Heutzutage wollen viele Frauen Familie und Beruf unter einen Hut bringen. Nicht immer ist eine Oma verfügbar, deshalb ist ein geeigneter Betreuungsplatz für das Kind so wichtig.
Für die Aufnahme in einen Kindergarten bestehen unterschiedliche Voraussetzungen was das Eintrittsalter betrifft. Für kleinere Kinder kommt dann oft nur die Kinderkrippe in Frage. Es gibt staatliche und private Einrichtungen, die dann meist Krabbelstuben genannt werden. In einer Kinderkrippe werden Kinder unter drei Jahren betreut.
Die Erziehungskräfte müssen ausgebildet und qualifiziert sein. Sie sollen Erfahrung in der Kleinkindbetreuung und fachlich fundiertes Wissen über deren Entwicklungsprozesse haben. Außerdem sollten die Erzieher über eine staatliche Anerkennung verfügen. Die Betreuerinnen können Erzieherinnen, Sozialpädagogische Assistentinnen oder Kinderkrankenschwestern sein.
Wenn man die Krippe besichtigt, sollte man sich auf sein Gefühl verlassen. Wie sind die Stimmung und die Atmosphäre, wird sich mein Kind hier wohl fühlen? Das sind wichtige Fragen, die man sich stellen muss.
Die Gruppe in die das Kind aufgenommen wird, muss überschaubar sein. Der Betreuungsschlüssel ist sehr wichtig. In einer Gruppe sollten höchstens drei bis acht Kinder betreut werden von ausreichendem Betreuungspersonal. Kleinkinder brauchen noch mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung. Je jünger die Kinder sind, desto kleiner sollte die Gruppe sein. Für wenige Kinder sollten möglichst viele Erzieherinnen zuständig sein.
Außerdem ist es wichtig, sich über die Einrichtung genau zu informieren. Wie ist die Fluktuation in der Einrichtung? Bei einem ständigen Mitarbeiterwechsel ist die Krippe nicht zu empfehlen. Das Kind braucht zuverlässige Betreuungs- und Bezugspersonen. Dann sollte man sich erkundigen, ob die Erzieherinnen regelmäßig an Weiter- und Fortbildungen teilnehmen, damit eine qualitativ hochwertige Betreuung gewährleistet ist.
Auch die Ausstattung der Einrichtung ist ausschlaggebend. Wie sind die Räume gestaltet und gibt es pädagogisch wertvolle Spielsachen? Wie ist das Außengelände, kann bei entsprechendem Wetter auch draußen gespielt werden? Sind die Räume gemütlich und heimelig eingerichtet? Gibt es einen Schlaf- und Ruheraum und wie ist dieser eingerichtet? Räumlichkeiten, Spiele und Spielsachen müssen den eigenen pädagogischen Vorstellungen entsprechen.
Dann ist es wichtig, wie die Eingewöhnungsphase gestaltet wird. Sie erfordert viel Zeit und Geduld, das Kind muss so lange begleitet werden dürfen bis es sich eingewöhnt hat. Der Zusammenarbeit mit den Eltern sollte ein hoher Stellenwert beigemessen werden und das pädagogische Konzept der Einrichtung muss das Kind optimal fördern.
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10.08.11 | |
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Antje Bostelmann ist Erzieherin, bildende Künstlerin und Geschäftsführerin bei der Klax GmbH in Berlin, zu der 2...
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