Bildungspolitik

Politische Planungen und Entscheidungen rund um das Schulsystem und die Hochschule

Die Hauptaufgabenbereiche der Bildungspolitik sind in erster Linie Studium und Schulsystem. In Deutschland kümmert sich jedes Bundesland um seine eigene Bildungspolitik, weshalb z.B. Prüfungsrichtlinien von Land zu Land unterschiedlich sein können.

Brünette Frau mit strenger Brille, Rollkragen und zurückgebundenem Haar, dahinter rothaarige Frau in Bluse
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Die Bildungspolitik umfasst alles, was mit der Verwaltung der Schulen und Hochschulen sowie der Herstellung von Chancengleichheit zu tun hat.

Unterschiede in den jeweiligen Bundesländern

Aufgrund der Kulturhoheit der Bundesländer ist die Bildungspolitik Ländersache. Das erklärt, warum sich die Schulsysteme der einzelnen Bundesländer unterscheiden. So ist in einigen Bundesländern das Abitur nach 12 Schuljahren erreicht, in anderen erst nach 13. In Hamburg geht man sogar dazu über, die Grundschule auf 6 Jahre auszudehnen.

Das Streben nach einheitlichen Regelungen

Auf den Kultusministerkonferenzen soll jedoch erreicht werden, dass zumindest in wesentlichen Punkten einheitliche Regelungen herrschen. So gehen die Bemühungen in letzter Zeit verstärkt dahin,

  • die Vergleichbarkeit von Schulabschlüssen

zu erhöhen. Dazu gehörte zum Beispiel die Einführung der zentralen Abiturprüfungen in Nordrhein-Westfalen. Auch

  • internationale Vergleichstests

wie die Pisa-Studie fordern die Bildungspolitiker zu Reformen des Bildungswesens auf. Auf der einen Seite steht die Forderung nach individueller Betreuung der Schüler, auf der anderen Seite die fehlenden Finanzmittel der Länder. Zwischen diesen beiden Polen muss die Bildungspolitik einen vernünftigen Mittelweg finden.

Im Hochschulbereich geht der Trend dahin,

  • zunehmend die Studenten an der Finanzierung des Hochschulwesens zu beteiligen.

In den meisten Bundesländern wurden deshalb Studiengebühren eingeführt, um die Lehre zu verbessern. So sollen die Gelder in erster Linie dazu aufgebracht werden, zusätzliche Lehrkräfte einzustellen und neue Lehrmittel anzuschaffen, was im Endeffekt aber auch nicht getan wird.

Auch hier entsteht wieder ein Spannungsfeld zwischen verbesserter Lehre einerseits und Verschlechterung der Chancengleichheit andererseits, das die Bildungspolitik zumindest teilweise über die Schaffung von Bildungsdarlehen auszugleichen versucht.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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