7. September 2010
Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren sind noch besonders formbar und damit auch beeinflussbar. Die Erziehung und Ausbildung, die sie in dieser Zeit genießen, bildet das Fundament für ihr gesamtes späteres Leben. Eltern sollten daher mit der Wahl der Vorschule beziehungsweise des Kindergartens sehr bedächtig vorgehen. Die jeweilige Einrichtung sollte auf die Persönlichkeit des Kindes abgestimmt sein und ihm möglichst viel Raum zur freien Entfaltung geben.
Vorschulen als eigene Einrichtungen gibt es lange nicht in allen Bundesländern. Bis auf Hamburg und einige wenige andere bieten die wenigsten Länder eine solche Institution an. Gängiger ist es, dass die Kindergärten bestimmte Vorschulprogramme anbieten. Die Schützlinge gehen hier ganz normal in den Kindergarten und werden speziell gefördert und unterrichtet, sobald das letzte Jahr vor der Einschulung angebrochen ist. Das hat den Vorteil, dass die Kleinen die Umstellung kaum mitbekommen und in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können.
Hat man als Elternteil die Möglichkeit, sein Kind auf eine richtige Vorschule zu schicken, so sollte man sich genau danach erkundigen, welcher Philosophie die jeweilige Einrichtung folgt. So gibt es beispielsweise viele Vorschulen, die den Kindern schon sehr viel abverlangen, damit sie gleich als Spitzenreiter in der Grundschule durchstarten können. Die Kindheit kommt jedoch niemals wieder, weshalb man sich wirklich überlegen sollte, ob man seinen Nachwuchs solch einem Drill aussetzen möchte.
Andere Vorschulen wiederum haben eine bestimmte, meist religiöse Gesinnung. Besonders für staatliche getragene Einrichtung ist das keine Seltenheit und auch nicht weiter bedenklich. Misstrauisch sollte man jedoch dann werden, wenn die Kinder in der Vorschule zum Glauben "verführt" werden. Auch wenn man selbst sehr gläubig ist, sollte man seinen Kindern doch selbst überlassen, ob sie diesen Glauben selbst annehmen möchten oder nicht. Im Vorschulalter ist ein junger Mensch jedoch derart beeinflussbar, dass er diese Entscheidung noch nicht selbst treffen kann.
Gibt es im jeweiligen Bundesland keine Vorschule, so fragt man am besten bei den örtlichen Kindergärten nach, ob diese eine spezielles Vorschulprogramm anbieten.
Eine gute Vorschule bereitet die Kinder sanft und spielerisch auf die Einschulung vor. Beispielsweise wird das Zählen bis zehn gelernt, alltägliche Dinge wie Autos und Umwelt werden besprochen und manch einer lernt sogar schon seinen Namen zu schreiben. Dabei wird jedoch nie vergessen, dass es sich um Kinder handelt, die in erster Linie spielen und ihre Kindheit geborgen und behütet genießen sollen.
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