24. August 2011
Beinahe ebenso wichtig wie das Training, ist für einen modernen Leistungssportler die Regeneration. Die Regenerationsphase hat einen bestimmten zeitlichen Ablauf.
Um sportliche Höchstleistungen erbringen zu können, ist eine optimale Balance zwischen Trainingseinheiten und Regeneration überaus wichtig. Durch eine geordnete Regeneration kann ein Athlet die körperlichen Belastungen besser verarbeiten und sich rascher erneut belasten. Während der Regenerationsphase hat der menschliche Körper die Gelegenheit eine Anpassung an die Belastungsreize vorzunehmen. Zu den wichtigsten funktionellen Umbauten im Organismus, die zu einer gesteigerten Leistungsfähigkeit führen, kommt es nicht während der Trainingsphase, sondern in der Regenerationsphase. So ist die Regeneration die Voraussetzung dafür, dass sich der menschliche Körper an die physische Belastung anpasst. Im Anschluss an eine sportliche Belastung kommt es in einem zeitlich unterschiedlichen Ablauf zur Rückkehr der in Anspruch genommenen Funktionssysteme wie dem Bewegungsapparat oder dem Herz-Kreislauf-System zum Ausgangszustand.
Damit der Körper nach einem kräftezehrenden Wettkampf erneut belastet werden kann, muss der Wechsel von der abbauenden (katabolen) Stoffwechsellage in die aufbauende (anabole) Stoffwechsellage erfolgen. Belastet der Athlet sich jedoch zu früh, führt dies zur Verlängerung der Erholungsphase.
Nach Ansicht des Sportmediziners Prof. Dr. Georg Neumann hat die Regenerationsphase einen bestimmten zeitlichen Ablauf, wobei es sich bei den Zeitangaben um Durchschnittswerte handelt. So kommt es etwa 4 – 6 Minuten nach einem Wettkampf zur vollständigen Auffüllung der muskulären Energiespeicher. Nach rund 20 Minuten normalisieren sich Blutdruck und Herzschlagfrequenz wieder. 20 – 30 Minuten nach der sportlichen Belastung kommt es zum Ausgleich der Unterzuckerung. Nach einer halben Stunde besteht auch wieder das Gleichgewicht des Säure-Basen-Haushalts. Etwa eine Stunde dauert es, bis sich die gehemmte Proteinbildung normalisiert. 90 Minuten nach einer sportlichen Belastung schlägt die abbauende Stoffwechsellage in die aufbauende Stoffwechsellage um.
Etwa zwei Stunden dauert es, bis sich die ermüdete Muskulatur wieder weitgehend erholt hat. Bis es zum Ausgleich des Flüssigkeitshaushalts kommt, kann es 6 bis 24 Stunden dauern. Nach 24 Stunden ist auch das Leberglykogen wieder aufgefüllt. Die Auffüllung des Muskelglykogens in einer stark beanspruchten Muskulatur nimmt dagegen 2 bis 7 Tage in Anspruch. Etwa 3 bis 4 Tage dauert es, bis die reduzierte Immunabwehr wiederhergestellt ist. Nach 3 bis 5 Tagen verfügt der Athlet wieder über seine muskulären Fettreserven. Bis die Regeneration in den belasteten Muskelfasern abgeschlossen ist, dauert es 3 bis 10 Tage.
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