Eine Patchworkfamilie entsteht dann, wenn nach einer Trennung, einer Scheidung oder dem Tod eines Lebens- oder Ehepartners, eine neue Partnerschaft eingegangen wird und Kinder aus der früheren Beziehung mitgebracht werden. Dabei können nur ein Partner oder auch beide Kinder mit in die neue Partnerschaft bringen.
Patchwork kommt aus dem englischen Sprachraum von Flickenteppich, also eine zusammengeflickte Familie oder auch Stieffamilie genannt. Oft wird die Familie noch durch die Geburt gemeinsamer Kinder der aktuellen Partner erweitert. Es gibt dann unter Umständen in der Familie leibliche Geschwister, Halbgeschwister und Stiefgeschwister.
Die Stiefangehörigen unter sich sind in den meisten Fällen lediglich verschwägert, aber nicht verwandt. Das weitere Familiennetzwerk gestaltet sich oft ein bisschen kompliziert, weil noch weitere, zum Beispiel nicht leibliche Großeltern oder andere, nicht biologische Verwandte hinzukommen. Durch höhere Scheidungsraten gibt es auch immer mehr Patchworkfamilien.
Bis auf den Anteil der allein Erziehenden, die bis zur Gründung einer neuen Partnerschaft die Kinder schon ohne Partner erzogen haben, haben die meisten Patchworkfamilien einen Verlust erlebt, den des Partners oder eines Elternteils.
Dies kennzeichnet die erst einmal schwierige Konstellation. Oft kommen für die Kinder dann auch noch neue Partner und eventuell deren Kinder des nicht im Haushalt lebenden Elternteils hinzu. Die Lebensumstände müssen neu organisiert werden und die Verwandtschaftsverhältnisse werden umfangreicher, wobei es sich nicht um Verwandtschaft im biologischen oder rechtlichen Sinne handelt.
Patchworkfamilien werden im Gegensatz zur Herkunftsfamilie unter Umständen um einige Personen erweitert, wie sich dieses neue Beziehungsgeflecht gestaltet muss erprobt werden. Bei der Patchworkfamilie gibt es unterschiedliche Modelle. Die Familie eines Mannes und seiner Kinder kann durch eine Stiefmutter erweitert werden.
Die Familie einer Frau und ihrer Kinder kann durch einen Stiefvater erweitert werden. Beide, Frau und Mann können Kinder aus vorangegangenen Partnerschaften mit in die Beziehung bringen und zu allen drei Modellen können die Partner auch noch einmal mindestes ein gemeinsames Kind bekommen. Es kann auch sein, dass ein nicht leibliches Kind im Haushalt lebt und mit aufgezogen wird.
Die meisten rechtlichen Regelungen sind auf die klassische Familie ausgelegt. Deshalb kann es bei Patchworkfamilien unter Umständen zu rechtlichen Schwierigkeiten kommen. Schätzungen zufolge lebt jede sechste deutsche Familie in einer Patchworkfamilie.
Hallo die jüngere Schwester meiner Mutter lebt in in einer Patchworkfamilie. Sie hat Sommer 2009 den Bruder ihrer älteren Schwester kennengele...
Lesermeinung schreiben |
26.04.11 | |
![]() | PATCHWORKFAMILIEN |
19.10.10 | |
![]() | PATCHWORKFAMILIEN |
30.06.10 | |
![]() | PATCHWORKFAMILIEN |
11.05.10 | |
![]() | PATCHWORKFAMILIEN |
20.11.09 | |
![]() | PATCHWORKFAMILIEN |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Patchworkfamilien Forum


Das Buch Leben in der Patchwork-Familie: So gelingt der Familienmix von Natascha Becker.
Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann teilen und bewerten Sie ihn bitte: