Beim Westernreiten wird einhändig geritten. Die Westernsättel sind sehr bequem und auch auf langes Reiten ausgelegt. Die Pferde werden bei diesem Reitstil darin trainiert, möglichst eigenständig zu arbeiten, d.h. sie reagieren auf den kleinsten Impuls des Reiters und wissen, was von ihnen verlangt wird. Es gibt viele verschiedene Disziplinen innerhalb des Westernreitens.
Das Westernreiten wird auch in Deutschland zunehmend beliebter. Als Wettkampf- oder Freizeitsport wird es vielerorts in Vereinen ausgeübt. Wie das Klassische Reiten auch, unterliegt es einem strengen Regelwerk. Wer sich im Westernreiten ausbilden lassen möchte, dessen Lehrplan orientiert sich an genauen Vorgaben. Doch was sind die Besonderheiten des Westernreitens?
Dem Laien stechen als erstes die typische Kleidung und Kostümierung der Westernreiter ins Auge. Auch im Training sind Hut, Jeans und Stiefel erwünscht. Bei Showveranstaltungen und Wettkämpfen tragen die Reiter häufig aufwändige und farbenprächtige Trachten, die an die typische Cowboy-Kleidung erinnern. Bei genauerem Hinsehen kann man auch die Besonderheit der Sättel erkennen: Sie sind breiter und bequemer als herkömmliche Reitsättel und am hinteren Ende stark hochgezogen, um einen sicheren Sitz zu gewährleisten.
Das Westernreiten hat sich aus dem Arbeitsreiten der Cowboys entwickelt. Deshalb werden auch meist nur spezielle Pferderassen zum Westernreiten eingesetzt, die sich durch Robustheit und Ausdauer auszeichnen. Zudem bieten sie durch ihren speziellen Körperbau eine bessere Sitzbequemlichkeit für den Reiter. Die beim Westernreiten gezeigten Formen und Figuren entlehnen sich ebenfalls aus dem Arbeitsreiten. Die Zügel werden einhändig gehalten, damit der Reiter die zweite Hand für andere Dinge frei hat. Im Unterschied zum Klassischen Reiten wird beim Westernreiten nur ein Startimpuls an das Pferd gegeben.
Das Pferd reagiert auf den Startimpuls und führt die jeweilige Routine so lange durch, bis es einen anderen Impuls erhält, während beim Klassischen Reiten ununterbrochen Impulse an das Pferd gegeben werden müssen, damit es seine Bewegungen weiterführt. Sehr typische und spektakuläre Elemente des Westernreitens sind scharfe Stopps und kurze enge Wenden.
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