Karate

Kampfsportart ohne Waffen für körperliche und emotionale Festigung

Karate ist ein Kampfsport für den Körper und den Geist. Es gibt eine Vielzahl von Stilrichtungen von Karate, z.B. Kempo, Shotokan, Kyokushin-Kai, Wado-Ryu und noch einige mehr. Karate gehört zu den bekanntesten Kampfsportarten.

Zwei Sportler beim Karate draußen
Two warrior © GIS - www.fotolia.de

Die asiatische Kampfkunst Karate hat ihren Ursprung in Okinawa und gelangte von dort aus nach Japan, von wo aus sie sich nach Ende des Zweiten Weltkriegs über die ganze Welt ausdehnte.

Wörtlich übersetzt bedeutet Karate "leere Hand" oder "ohne Waffen in den Händen". Das heißt, Karate wird im Unterschied zu vielen anderen asiatischen Kampfsportarten ohne den Einsatz von Waffen - wie zum Beispiel den viel verbreiteten Stöcken - ausgeübt.

Techniken und Elemente

Beim Karate herrschen

  • Schlagtechniken
  • Tritte und
  • Blocktechniken

vor. Weitere Elemente sind

  • Fußfeger
  • Würfe und
  • Hebel

Fortgeschrittene Kämpfer erlernen auch

  • Würgegriffe und
  • Nervenpunktechniken

Trainingsziele an den Sportler

Die körperliche Kondition hat beim Karate einen sehr hohen Stellenwert. Sie umfasst nicht nur Leistungsfähigkeit und Ausdauer, sondern auch

Für Bruchtests müssen die Gliedmaßen (vorwiegend Hände, Unterarme und Füße) abgehärtet werden. Bruchtests haben in den letzten Jahrzehnten jedoch an Beliebtheit verloren.

Trainingssäulen und Stilrichtungen

Das Training basiert auf den drei großen Säulen

  • Kihon
  • Kumite und
  • Kata

Die zweite und dritte werden wiederum in verschiedene Unterbereiche eingeteilt. Aktuell gibt es vier große Stilrichtungen im Karate, die die Namen

  • Goju-Ryu
  • Shotokan
  • Shito-Ryu und
  • Wado-Ryu

tragen.

Etikette im Karate

Auch das Karate pflegt seine traditionelle Etikette und hat wie die meisten asiatischen Kampfsportarten eine eigene Philosophie. Sie besteht aus vier verschiedenen Teilen:

  • Rituelle Begrüßungszeremonie
  • Kleidung
  • Graduierung und
  • Prüfungen

Das moderne Karatetraining in vielen Clubs ist jedoch häufig rein sportlich orientiert und misst der Vermittlung dieser Werte eine eher untergeordnete Bedeutung bei. Hier steht der Wettkampf im Vordergrund.

Oftmals wird hauptsächlich im Hinblick auf Prüfungen und Wettkämpfe trainiert, was dem Sport einiges seiner ursprünglichen Faszination nimmt. Das traditionelle Karate wird in manchen Clubs nicht mehr gelehrt, was zu massiver Kritik durch die Verbände und Meister führt.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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