6. März 2010
Von Viola Reinhardt
Für viele sportlich aktiven Menschen kommt irgendwann einmal eine Phase, in der sich beim Training scheinbar keinerlei Leistungssteigerung mehr einstellen mag. Ob nun bei Ausdauersportarten wie Schwimmen oder Laufen, oder eben auch im Fitness-Studio, wenn sich die Gewichte oder die Anzahl der Wiederholungen einfach nicht mehr steigern lassen.
Ob jemand dann die Grenzen des physisch Möglichen erreicht hat, ist schwer zu beantworten und sicherlich bei jedem Menschen verschieden. Oft ist die Stagnation allerdings lediglich eine Folge zu einseitigen Trainings: Auf diese Art bilden sich nämlich so genannte Gewohnheitsmuskeln, die zwar einerseits eine konstante und dauerhafte Leistung garantieren, andererseits aber eben nur noch sehr schwer aufzubauen sind. Hier hilft oft einfach eine Umstellung des Trainingsplans mit neuen Übungen oder anderen Strecken. Meistens reichen wenige Wochen unter den veränderten Bedingungen aus, um danach mit dem ursprünglichen Trainingsplan wieder Erfolge erzielen zu können.
Ein weiterer Grund für die Stagnation kann auch der sein, das einfach gewisse körperliche Voraussetzungen für den Fortschritt fehlen. Ist jemand beispielsweise einfach zu schwer für seine Sportart, dann wird er sich unter anderem beim Laufen nur dann steigern können, wenn er entweder abnimmt oder bei gleich bleibendem Gewicht mehr Muskelmasse ansetzt. Ein Bodybuilder hingegen, der zu leicht ist, wird es irgendwann nicht mehr mit schwereren Gewichten schaffen können, außer wenn er an Masse zulegt. In diesen beiden Fällen ist es Zeit für eine Umstellung der Ernährung, denn dann genügt der Sport alleine nicht mehr, um den Trainingserfolg zu garantieren.
Was man aber in allen Fällen vermeiden sollte, ist der vorschnelle Griff zu (angeblich) leistungssteigernden Mitteln, denn die haben nämlich, grob gesagt, einen der beiden folgenden Nachteile: Entweder sie sind wirkungslos und dafür dann auch noch vollkommen überteuert oder sie sind illegal, und das aus gutem Grund, denn die mit ihrer Einnahme verbundenen Gefahren für die Gesundheit stehen in keinem Verhältnis zu der zu erwartenden Leistungssteigerung.
In den allermeisten Fällen dürfte allerdings ohnehin gelten, dass die Grenzen des körperlich Machbaren noch lange nicht erreicht sind. Dazu genügt in der Regel schon ein selbstkritischer Blick in den Spiegel: Lacht einem da ein Johnny Weißmüller entgegen oder eine Katarina Witt zu ihren besten Zeiten? Oder geht es doch eher in Richtung Dirk Bach und Hella von Sinnen? Dann jedenfalls, sind noch jede Menge Trainingserfolge drin, auch ganz ohne Tricks und Mittelchen!
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