12. Oktober 2011
Das Sky Surfing kann als Fallschirmspringen auf einem Brett bezeichnet werden. Dies könnte zu der Annahme führen, Fallschirm und eine Art Surfbrett würden als Ausrüstung vollkommen ausreichend sein. Doch das stimmt nicht.
Natürlich ist das Brett das entscheidende Merkmal beim Surfen in der Luft. Dieses ähnelt in Größe und Form einem Snowboard und ist mit den Füßen des Skysurfers fest verankert. Dadurch ist dessen Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt. Aus Sicherheitsgründen verfügt das Board über ein Notfallsystem, das die Verbindung zwischen Brett und Boots rechtzeitig trennt, falls es zu einer Gefahrensituation kommen sollte.
Um sicher auf den Boden zu gelangen, benötigt der Skysurfer selbstverständlich einen Fallschirm. Dieser unterteilt sich in Haupt- und Reserveschirm und ist mit einem Gurtzeug sowie einer Automatik zum Öffnen des Schirmes ausgestattet. Die Form des Schirmes ähnelt der Tragfläche eines Flugzeugs. Je kleiner der Fallschirm gewählt wird, desto mehr Geschwindigkeit wird beim freien Fall erreicht.
Bevor sich der Schirm öffnet, befindet er sich in einem entsprechenden Gurtzeug, das der Skysurfer mit sich führt. Wichtig ist, dass dieses passgenau sitzt. Die am Gurtzeug befindlichen Griffe muss der Skysurfer sicher unterscheiden und anwenden können. Es handelt sich dabei um einen Deploy, der den Schirm öffnet, einen Griff, der den Hauptfallschirm vom Skysurfer trennt und einen Griff, der im Notfall den Reservefallschirm öffnet.
Aus Gründen der Sicherheit ist bei jedem Sky-Surfing-Sprung ein Öffnungsautomat vorgeschrieben, welcher den Luftdruck überwacht. Reagiert der Skysurfer nicht rechtzeitig, um seinen Fallschirm zu öffnen, übernimmt der Öffnungsautomat diese Aufgabe, wenn der Fallschirm eine Höhe von 225 Metern erreicht hat.
Damit der Skysurfer weiß, auf welcher Höhe er sich gerade befindet, trägt er einen Höhenmesser, der entweder manuell oder elektronisch arbeitet. Die aktuelle Höhenangabe ist besonders kurz vor der Landung entscheidend. Außerdem gibt es einen akustischen Höhenwarner.
Zur Standardausrüstung des Skysurfers gehört auch eine Kopfbedeckung. Meist wird ein leichter Helm verwendet. Die Begleitperson des Skysurfers, welche den Sprung auf Video oder Fotos aufnimmt, benutzt einen entsprechenden Kamerahelm, der bestenfalls über eine Abrennvorrichtung verfügt.
Ein hoher Luftzug sorgt dafür, dass die Bindehäute in den Augen sehr beansprucht werden. Aus diesem Grunde trägt der Skysurfer eine Sprungbrille oder ein Vollvisier.
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19.06.11 | |
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