Radtouren und Radwandern - Merkmale und Tipps zur Planung

Junges Paar auf Wiese beim Picknick, im Vordergrund Fahrrad mit Korb

Eine Rad(wander)tour planen und genießen

  • ,
  • von Paradisi-Redaktion

Eine Radtour - häufig in Form des Radwanderns betrieben - ins Grüne kann ein ganz einfaches Freizeitvergnügen sein, bei dem jedoch alle Beteiligten auf ihre Kosten kommen. Spielt das Wetter mit, so ist der Erfolg schon fast garantiert. Damit die Radtour jedoch tatsächlich zu einem Genuss und zu einem Erlebnis wird, sollte sie einigermaßen gut geplant sein, denn nicht jeder Mitradler schätzt die Überraschung. Worauf Sie beim Radwandern achten können, und wie Ihre Radtour ein Erfolg wird, das verraten wir Ihnen hier.

Die Radtour zählt wie auch das Radwandern zum Fahrradtourismus. Im Fokus steht die Urlaubs- bzw. Freizeitgestaltung mit dem Fahrrad.

Es gibt viele Möglichkeiten der Organisation. Ein Urlaub mit dem Fahrrad kann bedeuten, von Ort zu Ort zu radeln und dabei stets einen anderen Übernachtungsort zu wählen, oder Ausflüge von einem bestimmten Ort aus zu unternehmen, und zu diesem immer wieder zurück zu kommen.

Häufig nimmt man das Fahrrad im Auto oder in der Bahn mit, und nutzt es dann in der Urlaubsregion für Etappentouren. Verbindet man die Radtour mit Bergsport, spricht man von einer Mountainbiketour.

Häufig werden Radtouren selbst geplant. Man kann aber auch organisierte Radreisen wählen. Sie bieten einige Vorteile:

  • das Erschließen einer Urlaubsregion, in die man sich alleine vielleicht nicht trauen würde
  • das Vermitteln eines Gruppenerlebnisses
  • das Ermöglichen von sportlichen Großveranstaltungen

Radtouren: Merkmale und Tipps zur Planung

Radtouren erfreuen sich großer Beliebtheit. Es kann sich um eine Rundtour handeln; häufig steht jedoch das Erreichen eines bestimmten Ziels im Fokus der Radtour.

Vor der Buchung einer Radwandertour persönliche Ziele setzen und passende Reisepartner wählen
Radwandertouren planen

Typisch für Radtouren ist das Gruppenerlebnis. So werden sie beispielsweise als Familienurlaub oder unter Freunden unternommen.

Natürlich können Sie einfach ins Blaue fahren, wenn Sie mit Freunden unterwegs sind, deren Können Sie richtig einschätzen und beurteilen können. Viele Trainingsfahrten von Rennradfahrern finden auf diese Weise statt, denn ihnen macht es nichts aus, auf befahrenen Straßen unterwegs zu sein und möglicherweise etliche Extra-Kilometer absolvieren zu müssen. Für alle anderen Radler empfiehlt es sich jedoch, sich vorab einen Plan zu machen.

Älteres Paar in Fahrradkleidung und Helm schlägt sich zufrieden in die Hände
Älteres Paar in Fahrradkleidung und Helm schlägt sich zufrieden in die Hände

Streckenlänge festlegen und Pausen einkalkulieren

Überlegen Sie sich zuerst, welche Streckenlänge Sie zurücklegen möchten. Dies können Sie am besten in Form von Kilometern festlegen. Wenn Sie wissen, wieviele Kilometer Sie pro Stunde zurück legen, dann müsste das Abschätzen einer geeigneten Streckenlänge machbar sein.

Kalkulieren Sie jedoch zusätzliche Zeit für

  • Steigungen
  • kleine Pausen und
  • eine größere Rast

ein. Diese Zeiten können sich übrigens auch sehr schnell aufsummieren, also lassen Sie sich bis zum Sonnenuntergang lieber noch einen guten Puffer.

Start und Ziel wählen

Elternpaar in Radsportbekleidung bei einer Radtour mit Mountainbikes, der Vater zieht einen Kinderfa
Elternpaar in Radsportbekleidung bei einer Radtour mit Mountainbikes, der Vater zieht einen Kinderfahrradanhänger

Wenn Sie die Streckenlänge in etwa festgelegt haben, dann ist es meist gar nicht mehr so schwierig, eine schöne Tour zu finden. Entscheiden Sie sich auf jeden Fall für einen Start- und Zielpunkt. Am einfachsten wird es, wenn Sie am Ende der Tour wieder an Ihrem Ausgangspunkt ankommen.

Doch auch Rückfahrten mit der Bahn können ihren Reiz haben. Achten Sie darauf, dass die Strecke Abwechslungen und eventuell auch Zwischenziele zu bieten hat.

Auch Erwachsene schätzen es, wenn sie ihre Rast zum Beispiel an einem schönen Aussichtspunkt oder in einem schönen Biergarten machen können. Zwischenziele erhöhen den Erlebniswert Ihrer Radtour und bleiben oft jahrelang im Gedächtnis.

Auf das Wetter achten

Achten Sie in den Tagen vor Ihrer Radtour auch aufmerksam auf die Wettervorhersage. Wählen Sie dann die richtige Kleidung. Die Radtour absagen und verschieben sollten Sie jedoch, wenn die Wettervorhersagen eindeutig so schlecht sind, dass die Radtour eher zur Tortur für alle Beteiligten wird.

Gruppe von Mountainbikern auf Radweg, im Hintergrund Bergpanorama
Gruppe von Mountainbikern auf Radweg, im Hintergrund Bergpanorama

Familienfreundliche Fahrradtouren

Nie stand das Radfahren so hoch im Kurs wie in den letzten Jahren. Nicht nur die Radindustrie, sondern auch die Tourismusbranche haben diesen Trend erkannt und nutzen ihn für ihre Zwecke. Dadurch sind für Radfahrer viele Vorteile entstanden, darunter ein sehr reichhaltiges Angebot an Vorschlägen für Touren und Ausfahrten.

Vor allem bei Radtouren mit Kindern die Fahrt gut planen
Mit der ganzen Familie unterwegs

Waren diese früher eher allgemein gehalten, so richten sie sich heute ganz dediziert an bestimmte Zielgruppen. Eine sehr wichtige dieser Zielgruppen ist die Familie. Sie wünscht sich familienfreundliche Radtouren. Diese sind vor allem für Familien mit kleineren Kindern interessant. Sind die Kinder schon größer oder gar im Teenager-Alter, so können sie schnell die Radtouren der Erwachsenen mit fahren und benötigen keiner besonderen Rücksichtnahme mehr.

Gut ausgebaute Wege

Auch Familien mit Kindern, die noch im Anhänger mitfahren, können sich auf familienfreundlichen Radtouren gut amüsieren. Die Wege führen meist über

  • gut ausgebaute Nebenstraßen
  • Feld- oder
  • Waldwege,

die aber eben asphaltiert oder fein geschottert sind. Hier kommt man mit dem Anhänger gut voran, und auch der noch wenig geübte Fahrradfahrer kann sich sicher bewegen. Familienfreundliche Radtouren finden sich zudem meist auf Wegen, die nicht für Rennrad- oder Mountainbike-Touren ausgeschrieben und empfohlen sind.

Wenig Höhenmeter

Familienfreundlichkeit zeigt sich zum Beispiel auch dadurch, dass die Strecken möglichst wenig Höhenmeter aufweisen. Im Gegenteil, die Wege verlaufen meist in einem sehr flachen Gelände.

Besonders gut geeignet sind hier Touren, die zum Beispiel rund um einen See führen oder entlang eines Flussufers verlaufen. Hier ist in der Regel mit wenig Steigung und wenig Gefälle zu rechnen.

Anforderungen, die Kinder stellen

Um Kinder zu einer längeren Radtour zu motivieren ist es hilfreich, wenn einzelne Etappenpunkte in die Strecke integriert sind, die das Interesse der Kinder wecken. So kann eine familienfreundliche Tour zum Beispiel Stationen an

oder an einem Badesee oder Freibad enthalten und einplanen. Auch die Besichtigung einer Burgruine oder eines Tierparks ist bei den kleinen Radlern sehr beliebt.

Anforderungen, die deren Eltern stellen

Eltern dagegen wissen es meist zu schätzen, wenn die familienfreundliche Radtour auch eine gewisse Infrastruktur aufweist. So ist es günstig, wenn es mehrere Möglichkeiten zur Rast und zur Verpflegung gibt, die zum Beispiel auch bei Wetterumschwüngen angefahren werden können.

Zwei Fahrräder auf Sanddünen, dahinter Menschen am Strand
Zwei Fahrräder auf Sanddünen, dahinter Menschen am Strand

Die Vorzüge des Radwanderns

Beim Radwandern steht das Erleben der Fortbewegung sowie der Landschaft im Vordergrund. Man übt es in der Freizeit aus, wo es zum sanften Tourismus gezählt wird.

Als vorteilhaft erweisen sich die Umweltschonung sowie die Förderung der Gesundheit. Einer Region kann dieser Tourismus hohe Einnahmen bringen. Mittlerweile gibt es ein großes Radwanderwegenetz.

Gut ausgerüstet auf der Radwandertour

Funktionskleidung, Kartenmaterial und Reiseapotheke zählen zu den wichtigen Gepäckstücken
Ausrüstung für Radwandertouren

Radwandern ist eine tolle Sache, birgt jedoch auch einige Risiken, wie zum Beispiel unkalkulierbare Wetterumschwünge. Die Natur hat ihre eigenen Gesetze, von denen man sich nicht den Spaß verderben lassen sollte.

Umso wichtiger ist eine gute Ausrüstung. Woran Sie denken sollten, wenn Sie einen Urlaub mit Radwandern planen, dazu geben wir Ihnen hier gerne einige nützliche Tipps.

Der wichtigste Hinweis vorneweg: nehmen Sie keinen unnötigen Ballast mit und verstauen Sie die schweren Gegenstände immer ganz unten und an der Innenseite Ihrer Fahrradtasche. Versuchen Sie außerdem Ihr Gepäck auf beiden Seiten möglichst gleichmäßig zu verteilen, um ein optimales und sicheres Fahrverhalten zu gewährleisten.

Funktionskleidung und Regenschutz für das Gepäck

Die meisten Radwanderurlaube werden in den Sommermonaten geplant. Einem Wunschdenken folgend, gehen viele Urlauber davon aus, dass die Sonne strahlen und kein Wölkchen den Himmel trüben wird. Doch in der Realität sieht es häufig ganz anders aus: Vom kleinen Schauer zwischendurch bis zum heftigen Gewitter oder einer länger andauernden Regen- und Kälteperiode können viele Faktoren den Urlaubserfolg gefährden.

Erfahrene Radwanderer sind gewappnet und besitzen die optimale Ausrüstung:

  • Fahren Sie nicht in Baumwollkleidung, sondern investieren Sie in schnell trocknende Funktionskleidung. Auch bei schönem Wetter transportiert diese die Körperfeuchtigkeit nach außen und lässt sie schnell abtrocknen.

  • Eine Wind- und Regenjacke ist bei kühlem und regnerischem Wetter sehr sinnvoll.

  • Denken Sie auch an Ihr Gepäck: Auch für Rucksäcke oder Packtaschen gibt es wasserdichte Überzieher, die Ihre Habseligkeiten vor dem Durchnässen schützen.

  • Auch die Schuhe sind bestenfalls zumindest wasserabweisend. Sie sollten zudem leicht und bequem sein und kurze Schnürsenkel haben, um ein Hängenbleiben im Fahrrad zu verhindern.

  • Ein Fahrradhelm ist vor allem bei Strecken unabdingbar, die häufig an viel befahrenen Wegen oder Straßen entlang gehen.

Gutes Kartenmaterial

Statten Sie sich mit gutem Kartenmaterial aus. Für die meisten Radtouren gibt es spezielle Radwanderkarten, die auch viele Servicepunkte aufzeigen, die Sie unterwegs benötigen könnten.

So sind hier kleine Radwerkstätten entlang der Route verzeichnet, die Sie sonst mühevoll selbst suchen müssen. Auch Rast- und Unterkunftsangebote sind in diesen Karten häufig enthalten.

Senioren Paar auf Fahrradtour, schauen auf Karte den Weg nach
Senioren Paar auf Fahrradtour, schauen auf Karte den Weg nach
Sicherheitscheck beim Fahrrad

Bevor Sie sich zum Radwandern aufmachen, prüfen Sie Ihr Fahrrad noch einmal gründlich auf Funktionstüchtigkeit, oder lassen Sie in einem Radfachgeschäft eine Inspektion vornehmen. Packen Sie ein Täschchen mit Flickzeug und Reserveschläuchen, und üben Sie vorsorglich den Reifenwechsel.

Achten Sie darauf, dass Ihr Sattel bequem ist. Das Pendant dazu stellt Ihre Radhose dar, die gut gepolstert sein muss. Gerade auf mehrtägigen Touren kann das bequeme Sitzen, wenn nicht gewährleistet, gewaltig den Spaß verderben.

Ein sicheres Fahrradschloss nicht vergessen, um in Ruhe Picknick machen zu können oder in ein Wirtshaus einzukehren. Ein Fahrraddiebstahl ist schließlich nicht bloß ärgerlich, sondern stellt einen gerade in der Fremde vor erhebliche Probleme.

Notfallausrüstung: Mobiltelefon und Reiseapotheke

Denken Sie auch an eine kleine Notfallausrüstung. Nehmen Sie ein Mobiltelefon mit und speichern Sie vorab alle Rufnummern ein, die Sie im Notfall anrufen möchten.

Eine kleine Reiseapotheke rundet Ihre Ausrüstung ab:

haben schon so manchem einen guten Dienst erwiesen.

Wasser und Sonnenschutz

Um dem Körper auch während der Fahrt genügend Flüssigkeit zuzuführen, empfiehlt sich mindestens eine am Rahmen angebrachte Trinkflasche, am besten 0,75 oder 1 Liter.

Aber auch wenn Sie öfter mal eine Verpflegungspause einlegen, ist eine Trinkflaschenhalterung sinnvoll. So müssen Sie das Getränk nicht in der Fahrradtasche verstauen und haben ausreichend Platz für Proviant und andere Dinge.

Bei sommerlichem Wetter an Sonnencreme und Sonnenbrille denken. Vor allem bei Touren durch Wälder oder entlang eines Flusses immer Insektenschutzmittel einpacken und auftragen oder nur mit langer Kleidung fahren.

So finden Sie den passenden Radwanderurlaub

Radwandern ist eine tolle Sache: Mit dem Fahrrad kann man Land und Leute kennen lernen, große Distanzen überwinden, und sich dabei auch noch im Freien aufhalten, sportlich betätigen und etwas für die Gesundheit tun. Das Abschalten vom Alltagsstress und die Erlangung vieler neuer Eindrücke sind dabei garantiert.

Radwandern bietet einen hohen Erholungswert, egal ob für den Individualisten oder die ganze Familie. Doch wie findet man die richtige Tour für die eigenen Ansprüche?

Es liegt auf der Hand: Der Radwanderurlaub einer Familie mit kleinen Kindern sieht anders aus, als der eines ambitionierten Radfahrers, der allein oder mit Gleichgesinnten unterwegs ist. Und es gibt noch viele Varianten dazwischen. Damit der Radwanderurlaub ein Erfolg und keine Pleite wird, sollte er deshalb gut geplant sein.

Beratung im Reisebüro oder Recherche im Internet

Die Tourismusbranche hat den inzwischen gut etablierten Trend erkannt, und bietet die unterschiedlichsten Radwanderurlaube für ganz individuelle Bedürfnisse an. Lassen Sie sich also einfach einmal in Ihrem Reisebüro beraten.

Oder suchen Sie direkt selbst nach einem speziellen Radreisen-Anbieter in Ihrer Nähe. Über die Internet-Suche werden Sie mit Sicherheit schnell fündig und können sich online über die angebotenen Touren informieren. Vor einer Buchung empfiehlt sich die telefonische Rücksprache, bei der Sie alle möglicherweise noch offenen Fragen klären können.

Persönliche Ziele setzen

Wichtig ist es, bei der Auswahl und Buchung des Radwanderurlaubs darauf zu achten, dass die eigenen Vorstellungen vom Urlaub klar formuliert werden können. Machen Sie sich deshalb bewusst, was genau Sie erleben möchten:

  • Welche Distanzen möchten Sie überwinden?
  • Sind Sie eher ein leistungsorientierter Radler oder mehr ein Genussradler?
  • Ist Ihnen das Naturerlebnis wichtiger oder möchten Sie lieber Städte besichtigen?

All dies und noch viel mehr ist möglich. Achten Sie darauf, dass das Fahrtangebot Ihre persönlichen Möglichkeiten nicht unter- oder überfordert, dann ist ein gutes Gelingen fast schon garantiert.

Die Wahl der Reisepartner und Unterkunft

Seien Sie auch selbstkritisch bei der Wahl Ihrer Reisepartner. Einen Radwanderurlaub bucht man am besten mit Personen, die über ein ähnliches Maß an Kondition und Leistungsbereitschaft verfügen.

Sind die Mitreisenden schwächer, so sollte man von vornherein bereit sein, sich anzupassen. Wählt man dagegen eine zu starke Gruppe, dann kann der Urlaub schnell in Stress ausarten.

Entscheiden Sie sich auch für die richtige Art der Unterkunft. Es gibt Reisen, bei denen Ihr Gepäck organisiert von einem Übernachtungspunkt zum anderen transportiert wird, und Sie nur hinterher radeln müssen. Bei anderen Reisen transportieren Sie Ihr Gepäck jedoch selbst.

Fußball-Radweg quer durch NRW

In Nordrhein-Westfalen eröffnet diesen Sonntag die längste Fußball-Ferienstraße der Welt. Der Erlebnis-Radweg NRW führt von Aachen bis Bielefeld durch 15 Städte im Land, die aktuell und historisch mit Fußball verknüpft sind. Die meisten Teile der Strecke führen über die Strecken des Radwegenetzes NRW.

Insgesamt ist die Route über 800 km lang und führt den ballbegeisterten Radfahrer zu verschiedensten touristischen Ausflugszielen - und alle haben einen fußballrelevanten Hintergrund. So wurde 1983 im Kölner Dom die Trauerfeier für Kult-Trainer Hennes Weisweiler gehalten, während die Gaststätte "Friesenstube" in Essen einst die Stammkneipe von Weltmeister Helmut Rahn war. Im westfälischen Versmold sind die Original-Schuhe von Brasiliens berühmten Weltmeister Pele ausgestellt.

Usedom - Auf den Spuren des Malers Lyonel Feininger

Die Motive des Malers Lyonel Feininger, die er zwischen 1908 und 1924 auf der Ostseeinsel Usedom zu Papier brachte, können nun bei einer 56 km langen Radtour besichtigt werden.

Der Radweg, bei dem Urlauber sich auf die Spuren des Malers begeben können, wurde nun um vier Kilometer verlängert und schließt jetzt auch die Orte Sallenthin, Benz und Neppermin mit ein. Die Urlauber können sich so von dem Antlitz der Motive, die einst den Künstler begeisterten, selbst überzeugen.

Berlin-Tourismus einmal anders: Die Arm-Aber-Sexy-Tour mit dem Fahrrad

Wer als Tourist nach Berlin kommt, der besucht in der Regel größere Sehenswürdigkeiten wie das Brandenburger Tor, den Alexanderplatz oder das Kaufhaus des Westens (KaDeWe). Für abenteuerlustige Besucher gibt es jetzt aber auch eine Stadtführung, bei denen die eher unbekannten Gegenden von Berlin gezeigt werden. Die Tour trägt den Namen "Arm, aber sexy" - ein Zitat, mit dem Bürgermeister Klaus Wowereit "sein" Berlin einmal in einem Interview beschrieben hat.

Los geht es im Nikolaiviertel in Berlin-Mitte. Weitere Stationen sind dann unter anderem die Admiralsbrücke in Kreuzberg, wo es nachts oft wilde, halb-legale Partys gibt, die von Kneipen gesäumte Oranienstraße und der Görlitzer Park. Die 18 Kilometer quer durch die Hauptstadt werden mit dem Fahrrad zurückgelegt und kosten 12 Euro pro Person.

Sommerausflug nach Münster: Promenaden, Eis-Cafés und Fahrradtouren

Was die meisten Deutschen mit der westfälischen Stadt Münster verbinden, sind Fahrradfahrer und ein altertümlicher Stadtkern. Wer gerne mit dem Rad unterwegs ist, kommt in Münster definitiv auf seine Kosten, denn Stadt und Umland verfügen über eins der landesweit besten Fahrradwegnetze, welches Touristen und Einheimische durch die historische Altstadt hindurch in naturbelassene Wälder und Parks führt. Zahlreiche besichtigungs- und Freizeitmöglichkeiten gibt es rund um den Aasee, an dessen Rand für jung und alt etwas interessantes zu entdecken ist. Museen, Mühlen und diverse Kunstinstallationen säumen den Radweg, welcher entlang des sechs Kilometer langen Seeufers in ein abgeschiedenes Naturschutzgebiet führt.

Wem weniger nach sportlicher Betätigung an heißen Sommertagen zu Mute ist, den erwartet in einem der unzähligen Eis-Cafés eine Abkühlung in charmantem Flair. Die Stadt-Promenade lädt zum Flanieren ein und Geschichtsinteressierten stehen die Kirchen in den Sommertagen zur Besichtigung länger offen.

Funfacts über Münster: Es ist die einzige Deutsche Stadt mit einem Fahrradparkhaus.

Baden-Württemberg zieht Fahrradfreunde an

Rund um den Bodensee und im Schwarzwald gibt es viele besonders schöne Radstrecken

Junges Paar mit Fahrradhelm beim Mountainbiking
mountainbike couple outdoors © Warren Goldswain - www.fotolia.de

Mit dem Fahrrad sind immer mehr Leute am Bodensee oder im Schwarzwald unterwegs. Rund 380.000 Menschen wagen sich am Bodensee jährlich auf die Pedale. Nicht zu vergessen ist der Schwarzwald, der mit seinen ausgiebigen Wegen das größte und beliebteste Fahrradnetz Deutschlands bietet. Besonders Mountainbiker können sich über steile Abhänge freuen und sich wie die Profis fühlen.

Zahlreiche Gaststätten für die Stärkung unterwegs

Von dem vermehrten Gebrauch des Fahrrads profitieren auch die Gaststätten und die Fahrradindustrie. Entlang der Fahrradwege gibt es mehrere Gaststätten die extra auf Gäste mit Fahrrad eingestellt sind. Vor ihren Gaststätten hängt dann ein Schild mit der Aufschrift "fahrradfreundlich". Viele tüfteln auch schon vor der Fahrradtour die genaue Fahrroute aus und buchen ihr Hotel im Voraus.

Es besteht auch die Möglichkeit sein Gepäck von Anbietern transportieren zu lassen.

Beliebte Strecken

Baden-Württemberg lockt also mit vielen fahrradfreundlichen und besonders langen Strecken. Zum Beispiel die Fahrt rund um den 280km langen Bodensee. Wer sich mit einem Mountainbike richtig austoben will, findet im Schwarzwald mit 8000km das größte Wegenetz Deutschlands. Dort kann man sich bequem mit einer Seilbahn nach oben tragen lassen, um dann die Abfahrt im rasanten Tempo zu genießen. Voller Übereifer sollte man trotzdem den Fahrradhelm nicht vergessen, denn der sorgt für ein großes Maß an Sicherheit.

Die Fahrradindustrie hofft auch wieder auf einen Aufschwung, nachdem sie in 2009 einen Rückschlag erlitten hat. Sie rechnet besonders mit elektrisch-betriebenen Fahrrädern wieder einen Gewinn verbuchen zu können.

Geheimtipp: Oderbruchbahnradweg

Der Oderbruchbahnradweg war früher eine Bahnstrecke, die dem Gütertransport diente

Nahaufnahme Zweigung Schienengleise
Weiche © syresZERO - www.fotolia.de

Der Oderbruchbahnradweg war ursprünglich eine Bahnstrecke, die vor etwa 100 Jahren gebaut wurde, um Zucker, Milch, Kartoffeln und Getreide nach Berlin zu bringen. Die Strecke verlor aber immer weiter an Bedeutung als der Güterverkehr auf die Straßen umverlegt wurde. Hinzu kam noch der 2. Weltkrieg, der die Strecke immer weiter zerstörte und unbrauchbar machte.

Ernennung zum Qualitätsradweg

Heute wird sie als Radweg genutzt und zählt mit etwa 120km zu den längsten Radwegen, die an einer Bahntrasse verlaufen. Im Jahr 2009 wurde die Strecke sogar aufgrund ihres Aufbaus und ihrer Beschaffenheit zum Qualitätsradweg ernannt.

Entlang ihres Weges wird man immer wieder von Baumalleen und großen Feldern an den Seiten begleitet. Hier und da gibt es auch ein paar Fachwerkhäuser oder Bahnhofsgebäude zu bewundern. Gerade der Bereich rund um den Mühlensee gilt als sehr schön und es fällt den meisten gar nicht auf, dass sie auf ehemaligen Schienen oder Trassen fahren.

Eisenbahnmuseum gibt Einblick in die Geschichte

Für Leute, die genaueres zu den alten Bahnstrecken oder Bahnen erfahren wollen, bietet sich das Eisenbahnmuseum in Basdorf an, welches sogar ein nachgebautes Exemplar eines Personenwaggons besitzt.

Radtour quer durchs Sauerland

Der Sauerland-Radring hält für Kultur- und Naturliebhaber einige Highlights bereit

Körperausschnitt Radfahrer auf Straße
radfahrer © Stefan Körber - www.fotolia.de

Im Sauerland gab es schon immer viele Radwege, doch nun sind einige von ihnen miteinander verbunden und erstrecken sich über 84km quer durch Olpe und den Hochsauerlandkreis. Der sogenannte Sauerland-Radring führt größtenteils über Trassen von alten Eisenbahnstrecken oder durch Flusstäler. Der Weg ist natürlich asphaltiert und eignet sich sehr gut zum Radfahren.

Verschiedene Highlights auf der Strecke

Höhepunkt des Radweges ist der Kückelheimer Tunnel. Er erstreckt sich über 689 Meter und birgt viele verschiedene Fledermausarten. Darunter zum Beispiel die Wasserfledermaus oder das braune Langohr. Deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass auf dem Fahrradweg Schilder mit dem Umriss eines weißen Fahrradfahrers und einer roten Fledermaus davor, vorzufinden sind.

Wer viel Gefallen an der Natur hat, wird sich in den Gebieten zwischen Schellenberg und Eslohe als auch Eslohe und Frettet wie zu Hause fühlen. Ansonsten gibt es auf der Strecke eine Menge anderer Anlegepunkte für Kulturbegeisterte.

Zum einen gibt es in Fleckenberg die damalige Besteckfabrik Hesse oder das Maschinen- und Heimatmuseum Eslohe, indem alte Apparaturen aus dem seinerzeit täglichen Gebrauch oder Handwerksberuf vorzufinden sind. Lokomotiven und Dampfmaschinen sind auch zu sehen. Sehr interessant ist auch das Gerichtsmuseum in Bad Fredeburg.

Wer sich zu so einer Radtour bewegt, sollte mit der Fahrt am besten in Eslohe oder Schmallenberg beginnen, dennoch sind auch entlang der Ortschaften zahlreiche Fahrradstationen zu finden. Für eine etwas bequemere Fahrt kann man sich zum Beispiel in Finnentrop oder Lennestadt auch elektrisch-betriebene Fahrräder ausleihen.

Passend zum Thema

    Eine Fahrradtour durch das romantische Frankenland

    Wer mit dem Fahrrad durch das Frankenland unterwegs ist, der kommt durch viele kleine Orte und Städte, die vom Weinanbau leben. Aber nicht nur wegen eines guten Tropfen kann man auch Iphofen besuchen, denn dies romantische Winzerstädtchen hat eine mittelalterlicher Vergangenheit, und so gibt es einen schönen Rundweg um die Stadtmauer, vorbei am Stadttor und dem Pestturm, sowie noch andere Sehenswürdigkeiten, wie die Michaelskapelle oder auch den Eulenturm, den man auch als Faulturm bezeichnet hatte, weil man dort die Gefangenen nach dem Tod einfach liegen ließ, so dass sie verfaulten.

    Schließlich gelangt man auch auf der Tour nach Volkach und hier soll man von dem Ortsteil Astheim im nächsten Jahr über eine moderne Stahlkonstruktion, wobei hier die Meinungen auseinander gehen, über den Main in die Stadt gelangen können.

    Berlin-Kopenhagen - Radwanderweg erstmals mit Ladestationen für E-Bikes

    Ähnlich wie eine Tankstelle gibt es auf einem Radwanderweg Ladestationen für E-Bikes - und das zum aller ersten Mal. Die bei Radfahrern beliebte Route von Berlin nach Kopenhagen hält die ersten beiden von 20 Ladestationen bereit. Bei Neustrelitz und Güstrow sind die Steckdosen angebracht. In Neustrelitz gibt es außerdem Schließfächer für die Rad-Akkus.

    Auf der 600 Kilometer langen Strecke sollen noch 18 weitere Stationen aufgestellt werden, an denen die Radler ihre Bikes aufladen können. Keine der Stromquellen liegt weiter als 35 Kilometer auseinander.

    Eine Radtour, die ist lustig...

    Einmal mit dem Rad von Venedig Richtung Norden durch den Gotthard-Tunnel? "Challenge accepted!", dachte sich da wohl der 54-jährige Tourist, der am Donnerstag versuchte, den ungewöhnlichen Weg zu bestreiten.

    Seine Pläne wurden jedoch von der örtlich zuständigen Kantonpolizei durchkreuzt, welche den Reisenden nach sechs Kilometern zum Abbruch seiner Tour zwang. Statt eines vermuteten Unfalls war dieses Mal also lediglich ein langsamer Verkehrsteilnehmer Schuld am Stau im Tunnel. Die Autofahrer müssten begeistert gewesen sein.

    Eine Radtour für die Harten: Mit dem Fahrrad über die Alpen

    Eine ganz besondere Herausforderung für ambitionierte Fahrrad-Touristen ist eine Alpenüberquerung, kurz Transalp genannt. Eine der beliebsten Strecken ist die alte Römerstraße Claudia Augusta, die Kaiser Claudius im Jahr 46 n.Chr zwischen Italien und dem heutigen Augsburg anlegen ließ um den Legionären einen schnelleren Marsch ins wilde Germanien zu ermöglichen.

    Heute ist die etwa 800km lange Strecke ein beliebtes Ziel für Radfahrer, die etwa 8-10 Tage für sie brauchen. Organisierte Touren führen beispielsweise in sechs Tagen vom österreichischen Ehrwald nach Torbole am Nordufer des Gardasees. Täglich werden zwischen 55 und 100 Kilometer in 5-6 Stunden zurückgelegt. Ein Vorteil der Via Claudia Augusta ist dabei, dass selbst die höchsten Pässe der Strecke - der Reschenpass mit 1500 Metern Höhe und der Fernpass mit 1300 Metern Höhe - recht niedrig ausfallen. Wer trotzdem schlapp macht, kann auf einen Shuttle-Service des Tourenveranstalters umsteigen. Wer den Reschenpass einmal bewältigt hat, kann sich freuen: Bis Meran geht es fast nur noch bergab.

    Wer auf eigene Faust losradeln will, kann sich auf eine gute Ausschilderung des Fernradweges über die Alpen verlassen. Ein gutes Trekkingrad reicht für die Via Claudia Augusta, da lediglich 50km der gesamten Strecke über Schotter führen - der Rest ist Asphalt. Und am Ende winkt der Gardasee mit seinen Stränden zur Erholung.

    Stillgelegte Bahntrassen locken immer mehr Radfahrer für lange Touren an

    In den Jahrzehnten der Industrialisierung wurden zahlreiche Bahnstrecken kreuz und quer durch Deutschland angelegt, die heute längst als unrentabel aufgegeben und von der Natur zurück erobert wurden. Immer mehr regionale Fremdenverkehrsverbände haben erkannt, dass sich diese alten Bahntrassen hervorragend zu asphaltierten Radwanderwegen umwandeln lassen, auf denen Radler ungestört vom Autoverkehr durch herrliche Natur unterwegs sind.

    Alte eiserne Bahnviadukte und Tunnel erinnern an die Ingenieurskunst des 19. Jahrhunderts und hohe Bahndämme bieten eine großartige Aussicht über die umliegende Landschaft. Ab und zu wird die Strecke von längst vergessenen kleinen Bahnhöfen, Signalanlagen und sogar Lokomotiven gesäumt.

    Zu den schönsten Strecken gehört der Maare-Mosel-Radweg der in Rheinland-Pfalz durch die Vulkaneifel mit ihren kreisrunden Maaren und die Weinbaugebiete an der Mosel führt. Auch der Donau-Ilz-Radweg vom Donautal in den Bayerischen Wald und der Radwanderweg um den Vogelsberg in Essen sind beliebte Ziele von Langstreckenradlern.

    Masuren mit dem Fahrrad entdecken

    Körperausschnitt Radfahrer auf Straße
    radfahrer © Stefan Körber - www.fotolia.de

    Masuren muss man langsam erforschen. Im Grunde gibt es nur zwei Varianten, um sich dem Zauber der ursprünglichen Natur hinzugeben: Entweder paddelt man mit einem Kanu durch die unzähligen Seen und Wasserwege oder man radelt gemächlich durch die dichten Wälder. Beides birgt gleichermaßen Reize für den Besucher. Mit dem Fahrrad kann man allerlei am Wegesrand entdecken, das einem im Auto verborgen geblieben wäre.

    Ein Anti-Mücken-Mittel und Regenutensilien sollte man bei sich tragen

    Wer der masurischen Seenplatte zum ersten Mal begegnet, mag kaum glauben, dass er sich in Europa befindet. So unberührt ist die Natur, so einsam die Gegend und so atemberaubend sind die Farben der Landschaft. Neben Wäldern, eröffnen sich Wiesen und weite Seen.

    Wenige Menschen leben hier. Darum sind für eine Radtour Flickzeug und Handy unverzichtbar. Darüber hinaus ist ein gutes Mittel gegen blutsaugende Mücken unentbehrlich. „Aerozol ochronny“ heißt es auf polnisch. Ein Wort, das man nur allzu schnell kennen lernt. Außerdem ist es ratsam auch bei anscheinend strahlendem Sonnenschein, Regenutensilien bei sich zu haben. Das Wetter dreht sich schnell in Masuren.

    Besondere Highlights sind die Puszcza Piska und das Dorf Popielno

    Damit man nicht komplett auf sich gestellt ist, empfiehlt es sich, eine geführte Radtour zu buchen. Dann hat man nicht nur die Gewähr, wieder aus der Landschaft herauszufinden, sondern wird auch auf kleine, versteckte Highlights hingewiesen. So lohnt es sich die Puszcza Piska, früher Johannisburger Heide, zu durchradeln. Schnurgerade Wege führen durch das große Waldfläche. Sie ist die größte in ganz Polen.

    Oder das Dorf Popielno mit seinem Ufer am Jezioro Sniardwy. Durch die malerischen Segelboote fühlt man sich beinahe wie am Mittelmeer und das im Osten Polens. Gerade die zauberhaften kleinen Orte sind es, die man am besten zu Rad sehen kann. Ein Auto wäre viel zu schnell, um die Details wahrzunehmen.

    Interessant ist das Museum der Familie Dickti. Eine Küche wie vor einem Jahrhundert vermittelt den Eindruck, dass die Zeit stehen geblieben sei. Wer mag, kann auch gleich den guten Streuselkuchen der Hausfrau probieren. Ein paar Geschichten aus der alten Zeit gibt es obendrein. Geht dann die Sonne unter, braucht man nur noch das Farbenspiel von Himmel, Wasser und Land auskosten.

    Immer am Wasser entlang – Tipps für sommerlich frische Radtouren

    Zwei Fahrräder auf Sanddünen, dahinter Menschen am Strand
    Ausflug an die Küste © Otmar Smit - www.fotolia.de

    Eine Radtour ist zu jeder Jahreszeit schön. Wir zeigen erfrischende Strecken für den Sommer - zwischen Stränden und Seen, Fjorden und Flussufern.

    Der maritime Ostseeküsten-Radweg

    Auf dem Ostseeküstenradweg ist das Meer ein treuer Begleiter. Von Flensburg bis Usedom führt die rund 800 Kilometer lange Strecke zu feinen Sandstränden, bizarren Klippen und charmanten Hafenstädtchen. Der Schwierigkeitsgrad ist leicht bis mittel, größtenteils geht die Strecke durch ebenes Küstengebiet. Die schönsten Abschnitte liegen entlang der Kieler Förde bis Fehmarn, in der Lübecker Bucht laden schicke Badeorte zur Rast, Auf Rügen lohnt ein Abstecher zu den Kreidefelsen. Stadtbesichtigungen in Wismar und Stralsund.

    Der abwechslungsreiche Elbe-Radweg

    Von Cuxhaven bis Wittenberge führt der Elbe-Radweg durch sieben Bundesländer und abwechslungsreiche Landschaften. Für die kompletten 840 Kilometer müssen Radler sich viel Zeit nehmen, es lohnt aber auch einzelne Abschnitte zu befahren.

    Naturverbunden ist die Strecke durch das Unesco-Biosphärenreservat zwischen Lauenbeurg und Sachsen mit seinen charakteristischen Auenwäldern. Historisch Interessierte kommen in Hamburg, Magdeburg, Dresden und der Lutherstadt Wittenberg auf ihre Kosten.

    Familienfreundlicher Ems-Radweg

    Der Ems-Radweg begleitet den Fluss von der Quelle bis zur Mündung ins Meer. Die 375 Kilometer lange Strecke verläuft durch Heidelandschaften und Wälder, vorbei an Bauernhöfen und Klöstern. In Ostfriesland wird die Route ganz flach. Der schöne Süden – Radwege an Mosel, Rhein und Donau Nur 238 Kilometer kurz und immer in Wassernähe ist der Mosel-Radweg. Dabei gibt es zwischen dem Startpunkt Perl und dem Ziel in Koblenz viel zu sehen: Panoramablicke auf Fluss und Steilhänge, berühmte Burgen und geschichtsträchtige Altstädte.

    Deutlich länger und anspruchsvoller ist der Rhein-Radweg. Familien und ungeübte Radler sollten deshalb genau prüfen, welche Streckenabschnitte sie befahren. Am meisten Betrieb herrscht zwischen Mainz und Köln, wo die Dichte an Burgen und Sehenswürdigkeiten am höchsten ist.

    Von Frankreich bis Rumänien, der Donau-Radweg ist ein echter Europäer. Und sehr lang. Die schönsten Routen und heimatlichen Sehenswürdigkeiten schildert die Webseite "Deutsche-Donau".

    Fünf Sterne für den Main-Radweg

    Der rund 550 Kilometer lange Main-Radweg ist die erste Route, die vom ADAC mit fünf Sternen ausgezeichnet wurde. Radler haben zudem die Wahl zwischen zwei Varianten. Einladende Weinorte sind an beiden Strecken zu finden.

    Quer durch den Pott – der Ruhrtal-Radweg

    Mit 230 Kilometern ist der Ruhrtal-Radweg auch an einem verlängerten Wochenende zu schaffen. Da entlang der Strecke diverse Industriedenkmäler, mittelalterliche Städte und Vergnügungsangebote locken, sollten Radler aber mehr Zeit einplanen.

    Rundtour am Bodensee

    Der Bodensee-Radweg ist eine echte Rundtour. Auf knapp 280 Kilometern führt er an allen Sehenswürdigkeiten und Badestellen des Bodensees vorbei, klassischer Start- und Zielpunkt ist Konstanz.

    Passend zum Thema

      Radtour extrem - auf der Köljur-Piste durch Island

      Skógafoss, Waldwasserfall im Süden Islands
      Skogarfoss, Island © Robin Heal - www.fotolia.de

      Eine Radtour durch Island ist eine echte Herausforderung. Selbst in den Sommermonaten kann das Wetter stündlich wechseln, kein Tag bleibt windstill, und die meisten Strecken führen über Schotter und Lavaboden. Am anspruchsvollsten ist die Köljur-Piste. 185 Kilometer ohne Supermarkt, Hotel oder andere Annehmlichkeiten - nur der Fahrer, sein Rad und die Landschaft.

      Startpunkt "Goldener Wasserfall"

      Bevor Radler die Köljur-Route erreichen, müssen sie von der letzten Ortschaft Laugarvatn bereits 35 Kilometer zurücklegen. Genau dort, wo der Fluss Hvítá mit einem "Goldenen Wasserfall" 70 Meter tief in den Canyon stürzt, beginnt die legendäre F35, eine Schotterpiste durch unberührte Natur.

      Der Anblick des Regenbogens über dem Wasserfall ist für viele Tage die letzte Erinnerung an Leichtigkeit. In einer fast unablässig wehenden Brise geht es gleich beim ersten Pass auf 610 Meter Höhe, Steigungen von fast 14 Prozent zehren an den Kräften. Erste Station ist die Schutzhütte Arbuthir.

      Heiße Quellen von Hveravellir

      Umringt von Gletschern und Vulkanen geht es danach 90 Kilometer weiter zu den Solfataren von Hveravellir. Auf 650 Metern Höhe spornt der Dampf der heißen Quellen schon von weitem zum Endspurt an. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es auf einem Campingplatz oder in zwei Schutzhütten. Hauptattraktion ist allerdings ein Bad im Heißwasserpool – mit Bier und Chips.

      Die nächste Etappe führt nach Blönduos, wo die Tour auf der Ringstraße 1 weiterführt – asphaltiert und mit Imbissen in der Tankstelle. Endstation nach 180 Kilometern ist der mythische Gletscher Snaefellsjökull, in dessen Krater Jules Verne seine "Reise zum Mittelpunkt der Erde" beginnen ließ.

      Gute Ausrüstung erforderlich

      Schönes Wetter, das heißt in Island wenig Wind und Regen sowie Temperaturen über 10 Grad Celsius. Wer sich mit dem Rad auf den Weg macht, braucht deshalb eine gute Ausrüstung. Gegen eisige Böen schützt nur eine komplette Windstopper-Montur, darunter regulieren mehrere Schichten Funktionskleidung die Körpertemperatur. Werkzeug, Luftpumpe, GPS und Helm sind obligatorisch.

      Grundinformationen und Hinweise zu Radtouren

      War der Artikel hilfreich?

      Fehler im Text gefunden?

      Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

      Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

      Quellenangaben

      • Bildnachweis: meadow © diego cervo - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: Schultafel Kreidetafel Textur © Gunnar Assmy - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: Vintage Chalkboard © Maceo - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: White Paper Notes © Giraphics - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: Frau und Mann geben sich High Five © Robert Kneschke - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: fröhliche Radtour ins Grüne © ARochau - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: bycicles02 © diego cervo - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: Ausflug an die Küste © Otmar Smit - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: Senioren © bilderbox - www.fotolia.de

      Autor:

      Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

      Weitere Artikel zum Thema