Unter einer Elite versteht man die Auslese der Besten einer Gesellschaft. Diese verfügen über besondere Fähigkeiten oder Qualifikationen, die sie von der restlichen Gesellschaft unterscheiden.
Der Begriff Elite stammt ursprünglich aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie Auslese. In der Soziologie bezeichnet man Personengruppen als Eliten, die entweder über eine überdurchschnittliche Qualifikation oder großen Einfluss in einer Gesellschaft verfügen.
Unsere moderne Gesellschaft wird in verschiedene Funktionsbereiche unterteilt. Zu den unterschiedlichen Sektoren gehören u.a. Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Politik. Aus diesem Grund muss zwischen verschiedenen Funktionseliten, die man auch als Teileliten oder sektorale Eliten bezeichnet, differenziert werden. Diese unterschiedlichen Eliten stellen wiederum wichtige Entscheidungsträger. Die Machtelite der heutigen Gesellschaft untergliedert man in neun Funktionseliten bzw. Sektoren. Dabei handelt es sich um Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften, Justiz, Verwaltung, Militär, Wissenschaft, Kultur und Massenmedien. Charakteristisch für die Funktionseliten ist, dass sie verhältnismäßig autonom und auf ihrem Gebiet hoch spezialisiert sind. Des Weiteren besteht eine gemeinsame Überzeugung, was die demokratischen Grundregeln anbelangt. Man bezeichnet dies auch als politisch-weltanschaulichen Pluralismus. Die verschiedenen Eliten müssen über ihre Sektorengrenzen hinaus miteinander zusammenarbeiten, damit sämtliche gesellschaftlichen Organisationen und Bereiche an wichtigen Entscheidungen teilhaben können.
Durch das politische Institutionensystem wird den Führungsgruppen ein gewisser Pluralismus gesichert. So entsteht aufgrund der Rivalität von politischen Parteien, Interessengruppen und Verbänden sowie durch die unabhängige Justiz, die verhältnismäßig autonomen Massenmedien und die föderalistische Verfassung Raum für ein Gegeneinander der um Einfluss kämpfenden unterschiedlichen Teileliten. Allerdings verfügt nicht jede Funktionselite über die gleiche Machtfülle. Im Mittelpunkt der Machtstruktur befinden sich die politischen Eliten. Diese sorgen für innere Ordnung und äußere Sicherheit. Außerdem beeinflussen sie viele Bereiche der Gesellschaft durch Planung und Steuerung. Sehr groß ist auch der Einfluss der Wirtschaftseliten, die ihre Macht durch die so genannte Globalisierung noch weiter ausbauen konnten. Ebenfalls von hoher Bedeutung für das politisch-wirtschaftliche Machtzentrum sind die Eliten aus Verwaltung und Massenmedien. Dagegen gehören andere Funktionseliten, wie zum Beispiel das Militär, das früher in Deutschland sehr einflussreich war, nur zum Rand der Machtstruktur.
Im Unterschied zur Weimarer Republik stimmen die heutigen Führungsschichten dem demokratischen System der Bundesrepublik Deutschland zu. So gehören Kompromissbereitschaft sowie die Anerkennung von Mitbestimmung und Entscheidungen zu den politischen Grundüberzeugungen der Funktionseliten.
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Über Eliteuniversitäten und die Notwendigkeit von Eliten wird zurzeit heftig diskutiert. Aber was sind eigentlic...
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