31. August 2009
Die in der Umgangssprache als "Kettensäge" bezeichnete Motorsäge ist die große Schwester der Handsägen. Sie ist ein sehr effektives, aber auch sehr gefährliches Werkzeug.
Bevor man sich eine Motorsäge anschafft, sollte man deshalb gut überlegen, ob man sie auch wirklich benötigt. Die Unfallgefahr mit der Motorsäge ist - vor allem für den ungeübten Nutzer - sehr hoch. Die Art der Verletzungen ist meist sehr gravierend, deshalb sollte die Notwendigkeit der Arbeit mit der Motorsäge genau geprüft werden.
Im Bereich der durchschnittlichen Gartenarbeit muss eventuell hin und wieder ein abgebrochener Ast an einem Baum abgesägt werden. Danach muss er zerkleinert werden, um für den Abtransport bereit zu sein. Diese Arbeit erledigt sich natürlich wesentlich einfacher mit einer Motorsäge als mit einer Handsäge. Das Arbeiten ist aber auch um ein Vielfaches gefährlicher. Sicherer ist es auf jeden Fall, etwas mehr Zeit zu investieren und die Arbeit in Ruhe zu verrichten.
Muss jedoch ein ganzer Baum gefällt und zerkleinert werden, so kommt man mit der Handsäge nicht sehr weit. Hier zahlt sich der Einsatz einer Motorsäge aus. Aber lohnt es sich auch, sich deshalb gleich eine eigene Säge anzuschaffen? Selbst die günstigsten Modelle kosten schon um die 200 EUR, nicht zu vergessen die regelmäßig anfallenden Kosten für Wartung, Pflege und Ersatzteile. Wenn abzusehen ist, dass die Motorsäge nur selten benötigt wird, dann kann man sich auch überlegen, ob man sie nicht besser für einen oder mehrere Tage mieten möchte. Baumärkte bieten diesen Service meist zu einem guten Preis- Leistungsverhältnis an.
Die Anschaffung einer eigenen Motorsäge rechnet sich jedoch in dem Fall, in dem sie häufig und regelmäßig zum Einsatz kommt. Wer zum Beispiel im Wald Brennholz machen möchte, der benötigt auf jeden Fall eine gute und leistungskräftige Benzinmotorsäge. Diese Modelle sind durch den integrierten Benzintank sehr schwer und nur für geübte Arbeiter auch zu handhaben. Wer sich eine solche Säge anschafft, der sollte gleich auch den entsprechenden Motorsägenkurs dazu buchen, in dem er wertvolle Tipps zum sicheren Umgang mit dem neuen Gerät erhält. In manchen Bundesländern und Regionen ist ein so genannter "Motorsägenführerschein" sogar Pflicht, wenn man mit der Säge im Wald arbeiten möchte.
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