Stagnation beim Training - Ursachen und Gegenmaßnahmen

Junger Mann sitzt vor Spiegel und trainiert mit Hantel

Fehlende Motivation und Erfolge beim Ausdauertraining oder Muskelaufbau - Was tun?

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  • von Paradisi-Redaktion

Für viele sportlich aktiven Menschen kommt irgendwann einmal eine Phase, in der sich beim Training scheinbar keinerlei Leistungssteigerung mehr einstellen mag. Ob nun bei Ausdauersportarten wie Schwimmen oder Laufen, oder eben auch im Fitness-Studio, wenn sich die Gewichte oder die Anzahl der Wiederholungen einfach nicht mehr steigern lassen. Stagnation beim Training kann unterschiedliche Gründe haben. Lesen Sie über die Ursachen von Stagnation beim Training und informieren Sie sich über mögliche Gegenmaßnahmen.

Stagnation beim Training: Merkmale und Ursachen

In den ersten Wochen und Monaten ihrer Trainingskarriere haben Sie unglaublich schnelle und große Fortschritte gemacht. Sei es beim Abnehmen, beim Cardio oder beim Muskeltraining.

Irgendwie konnten Sie immer das Gewicht der Hantel erhöhen oder die Steigung beim Laufband etwas steiler einstellen als bei der letzten Trainingseinheit. Doch nun rührt sich plötzlich gar nichts mehr und Ihnen vergeht so langsam die Lust an den täglichen Trott im Fitness-Studio? - Dann ist es an der Zeit, frischen Wind in Ihr Trainingsregime zu bringen.

Auch Rückschläge gehören zum Training. Nicht immer kann es nach vorne gehen, können die Ergebnisse besser und die Trainingsziele Stück für Stück erreicht werden. Es ist ganz normal, dass es mal langsamer oder gar nicht voran geht.

Wichtig ist, dass Sie das Ganze richtig einzuordnen wissen und sich nicht demotivieren lassen und an Ihrem Training dranbleiben. Pausieren Sie für ein paar Tage oder ein bis zwei Wochen und dann beginnen Sie wieder mit dem Training - mit einem veränderten Trainingsplan und den nächsten zeitnah zu erreichenden Zielen.

Freuen Sie sich an Ihren Trainingserfolgen und bedenken Sie, dass zu einem erfolgreichen Training auch ein gesunder und abwechslungsreicher Ernährungsplan gehört. Prüfen Sie in regelmäßigen Abständen Ihren Ernährungsplan und passen Sie ihn Ihren bevorstehenden Zielen an.

Einseitiges Training

Ob jemand dann die Grenzen des physisch Möglichen erreicht hat, ist schwer zu beantworten und sicherlich bei jedem Menschen verschieden. Oft ist die Stagnation allerdings lediglich eine Folge zu einseitigen Trainings: Auf diese Art bilden sich nämlich so genannte Gewohnheitsmuskeln, die zwar einerseits eine konstante und dauerhafte Leistung garantieren, andererseits aber eben nur noch sehr schwer aufzubauen sind.

Fehlende körperliche Voraussetzungen

Ein weiterer Grund für die Stagnation kann auch der sein, das einfach gewisse körperliche Voraussetzungen für den Fortschritt fehlen. Ist jemand beispielsweise einfach zu schwer für seine Sportart, dann wird er sich unter anderem beim Laufen nur dann steigern können, wenn er entweder abnimmt oder bei gleich bleibendem Gewicht mehr Muskelmasse ansetzt. Ein Bodybuilder hingegen, der zu leicht ist, wird es irgendwann nicht mehr mit schwereren Gewichten schaffen können, außer wenn er an Masse zulegt.

Fehlende Willensstärke

Wer stetig Fortschritte in seinem Training erzielen möchte, wird dies nur dann erreichen können, wenn er sich stark darauf fokussiert und ehrgeizig und willensstark an das Workout herangeht. Es gilt, den inneren Schweinehund zu besiegen und sich von anfänglichem Muskelkater und Co. nicht stoppen zu lassen - natürlich ist ein Übertraining zu vermeiden, doch anstrengend und herausfordernd sollte ein Training schon sein.

Extrem muskulöser Mann in blauer Hose steht im Kraftraum und macht Kurzhanteltraining
Extrem muskulöser Mann in blauer Hose steht im Kraftraum und macht Kurzhanteltraining

Muskelabbau durch Übertraining

Klingt im ersten Moment möglicherweise paradox: wer zu viel oder zu lange trainiert, wird seine Muskeln eher zum Schrumpfen als zum Wachsen bringen. Die Muskulatur braucht regelmäßige Regeneration, da es in dieser Zeit erst zum Muskelwachstum kommt. Bei einem zu langen Training wird zudem Cortisol ausgeschüttet, ein Anti-Stress-Hormon, welchem eine muskelabbauende Wirkung zugeschrieben wird.

Falsche Ernährung

Viele Menschen, die sich endlich dazu überwinden konnten, sich sportlich zu betätigen, sind der Ansicht, dass es ausreicht, um ein paar Kilos zu verlieren oder Muskeln aufzubauen. Man sollte jedoch bedenken, dass auch und vor allen Dingen eine passende Ernährungsweise wichtig ist. Anderenfalls wir der Fettaufbau gefördert und der Muskelabbau gehemmt.

Gegenmaßnahmen

Gehen Sie während des Trainings wirklich an ihre körperlichen Grenzen? Setzen Sie Ihre ganze Energie ein, um in jedem Training Ihre Bestleistungen zu erzielen?

In vielen Fällen sind es Ziele, andere Menschen oder ein anderer Grund, der uns im Rahmen des Trainings unsere ganzen Energie- und Kraftreserven einsetzen lässt. Von Zeit zu Zeit ist ein kritischer Blick auf den Trainingsplan und die Trainingsresultate angebracht, um nach Möglichkeiten der Verbesserungen zu suchen und zu prüfen, ob es an der Zeit ist, sich neuen Zielen und Herausforderungen zu stellen.

Mehr Abwechslung

Es ist vollkommen normal, dass man nach rund vier bis sechs Monaten des Trainings zum Stillstand kommt und scheinbar gar nichts mehr geht. Ihr Körper hat sich schlicht an die regelmäßige Belastung angepasst und muss nun mit neuen Herausforderungen konfrontiert werden, damit die Beine etwas runder werden und die letzten hartnäckigen Pfunde von den Hüften verschwinden.

Aber nicht nur ihr Körper verlangt nach einer Abwechslung. Nach knapp einem halben Jahr im Fitness-Studio sind Sie es müde, immer nur Wiederholungen zu zählen und eine bestimmte Dauer auf dem Fahrradergometer zu sitzen.

Bei Bildung der erwähnten Gewohnheitsmuskeln hilft oft einfach eine Umstellung des Trainingsplans mit neuen Übungen oder anderen Strecken. Meistens reichen wenige Wochen unter den veränderten Bedingungen aus, um danach mit dem ursprünglichen Trainingsplan wieder Erfolge erzielen zu können.

Verabschieden Sie sich von alten Denkmustern

In den meisten Fitness-Studios werden Trainingsprogramme in starre Strukturen gepresst, die sich auf Satz- und Wiederholungszahlen aufbauen. Gehen Sie einfach neue Wege, indem Sie nicht auf eine bestimmte Wiederholungszahl hin trainieren.

Erweitern Sie Ihr Workout um die Komponente Zeit. Versuchen Sie zum Beispiel nicht 10 Wiederholungen Klimmzüge oder Butterflys zu machen, sondern versuchen Sie so viele Wiederholungen wie möglich innerhalb einer Minute zu schaffen.

Alternativ könnten Sie auch versuchen, eine bestimmte Übungsfolge so schnell wie möglich zu absolvieren. Dieser Trainingsansatz macht vor allem dann Sinn, wenn Sie es auf einen schnellen Abbau von Körperfett abgesehen haben. Zum Beispiel könnten Sie

ohne Pause hintereinander für drei bis fünf Durchgänge absolvieren.

Stoppen Sie dabei die Zeit, die Sie brauchen, um alle Durchgänge zu schaffen. Beim nächsten Training versuchen Sie dann, diese Zeit zu unterbieten.

Bewegen Sie sich in neue Welten

Wenn Sie bisher den Kursraum Ihres Fitness-Studios gemieden haben, ist es jetzt an der Zeit, einmal einen neugierigen Blick auf den Stundenplan zu werfen. Neben Yoga und Zumba findet sich in der Regel auch häufig ein Boot-Camp-artiges Workout, das für alle interessant sein kann, die sich nicht mit Gymnastik oder Aerobic anfreunden können.

Wir empfehlen jedoch dringend, alle Kurse einmal auszuprobieren, um neue Eindrücke zu gewinnen und die Körpererfahrung zu erweitern. Sie wären beim Yoga nicht die erste Person, die im Anschluss zwei Tage Muskelkater hat. Yoga ist mehr als reine Meditationsgymnastik und kann auch für diejenigen wertvolle Trainingsimpulse setzen, die eher auf Muskelwachstum aus sind.

Eine neue Umgebung kann Ihnen ebenfalls neue Impulse geben. Verbinden Sie Ihre Trainingsziele mit einem schönen, zukünftigen Erlebnis.

Menschen, die auf einen bestimmten Zeitpunkt orientiert sind und regelmäßig trainieren, haben eine unglaublich starke Ausstrahlung. Schaffen Sie sich erreichbare Ziele und prüfen Sie Ihre Fähigkeiten, die Sie durch Ihr Training schulen.

Entdecken Sie "das Draußen"

Wer sich für eine langfristige Mitgliedschaft im Fitness-Studio entschlossen hat, zögert meistens ziemlich häufig, das Training an der frischen Luft zu absolvieren. Immerhin bezahlt man ja Monat für Monat einen nicht unerheblichen Betrag.

Es kann sich dennoch lohnen, in der warmen Jahreszeit die körperliche Herausforderung außerhalb des klimatisierten Fitness-Studios zu suchen. Ein Hindernislauf im Wald, gespickt mit Klimmzügen am Baum und Liegestütz im Gras, kann Ihnen den nötigen Push geben, um wieder mehrere Wochen in der mehr oder weniger monotonen Atmosphäre des Studios zu trainieren.

Frauenkörper im Sportoutfit beim Joggen unter blauem Himmel
Frauenkörper im Sportoutfit beim Joggen unter blauem Himmel

Nahrungsumstellung

Fehlen die körperlichen Voraussetzungen, um neue Erfolge beim Training zu erzielen, ist es Zeit für eine Umstellung der Ernährung, denn dann genügt der Sport alleine nicht mehr aus, um den Trainingserfolg zu garantieren. Was man aber in allen Fällen vermeiden sollte, ist der vorschnelle Griff zu (angeblich) leistungssteigernden Mitteln, denn die haben, grob gesagt, einen der beiden folgenden Nachteile: Entweder sie sind wirkungslos und dafür dann auch noch vollkommen überteuert oder sie sind illegal, und das aus gutem Grund, denn die mit ihrer Einnahme verbundenen Gefahren für die Gesundheit stehen in keinem Verhältnis zu der zu erwartenden Leistungssteigerung.

In Sachen Ernährung sind folgende Punkte wichtig:

  • eine ausreichende Zufuhr an Eiweiß
  • bei gewünschtem Muskelaufbau eine höhere Aufnahme an Kalorien, als die Menge, die verbrannt werden kann
  • eine ausreichende Zufuhr an Vitaminen, Spurnelementen und Mineralstoffen

Motivation nicht verlieren

In den allermeisten Fällen dürfte allerdings ohnehin gelten, dass die Grenzen des körperlich Machbaren noch lange nicht erreicht sind. Dazu genügt in der Regel schon ein selbstkritischer Blick in den Spiegel: Lacht einem da ein Johnny Weißmüller entgegen oder eine Katarina Witt zu ihren besten Zeiten?

Oder geht es doch eher in Richtung Dirk Bach und Hella von Sinnen? Dann jedenfalls, sind noch jede Menge Trainingserfolge drin, auch ganz ohne Tricks und Mittelchen.

Man sollte sich immer wieder vor Augen führen, warum man trainiert und welches Ziel man erreichen kann. Ein gesunder, durchtrainierter Körper bringt einige Vorzüge mit sich; dabei spielt auch ein stärkeres Selbstbewusstsein eine große Rolle. Eine erneute Fokussierung und Motivation kann nicht schaden.

Gruppentraining

Eine Verbesserung des herkömmlichen Trainings kann das zweitweise Trainieren in einer festen Gruppe sein. Dabei können Sie sich eine Gruppe an Freunden zusammenstellen oder aus Trainingskollegen. Das Trainieren in der Gemeinschaft schafft ein höheres Energiepotential und motiviert Sie zu einer intensiveren Ausübung sowie zu einer höheren Wiederholungsanzahl.

Trainingskollegen können vorübergehend zu Vorbildern erwachsen, was Ihrer Trainingsleistung neue Flügel verleihen kann. Reden Sie über Ihr Training und seien Sie damit für andere und vor sich transparent. Auf diese Weise versprechen Sie sich selbst das Gesagte tatsächlich umzusetzen und sind konzentrierter an Ihrem Training.

Verbesserung der aktuellen Ausrüstung

Überprüfen Sie Ihre Ausrüstung und schätzen Sie ab, ob es Möglichkeiten gibt, Ihre aktuelle Ausrüstung teilweise oder ganz auszutauschen und durch professionellere zu ersetzen. Bessere Laufschuhe oder Bankdrück-T-Shirts können Ihre Trainingserfolge entscheidend verbessern.

Gezielte Vorbereitung auf Wettkämpfe

Suchen Sie sich aus den regionalen und nationalen Sportangeboten eines heraus und beginnen Sie sich darauf vorzubereiten. Formulieren Sie sich einen entsprechenden Trainingsplan und haben Sie stets den Lauf oder den bevorstehenden Wettkampf vor Augen.

Es ist nicht wichtig, dass Sie gewinnen. Es kommt darauf an, dass Sie sich konzentriert vorbereiten, an dem Wettkampf teilnehmen und bis zum Ende durchhalten. So sammeln Sie positive Wettkampf- und Trainingserfahrungen und können erleben, zu welchen Leistungen Sie Ihr bisheriges Training befähigen kann. Nach dem Wettkampf werden Sie mit noch mehr Motivation an die Trainingseinheiten gehen und sich möglicherweise nach einem neuen Wettkampf umsehen.

Mehr Pausen

Wie bereits erwähnt, wird das Muskelwachstum während der Regeneration gefördert. Es gilt also, den Muskeln regelmäßige Pausen zu gönnen. Wichtig ist, das Training so zu gestalten, dass man eine Muskelgruppe nicht an zwei aufeinanderfolgenden Tagen trainiert. Zudem sollte eine Einheit des Trainings nicht länger als 60 bis 80 Minuten andauern.

Wer älter als 35 Jahre ist und mit Sport anfängt, sollte vorher mit seinem Arzt sprechen

Personen, die älter als 35 sind und Sport treiben wollen, sollten vorher ärztlichen Rat einholen

Nahaufnahme übergewichtige Frau kneift sich seitlich in Bauch
Uebergewicht © bilderbox - www.fotolia.de

Vor den ersten sportlichen Trainings-Einheiten sollten Personen, die älter als 35 Jahre sind, sich von ihrem Arzt beraten und untersuchen lassen, so lautet der Rat vom Sportmediziner Dr. Rudolf Ziegler aus Heppenheim.

Bei der Untersuchung stellt der Arzt auch fest, ob die gewählte Sportart auch richtig und sinnvoll ist, auch wird der Herz-Kreislauf kontrolliert. Besonders bei Personen, die unter Übergewicht leiden, ist oftmals ein Risiko vorhanden, so beispielsweise bei Männern mit einem Bauchumfang von mehr als 94 Zentimetern, bei den Frauen liegt der Wert bei 80 Zentimetern.

Puls-Messgerät beim Joggen

Übergewichtige sollten deshalb besser nicht Joggen, weil dadurch der Körper überlastet wird. Wer Joggen will, sollte sich ein Messgerät für den Puls anschaffen, damit man die Werte beim Laufen überprüfen kann, weil beispielsweise eine 40-jährige Frau einen maximalen Puls von 158 pro Minute erreichen sollte. Beim Mann liegt der Wert etwas niedriger.

Regelmäßiger Sport

Aber auch bei anderen Sportarten überschätzen sich viele Menschen, so auch sogar beim Golfen und Schwimmen, vor allem aber beim Wandern in den Bergen, was sich auf den Herz-Kreislauf auswirkt. Wer also mit Sport anfangen möchte, sollte dies zwei bis viermal wöchentlich 30 bis maximal 45 Minuten machen. Nach Aussage des Sportmediziners baut der Mensch nach dem 30. Lebensjahr, wenn er sich nicht regelmäßig bewegt, pro Jahr etwa ein Prozent seiner Muskelmasse ab.

Frauen haben kaum Lust auf Sport

Eine im Auftrag der Firma Reebok durchgeführte Befragung ergab, dass knapp dreiviertel der befragten Frauen kaum Lust auf Sport haben. Zwar wissen circa 50% der Befragten wie wichtig Sport und Bewegung für die Gesundheit ist, aber nur etwa ein Viertel wird in dieser Hinsicht aktiv.

Die meisten Frauen sehen im Sporttreiben eine lästige Pflicht oder Aufgabe und nicht den Spaß- und Gesundheitsfaktor. Hinzu kommt je älter die Frauen werden, desto weniger haben sie Lust für sportliche Aktivitäten. Wenn dann doch, dann Sport oder Bewegung, liegen das Fitnessstudio, das Radfahren und auch das Schwimmen auf den beliebtesten Rängen.

Befragt wurden insgesamt 15.000 Frauen in fünf Länder im Alter von 14 bis 50 Jahren.

Teufelskreis Verletzungsanfälligkeit und Sport

Beine einer Frau in Laufschuhen, Joggerin hat Hand auf Unterschenkel, Schmerzen
Running and sport ankle sprain injury © Dirima - www.fotolia.de

Neueste Untersuchungen aus dem Sportbereich zeigten auf, dass der Aminosäureverbrauch bei der körpereigenen Kohlenhydratbildung weitaus höher ist als bislang angenommen. Durch die energetische rasche Verwertung der Eiweißstrukturen stehen diese dann nicht mehr zur Regeneration und Stütze des Gewebes zur Verfügung.

Folgen dieser Entwicklung sind dann gerade bei Leistungssportlern Beschwerden in den Knien, der Hüfte oder auch im Sehnenapparat. Beschwerden die ein deutliches Zeichen für ein Defizit sind und somit einer Anfälligkeit für Verletzungen Vorschub leisten können. Damit man diesen Beschwerden und einer derartigen Anfälligkeit aus dem Weg gehen kann, sollte man nicht nur einen gut trainierten Fettstoffwechsel, eine Grundlagenausdauer und die Versorgung mit hochwertigen Kohlenhydraten anstreben, sondern auch mit der ergänzenden Einnahme der wichtigen Aminosäuren.

Sport ist für jede Altersgruppe gesund

Älteres Paar beim Joggen durch den Park
Senior couple running through the woods. Some motion blur. © Marcel Mooij - www.fotolia.de

Für sportliche Bewegung ist es nie zu spät, auch wer bis zu seinem 50. Lebensjahr noch keinen Sport betrieben hat, kann dann immer noch damit beginnen. Dabei haben dann diese Männer die gleiche Lebenserwartung, wie diejenigen, die schon immer sportlich aktiv waren, wie eine schwedische Studie ergab.

Es gibt natürlich für die sogenannten Späteinsteiger geeignete Sportarten, wie beispielsweise Radfahren, Schwimmen, Walking, aber auch Tanzen. Worauf man aber achten sollte, dass man sich nicht überanstrengt und auch die Verletzungsgefahr ist höher. Das Optimale ist eine Kombination zwischen Ausdauersport und auch Kraftsport. Auch, wer schon einmal einen Herzinfarkt hatte, sollte sich nicht nur in den Liegestuhl legen, sondern sich bewegen.

Mit der körperlichen Leistungsfähigkeit wird auch die Hirnleistung erhalten

Körperliche Fitness lässt jene Bereiche im Gehirn wachsen, die für Erinnerung und räumliches Denken verantwortlich sind, berichtet das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“. „Im Laufe des Lebens werden diese Regionen kleiner“, sagt der US-Psychologe Professor Art Kramer von der Universität Illinois.

„Doch offenbar kann man den Vorgang durch Bewegung günstig beeinflussen.“ Kramer folgert das aus einem Vergleich des Trainingszustandes und der Gehirnfunktion, die er an 165 Erwachsenen zwischen 59 und 81 Jahren vorgenommen hat.

Sportliche Unternehmungslust mittels 4 Schritte

Sportliche Aktivität entsteht im Kopf, Grundsatz sind, laut Professor Herbert Hartmann, Sportwissenschaftler an der Technischen Universität Darmstadt, vier Schritte: Nachdenken, Vorbereiten, Ausprobieren und Stabilisieren. Zuallererst sollte überlegt werden warum eine sportliche Passivität besteht, ein zusätzliches Erinnern an gern gemachte Bewegungen und wann man ein Vorhaben über lange Zeit erreicht hat.

Danach sollte man durchdenken, was einem Freude bereiten könnte und außerdem im näheren Umfeld angeboten wird. Daraufhin sollten verschiedene Angebote versucht, Überanstrengungen aber vermieden werden. Zuletzt sollte man dauerhafte Beteiligung einhalten. Spontaner Sport eignet sich dabei weniger, empfehlenswert sind Angebote unter qualifizierter Leitung, so Hartmann.

Wer ein paar Regeln beachtet, kann auch im hohen Alter noch sportlich aktiv sein

Die Angst älterer Menschen, sich beim Sport zu verletzen, ist weitgehend unbegründet. "Eine große deutsche Studie hat ergeben, dass aktive Senioren von Verletzungen kaum betroffen sind", sagt Professor Holger Gabriel, Sportmediziner am Institut für Sportwissenschaften an der Universität Jena, im Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber".

Es spreche nichts gegen einen Einstieg im hohen Alter. "Vorausgesetzt, man beachtet einige Dinge, zum Beispiel, dass Kranke am besten unter professioneller Anleitung trainieren", so Gabriel. Bewegung müsse vor allem Spaß machen. Wer sich zum Beispiel nach einer Fahrradtour nur schlecht erholt, sollte beim nächsten Mal einen Gang herunter schalten.

Wichtig sei auch, sich nach der Belastung ausreichend Pausen zu gönnen. "Vermeiden Sie jeden Leistungsdruck. Dieser kann der Gesundheit schaden", mahnt Gabriel. Bei Sorgen, Kummer und Stress rät er allerdings von Sport ab: "Sie sollten Ihren Kopf erst frei bekommen. Am besten geht das durch ausgedehnte Spaziergänge an der frischen Luft im Grünen."

Bewegung ist gut aber bitte mit Köpfchen

Bewegung ist grundsätzlich gesund, doch zuviel Sport kann auch schädlich sein. So zum Beispiel, wenn man urplötzlich vom Sportmuffel zum Marathonläufer mutiert. Nicht lange und schon bald stellt sich schmerzhafter Muskelkater ein. Denn infolge von Ausnahme-Belastungen, wie beispielsweise ein solch spontaner Marathonlauf, bilden sich in unserem Muskelgewebe "Minirisse", durch die Wasser ins Gewebe gelangen kann. Dies sammelt sich dort langsam an und bringt unsere Muskelfasern zum Anschwellen. Diese Dehnungen verursachen dann über kurz oder lang den schmerzhaften Muskelkater.

Um diesen zu vermeiden, sollte man sich vor jedem Training ausreichend aufwärmen und die Trainingseinheit nicht abrupt stoppen, sondern stattdessen langsam ausklingen lassen. Am Anfang ist es somit sinnvoll, die Leistungen nur allmählich zu steigern, um eine kontinuierliche Verbesserung der intramuskulären Koordination zu erzielen.

Viele Menschen leiden unter Sportsucht

Joggingschuhe auf weißem Hintergrund
man's jogging shoes © Alex - www.fotolia.de

Forscher haben herausgefunden, dass nicht nur Alkohol, Zigaretten oder Drogen eine Sucht auslösen können, sondern auch das Betreiben von Sport. So gibt es viele Menschen, die sich zwanghaft auspowern müssen, also unter einer Sportsucht leiden.

Die Wissenschaftler berichten im Fachmagazin "Behaviourial Neuroscience", dass man bisher davon ausgegangen ist, dass zwanghaftes Joggen, Radeln oder Schwimmen mit einer psychischen Abhängigkeit zusammenhängt.

Nun ist man jedoch zur Erkenntnis gekommen, dass auch Süchte, die an bestimmte Verhaltensweisen geknüpft sind, durch körperliche Mechanismen gestützt werden. Dazu Prof. Jürgen Beckmann, Sportpsychologe an der TU München: "Durch die Ausschüttung von stimmungsaufhellenden Botenstoffen wie Dopamin und Serotonin entsteht beim Sport ein gutes Gefühl, mit dem sich persönliche Probleme in Schach halten lassen."

Unterschiedliche Auswirkung von Sport auf die Gesundheit von Weißen und Farbigen

Die sportliche Aktivität von Weißen und Farbigen wirkt sich anders auf die Cholesterinwerte aus

Mann beim Sport, mit Handtuch und Wasserflasche
health club © diego cervo - www.fotolia.de

Wir alle wissen, das eine sportliche Betätigung sich positiv auf unser Herz-Kreislauf-System auswirkt. Doch wie der eigentliche Effekt bei den Frauen und Männern und zusätzlich noch von der Hautfarbe abhängt, haben nun amerikanische Wissenschaftler erforscht. So sind die Auswirkungen von einer sportlichen Betätigung bei Männern und Frauen in Bezug auf den Cholesterinspiegel unterschiedlich und zusätzlich hängt es auch noch von der Hautfarbe ab.

Cholesterin und Trigycerid-Werte

Die amerikanischen Forscher haben über neun Jahre die Daten von 8.764 Teilnehmern im Alter zwischen 45 und 64 Jahren ausgewertet. Das Hauptaugenmerk lag hierbei wie eine sportliche Aktivität sich auf die Cholesterin-Werte (HDL und LDL) und auf die Triglyceride (Fette) auswirken. Eine Erhöhung dieser Werte, der HDL ausgenommen, spielt eine große Rolle bei Gefäßerkrankungen.

Triglycerid-Einfluß

Das Ergebnis war einfach, wer sich wenigstens einmal in einer Woche körperlich leicht betätigt, der tut etwas für den "guten" HDL-Wert und zusätzlich führt das aber nur bei Frauen zu einem niedrigeren LDL-Wert. Bei farbigen Frauen sank dagegen der allgemeine Gesamt-Wert beim Cholesterin. Einfluss auf die Triglyceride war nur bei den weißhäutigen Teilnehmern festzustellen.

Warum dies aber so ist, dafür haben die Wissenschaftler noch keine direkte Erklärung, es könne aber an den Hormonen liegen. Aber trotz allem, eine sportliche Betätigung ist für alle, ob schwarz oder weiß, aus gesundheitlicher Sicht nicht verkehrt.

Vereinssport ist beliebter als Sport im Fitnessstudio

Eine neue Studie des ARAG, Europas größtem Sportversicherer zum Thema Sportbegeisterung in Deutschland fand nun heraus, dass über die Hälfte der Deutschen (56,2 Prozent) regelmäßig Sport treibt. 44 Prozent hingegen gaben an, keinen Sport zu treiben und auch nicht damit anfangen zu wollen. Interessant: unter allen Altersgruppen wurde der Vereinssport dem Fitnessstudio vorgezogen. Über 1.000 Bundesbürger nahmen an dieser Umfrage teil.

Laut Vorstand der ARAG sind die Ergebnisse ein wenig besorgniserregend, da die Befragten ab einem Alter von 50 Jahren bewusst auf sportliche Betätigung verzichten und deren Generation doch eigentlich als Vorbild dienen sollte. Vorbildlich hingegen seien die unter 30-Jährigen: rund 76,8 Prozent treiben regelmäßig Sport.

Die richtige Sportvorbereitung für Diabetiker

Menschen, die unter der Zuckerkrankheit Diabetes leiden, müssen auf viele Dinge achten, sei es die Ernährung oder die richtigen Sportarten. Besonders hierbei sollten bestimmte Regeln eingehalten werden.

Zunächst ist es wichtig, dass Freunde, Bekannte etc. über die Krankheit der Betroffenen Bescheid wissen. Im Falle einer Unterzuckerung können sie schneller handeln, wenn sie wissen, was zu tun ist. Zudem müssen Diabetiker regelmäßig ihren Blutzucker kontrollieren und die Werte stets aufschreiben. Ebenfalls von großer Bedeutung ist die Menge an Flüssigkeit, die die Patienten zu sich nehmen. Beim Sport sollte also immer eine Flasche Wasser dabei sein.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Hantel, Mann, Spiegel © Kzenon - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: White Paper Notes © Giraphics - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Muscular man working out in gym doing exercises with dumbbells at biceps © nikolas_jkd - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Beautiful woman runner in front of blue sky, low angle. © Christopher Nuzzaco - www.fotolia.de

Autor:

Viola Reinhardt - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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