt, wird anschließend manch kostbares Gut vermissen.

Bei einem Einbruch kommen somit zwei Aspekte zusammen, die Furcht einflößend wirken. Einerseits der Umstand, dass eine fremde Person die Wohnung betreten, die Sachen durchsucht und sprichwörtlich das Heiligtum des privaten Raumes durchbrochen hat. Andererseits aber eben der Verlust von Bargeld, Kreditkarten, Wertsachen oder sogar einiger Raritäten.

Gerade wenn es sich um Einzelanfertigungen und Erbstücke handelt, kann eine Wiederbeschaffung nahezu ausgeschlossen sein. Wichtig ist es somit, das Haus entsprechend zu schützen.

Schutzmaßnahmen

Es empfiehlt sich, bereits innerhalb der Wohnung für derlei Maßnahmen zu sorgen. Etwa, indem alle Wertgegenstände vor Ort in Schränken verschlossen werden.

Ebenso kann schon ein handelsüblicher kleiner Safe dafür sorgen, dass Geldsummen und Dokumente gesichert sind. Die dazugehörigen Schlüssel und Tastenkombinationen sollte der Eigentümer natürlich stets am Mann tragen, statt sie daheim rumliegen zu lassen.

Deutlich kostenaufwendiger gestaltet es sich dagegen, bereits das Haus an sich zu schützen

erzielen allerdings bereits einen abschreckenden Effekt.

Stets gilt aber: Solche Maßnahmen nützen nichts, wenn die Tür zum Keller oder zur Terrasse offengelassen wird und der Täter unbemerkt eindringen kann. Jeder Wohnungsinhaber sollte daher selbst keinerlei Risiken eingehen.

Autodiebstahl

Das eigene Gefährt bringt uns nicht nur schnell und sicher an das gewünschte Ziel. Dank des Radios, des Navigationsgerätes oder ähnlicher Technologie ist es auch mit hochwertigen Produkten ausgestattet. Solche also, die mit einem schnellen Blick durch die Scheiben erkannt werden und entsprechend die Langfinger anziehen.

Der Autodiebstahl unterscheidet sich daher in zwei Aspekte. Einerseits wird der Wagen an sich entwendet und meist ins Ausland verschafft oder hierzulande derart umgebaut, dass er nicht erkannt werden dürfte.

Andererseits kann das Auto jedoch ebenso aufgebrochen und nach Kostbarkeiten durchsucht werden. Auch hier gilt, dass jede Form der Unvorsichtigkeit meist gnadenlos bestraft wird. Die Erfahrungen zeigen nämlich, dass die Autodiebe selbst in überfüllten Menschenmengen keine Scheu haben, zuzuschlagen.

Schutzmaßnahmen

Der Schutz des Wagens ist daher entscheidend. Er sollte bereits damit anfangen, dass das Radio und das Navi nicht auf dem Silbertablett serviert werden. Auch das Handy oder die Brieftasche darf nicht achtlos im Wagen liegen und dort leicht erkennbar sein. Je weniger sich im Innenraum befindet, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Gefährt nicht weiter ins Auge sticht.

Daneben empfiehlt es sich, über eine Wegfahrsperre am Lenkrad auch die Mitnahme des Autos selbst zu erschweren. Immer ausgeklügelter gestalten sich zudem die Alarmanlagen, die oft selbst von Profis nur sehr schwer zu knacken sind und damit ebenso schützend wie abschreckend wirken.

Fahrraddiebstahl

Nicht nur das Bike an sich, sondern auch seine einzelnen Bestandteile stehen bei Langfingern hoch im Kurs. Denn ein Aufwinden des entwendeten Gutes ist schwierig – nur eines von zehn gestohlenen Rädern wird tatsächlich entdeckt. Besonders bitter ist das für die vorherigen Eigentümer immer dann, wenn sie Umbauten vornahmen und manch hochwertige Komponente installierten.

So zahlt selbst die Versicherung den Schaden meist nur bis zu einer bestimmten Höhe und auch nur dann, wenn das Gefährt ausreichend gesichert war. Darin liegt für den Besitzer aber das Manko: Er selbst tritt in Vorleistung und erwirbt teure Schlösser, kann sich allerdings gewiss sein, dass diese für geschulte Diebe keinerlei Hindernis darstellen.

Diebstahl eines Fahrrads: Fahrradschloss wird mit Zange geknackt
Diebstahl eines Fahrrads: Fahrradschloss wird mit Zange geknackt

Schutzmaßnahmen

Dennoch empfiehlt es sich, etwa zehn Prozent der Kosten des Rades in solche Sicherungsmaßnahmen zu stecken. Sie liegen auch in verschlossenen Sattelklemmen oder Schnellspannern für die Räder.

Wichtig ist es, dass weder das Bike noch seine Einzelteile gestohlen werden können. Dafür sollte das Gefährt im Übrigen auch dann entsprechend aufbewahrt werden, wenn es nicht in Benutzung ist.

Wer über einen Keller verfügt, stellt das Rad lieber dort ab, statt es im Garten zu postieren. Auch in einer kleinen Wohnung lässt sich mitunter noch etwas Platz finden, um das Vehikel gesichert hinzustellen und es vor unbefugten Übergriffen zu schützen. Lassen sich diese nicht vermeiden, sollte schnellstmöglich eine Anzeige bei der Polizei erstattet werden – auch, wenn diese nahezu aussichtslos erscheint.

Leichendiebstahl

Es mag schwer zu glauben sein, aber selbst die Körper der Verstorbenen haben einen bestimmten Wert. Auch ihre einzelnen Gliedmaßen werden von Dieben wertgeschätzt. Das vor allem immer dann, wenn sich wichtige Organe im Leib des kürzlich Verblichenen finden lassen, die durchaus verwendet werden können.

Der Diebstahl spielt sich daher nur selten auf Friedhöfen ab – die Körper werden im Regelfall dort entwendet, wo sie etwa nach einem unbemerkten Autounfall oder tödlichen Verletzungen zum Liegen kommen.

Allerdings muss nicht stets ein wirtschaftlicher Grund für derlei Taten vermutet werden. Auch okkulte Gemeinschaften hegen nicht selten einen Bedarf an menschlichen Körpern. Die Motive für einen solchen Diebstahl unterscheiden sich mithin.

Beispielsfall

Für Aufsehen sorgte einst ein Fall, bei dem ein Bestatter zwölf Leichen aus einem brandenburgischen Krankenhaus geholt hatte. Der dafür verwendete Wagen wurde jedoch gestohlen und die toten Körper in das Ausland verschafft. Was für viele Menschen unvorstellbar erscheint, gehört im kriminalistischen Alltag aber zu den nicht eben seltenen Delikten.

Schutzmaßnahmen

Ein Schutz dagegen fällt schwer, gerade weil es unter den Leichendieben kein bestimmtes Verhaltensmuster gibt. Kommt es in der Familie zu einem Todesfall, sollte ein seriöser Bestatter gewählt werden.

Sobald dieser jedoch den Leichnam übernimmt, sind weitere Sicherungsmaßnahmen für die Hinterbliebenen nahezu unmöglich. Dennoch kann die letzte Ruhe in fast allen Fällen letztlich doch gewährleistet werden - Leichendiebstähle bleiben die Ausnahme.

Raub

Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Diebstahl weist der Raub das Element der Gewalt auf. So muss vor der Mitnahme eines Gegenstandes oder des Geldes zunächst ein empfindliches Übel gegen den Eigentümer, Angestellten einer Bank oder das Sicherungspersonal ausgesprochen oder sogar angewendet werden.

Beispielhaft sind hierbei die Täter, die bewaffnet in eine Sparkasse eindringen. Ebenso der Einbrecher, der den Hausbesitzer schlägt, fesselt oder anderweitigen Maßnahmen unterzieht.

Insofern stellt der Raub stets eine Kombination aus zwei Delikten dar: So bilden der Diebstahl und die Nötigung eine Einheit.

Entscheidend ist es daher, dass das Opfer den Täter nicht an der Mitnahme der Gegenstände hindern kann. Sein Eingreifen wird durch die Androhung oder Ausübung der Gewalt verhindert.

Nahaufnahme offener Tresor, daraus scheint es in goldenem Licht
Nahaufnahme offener Tresor, daraus scheint es in goldenem Licht

Schutzmaßnahmen

Der Schutz gegen solche Verbrechen gestaltet sich ebenso vielfältig wie schwierig. Schon im Hinblick auf herkömmliche Diebstähle und Einbrüche sollten alle Maßnahmen zur Sicherung unternommen werden.

Wie jedoch die Gewalt zu vermeiden ist, darin liegt das eigentliche Problem. So können Kampfsportarten zur Abwehr oder Reizgase zwar wirksam eingesetzt werden - doch nicht jeder Beraubte wird im entscheidenden Moment seine Sinne beisammenhalten und auf das angeworbene Wissen tatsächlich zurückgreifen.

Ebenso ist es fraglich, über welche Waffen und weiteren Möglichkeiten der Täter verfügt. Im Zweifelsfalle kann es zugunsten der eigenen Gesundheit daher besser sein, gar nicht erst in einen Kampf einzutreten, sondern das gewünschte Gut herauszugeben. Allerdings muss dabei jedes Detail des Räubers – sein Gesicht, die Kleidung, auffälliges Verhalten, möglicher Körperschmuck – bestmöglich erkannt und später der Polizei zu Protokoll gegeben werden.

Kunstraub

Antike Gemälde oder moderne Plastiken eint nicht nur ihr hoher künstlerischer Wert. Da es sich dabei im Regelfall um Einzelstücke handelt, ist auch die wirtschaftliche Bedeutsamkeit sehr hoch. Beide Aspekte führen dazu, dass

  • Bilder
  • Skulpturen oder
  • sonstige Kunstgegenstände

aus Museen und Privatsammlungen entwendet werden. Auch hierbei kommt das Kriterium der Nötigung zum Tragen.

Die Täter besitzen Waffen oder setzen diese sogar ein. In anderen Fällen drohen sie mit Gewalt.

Selbst an den Grabungsstellen manch früherer Kulturform lassen sich mitunter kleine Gegenstände des alltäglichen Lebens finden, die ebenso begehrt sind in den Kunstkreisen. Sogar hier wird also gestohlen und nicht selten unter Einsatz körperlicher Kraft das gewünschte Gut mitgenommen.

Frau schaut sich Bilder im Museum oder in einer Kunstgalerie an
Frau schaut sich Bilder im Museum oder in einer Kunstgalerie an

Schutzmaßnahmen

Für Privatpersonen empfiehlt es sich, den Schutz so gut wie möglich umzusetzen. Dabei gilt: Je höherwertiger die Kunst, desto sicherer muss diese gelagert werden. Alarmanlagen und Bewegungsmelder am Haus gehören da durchaus zur Standardausrüstung.

Auch die Räume, in denen derartige Schätze aufbewahrt sind, müssen jedoch vor Raubzügen geschützt sein. So können auch

  • Kameras
  • elektronische Sensoren und
  • ähnliche Vorrichtungen

die Sicherheit erhöhen. Besonders kostbare Gegenstände werden zudem in entsprechenden Tresoren hinterlegt. In jedem Falle sollte vorab aber eine Beratung bei der Versicherung erfolgen. Sie kennt sich mit den Aspekten des Kunstraubs aus und weiß, welche Vorrichtungen unerlässlich sind.

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Quellenangaben
  • Einbrecher © bilderbox - www.fotolia.de
  • leere Brieftasche © Lars Koch - www.fotolia.de
  • Ladendiebstahl von Alkohol im Supermarkt © industrieblick - www.fotolia.de
  • Einbrecher © bilderbox - www.fotolia.de
  • Fahrraddiebstahl © eyetronic - www.fotolia.de
  • woman looking pictures in museum © JackF - www.fotolia.de
  • tresor © jufo - www.fotolia.de

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