Gymnastikbälle sind Sportgeräte, mit denen gezielt die Muskelpartien des gesamten Körpers trainiert werden können. Da sich durch einzelne Übungen bestimmte Muskelgruppen ansprechen lassen, wird der Gymnastikball auch häufig in der Physiotherapie verwendet.
Starke Bauchmuskeln bilden im Zusammenspiel mit einer trainierten Rückenmuskulatur die Grundlage für eine aufrechte Haltung. Um die Rumpfmuskulatur mit Hilfe des Gymnastikballes zu trainieren, empfiehlt sich folgende Übung: Der Sportler legt sich mit dem Rücken auf den Gymnastikball, während die Beine in einem 90-Grad-Winkel auf dem Boden aufgesetzt sind. Die Hände werden hinter dem Kopf verschränkt. Nun versucht man, den Oberkörper so weit wie möglich auf dem Ball in die Höhe zu rollen, wobei die Bauchmuskulatur kräftig zusammengepresst wird. Nachdem diese Position eine Weile gehalten wird, rollt der Oberkörper zurück auf den Ball. Die Spannung muss während der gesamten Übung im Körper gehalten werden, damit der Gymnastikball nicht rollt. Die Übung ist 8 bis 10 Mal zu wiederholen. Nach einer zweiminütigen Pause findet der zweite Durchgang statt.
Fortgeschrittene können obige Übung abwandeln, indem sie beide Arme vor der Brust kreuzen und den Oberkörper leicht diagonal vom Gymnastikball abheben. Das heißt, dass die linke Schulter in Richtung der rechten Hüfte dreht. Diese Position wird eine Zeit lang gehalten, anschließend rollt der Oberkörper zurück auf den Gymnastikball. Dasselbe geschieht mit der rechten Schulter, die in Richtung der linken Hüfte rollt. Diese Übung sollte besonders langsam und mit Bedacht durchgeführt werden, weil der Ball nicht mehr ganz so einfach unter dem Rücken zu halten ist.
Um den Körper zu dehnen, lässt sich die gängige Übung der Kniewaage so variieren, dass ein Gymnastikball mittig unter den Oberkörper gelegt wird. Dies erschwert die Übung, da das untere Knie nicht mehr als stützendes Element auf dem Boden steht, sondern die Drehbewegung des Gymnastikballes ausgleichen muss. Sobald die Balance gefunden ist, ist diese Position mit gestrecktem linken Arm und gestrecktem rechten Bein beziehungsweise mit gestrecktem rechten Arm und linkem Bein zu halten, bevor wieder die Ausgangsstellung eingenommen wird. Auch diese Übung sollte 8 bis 10 Mal wiederholt werden. Anschließend ist eine Pause von ein bis zwei Minuten angesagt, bevor es in den zweiten Durchgang geht.
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08.04.13 | |
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