Das Kraulschwimmen ist die schnellste und rhythmischste aller Schwimmarten, da die gleichmäßige Bewegung nicht durch Gleitphasen unterbrochen wird. Die Arme und Beine der Kraulschwimmer kommen beim Kraulen gleichzeitig ohne Unterbrechung zum Einsatz.
Das Kraulschwimmen hat seinen heute eher altmodischen Namen vom englischen Begriff "to crawl", was frei übersetzt bedeutet, sich mit weit ausholenden Bewegungen am Boden vorwärts zu bewegen. Im Wettkampfsport spricht man längst nicht mehr vom Kraulschwimmen, sondern nur noch vom Freistilschwimmen. Das Freistilschwimmen ist die Schwimmdisziplin, in der die höchsten Geschwindigkeiten erzielt werden. Ebenso kann ein Schwimmer in dieser Lage die längsten Distanzen zurücklegen. Sämtliche Freiwasser- und Langstreckenwettkämpfe werden daher ausschließlich in Freistil ausgetragen.
Bei offiziellen Wettkämpfen auf der Bahn werden in jeder anderen Lage Strecken von 50, 100 und 200 Metern geschwommen, Strecken von 400, 800 und 1500 Metern existieren jedoch nur in Freistil. Im Wettkampfsport bedeutet die Ausschreibung "Freistil", dass jeder Schwimmer schwimmen kann, wie er möchte. Theoretisch darf in einem Freistil-Wettkampf also auch jede andere beliebige Lage geschwommen werden. Ebenso dürfen die Lagen untereinander gewechselt werden. Die Art der Wenden ist ebenfalls nicht vorgeschrieben und es gibt keine Regularien zum Thema Tauchen.
Bei einem Freistilwettkampf muss der Schwimmer die vorgegebene Strecke zurücklegen, ohne zwischendurch das Schwimmbecken zu verlassen oder die Bahn zu wechseln. An der Wende muss er die Wand oder das Wendeblech mit einem Körperteil seiner Wahl berühren. Das Freistilschwimmen wurde über die letzten Jahrzehnte wieder und wieder durch neue Techniken revolutioniert und weiter ausgefeilt.
Der Laie wird zwischen den Schwimmstilen der Elite kaum einen Unterschied erkennen können. Auch für Experten sind diese Unterschiede nur schwer zu erkennen, da sich erfolgreiche Trends natürlich auch hier schnell verbreiten und durchsetzen.
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