30. Juni 2008
Von K. Schumann
Wenn man ein Gartencenter besucht ist die Auswahl an unterschiedlichen Düngemitteln riesig. Für nahezu jede Pflanzenart und jeden Bodentyp gibt es ein Produkt. Pflanzen benötigen zwar keine Vitamine, da sie die Fähigkeit haben ihre Vitamine selber zu synthetisieren, auf bestimmte chemische Elemente wie Stickstoff oder Nitrat sind sie jedoch angewiesen. Deshalb ist eine ausreichende Düngung für ein prachtvolles Pflanzenwachstum von großer Bedeutung.
Im Groben kann man zwischen organischen Düngern und Mineraldüngern unterscheiden. Organische Düngemittel werden zum Großteil aus tierischen und pflanzlichen Abfällen gewonnen. Mineraldünger werden chemisch hergestellt oder können im Bergbau gewonnen werden. Organische Dünger haben einen hohen Anteil an verrottendem Material (so genanntem Humus), deshalb können sie den Boden gut mit vielen Nährstoffen versorgen. Allerdings beträgt der Anteil an Nährstoffen wie Stickstoff, Phosphor und Kalium nur 1/3 dessen, was in dem Mineraldünger enthalten ist. Doch auch im Bereich der organischen Dünger gibt es Stickstoff- und Kaliumlieferanten, beispielsweise Guano (Vogelexkremente) oder Knochenmehl.
Wenn möglich sollte man den organischen Düngern immer den Vorzug geben, da sie für die Natur wesentlich besser verträglich sind als die künstlichen Dünger. Durch eine übermäßige Mineraldüngung, gelangt vermehrt Stickstoff in Form von Nitrat ins Grundwasser. Auch die gedüngten Pflanzen können dann übermäßig viel Nitrat aufweisen. Nitrat kann im menschlichen Körper zu schädlichem Nitrit umgewandelt werden. Doch Nitrit ist nicht nur in seiner Urform schädlich, es ist auch an der Bildung der krebserregenden Nitrosamine beteiligt.
Wer die Umwelt und den Geldbeutel schonen möchte, kann auch auf fast kostenlose Düngemittel zurückgreifen. Wer einen Teil seines Abfalls kompostiert, spart nicht nur das Geld für den Dünger, meist kann auch eine kleinere Mülltonne bestellt werden, da ein Großteil der Nahrungsabfälle kompostierbar ist. So geben kompostierte Gemüsereste, Obst- und Gemüseschalen, sowie Kaffeesatz und Teeblätter einen hervorragenden Dünger ab. Ein weiterer natürlicher Dünger ist Heilerde. Einfach 1-2 TL unter das Gießwasser mischen. Wer möchte kann das Gießwasser auch durch einen Sud aus Ackerschachtelhalm (hoher Kieselsäuregehalt!) ersetzen.
Bei regelmäßiger Düngung mit natürlichen Substanzen tun Sie ihren Pflanzen etwas Gutes ohne der Umwelt dabei zu schaden.
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