Lebenslauf - Arten, Inhalte, Gestaltung, Anpassungen

Mann im Anzug sitzt mit einem Kugelschreiber über einem Dokument im roten Schnellhefter

Von wichtigen Angaben bis hin zum Layout - Tipps zur Erstellung des Lebenslaufes

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  • von Paradisi-Redaktion

Die Erstellung eines Lebenslaufes ist kein leichtes Unterfangen. So geht es nicht nur um eine Rekonstruktion des bisherigen persönlichen Werdeganges, sondern auch um eine ansprechende Gestaltung und Schwerpunktsetzung, welche beim potentiellen Arbeitgeber einen guten Eindruck hinterlässt. Lesen Sie, worauf man bei der Erstellung eines Lebenslaufes achten muss, um gute Chancen auf die Einladung zu einem Bewerbungsgespräch zu haben.

Der Lebenslauf - Funktion und Merkmale

Der Lebenslauf stellt mit das wichtigste Element einer Bewerbung dar. Auf diesem erhält der potenzielle Arbeitgeber alle relevanten Informationen bezüglich des bisherigen Werdegangs des Bewerbers.

Wer im neuen Unternehmen überzeugen möchte, sollte wissen, worauf es bei der Erstellung des Lebenslaufs ankommt. Zudem spielt aber auch das Layout eine Rolle - der Arbeitgber sollte möglichst schnell alle wichtigen Informationen finden; Chaos gilt es unbedingt zu vermeiden.

Unterschiedliche Formen

Grundsätzlich unterscheidet man einen tabellarischen sowie einen ausführlichen Lebenslauf. Zunächst einmal sollte man sich bewusst darüber sein, was diese beiden Formen eigentlich ausmacht.

Ein tabellarischer Lebenslauf ist eine chronologische Kurzfassung, bei welcher es sich um eine Aufzählung von Daten handelt, welche nur in Form von Stichpunkten aufgeführt werden. Einen ausführlichen Lebenslauf kennzeichnet wiederum die Tatsache, dass dieser in der Regel per Handschrift verfasst ist und aus ganzen Sätzen besteht. Er gleicht deshalb einem Aufsatz, welcher in einzelne Abschnitte unterteilt ist.

Für welche Form des Lebenslaufs man sich entscheidet hängt von den eigenen Vorlieben und der Branche
Für welche Form des Lebenslaufs man sich entscheidet hängt von den eigenen Vorlieben und der Branche ab
Merkmale und Erstellung der tabellarischen Form

Grundsätzlich kann hierzulande die tabellarische Form als Standard genannt werden. Dies ist vor allem auf die Tatsache zurückzuführen, dass diese Form zahlreiche Vorteile innehat.

Zum einen haben Personalchefs so die Möglichkeit, viele Bewerber effizient miteinander zu vergleichen. Gleichzeitig erlaubt diese Form des Lebenslaufes aber auch eine Ballung von Daten, welche nicht viel Platz beansprucht.

Statt seitenlanger Ausführungen lassen sich so alle relevanten Informationen auf einer Seite bündeln. Darüber hinaus können Arbeitgeber die Daten schneller erfassen, kategorisieren und wiederfinden. Bei einer Bewerbung kann man deshalb davon ausgehen, dass die tabellarische Form die bessere Variante ist.

Chronologisch oder amerikanisch?

Zu den tabellarischen Lebensläufen zählt auch der so genannte amerikanische Lebenslauf. Während man bei der chronologischen Form mit der Schulbildung beginnt und beim akutellen Job endet, ist es bei der amerikanischen Variante andersherum: den ersten Punkt im Lebenslauf bildet die akutelle Position. Der amerikanische Lebenslauf gilt heutzutage als Standard.

Diese Form bringt einige Vorteile mit sich. So sieht der Leser als Erstes die aktuelle Tätigkeit. Vor allem wenn es um Bewerber mit langer Berufserfahrung geht, ist diese aktuelle Position besonders wichtig, da sie möglicherweise auch für den neuen Job qualifiziert. Für Hochschulabsolventen sowie Arbeitslose hingegen erweist sich die chronologische Form als sinnvoller.

Merkmale und Erstellung der ausführlichen Form

Es gibt allerdings auch Ausnahmen, weshalb in manchen Fällen auch auf einen ausführlichen Lebenslauf gesetzt werden kann. Einige Arbeitgeber fordern dies nämlich speziell von den Bewerbern.

Die Personalchefs hoffen dabei, mehr über den Bewerber herausfinden zu können, als es die klassische tabellarische Form preisgeben würde. Nicht nur, dass man so die Handschrift des Bewerbers sehen kann, was viel über die Persönlichkeit aussagen kann. Vielmehr stellt der ausführliche Lebenslauf auch eine gute Orientierungshilfe dar, wie gut sich der jeweilige Bewerber schriftlich ausdrücken kann.

Darüber hinaus ist der ausführliche Lebenslauf noch in manchen anderen Ländern üblich. Bewirbt man sich demnach im Ausland, sollte man sich zuvor darüber informieren, welche Form des Lebenslaufes in der jeweiligen Region üblich ist.

Insgesamt kann somit festgehalten werden, dass der tabellarische Lebenslauf den Standard darstellt, wohingegen der ausführliche Lebenslauf nur in Sonderfällen verfasst werden muss.

Der Aufbau eines Lebenslaufs

Der Lebenslauf vermittelt dem potentiellen Arbeitgeber den ersten Eindruck über die eigene Person. Damit dieser erste Eindruck nicht negativ ausfällt und auf alle relevanten Daten eingegangen wird, sollte man sich über den klassischen Aufbau eines Lebenslaufs informieren.

Dabei hängt es stark von der jeweiligen Stelle ab, ob gewisse Informationen betont oder nicht doch lieber verschwiegen werden sollten. Die folgenden Ausführungen dürften aber dabei helfen, ein Gespür dafür zu entwickeln, welche Informationen im Lebenslauf des eigenen Bewerbungsschreibens nichts verloren haben.

Deckblatt und Foto

Gedanken machen sollte man sich bereits beim Deckblatt. Ein gelungenes Foto wirkt sympathisch und sorgt für einen positiven ersten Eindruck. Sollte man allerdings nur ein schlechtes Foto besitzen, welches nicht professionell angefertigt wurde und dementsprechend wirkt, dann sollte die erste Seite am besten überhaupt kein Bild schmücken.

Persönliche Daten

Zunächst einmal sollte auf die persönlichen Daten eingegangen werden. Dies hat nichts mit einer Verletzung der Intimsphäre gemein. Vielmehr erfährt der Arbeitgeber hier Randdaten wie

  • das Geburtsdatum
  • die Staatsangehörigkeit und
  • den derzeitigen Familienstand.

Allerdings sollte man in diesem Zusammenhang ein paar Punkte beachten. In der Regel kann hier bedenkenlos der Familienstand angegeben werden. Bei Jobs, welche ein hohes Maß an Flexibilität abverlangen, sollte diese Info aber ausgelassen werden. Ist man nämlich verheiratet oder hat gar noch Kinder, dann könnte dies schnell als ein Zeichen von mangelnder Flexibilität gedeutet werden.

Berufliche Erfahrung

Der nächste wichtige Eckpfeiler ist die berufliche Erfahrung. Auf diese kann aber natürlich nur dann eingegangen werden, wenn bereits auf eine berufliche Laufbahn zurückgeblickt werden kann. Wenn man hingegen erst die Hochschule bzw. Ausbildung abgeschlossen hat, kann man gleich auf den nächsten Absatz eingehen.

In Bezug auf die Berufserfahrung hat sich folgende Faustregel bewährt. Sobald man sich aus einer ungekündigten Stelle heraus bewirbt, so kann die amerikanische Form der Darstellung gewählt werden.

Nach dieser beginnt man mit der letzten Arbeit, um sich daraufhin in seiner Aufzählung chronologisch in die Vergangenheit zu bewegen. Wurde einem hingegen gekündigt, dann ist die deutsche Form vorzuziehen, nach welcher mit den ersten Berufserfahrungen begonnen wird.

(Hoch)schulbildung und Ausbildung

Bei der Rubrik Schulbildung braucht die Abschlussnote wiederum nur dann genannt werden, wenn diese nicht aufgrund weiterer Qualifikationsnoten überflüssig ist. Eine weniger günstige Abiturnote kann man deshalb problemlos verschweigen, da ohnehin nur die Examensnote im Studium von Bedeutung ist. Bezüglich des Studiums ist es wichtig,

  • den Namen der Uni oder der Firma sowie
  • Abschlüsse
  • Schwerpunkte
  • Fächer und
  • eventuelle Abschlussarbeiten

zu nennen.

Weiterbildung und Praktika

An diesen Abschnitt können sich Maßnahmen der Weiterbildung und Praktika anschließen. Auch hier gilt es, auf wichtige Grunddaten einzugehen. Dabei sollte man allerdings darauf achten, nur für den möglichen Job relevante Weiterbildungsmaßnahmen anzugeben.

Wichtig ist, dass alle relevanten Informationen im Lebenslauf erhältlich sind
Wichtig ist, dass alle relevanten Informationen im Lebenslauf erhältlich sind

Bisheriger Werdegang

Nun kann auf den früheren Werdegang eingegangen werden. Namentlich wäre dies ein möglicher Wehr- bzw. Zivildienst als auch die frühere Schulbildung. Auch hier sollte man die einzelnen Stationen genau benennen. Lediglich auf die Nennung der Grundschule kann dabei verzichtet werden.

Motivation und besondere Fähigkeiten

Daraufhin kann man damit beginnen darzustellen, warum man sich denn neben den erworbenen Qualifikationen überhaupt für den jeweiligen Job eignet. An dieser Stelle können Fähigkeiten genannt und präzisiert werden, welche bei der Jobbewältigung eine Rolle spielen könnten. Dies kann die Beherrschung verschiedener Sprachen, aber auch der Besitz eines Führerscheins sein.

Auslandsaufenthalte und persönliche Interessen

Abgeschlossen werde kann der Lebenslauf durch eine Nennung von eventuellen Auslandsaufenthalten und persönlichen Interessen. So zeigt man, wofür man sich interessiert und mit welchen Thematiken sich in der Freizeit auseinandergesetzt wird.

Letztlich stellt aber auch der Abschnitt Freizeitaktivitäten einen Drahtseilakt dar. Einerseits sollte man darauf achten, dass man Hobbys angibt, welche von Interesse für die Umwelt und Begeisterungsfähigkeit zeugen. Gleichzeitig darf aber auch kein Bild entstehen, welches einen reinen Freizeitmenschen abzeichnet, bei dem die Arbeit an zweiter Stelle steht.

Ort, Datum und Unterschrift

Letztlich fehlt lediglich noch eine eigenhändige Unterschrift, welche unter den Ort und das Datum der Erstellung des Lebenslaufes gesetzt wird. Wird all diesen Eckpfeilern Beachtung geschenkt, dann kann man darauf vertrauen, einen klassischen Lebenslauf entworfen zu haben, welcher alle relevanten Informationen beinhaltet.

Lebenslauf – 5 Fehler, die Sie vermeiden sollten

Junge Frau mit langen blonden Haaren beim Lesen in einer blauen Bewerbungsmappe
junge Frau beim Lesen einer Bewerbung © underdogstudios - www.fotolia.de

Ein Lebenslauf ist keine Biographie. Wer seinen Werdegang schriftlich darlegen will, sollte sich kurz halten. Und ein paar typische Fehler vermeiden.

1. Chronologisch sinnvoll erzählen

Mancher Bewerber lässt seinen Lebenslauf mit der Schulzeit beginnen. Bevor der Personaler etwas über die aktuelle Tätigkeit erfährt, muss er den ganzen Werdegang studieren. Im Idealfall sollte er sich diese Zeit natürlich nehmen – üblich ist es heute jedoch, die neuesten Informationen nach vorne zu stellen. Das bedeutet: chronologisch rückwärts erzählen.

2. Aktuelle Position ausführlicher beschreiben

Schulzeit, Ausbildung und erste berufliche Schritte können Sie knapp formulieren. Die letzte Stelle ist für den potentiellen neuen Arbeitgeber jedoch interessanter: wie sah die Position konkret aus, welche Aufgaben haben Sie übernommen? Hier können Sie ruhig zwei bis drei Zeilen schreiben.

3. Lücken richtig erklären

Eine kurze Arbeitslosigkeit müssen Sie im Lebenslauf nicht angeben. Wer länger als sechs Monate auf Jobsuche war, sollte jedoch ehrlich sein. Hilfreich ist es, wenn Sie für diese Zeit eine Fortbildung nachweisen können.

4. Nur aussagekräftige Hobbys nennen

Sie spielen gern Boule und sammeln Briefmarken mit Katzenmotiv? Das ist schön. Und für den Personaler ganz schön langweilig. Hobbys sollten Sie generell nur nennen, wenn sie einen Zusammenhang mit Ihrem Job haben oder Ihre persönlichen Kompetenzen unterstreichen. Das Gleiche gilt für ehrenamtliche Tätigkeiten.

5. Unterschrift nicht vergessen

Es ist banal, aber etliche Bewerber vermasseln sich dadurch ihre Chancen: sie vergessen eine Unterschrift unter ihren Lebenslauf zu setzen. Wer seine Sorgfalt unter Beweis stellen möchte, greift deshalb zum Füllfederhalter. Ein Kugelschreiber tut es aber auch.

Wer weiß, was in einen Lebenslauf gehört, muss sich nun noch über das "Wie" informieren...

Tipps zur Erstellung des Lebenslaufs

Wie bereits erwähnt, wird der Lebenslauf heute in den meisten Fällen in der amerikanischen Form erstellt. Man ordnet diesen in zwei Spalten an: links wird der Zeitraum aufgeführt und auf der rechten Seite die entsprechenden Tätigkeiten.

Die Länge des Lebenslaufs sollten zwei DIN-A4-Seiten nicht überschreiten; ein häufiger Jobwechsel oder eine mehrjährige Berufserfahrung können jedoch zu mehr Seiten führen.

Den Lebenslauf situationsbedingt anpassen

In Büchern und dem Internet existieren zahlreiche Vorlagen für Lebensläufe. Allerdings mangelt es diesen Vorlagen natürlich an Individualität, weshalb diese noch lange nicht die optimale Fassung für den jeweiligen Arbeitgeber darstellen. Doch worauf muss man achten, wenn man den Lebenslauf situationsbedingt anpassen will, damit das Ganze nicht nur wie eine langweilige Massenbewerbung wirkt?

Formale Kriterien

Einen Lebenslauf anzupassen bedeutet natürlich zunächst einmal, diesen nach jenen Kriterien zu erstellen und einzureichen, welche der Arbeitgeber fordert. Wird beispielsweise um einen ausführlichen Lebenslauf gebeten, dann sollte die tabellarische Standardform natürlich auch in das gewünschte Format übertragen werden.

Variable Elemente

Neben diesem Beachten von formalen Kriterien sind aber auch die so genannten variablen Elemente des Lebenslaufs entscheidend, um wirklich beim jeweiligen Arbeitgeber positiv auffallen zu können. Hierunter versteht man all jene Aspekte des eigenen Lebenslaufs, welche nicht zwingend genannt werden müssen, in bestimmten Fällen aber eine Rolle spielen können.

Nebenjobs und Praktika

In diesem Zusammenhang können zunächst einmal alle Arten von Arbeitsverhältnissen genannt werden. Dies können beispielsweise Nebenjobs, Praktika, Volontariate und Ferienjobs sein.

Ein solcher Job sollte aber natürlich nur dann Erwähnung finden, wenn dieser auch Erfahrungswerte vermitteln konnte, welche in der angestrebten Branche von Bedeutung sind. Bewirbt man sich beispielsweise für ein Modeunternehmen, dann braucht nicht auf einen Ferienjob auf dem Bau eingegangen werden, welcher schon ein Jahrzehnt zurückliegt. Hat man hingegen auch nur einen Monat in einem Betrieb der Textilindustrie zugebracht, dann sollte dies erwähnt werden, selbst wenn dieser Einsatz viele Jahre zurückliegt.

Private Interessen und Hobbys

Aber auch private Interessen und Hobbys können dabei helfen, den Lebenslauf zu individualisieren und interessant zu gestalten. Bei diesem variablen Element des Lebenslaufs sollte man sich ebenso die Frage stellen, was der Arbeitgeber der jeweiligen Branche denn gerne erfahren und hören würde.

Hobbys, welche Bereiche des Arbeitslebens anschneiden, sind dabei ebenso von Vorteil wie Sportarten.

  • Erstere zeigen, dass man sich tatsächlich für die Materie interessiert und auch bereit ist, sich in der eigenen Freizeit intensiver mit dieser zu befassen.
  • Das Hobby Sport lässt wiederum auf eine vitale und gesunde Arbeitskraft schließen, welche dem Leben mit Freude an der Bewegung begegnet.

Insgesamt kann ein Lebenslauf leicht situationsbedingt angepasst werden, solange man bereit ist, relevante private Informationen preiszugeben und Interesse am jeweiligen Unternehmen zu demonstrieren.

Viele Bewerber stellen sich die Frage, inwieweit - ob überhaupt - es angebracht ist, entsprechende Muster aus dem Internet für die Erstellung eines Lebenslaufs zu nutzen...

Nützliche Hilfe: Muster und Vorlagen im Internet

Sobald es um das Erstellen des Lebenslaufs im Rahmen einer Bewerbung geht, stehen viele Menschen vor dem Problem, wie das Ganze gestaltet werden soll. Dabei kann man sich aber auch auf Vorlagen stützen, welche das sichere Erstellen eines Lebenslaufs ermöglichen. Doch auf was sollte man achten, wenn man sich beim Erstellen des Lebenslaufs auf Muster und Vorlagen aus dem Internet verlässt?

Seriöse Anbieter wählen

Zunächst einmal sollte man darauf achten, dass es sich um ein seriöses Portal handelt, welches die Muster und Vorlagen anbietet. Leider gibt es nur allzu viele Websites, welche zweifelhafte und unvollständige Inhalte anbieten. Stützt man sich dann auf eine solch schlechte Vorlage, können der Bewerbung kaum noch Einstellungschancen eingeräumt werden.

Verschiedene Vorlagen nutzen

Darüber hinaus sollte man sich niemals auf nur eine Vorlage stützen und diese kopieren. Stattdessen bietet es sich an, verschiedene Vorlagen zu öffnen und daraufhin in eine persönliche Fassung zu verarbeiten. Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass das Risiko gesenkt wird, relevante Daten zu vergessen oder einen ungünstigen Aufbau zu wählen.

Nach allgemeinen Bewerbungstipps suchen

Des Weiteren sollte man sich aber nicht nur nach Mustern und Vorlagen umsehen. Stattdessen kann es sich auch lohnen, sich nach Portalen umzusehen, welche allgemeine Tipps und Hinweise für Bewerbungsschreiben und Lebensläufe geben. So erhält man Hintergrundinformationen, welche dabei helfen können, den optimalen Lebenslauf zu erstellen.

Auf kostenpflichtige Inhalte verzichten

Bei dem Suchen nach Vorlagen für Lebensläufe im Internet stößt man zudem auch oft auf kostenpflichtige Inhalte. Auf solche Angebote kann man aber getrost verzichten.

Zwar handelt es sich bei solchen Angeboten in der Regel um hochwertiges Material, welches auch direkte Verwendung finden kann. Allerdings bieten auch viele kostenlose Portale gleichwertiges Material an, weshalb es schlicht überflüssig wäre, für diesen Dienst zu bezahlen.

Nach branchenspezifischen Lebensläufen umsehen

Letztlich kann man sich noch darum bemühen, spezielle Lebensläufe zu finden, welche den eigenen Anforderungen gerecht werden. So kann man beispielsweise versuchen, branchenspezifische Lebensläufe herauszusuchen, bei welchen auch schon die richtigen Schwerpunkte gesetzt und wichtige Tipps gegeben werden.

Insgesamt sind Vorlagen und Muster aus dem Internet nicht zu überschätzen und sollten als das gesehen werden, was sie im Endeffekt auch sind. So handelt es sich bei diesen vielmehr um eine Orientierungshilfe als um eine Komplettlösung, weshalb diese auch nur mit Bedacht eingesetzt und kritisch hinterfragt werden sollten.

Bei Bewerbungen den roten Faden finden: Auch ungewöhnliche Lebensläufe haben oft ein Muster

Im Lebenslauf sollten Personaler die Stärken und Interessen des Bewerbers klar erkennen können

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Lebenslauf und Bewerbung Schreiben in Deutsch © bilderbox - www.fotolia.de

Es ist selten, dass eine Stellenausschreibung hundertprozentig auf einen Bewerber passt. Besonders schwer haben es Personen, die

Personaler sehen darin oft mangelnde Ausdauer oder Unstetigkeit. Doch das Recht, sich zu irren oder die Interessen zu wechseln, kann einem niemand nehmen. Ohnehin sehen Lebensläufe mit Umwegen meist nur auf den ersten Blick so chaotisch aus, wie es einem selbst vorkommt.

Berufliches Profil mit rotem Faden

Wichtig ist, dass man für das Anschreiben versucht, einen roten Faden herauszuarbeiten. Möglicherweise hat man bei sehr unterschiedlichen Firmen gearbeitet, dort aber ähnliche Tätigkeiten verrichtet.

Es kommt darauf an, eine Art berufliches Profil zu erstellen, aus dem Personaler Stärken und Interessen ablesen können. Ein solches Profil kann einer Bewerbung auch auf einem weiteren Blatt hinzugefügt werden. Dort kann ausführlicher als im Lebenslauf aufgelistet werden, was man gemacht hat.

Lücken und Elternzeit

Lücken kann man kaschieren, man sollte jedoch nicht direkt lügen. Es ist wichtig, dass man in einem eventuellen Gespräch zu dem stehen kann, was man geschrieben hat.

Elternzeit muss übrigens nicht aufgeführt werden. Und wer sich mehr Zeit für die Kinder genommen hat als üblich, der sollte herausarbeiten, welch enormer Organisationsaufwand damit verbunden ist.

Lügen im Lebenslauf – diese Tricks kennt jeder Personaler

Beim Aufhübschen ihres Lebenslaufs sollten Bewerber nicht zu weit ausholen

Mann und Frau im Business Outfit auf Laufbahn kurz vor Start des Wettbewerbs
Competition © pressmaster - www.fotolia.de

Trotz guter Beschäftigungszahlen ist es nicht einfach, einen Job zu finden. Der Druck auf Beschäftigte steigt und damit auch die Zahl der Bewerbungen mit einem frisierten Lebenslauf. In einem Test wiesen 17 Prozent der Unterlagen offensichtliche Ungereimtheiten auf, noch mehr Bewerber versuchten Daten zu verschleiern oder ihre Qualifikation zu schönen. Was sind die häufigsten Schummeleien im Lebenslauf – und womit müssen Lügner rechnen?

1. Lügen über Aufgabengebiete

Jeder fängt klein an. Gerade Anfänger neigen aber dazu, ihre Erfahrungen zu übertreiben. Da wird der Studentenjob in der Marktforschung zur bedeutsamen Management-Funktion aufgewertet, das Praktikum erscheint plötzlich als Festanstellung. Beliebt ist es auch, einen längeren Urlaub als Sprachkurs zu deklarieren.

Diese Tricks sind Personalchefs bestens bekannt – wenn sie den Kandidaten prüfen wollen, lassen sich sich Zeugnisse nachreichen. Auch wenn die Versuchung für junge Bewerber groß ist, ihren Lebenslauf auf diese Weise aufzuhübschen: mit Lerneifer und Begeisterung kommen Sie weiter.

2. Geschönte Formulierungen

Sicher, ohne Selbstvermarktung kommt man heute nicht weit. Wer seine Mithilfe im Kindergarten als "Freiberufliches Projektmanagement" bezeichnet, treibt es mit der sprachlichen Kosmetik aber zu weit. Eine beliebte Wortakrobatik betrifft auch Vertretungsjobs: aus der Krankheitsvertretung für den Vorgesetzten wird im Handumdrehen ein "stellvertretender Projektleiter".

Wenn sich solche Formulierungen nicht im Zeugnis oder Referenzschreiben belegen lassen, fliegt der Schwindel schnell auf. Das gilt auch für den Head of Online-Sales", der einziger Mitarbeiter in diesem Aufgabenbereich ist.

3. Verschleiern von Lücken

Lücken im Lebenslauf fallen dem Personalverantwortlichen sofort auf. Um peinliche Fragen zu vermeiden, füllen viele Bewerber diese Erwerbsunterbrechungen mit angeblichen Tätigkeiten. Wenn Sie wirklich etwas Sinnvolles oder Interessantes geleistet haben, etwa die Pflege von Angehörigen oder eine dreimonatige Trekkingtour durch den Himalaya, können Sie dies auch schreiben. Ansonsten empfiehlt sich der Mut zur Lücke.

4. Flunkern über aktuellen Job

Bewerbungen aus einem ungekündigten Beschäftigungsverhältnis heraus erlauben einen größeren Verhandlungsspielraum. Zumindest glauben das viele Bewerber und lügen deshalb über ihren aktuellen Job.

Ob ein Kandidat noch in der angegebenen Firma arbeitet oder bereits die Kündigung bekommen hat, findet der neue Arbeitgeber aber schnell heraus. Flunkereien sind hier deshalb wenig sinnvoll. Erst recht nicht, wenn es sich um eine betriebsbedingte Kündigung handelt. Wichtiger als eine ungekündigte Position sind Engagement und berufliches Interesse.

5. Lügen mit Konsequenzen

Kleine Flunkereien sind nicht gern gesehen, wenn die fachliche Qualifikation stimmt, wird aber jungen Bewerbern diese Charakterschwäche oft verziehen. Gravierender sind Manipulationen bei Hochschulabschlüssen, Noten oder beruflichen Qualifikationen. Wenn der Schwindel auffliegt, droht eine fristlose Kündigung. Falls der Bewerber Urkunden gefälscht hat, zieht diese Straftat eventuell sogar eine Geldstrafe nach sich.

Ähnliche Konsequenzen können Lügen über familiäre Verpflichtungen haben. Zwar müssen Bewerber ihren Familienstand nicht zwingend preisgeben, wer ein unrealistisches Bild von seiner beruflichen Flexibilität vermittelt, sitzt auf einem Pulverfass. Wenn familiäre und betriebliche Pflichten kollidieren, kann der Arbeitgeber im schlimmsten Fall den Vertrag wegen arglistiger Täuschung aufheben.

6. Schummeln bei Soft Skills

Lügen über Soft Skills gehören zu den beliebtesten Schummeleien im Lebenslauf. Und sie führen regelmäßig zu peinlichen Situationen. Denn Personalverantwortliche kennen die Masche und laden zum Vorstellungsgespräch gern Kollegen, die sich in der jeweiligen Sprache oder Region auskennen.

Grundinformationen und Hinweise zum Lebenslauf

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Quellenangaben

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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