Zeitarbeit - Merkmale, Vor- und Nachteile und Voraussetzungen

Zeitarbeit bzw. Leiharbeit oder auch Arbeitnehmerüberlassung stellt eine gute Gelegenheit, zu arbeiten und sich verschiedenen Arbeitgebern vorzustellen. Der Arbeitnehmer wird dabei vom Arbeitgeber einem Dritten, für einen begrenzten Zeitraum überlassen. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, dabei nie einen festen Arbeitsplatz zu bekommen. Informieren Sie sich über das Konzept Leiharbeit mit seinen Vor- und Nachteilen und Hinweisen zur persönlichen Eignung.

Konzept Leiharbeit - Wissenswertes zur Arbeitnehmerüberlassung

Zeitarbeit - Definition und Merkmale

Die deutsche Wirtschaft befindet sich mehr und mehr im Umbruch. Immer seltener wird es vor allen Dingen, dass man einen neuen Job direkt bei einem Arbeitgeber findet. Zunehmend muss man sich bei den verschiedenen Zeitarbeitsfirmen bewerben, um überhaupt noch eine Chance auf einen neuen Job zu erhalten.

Die Zeitarbeit bezeichnet man auch als Leiharbeit oder Arbeitnehmerüberlassung; weitere Synonyme sind Mitarbeiterüberlassung, Temporärarbeit oder Personalleasing. Es handelt sich um ein Beschäftigungsvehrältnis, bei dem der Arbeitgeber (Verleiher den Arbeitnehmer, den so genannten Leiharbeitnehmer für einen begrenzten Zeitraum gegen Entgelt einem Dritten (Entleiher) überlässt.

Der Verleiher steht dabei an der Position der Zeitarbeitsfirma und übernimmt die Pflichten und Rechten des Arbeitgebers; mit ihm wird der Arbeitsvertrag geschlossen. Weisungsbefugt ist wiederum der Entleiher.

Im Rahmen dieses Arbeitsverhältnisses muss der Zeitarbeitnehmer nicht unbedingt einen befristeten Arbeitsvertrag erhalten - gängiger ist hingegen eine unbefristete Form. Sodann dieser abgeschlossen ist, wird die Arbeitskraft Unternehmen überlassen, welche aktuell entsprechenden Bedarf haben.

Genutzt wird diese Art der Beschäftigung oftmals bei Einstiegsschwierigkeiten in die Arbeitswelt; auf diese Weise ist es beispielsweise möglich,

  • nach einer familiären Pause zurück ins Berufsleben zu kommen
  • in einem neuen Berufsumfeld zu starten oder
  • projektbezogene Erfahrungen zu sammeln.

Bei überzeugender Arbeitsleistung können sich Personaldienstleister sowie Entleihbetrieb auch über eine Übernahme des Arbeitnehmers einig werden. Diese dauerhafte Vermittlung bezichent man auch als Klebeeffekt.

Beziehungen zwischen Personaldienstleistern und Entleihbetrieben werden hierzulande im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz geregelt. Im Großteil der Zeitarbeitsfirmen wird auf Basis eines Branchentarifvertrags gehandelt.

Der Arbeitsvertrag wird mit der Zeitarbeitsfirma geschlossen
Der Arbeitsvertrag wird mit der Zeitarbeitsfirma geschlossen

Um die Merkmale der Zeitarbeit aufzuführen, ist es auch sinnvoll, einen Vergleich mit anderen Arbeitsverhältnissen aufzustellen...

Unterschiede zwischen Zeitarbeit und Angestelltenverhältnis

Zeitarbeit steht vor allem aufgrund gesellschaftlicher und sozialer Probleme in der Kritik. Nichtsdestotrotz hat sich diese Arbeitnehmerüberlassung zu einer interessanten Alternative für viele Arbeitnehmer entwickelt, welche sich in einem Angestelltenverhältnis befinden. Doch worin unterscheiden sich Zeitarbeiter und Angestellte eigentlich genau, so dass man auch selbst einschätzen kann, welche Form des Beschäftigungsverhältnisses man persönlich bevorzugt?

Arbeitgeber vs. Zeitarbeitsunternehmen

Zunächst einmal unterscheiden sich Angestellte und Zeitarbeiter hinsichtlich ihres Arbeitgebers.

  • Bei Angestellten handelt es sich hierbei um einen klassischen Arbeitgeber, also in der Regel ein Unternehmen, welches diese dauerhaft bei sich beschäftigt.
  • Zeitarbeiter schließen hingegen bei einem Zeitarbeitsunternehmen einen Vertrag ab.

Dieses Zeitarbeitsunternehmen tritt zwar auch als Arbeitgeber auf. Jedoch sind die Arbeitnehmer dann niemals direkt bei diesem beschäftigt, sondern werden nur durch dieses an einen Dritten weitervermittelt. Dieser Dritte ist dann der temporäre eigentliche Arbeitgeber des Zeitarbeiters.

Arbeitsrecht

Des Weiteren unterscheiden sich Angestellte und Zeitarbeiter hinsichtlich arbeitsrechtlicher Regelungen. Angestellte haben beispielsweise in der Regel einen festen Stundensatz, welcher wöchentlich abgeleistet wird.

Zeitarbeiter sind hingegen weitaus flexibler und arbeiten mit Arbeitszeitkonten. Eben diese Konten dienen dazu, die reguläre Stundenzahl langfristig zu erreichen, ohne dass kurze Arbeitsunterbrechungen oder Mehrarbeit ein Problem darstellen würde.

Flexibilität

Der Aspekt der Flexibilität spielt aber nicht nur bei der Arbeitsdauer eine wichtige Rolle. Während Angestellte in der Regel dauerhaft an einem Ort ihrer Tätigkeit nachgehen, müssen Zeitarbeiter häufig umziehen. Für Zeitarbeiter stellt sich deshalb die Frage, inwiefern eine Familienplanung oder der Aufbau eines sozialen Beziehungsnetzes Sinn macht, wenn ohnehin in regelmäßigen Abständen umgezogen werden muss.

Gemeinsamkeiten

Neben all diesen Differenzen existieren allerdings auch einige Felder, in welchen sich Angestellte und Zeitarbeiter zumindest offiziell nicht unterscheiden. So verfügen beide über ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis, welches auch eine entsprechende Sicherheit gegen Krankheiten und weitere Schadensfälle bietet.

Darüber hinaus sieht das Gesetzeswerk vor, dass Leiharbeitern ein ebenso hoher Lohn wie gleichermaßen qualifizierten Angestellten zusteht. Eben diese Vorgabe findet allerdings in der Praxis nicht immer Anwendung, weshalb es auch regelmäßig zu politischen Auseinandersetzungen und Tarifstreits kommt.

Unterschiede zwischen Zeitarbeit und Jobhopping

Eine wichtige Grundvoraussetzung, um als Zeitarbeiter aktiv werden zu können, ist ein hohes Maß an Flexibilität. Schließlich muss zumeist regelmäßig die Arbeitsstelle und der Wohnort gewechselt werden, um bei der jeweils neuen Arbeitsstelle antreten zu können. Doch worin unterscheiden sich überhaupt Zeitarbeiter und Jobhopper, welche ebenso regelmäßig umziehen und neue Arbeitsstellen annehmen?

Motivationsgründe

Zeitarbeiter und Jobhopper unterscheiden sich zunächst einmal hinsichtlich der Motivation, welche das regelmäßige Wechseln der Arbeitsstelle bedingt.

  • Zeitarbeiter wechseln die Arbeitsstelle und ziehen nur dann um, wenn dies durch das Zeitarbeitsunternehmen vorgegeben wird.
  • Bei Jobhoppern handelt es sich hierbei hingegen um einen freiwilligen Akt, welcher vielfach begründet sein kann. Häufig spielt die Suche nach neuen Erfahrungen oder die Unzufriedenheit mit der jetzigen Stelle aber eine Schlüsselrolle.

Arbeitsverträge

Darüber hinaus unterscheiden sich Zeitarbeiter und Jobhopper noch hinsichtlich des Bestehens eines Arbeitsverhältnisses.

  • Zeitarbeiter sind ständig in ein Arbeitsverhältnis eingegliedert, welches zwischen ihnen und dem Zeitarbeitsunternehmen besteht. Trotz einer möglichen Wartezeit zwischen zwei Jobs sind sie deshalb nicht arbeitslos, sondern weiterhin ein Mitarbeiter dieses Unternehmens.

  • Jobhopper wechseln hingegen nicht nur den Job, sondern damit auch den Arbeitsvertrag. Es wird demnach ein Arbeitsvertrag gekündigt, bevor ein neuer mit dem nächsten Arbeitgeber aufgesetzt wird.

Ein Jobhopper kündigt jedesmal den bestehenden Arbeitsvertrag
Ein Jobhopper kündigt jedesmal den bestehenden Arbeitsvertrag

Risikobereitschaft

Neben den Vorzügen dieses Wechselspiels, welche sich beispielsweise in dem hohen Maß an Flexibilität widerspiegeln, gehen Jobhopper aber auch ein weitaus höheres Risiko an. So besteht nach der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses stets die Möglichkeit, dass es zu Komplikationen bei der Suche nach einer neuen Stelle kommen kann.

Einkommen

Eng mit den Arbeitsverträgen ist auch der Unterschied hinsichtlich des Einkommens verbunden.

  • Zeitarbeiter erhalten stets einen festen Stundensatz. Die Anzahl der geleisteten Stunden wird wiederum durch Zeitarbeitskonten festgehalten.
  • Jobhopper können dagegen stets ein neues Gehalt mit dem jeweiligen Arbeitgeber aushandeln. Dies mag ihnen zwar die Chance eines höheren Einkommens bzw. einer Einkommensverbesserung einräumen. Gleichzeitig kann bei der Lebensplanung aber auch nie auf ein festes Gehaltsniveau vertraut werden.

Fazit

Insgesamt sind sich Zeitarbeiter und Jobhopper nur auf den ersten Blick sehr ähnlich. Bei genauerer Betrachtung stellt sich heraus, dass es zahlreiche Differenzen zwischen diesen beiden Typen des Arbeitnehmers gibt. Gleichzeitig muss aber auch betont werden, dass beide Formen ihre eigenen Vorteile bieten, weshalb weder der Zeitarbeit noch dem Jobhopping kategorisch der Vorzug gegeben werden kann.

Vor- und Nachteile

Gerade ältere Arbeitnehmer werden nur zögerlich eingestellt, weil man an diese doch oft länger gebunden ist und hier ein besonderer Kündigungsschutz eingehalten werden muss. Aber auch besonders junge Arbeitnehmer und Berufsanfänger werden oftmals über einen gewissen Zeitraum ausgetestet, bevor man sich für deren Einstellung entscheidet.

Durch Zeitarbeit sind all diese Möglichkeiten gegeben, sodass hier die Unternehmen deutlich profitieren können. Für Arbeitnehmer bedeutet Zeitarbeit häufig, dass sie von einem Unternehmen zum anderen geschickt werden. Dadurch fehlt oft die nötige Eingewöhnungsphase und es wird für alle Beteiligten schwieriger, den anderen einzuschätzen.

Doch ebenso häufig ordern Unternehmen auch Zeitarbeiter über einen längeren Zeitraum hinweg. Dann gilt die Zeit, in der man als Zeitarbeiter im Unternehmen beschäftigt wird, oftmals als "Probezeit", um festzustellen, ob der Arbeitnehmer zum Team passt und den gestellten Aufgaben gewachsen ist.

Vorteile der Zeitarbeit

Zeitarbeit bietet also für Arbeitnehmer den Vorteil, dass diese durch die Zeitarbeit in ein festes Arbeitsverhältnis hinein "rutschen" können. Für Arbeitgeber bietet sie dagegen den Vorteil, dass auch kurzfristig zusätzliche Arbeitskräfte bereit stehen, etwa während der Hochsaison oder auch bei sonstigem stark ansteigenden Arbeitsaufkommen.

Auch während der jährlichen Urlaubszeit, wenn viele Mitarbeiter vom Stammpersonal durch Urlaub ausfallen, können und werden diese häufig durch Zeitarbeiter ersetzt. Gleiches gilt natürlich auch bei Krankheit, was besonders in kleinen Unternehmen fatale Folgen hat.

Nachteile der Zeitarbeit

Dennoch bietet die Zeitarbeit auch einige Nachteile. Gerade wenn schwierige Aufgaben durch Zeitarbeiter erledigt werden sollen und diese ständig wechseln, muss das Unternehmen die einzelnen Arbeitnehmer auch jedes Mal aufs Neue einarbeiten, was natürlich sehr viel Zeit kostet. Da Zeit aber Geld ist, wird sich der Einsatz von Zeitarbeitern auf solchen Stellen nicht wirklich rechnen, sodass es hier sinnvoller ist, festes Personal einzustellen.

Doch nicht für jeden scheint Zeitarbeit die beste Wahl zu sein...

Persönliche Eignung: Wichtige Voraussetzungen

In Deutschland gibt es fast eine Million Zeitarbeiter. Dabei ist davon auszugehen, dass diese Zahl in den nächsten Jahren noch weiter steigen wird. Die persönliche Eignung für die Zeitarbeit kann leicht anhand einiger Aspekte überprüft werden.

Mobilität

Zunächst einmal sollte man grundsätzlich mobil sein. Um als Zeitarbeiter dauerhaft einer Tätigkeit nachgehen zu können, ist es oft notwendig, kurzfristig zum jeweiligen Unternehmensstandort zu ziehen.

Ideal ist Zeitarbeit deshalb für Alleinstehende. Sollte man sich hingegen in einer Beziehung befinden oder gar eine Familie haben, sollte im Vorfeld geklärt werden, wie mit einer solchen Arbeitssituation umgegangen werden könnte.

Flexibilität

Des Weiteren ist es von Vorteil, wenn man auch ein gewisses Maß an zeitlicher Flexibilität mitbringt. So läuft die Zeitarbeit häufig in Form einer Schichtarbeit ab, was mit möglichen Nachtschichten und Überstunden einhergeht. Aus diesem Grund sollte man nicht nur belastbar sein, sondern sich auch leicht auf diese zeitlichen Anforderungen einstellen können.

Extraversion

Darüber hinaus eignen sich eher extrovertierte Menschen für die Zeitarbeit. Schließlich gelangt man regelmäßig in ein neues Arbeitsumfeld und stößt so ständig auf neue Arbeitskollegen, auf welche sich stets erst neu eingestellt werden muss.

Natürlich können auch eher introvertierte Menschen der Zeitarbeit nachgehen. Dann sollte man sich aber bewusst sein, dass man gezwungen wird, oft auf Menschen zuzugehen und sich mit diesen zu verständigen, um sinnvoll arbeiten zu können.

Das Arbeitsfeld Zeitarbeit bedeutet aber auch, dass man nicht immer den Tätigkeiten nachgehen wird, welche man ursprünglich gelernt hat. Aus diesem Grund sollte man bereit sein, ständig Neues zu lernen und eventuell auch Tätigkeiten auszuführen, welche nicht dem eigenen Qualifikationsstand entsprechen.

Selbstmotivation

Letztlich sollte man als Zeitarbeiter noch die Fähigkeit besitzen, sich regelmäßig selbst für neue Aufgaben zu motivieren. Schließlich arbeitet man nie an langfristigen Projekten, sondern muss sich stets mit befristeten Herausforderungen befassen. Eine wirklich gute Arbeitsbewältigung gelingt deshalb bloß dem, der sich gut selbst motivieren und für Neues begeistern kann.

Insgesamt sollte man sich deshalb eine Reihe von Fragen stellen, um klären zu können, ob Zeitarbeit denn das Richtige für einen sei. Sieht man in der Mehrzahl der genannten Aspekte aber kein Hindernis, dann kann sich bedenkenlos einmal im Feld der Zeitarbeit versucht werden.

Im Folgenden gehen wir detaillierter auf besonders geeignete Personengruppen ein...

Vorteile für Arbeitslose und Wiedereinsteiger

Eine längere Arbeitslosigkeit stellt nicht nur eine große finanzielle, sondern auch eine starke psychische Belastung dar. Umso erfreulicher ist es, sobald sich neue Perspektiven eröffnen und beispielsweise als Zeitarbeiter wieder in die Berufswelt eingestiegen werden kann. Doch wo liegen eigentlich die Vorteile der Zeitarbeit für Arbeitslose und Wiedereinsteiger?

Neue Perspektiven und Fortbildungen

Zunächst einmal ist die Zeitarbeit ein guter Weg aus der Arbeitslosigkeit. Schließlich ist es häufig leichter, einen Job als Zeitarbeiter zu bekommen, als langfristig bei einem Unternehmen angestellt zu werden. Folglich bietet einem die Zeitarbeit eine neue Perspektive und finanzielle Einkünfte.

Des Weiteren sorgt Zeitarbeit dafür, dass sich Wiedereinsteiger breit und praxisnah weiterentwickeln und fortbilden können. So wird man als Zeitarbeiter regelmäßig mit neuen und vielleicht auch vollkommen unbekannten Herausforderungen konfrontiert, deren Bewältigung nur durch den Einsatz verschiedenster Hilfsmittel und Spezialwissen gelingen. In der Folge erwirbt man praxisnahe Kenntnisse, welche später dabei helfen können, eine Festanstellung zu finden.

Leichtere Eingewöhnung

Darüber hinaus hat die Zeitarbeit den Vorteil, dass das Arbeitsumfeld und der temporäre Arbeitgeber regelmäßig wechseln. Besonders nach längerer Arbeitslosigkeit ist man vielleicht etwas eingerostet und fällt zu Beginn eventuell negativ auf. Durch die regelmäßigen Unternehmenswechsel bekommen Wiedereinsteiger aber die Chance, sich wieder an das Arbeitsleben zu gewöhnen, um letztlich bereits zu Beginn die volle Leistung abrufen zu können.

Letztlich eignet sich die Zeitarbeit für ehemalige Arbeitslose hervorragend, um die Phase der Arbeitslosigkeit hinter sich zu lassen und neu durchzustarten. So lässt sich dank der häufigen Ortswechsel und verschiedenen Beschäftigungsfelder leicht ein Schlussstrich hinter die Lebensphase der Arbeitslosigkeit ziehen. Was bleibt, ist ein gelungener Wiedereinstieg und die Perspektive, dank der neuen Qualifikationen vielleicht bald schon eine feste Stelle zu haben.

Vorteile für Mütter

Der berufliche Wiedereinstieg fällt vielen Müttern schwer. Eine Möglichkeit, den Wiedereinstieg zu schaffen und neue berufliche Perspektiven trotz des Kindes aufzubauen, ist dabei die Zeitarbeit. Doch welche Vorteile hat die Zeitarbeit für Mütter, so dass es sich hierbei um eine interessante Alternative zu herkömmlichen Beschäftigungsverhältnissen handelt?

Mögliche Pausen und gute Verdienstmöglichkeiten

Zunächst einmal bietet Zeitarbeit Müttern die Gelegenheit, nicht durchgehend arbeiten zu müssen. So können Phasen der Pause zwischen den Beschäftigungsverhältnissen eingelegt werden, während welcher sich dann selbst vollkommen um die Kinder gekümmert werden kann. Entsprechende Regelungen lassen sich mit den meisten Zeitarbeitsunternehmen vereinbaren.

Des Weiteren bietet Zeitarbeit in vielen Branchen gute Verdienstmöglichkeiten. Um also das angestrebte Einkommen zu erlangen, müssen die Mütter nicht zwangsweise den gesamten Tag arbeiten. Stattdessen reicht teilweise schon ein Halbtagsjob aus, um ein ausreichend hohes Einkommen zu erzielen.

Sprungbrett und soziale Versicherung

Daneben ist nicht zu vergessen, dass viele Mütter Schwierigkeiten damit haben, den beruflichen Wiedereinstieg zu bewältigen, nachdem sie einige Zeit im Mutterschaftsurlaub waren. In diesem Zusammenhang kann Zeitarbeit als eine Art Sprungbrett dienen, wieder Erfahrungen zu sammeln und Kontakte mit potentiellen Arbeitgebern aufzubauen.

Letztlich bietet die Zeitarbeit der Mutter ebenso soziale Sicherheit wie jeder andere Beruf auch. Dies schließt beispielsweise die Arbeitslosen- und Krankenversicherung ein, weshalb Mütter durch Zeitarbeit die Möglichkeit haben, sich und die eigenen Kinder finanziell abzusichern.

Für Mütter bringt die Zeitarbeit den Vorteil von mehr Flexibilität mit sich
Für Mütter bringt die Zeitarbeit den Vorteil von mehr Flexibilität mit sich

Vorteile für Spezialisten

Der Weg zum Spezialisten beziehungsweise Experten ist ein langer und beschwerlicher Entwicklungsprozess. Doch selbst als Experte lohnt es sich nicht immer, sich beruflich direkt auf das Spezialgebiet zu fokussieren. Stattdessen kann sich auch als Zeitarbeiter versucht werden. Doch worin liegen überhaupt die Vorteile der Zeitarbeit für einen Spezialisten?

Weiterentwicklung und eine sichere Stelle

Zunächst einmal hilft die Zeitarbeit Spezialisten dabei, die eigene Wissensbasis und praxisrelevante Fähigkeiten zu erweitern. Schließlich verfügen viele Experten einerseits nur über ein recht theoretisches Wissen, andererseits über eine auf das Fachgebiet beschränkte Wissensbasis. Die Zeitarbeit hilft einem dann dabei, den praktischen Bezug zu erkennen und sinnvolle Zusammenhänge mit anderen Fachgebieten herzustellen.

Des Weiteren haben Experten häufig das Problem, dass sie zu stark auf ein Fachgebiet spezialisiert sind. Dies hat zur Folge, dass Unternehmen diese nur selten einstellen.

Schließlich wird das Wissen des Spezialisten nur gelegentlich gebraucht. In der Zwischenzeit kann der Experte wiederum nicht eingesetzt werden, da ihm weitere relevante Fähigkeiten fehlen.

Dank der Zeitarbeit kann sich der Experte dagegen sicher sein, stets eine sichere Stelle zu haben. So wird man regelmäßig an andere Unternehmen vermittelt, welche gerade den Bedarf nach einer solchen Fachkraft haben. Hierdurch kann das eigene Spezialwissen stets eingesetzt werden, was wiederum eine feste Arbeitsstelle mit Perspektive bei dem Zeitarbeitsunternehmen garantiert.

Arbeit in seinem Spezialgebiet

Letztlich erlaubt es die Zeitarbeit dem Experten, wirklich nur in seinem Spezialgebiet arbeiten zu können. In klassischen Arbeitsverhältnissen sehen sich Spezialisten hingegen häufig gezwungen, weitere oftmals anspruchslose oder fachfremde Tätigkeiten auszuführen, um die eigene Arbeitszeit auszufüllen. Dank der Zeitarbeit kann man sich hingegen ganz auf das eigene Fachgebiet konzentrieren, was von vielen Zeitarbeitern als erfüllend empfunden wird.

Vorteile für Studenten

Viele Studenten wollen bereits während des Studiums Berufserfahrung sammeln oder Geld verdienen. Neben klassischen Studentenjobs kommt dabei auch der Einstieg in die Zeitarbeit in Frage. Doch welche Vorteile bieten sich dem Studenten bei der Zeitarbeit, so dass es sich hierbei um eine interessante Option handelt?

Berufserfahrung und Flexibilität

Zunächst einmal können bei einem Zeitarbeitsunternehmen sehr viele praktische Fähigkeiten erlangt und Erfahrungen gemacht werden. Dies ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass man bei unterschiedlichen Unternehmen aktiv wird, wo stets andere Tätigkeitsschwerpunkte vorzufinden sind.

Die Zeitarbeit bietet dem Studenten damit die Möglichkeit, sich einen Überblick innerhalb einer Branche zu verschaffen. Dies stattet ihn dann nicht nur mit Kompetenzen aus, welche den späteren Berufseinstieg erleichtern.

Stattdessen kann sich so bereits während des Studiums entschieden werden, ob nicht Schwerpunkte gesetzt werden sollen und man als Experte auf einem ganz bestimmten Fachgebiet aktiv werden will. Davon kann dann die Wahl des ersten Arbeitsplatzes oder eventuell auch des Master-Studiengangs abhängig gemacht werden.

Des Weiteren bietet Zeitarbeit dem Studenten ein hohes Maß an zeitlicher Flexibilität. Dies hat einerseits zur Folge, dass es bei manchen Zeitarbeitsfirmen möglich ist, nur während der Semesterferien zu arbeiten. Andererseits kann allerdings auch versucht werden, die Zeitarbeit und das Studium simultan zu absolvieren. In diesem Fall bieten sich vor allem Nachtschichten an, um das Studium mit der Arbeit zu vereinbaren.

Gute Verdienstmöglichkeiten und Kontakte

Daneben stellt die Zeitarbeit für Studenten eine lukrative Möglichkeit dar, einen relativ guten Stundenlohn zu erzielen. Hierdurch ist man dann nicht auf die Aufnahme mehrerer Nebenjobs angewiesen. Stattdessen reicht diese Tätigkeit allein aus, um den Lebensunterhalt zu bestreiten.

Letztlich bietet die Zeitarbeit für Studenten noch den Vorteil, dass man mit zahlreichen potentiellen Arbeitgebern in Kontakt kommen kann. Dies erleichtert den späteren Eintritt in die Berufswelt, sobald das Studium abgeschlossen ist. Während andere Studenten dann häufig erst Praktika machen müssen, verfügt man selbst über die Option, direkt bei einem Unternehmen als reguläre Arbeitskraft einsteigen zu können.

Quellen:

  • Klaus Schwantes: Das professionelle 1 x 1: Zeitarbeit: Arbeitnehmerüberlassung: Formen, Vorteile, Risiken. Vertragsgestaltung bei Zeitarbeit. Personalvermittlung: Leistungen der Privaten, Cornelsen, 2004, ISBN 3589235624
  • Peter Hansen und Wolfram Kanstinger: Zeitarbeit von A-Z: Fachbegriffe, Zusammenhänge, Checklisten, DTV-Beck, 2001, ISBN 3423508507
  • Wolfgang Böhm, Jörg Hennig und Cornelius Popp: Zeitarbeit: Leitfaden für die Praxis, Luchterhand (Hermann), 2007, ISBN 3472069740

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