17. Juni 2010
Bildung nimmt in Deutschland einen ganz besonderen Stellenwert ein. Allerdings werden die Angelegenheiten in diesem Bereich nicht vom Bund, sondern von den Ländern bestimmt. Trotz kleiner Unterschiede gibt es jedoch ein länderübergreifendes System, das fast jeder Schüler in Teilen oder auch gänzlich durchläuft.
Gerade zu Beginn der Schulausbildung zeigen sich die Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. In einigen gehören die Vorschulen beziehungsweise Kindergärten bereits fest zum Bildungssystem dazu, in anderen wiederum ist der Besuch einer solchen Einrichtung freiwillig.
Jedes Kind muss jedoch eine Grundschule besuchen, diese Bedingung ist in der gesamten Bundesrepublik gleich. Allerdings ist die Anzahl der Klassenstufen nicht überall einheitlich.
In der Grundschule lernen die Kinder alles, was sie für den Besuch einer weiterführenden Schule wissen und können müssen. Daher steht zum größten Teil Lesen, Schreiben und Rechnen auf dem Stundenplan. In den letzten Jahren hat es sich jedoch eingebürgert, dass in den meisten Grundschulen auch Fremdsprachen spielerisch unterrichtet werden, da in diesem Alter noch besonders leicht gelernt wird.
Am Ende der Grundschulzeit werden die Weichen für die gesamte spätere Karriere eines Schülers gelegt. Jedes Kind muss einen bestimmten Notendurchschnitt erreichen, um auf das Gymnasium oder eine Realschule wechseln zu können. Wer diesen Ansprüchen nicht genügt, setzt seine Schullaufbahn auf der Hauptschule fort. Hier werden vor allem Kenntnisse vermittelt, die für das Erlernen eines praktischen Berufes wichtig sind.
Auf der Realschule wiederum werden die zukünftigen Angestellten des Dienstleistungssektors ausgebildet. Auch mit dem Abitur kann man in einen solchen Job einsteigen, allerdings ist dieser Abschluss eher dazu gedacht, die Schüler auf einen Übertritt an eine Universität vorzubereiten.
Daneben gibt es auch noch zahlreiche Möglichkeiten, den angestrebten Schulabschluss über andere Wege zu erreichen. Beispielsweise können Hauptschüler, die die mittlere Reife, also eigentlich einen Realschulabschluss anstreben, den so genannten M-Zweig besuchen und so nach einem Jahr doch noch ans Ziel zu kommen.
Des Weiteren können Nichtgymnasiasten ihr Abitur nachholen, indem sie nach der mittleren Reife eine Fachoberschule besuchen. Es ist auch möglich, zuerst eine Berufsausbildung abzuschließen, dann heißt die zuständige Institution Berufsoberschule.
In Deutschland hat man in fast jedem Alter noch die Möglichkeit, seine schulische Ausbildung fortzusetzen, sei es nun an staatlichen Einrichtungen oder an privaten Schulen. Dadurch eröffnen sich vor allem für Berufstätige vielfältige Möglichkeiten, ihre Karriere auch im fortgeschrittenen Stadium noch weiter antreiben zu können.
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