Patchworkfamilien

Die Patchworkfamilie als Mix aus Eltern und Kindern gescheiterter Beziehungen

Eine Patchworkfamilie ist ein Zusammenschluss aus zwei unterschiedlichen Familien. Eltern ziehen nach einer Scheidung mit dem neuen Lebenspartner zusammen und bringen ihre aus einer vorherigen Beziehung stammenden Kinder mit in die neue Familie ein.

Junge lächelnde Familie liegt im neuen Zuhause zwischen Umzugskartons auf dem Boden
Family lying on floor by open boxes in new home smiling © Monkey Business - www.fotolia.de

Eine Patchworkfamilie kommt dann zustande, wenn sich Paare oder Lebensgefährten trennen und danach Teil einer neuen Familie werden. Klassischerweise geht man bei Patchworkfamilien davon aus, dass die neuen Partner bereits beide Kinder haben bzw. beide Kinder in die neue Beziehung mit einbringen.

Herausforderungen für Groß und Klein

Somit entsteht eine neue Familienkonstellation, die besonders für die Kinder eine große Herausforderung mit sich bringt. Aber auch für die Erwachsenen ist es schwierig, da sich die Frage stellt, wie man den Kindern des Partners begegnet.

Den Kindern die Situation in Ruhe erklären

Oftmals besteht bei den Kindern die Befürchtung, dass der neue Partner die Rolle der eigenen Mutter bzw. des eigenen Vaters einnehmen möchte. Daher ist es außerordentlich wichtig, mit den Kindern die neue Situation so zu besprechen, dass es kindgerecht ist, aber die Kinder Klarheit haben und wissen, wie sie mit der neuen Gesamtkonstellation umgehen sollen.

Den Ex-Partner nicht ausklammern und realistisch bleiben

Es ist auch wichtig, die ehemaligen Partner nicht völlig auszuklammern und so zu tun, als hätte es diese niemals gegeben. Vor allem können unausgesprochene Erwartungshaltungen auch dazu führen, dass das gesamte System scheitert und dann sind die Kinder erst recht überfordert, wenn ihnen zunächst eine neue Familie aufgezwungen wird, die kurz danach wieder scheitert.

Patchworkfamilien stellen somit eine große Herausforderung für alle Beteiligten, auch für die ehemaligen Partner, Großeltern, etc. dar. Dennoch ist es eine positive Entwicklung unserer Gesellschaft, dass sich Paare auch trennen, wenn es einfach nicht mehr zusammen geht und die Möglichkeit haben, mit einem neuen Partner glücklich zu werden. Wichtig ist nur, dass die Kinder dabei nicht die Verlierer sind.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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