22. September 2011
Das professionelle Armwrestling erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Viele angehende Kämpfer sind auf der Suche nach den richtigen Hinweisen, um ihr Training für diesen Kraftsport effektiv zu gestalten. Der Trainingsplan sollte sich in drei Bereiche aufteilen: Der Arbeit an der Grundkraft, der Kampfkraft und den Details.
Grundsätzlich beansprucht das Armwrestling den ganzen Körper. Das manche Muskelpartien jedoch mehr leisten müssen als andere, wird schon durch das Zuschauen offensichtlich. Besonders in Anspruch genommen werden Hand, Handgelenk und Unterarm. Es folgen Oberarm-, Schulter- und Brustmuskulatur. Anfangs ist es wichtig, insbesondere diese Körperpartien zu stärken, um durch eine große Grundkraft einen geeigneten Druck auf den Arm des Gegners aufbauen zu können. Geeignete Übungen sind der Butterfly, der Hammercurl (die Armbeuge) und der Unterarmcurl (das Training schlechthin für die Grundkraft).
Wie jeder Armwrestler zu bestätigen weiß, kommt es beim Training jedoch nicht nur auf einen angemessenen Grunddruck an – Sieg oder Niederlage werden darüber entschieden, welcher Duellant die bessere Technik besitzt und im entscheidenden Moment an der richtigen Stelle unerwartete Kräfte freisetzen kann. Auch die dafür zuständigen Muskelpartien kann der Kämpfer gezielt trainieren. Geeignete Methoden sind der Kabelzug von oben und seitlich (er simuliert das Armdrücken vielleicht am besten und ist, je größer die Belastung wird, bestens dazu geeignet, zu erlernen, wie man starken Druck des Gegners aushält und kontert), Kippen mit einseitiger belasteter Hantel und Drehen mit einseitig belasteter Hantel.
Wie bereits erwähnt, kommt auch der Hand eine zentrale Rolle beim Armwrestling zu. Dies beginnt mit den Fingern. Gerade ungeübte Sportler, die mit dem Training anfangen, vernachlässigen das Training an Hand und Fingern immer wieder. Wenn sie gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner antreten, folgt häufig ein böses Erwachen. Dieser klappt die beiden Handgelenke in die eigene Richtung ein, wogegen sich der neue Sportler nicht wehren kann, und hat das Duell damit praktisch gewonnen. Um dies zu verhindern, gibt es wirksame Trainingsmethoden: Zuallererst muss hierbei der Reversecurl genannt werden. Er trainiert die Finger und hilft dabei, den Unterarm zu stabilisieren. Für die Hand und die Finger ist ansonsten das "Quetsch-Training" ratsam. Geeignete "Opfer" für diese Übung sind Gummiringe oder auch Tennisbälle.
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