Kung Fu

Chinesische Kampfkunst

Das traditionelle Kung Fu wurde von Shaolin-Mönchen entwickelt. Es wird gelehrt mit den Schwerpunkten Wurftechnik, Waffentraining, Selbstverteidigung, Atemtechnik, Meditation, Abhärtung und Freikampf.

Nahaufnahme Ausschnitt Sportler in weißen Anzug und schwarzem Gürtel hält Schwert
karate 1 © Atsushi - www.fotolia.de

Das asiatische Kung Fu ist die Kampfkunst, die von den heute sehr berühmten Shaolin-Mönchen entwickelt wurde und traditionell gepflegt wird. Übersetzt bedeutet Kung Fu "Etwas durch harte und geduldige Arbeit Erreichtes". Dies zeigt schon die typisch asiatische Kampfsportphilosophie, die immer darauf gründet, sich Wissen langsam und penibel, dafür aber dauerhaft anzueignen, und nicht mit schnell erworbenem Können hervorzustechen.

Häufig wird der Begriff leider auch falsch verwendet, wenn Elemente asiatischer Kampfkunst damit vermarktet werden sollen.

Verbreitung

In westlichen Kulturen wurde das Kung Fu vor allem in den 1970er Jahren durch Hong-Kong-Filme mit großen Kämpfen und Bruce Lee in der Hauptrolle publik. An die Kinofilme schloss sich die Fernsehserie Kung Fu an, die die Sportart in westliche Wohnzimmer brachte.

Anforderungen an den Kämpfer

Viele vor allem jüngere Zuschauer sind von den spektakulären Sprüngen und Kampftechniken fasziniert. Jeder Bewunderer sollte sich dennoch vergegenwärtigen, dass Kung Fu wie jede traditionelle Kampfsportart ein hohes Maß an Disziplin und Leistungsbereitschaft bedeutet.

Kung Fu bezeichnet auch die Arbeit an der eigenen Person, an den Fähigkeiten von Körper und Psyche und die Entwicklung einer starken Persönlichkeit. Dies alles kann nur durch eine konsequente Hingabe an den Sport erreicht werden.

Diese Philosophie wird in anderen Kampfsportarten als "Do" (der Weg) bezeichnet. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil des Kung Fu. Die spirituelle Dimension und die Grundeinstellung des Lernenden haben großen Einfluss auf seine körperlichen Fortschritte.

Die Fünf-Elemente-Lehre

Die Kampfkunst steht im engen Zusammenhang mit der Fünf-Elemente-Lehre, den so genannten fünf Wandlungsphasen. Dazu gehören die Elemente

  • Feuer (dynamische Phase der Aktion)
  • Erde (Veränderung)
  • Metall (Reife und Ablösung)
  • Wasser (Ruhe, Gelassenheit, Gedankengänge und das Erfassen der Lage) sowie
  • Holz (Aufbruch und die Entwicklung von Impulsen)

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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