Tanzen - Vorzüge, Stile und hilfreiche Tipps

Das Tanzen beschreibt die Bewegung zu einem bestimmten Rhythmus bzw. zur Musik. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Tanzformen und -stile; und ebenso verschieden können die Absichten sein, die man damit verfolgt. Das Tanzen gilt als beliebter Zeitvertreib, wird jedoch auch als Beruf ausgeübt. Informieren Sie sich über die Vorzüge des Tanzens sowie die verschiedenen Tanzstile.

Wissenswertes rund um das Tanzen

Tanzen - Merkmale und Formen

Tanzen beschreibt die körperliche Bewegung zu einer Musik bzw. einem Rhythmus. Je nach Bereich und Zielsetzung verbindet man damit

  • einen Gefühlsausdruck
  • soziales Interagieren
  • eine Therapiemöglichkeit
  • einen Sport
  • eine Berufsgattung
  • eine Darstellung von Kunst
  • einen Brauch oder
  • ein Ritual.

Somit kommen dem Tanzen auch unterschiedliche Funktionen zu. Man kann dadurch Emotionen und Zugehörigkeit ausdrücken. Im religiösen Bereich dienen Tanzrituale mitunter der Göttereehrung.

Übt man den Tanz in Form von Sport aus, lassen sich dadurch Koordination, Motorik, Gleichgewichtssinn und Muskelaufbau fördern. Künstlerisch betrachtet dient der Tanz der bildlichen Darstellung von Gestik und Mimik.

Es gibt ganz unterschiedliche Tanzformen; nicht alle lassen sich durch individuelle Merkmale von anderen abheben. Zudem ist zu sagen, dass es kaum möglich ist, Tänze scharf voneinander zu trennen. Allenfalls eine grobe Gruppierung ist denkbar.

So unterscheidet man beispielsweise

  • rituelle Tänze mit religiösem Hintergrund
  • Volkstänze, die Teil eines volkstümlichen Brauchs sind
  • Gesellschaftstänze bei geselligen Anlässen
  • Kunsttänze als Kunstform
  • Turniertänze im sportlichen Wettkampf
  • Showtänze zur Unterhaltung sowie
  • Werbetänze zur Partnerwerbung.

Man kann auch eine Einteilung nach Anzahl der Tänzer vornehmen; allerdings gibt es zahlreiche Tänze, die in unterschiedlichen Aufstellungen, also als

  • Einzeltanz
  • Paartanz sowie
  • Gruppentanz

getanzt werden. Letzter lässt sich in

  • Kreistanz
  • Reihentanz
  • Kettentanz und
  • Formationstanz

unterscheiden. Der Tanz wird in der Regel mit Musik in Verbindung gebracht; dabei stellt der Rhythmus das wichtigste Element dar. Beim Gesellschaftstanz hält man sich an einen Grundrhythmus, während es bei anderen Formen und Stilen auch mal einen Wechsel gibt.

Tanzen als Beruf

Das Tanzen lässt sich auch als Beruf ausüben. Je nach Tanzform weist eine entsprechende Ausbildung große Unterschiede auf und reicht von einem Studium an einer Hochschule im Bereich des klassischen Tanzes bis hin zu einer Privatausbildung bei einem Solotänzer.

Professionelle Tänzer können projektbezogen arbeiten oder fest angestellt sein, beispielsweise an einem Theater. Zu den Berufsgruppen zählen

  • Tänzer
  • Tanzlehrer
  • Ballerina
  • Tanzpädagoge
  • Tanzsporttrainer
  • Tanztherapeut oder
  • Choreograf.
Mann und Frau im eleganten Outift beim Gesellschaftstanz auf weißem Hintergrund
Mann und Frau im eleganten Outift beim Gesellschaftstanz auf weißem Hintergrund

Vorzüge und Wirkung

Gleich einmal eine Frage: Können Sie sich noch an Ihre Kinderzeit erinnern, als Sie in ganz besonders glücklichen Momenten fröhlich gehüpft und getänzelt sind? In den meisten Fällen verliert man auf dem Weg zum Erwachsensein das ungestüme Gefühl des Bewegens in Form von rhythmischen Bewegungen - einfach so oder auch zu einer bestimmten Musik. Dabei liegt genau hier ein Faktor versteckt, der dabei hilft, sich glücklicher zu fühlen, wobei Sie so ganz nebenbei auch noch körperlich fitter werden.

Warum macht das Tanzen eigentlich viel

  • entspannter
  • glücklicher und
  • beschwingter?

Eine berechtigte Frage, die bislang auch von der Wissenschaft noch nicht gänzlich beantwortet werden kann. Allerdings scheint gesichert zu sein, dass sich die Rhythmik der Bewegung auf das Ausschütten von Endorphinen auswirkt, die landläufig auch als Glückshormone bezeichnet werden. Gleichzeitig werden durch die Körperbewegungen

Musikrichtung unerheblich

Unerheblich ist es übrigens, zu welcher Art Musik Sie sich bewegen:

sind gleichermaßen, wie so viele weitere Musikrichtungen, zum befreiten Tanzen geeignet. Wichtig ist, dass Ihnen die Musik gefällt und im Ohr liegt. Der Rest kommt dann recht schnell fast von alleine:

Zuerst ein zaghaftes Wippen mit einem Fuß, dann das rhythmische Trommeln mit den Fingern auf dem Tisch oder das sanfte Wiegen des Oberkörpers sind die Vorboten, dass die Musik ihre Wirkung nicht verfehlt. Bis zum eigentlichen tänzerischen Bewegen sind es dann zumeist nur noch wenige Minuten.

Junges Paar in schwarzer Kleidung beim Tanzen, weißer Hintergrund
Junges Paar in schwarzer Kleidung beim Tanzen, weißer Hintergrund

Orte

Wo Sie tanzen, ist ebenfalls nicht ganz so wichtig, denn das eigene Wohn- oder Schlafzimmer kann hierbei ebenso passend sein wie der Besuch in einer Diskothek oder in einem Tanzlokal. Letzteres bietet jedoch noch einen weiteren Vorteil:

Die Gesellschaft mit anderen wirkt zusätzlich befreiend und stimulierend; man kann herrlich zusammentanzen und gleich doppelt Anspannungen abbauen, da nur selten ein Lachen oder Reden ausbleiben wird. Probleme des Alltags, Stress, Wut oder auch ein Trübsinn werden durch die rhythmischen Bewegungen sehr gut abgebaut oder mit einem gewissen neuen gedanklichen Abstand betrachtet.

Trainingseffekte

So gänzlich nebenbei werden

Für Sportmuffel, aber Tanz- und Musikliebhaber folglich die perfekte Art, sich seelisch und körperlich etwas Gutes zu tun. Schon eine Stunde in der Woche genügen um sich fitter zu fühlen, sofern man es nicht bei einem Stehblues belässt.

Kleiner Tipp: Möchten Sie zuhause nicht auf einen "Tanzpartner" verzichten, aber es ist gerade keiner in der Nähe, dann sollten Sie sich einfach den Besen schnappen und wie einst als Kind mit diesem imaginären Tänzer Ihr Wohlbefinden steigern.

Tipps: Mehr Mut zur Tanzfläche - So tanzen Sie befreit auf

Man befindet sich in einer Lokalität, in der eine Tanzfläche vorhanden ist. Es spielt die Musik, die einen anspricht, und schon beginnt man mit dem Fuß zu wippen. Die Lust auf mehr steigt langsam an und es wird sich der Tanzfläche genähert.

Doch bereits auf dem Weg dahin wird das Vorhaben in seiner Ausführung geschmälert. Man schaut sich um, denn es könnte ja sein, dass man beobachtet wird, und blamieren will man sich ja nun doch nicht. Schon wird die nächste Stelle gesucht, an der man ganz unauffällig verharren und dem Geschehen auf der Tanzfläche aus der Ferne beiwohnen kann.

Junge Frauen tanzen in der Disco, blaues Licht, von oben fotografiert
Junge Frauen tanzen in der Disco, blaues Licht, von oben fotografiert

Experimentieren ...

Musik ist Emotion. Demzufolge kann sie in allen erdenklichen Formen auftreten. Sollte die Musik zu guter Laune bewegen, ist ein entsprechender Tanzstil angebracht, der aus dem Gefühl heraus entsteht und nicht unter Vorgaben gewisser Richtlinien, die womöglich noch trendbewusst sind.

Denn es geht um den Spaß, den man dabei hat, und wenn man sich selbst an bestimmte Tanzstile bindet, ist die Freiheit unwillkürlich eingeschränkt. So ist die Bewegung an sich, an das eigene Empfinden gerichtet, welches den Spaß im Vordergrund stehen haben sollte.

Da nicht alle sofort ein Gefühl für die Musik bekommen, wird eine experimentelle Phase unumgänglich sein. Wer da nicht über seinen Schatten springen und etwaige abfällige Blicke ertragen kann, dem wäre entweder eine Räumlichkeit außerhalb des Bekanntenkreises zu empfehlen oder schlicht und ergreifend sollte derjenige seine ganz eigene Priorität an oberster Stelle setzen.

... und Spaß haben

Gewiss ist der gemeinsame Spaß reizvoll, aber wie viel Spaß kann man mit Menschen schon haben, die ausschließlich das Aussehen für wichtig empfinden und jede aus der Reihe tanzenden Person, mit Missachtung strafen. Mit diesem Argument dürfte die Hemmung gegenüber Kritikern auf der Tanzfläche wohl beseitigt sein, denn das befreiende und wohltuende Tanzen ist schließlich einem selbst vorbehalten und wird nur erreicht, sofern man auch wirklich aus freien Stücken den Bewegungen ihren freien Lauf lässt.

Beim nächsten Besuch der Tanzfläche weiß man nun, dass es nur um den Spaß geht. Von den sich profilieren wollenden Anschauungssubjekten mal abgesehen. Immer munter los und den Spaß im Vordergrund stehen lassend, wird sich ein Tanzstil entwickeln, der gerade durch die freie Ausführung, von einer ehrlichen Aura umgeben sein und alles andere in den Schatten stellen wird.

Denn wahrer Spaß ist fühlbar. Und man wird überraschend feststellen, wie viele man damit zum echten Tanzen animieren kann.

Tanzen kann aber auch harter Sport sein - mit diesem sollte man bie einer angestrebten Karriere bereits früh anfangen...

So ehrgeizig sind Kinder beim Tanzen

Tanzen als Kindersport in der Regel gut geeignet
Kinder nicht überfordern
Ist Tanzsport nur etwas für Erwachsene? Mitnichten. Wie in jeder anderen Sportart gilt auch hier, dass gar nicht früh genug mit dem Sport beginnen kann, wer es zu einer besonders hohen Leistung bringen möchte.

Doch entwickeln Kinder tatsächlich schon den notwendigen Ehrgeiz beim Tanzen? Worauf Sie als Trainer und Eltern achten sollten, dazu geben wir Ihnen hier gerne ein paar hilfreiche Tipps.

Meistens ist es so, dass Kinder sich einer Sportart zuwenden, zu der sie von ihren Eltern angeleitet werden. Es handelt sich dabei in der Regel um eine Sportart, in der wenigstens ein Elternteil eigene Erfahrungen hat, oder die ihm besonders am Herzen liegt.

Dadurch ist in den meisten Fällen die Unterstützung der Kinder durch die Eltern bereits gesichert; häufig nehmen die Eltern sogar eine sportliche Vorbildfunktion ein, der die Kinder gerne nacheifern. Der Tanzsport bildet hier keine Ausnahme.

Kleine Choreographien schnell erlernt

Für Kinder ist das Tanzen besonders auch wegen der Musik und der rhythmischen Bewegung attraktiv. Sie müssen nicht erst vorsichtig an den Sport heran geführt werden, sondern lassen sich in der Regel schnell dafür begeistern. Erste sportliche Erfolge stellen sich sehr schnell ein, da Kinder mit einer schnellen Auffassungsgabe und ihren noch sehr guten motorischen Fähigkeiten sehr schnell in der Lage sind, Bewegungsabläufe und kleine Choreographien zu erlernen.

Diese Erfolgserlebnisse sorgen für die nächsten Motivationsschübe. Meist sind die Kinder mit Feuer und Flamme beim Tanzen dabei und erlernen ihr Programm spielerisch.

Sportliche Vorbilder

Wird dann in der Gruppe trainiert, so orientieren sich Kinder - wie bei anderen Sportarten auch - in den meisten Fällen an denjenigen, die bereits fortgeschrittener sind. Auf ganz natürliche Weise zeigen Kinder ihre Bewunderung und suchen sich auch sportlich Vorbilder.

Neid und Versagensängste, wie sie bei Erwachsenen häufig aufgrund bereits gemachter negativer Erfahrungen vorkommen, sind den meisten Kindern noch fremd. Fehlversuche werden nicht zwangsläufig als Scheitern betrachtet, sondern als Teil eines normalen Entwicklungsprozesses empfunden. Immer vorausgesetzt, dass der Trainer (oder auch die Eltern) diese natürlichen Empfindungen unterstützt und nicht durch zu hohen Ehrgeiz negativ beeinflusst.

Kinder haben Spaß an Wettbewerben, und messen ihre Leistung gern im Vergleich mit anderen Kindern. Deshalb entwickeln sie auch beim Tanztraining eine hohe Motivation, um eine möglichst gute und perfekte Leistung zu liefern.

Die Vorzüge des Tanzens im Bereich der Erziehung

Das Tanzen kann auch im Bereich der Erziehung eingesetzt werden. Mithilfe der Bewegungen können wichtige Lernprozesse erzielt werden. Gefördert werden beispielsweise

  • die Steuerung des Körpers
  • Rhythmusgefühl
  • motorische Kreativität
  • körperliches Wohlbefinden
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Raumwahrnehmung
  • das Selbstbewusstsein

22.000 EUR für einen Tanz mit Ashton Kutcher

Die Schlagzeile lässt aufhorchen: Eine reiche Russin bezahlt tatsächlich 22.000 EUR für einen kurzen Tanz mit dem Schauspieler Ashton Kutcher. Verrückt, möchte man meinen. Oder beneidenswert, rechnet man die Summe auf einen Stundenlohn um. Doch was steckt tatsächlich hinter dieser Meldung? Handelt es sich bei dem Vorgang nur um die Befriedigung einer schrillen Laune, oder steckt womöglich mehr dahinter?

Wie immer sollte man sich hier nicht allzu vorschnell ein Urteil bilden, denn jede Geschichte hat bekanntlich zwei Seiten. Sammelt man weitere Informationen, so stellt sich der Sachverhalt schon ganz anders dar: In Moskau findet ein Wohltätigkeitsball statt, bei dem Spendengelder zu Gunsten kambodschanischer Straßenkinder gesammelt werden.

Doch heutzutage ist es gar nicht mehr so einfach, den reichen Menschen ihre Spenden einfach so zu entlocken. Sie möchten etwas dafür geboten bekommen und etwas erleben. Sonst könnten sie ja einfach auch ohne Ball und Veranstaltung und Öffentlichkeitswirksamkeit spenden.

Ein unvergesslicher Tanz

Also wird auf diesem Ball etwas ganz Besonderes angeboten: Der Schauspieler Ashton Kutcher lässt sich für Geld versteigern. Leider nur für einen einzigen Tanz, aber die in Moskau bestens bekannte Society-Dame Olga Rodionowa bietet trotzdem sehr hoch mit. Für 22.000 EUR ersteigert sie einen Tanz mit Ashton Kutcher, und kann ihren Zuschlag gleich auf dem Ball einlösen.

Mit dieser Info erscheint die erste Meldung schon etwas weniger skurril, und man kann die Beweggründe besser nachvollziehen. Sicher stand bei der Dame im Vordergrund, etwas Gutes zu tun und viel Geld zu spenden. Dass sie damit in die positiven Schlagzeilen gerät und die Gelegenheit zu einem Tanz mit einem attraktiven Schauspieler erhält, sind sicher vertretbare Nebeneffekte.

Wir wissen nicht, wie reich die Dame tatsächlich ist. Da sie die Summe freiwillig investiert hat, dürfen wir getrost davon ausgehen, dass sie ihre Zusage nicht bereut, und sich den hohen Betrag von 22.000 EUR auch ohne Weiteres leisten kann. Hier regeln sozusagen Angebot und Nachfrage den Markt.

Grundsätzliche Diskussionen entbrennen natürlich immer wieder zu dem Thema, ob es moralisch oder unmoralisch ist, zum Zwecke der Spendengewinnung luxuriöse Events aufzuziehen, die ihrerseits Unmengen an Budget verschlingen. Fakt ist jedoch, dass selbst nach Abzug aller Unkosten meist noch beträchtliche Summen übrig bleiben, die dem guten Zweck zugeführt werden können.

Den kambodschanischen Waisenkindern dürfte es tatsächlich egal sein, woher das Geld für ihre Unterstützung stammt.

Quellen:

  • Jürgen Ball: Tanzen lernen. Schritt für Schritt, Bassermann, 1999, ISBN 3809403881
  • Kurt Braunmüller: Tanzen. Die wichtigsten Schritte für Anfänger und Wiedereinsteiger, Rowohlt Tb., 1997, ISBN 3499194511

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