Elektrische- oder Handzahnbürste? Hinweise zur optimalen Zahnbürste und Putztechnik

Verschiedene Kriterien fließen in die Entscheidung ein, welche Zahnbürste für die tägliche Zahnreinigung verwendet werden soll. Der Härtegrad ist bei der Handzahnbürste ein entscheidendes Kriterium. Immer häufiger werden elektrische Zahnbürsten als Alternative zur Handzahnbürste verwendet. Jede Zahnbürstensorte hat ihre Vor- und Nachteile und wird die "falsche" Zahnbürste verwendet, kann sich das durchaus negativ auswirken - ebenso, wie die falsche Technik. Besondere Beachtung sollte man hierbei der Auswahl der richtigen Zahnbürste für Kinder widmen.

Für eine optimale Zahnpflege bedarf es neben der richtigen Putztechnik auch der passenden Zahnbürste

Das wichtigste Instrument für eine ordentliche Zahnpflege ist die Zahnbürste. Doch angesichts des riesigen Angebots an unterschiedlichen Zahnbürsten fragen sich sicher viele, ob sie auch die Richtige benutzen. Und diese Frage ist gar nicht so unwichtig, denn wird die "falsche" Zahnbürste verwendet, kann sich das durchaus negativ auswirken.

Braucht der Mensch die Zahnbürste?

Eine gute Zahnhygiene sorgt nicht nur für frischen Atem, sie sorgt auch für gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch. Und dass das wichtig ist, davon hatten sogar schon die alten Ägypter vor rund 5000 Jahren eine Ahnung. Sie kauten auf Stöckchen herum, um ihre Zähne zu reinigen.

Erst viel später, so um das Jahr 1500, führten die Chinesen Zahnbürsten ein. Dabei handelte es sich um Bürsten, die vor allem mit Tierhaaren wie Pferdehaar oder Schweineborsten besetzt waren.

Dem Mensch war also schon immer klar, dass eine gute Zahnhygiene wichtig ist. Wobei es den Menschen im Altertum mit Sicherheit mehr um die Vermeidung von hämmernden Schmerzen oder den Verlust der Zähne ging.

Sicherlich kannten die alten Ägypter noch nicht den Zusammenhang zwischen einer Zahnfleischentzündung und Infektionen im Körper. Aber genau diese Gefahr besteht, wenn die Zähne nicht gut genug gepflegt werden.

Und bei einer guten Zahnpflege kommt es nicht nur auf die richtige Technik an, auch das "Werkzeug" für die Zahnpflege sollte sorgfältig ausgewählt werden.

Die richtige Zahnpflegetechnik

Richtig geputzt werden die Zähne, wenn die Bürste vom Zahnfleisch in Richtung Zahn geführt wird. Diese Putztechnik ist sicherlich für viele neu und aufwendig. Diese Technik schont jedoch das Zahnfleisch und reinigt die Zähne besser.

Bei dieser Technik putzen Sie immer vom Zahnfleisch zum Zahn. Zahnbürste in 45°-Winkel zum Zahnfleischansatz halten, in Form von kleinen Kreisen "rütteln", dann die Bürste "herunterziehen".

Verwenden Sie Zahnseide und Zahnzwischenraumbürsten vor dem Zähneputzen. Nur dann werden die Speisereste wirklich gründlich entfernt. Es macht Sinn die Zahnseide vor der Zahnbürste zu verwenden.

Teilen Sie Ihr Gebiss in Teilabschnitte ein, Sie können dann jeden Abschnitt von innen und außen auf den Kauflächen putzen. Am besten sollten die Zähne sogar einzeln geputzt werden, das funktioniert mit der Einbüschel-Zahnbürste am besten, allerdings dauert so eine Reinigung sehr viel länger als die allgemein empfohlene Zeit von 2-3 Minuten.

Zahnpflege unter der Dusche? Nein!

Beim Zähneputzen ans Zähneputzen denken. Denn nur wer seine Zähne konzentriert putzt, putzt gründlich. Also kein Zähneputzen während der Dusche, es sei denn, Sie putzen mit Bedacht!

Zähneputzen mit geschlossenem Mund

Putzen Sie die hinteren Außenflächen mit geschlossenem Mund, Sie haben dann mehr Bewegungsfreiheit beim Putzen. Ist der Mund geöffnet, sind die Wangenmuskeln gespannt, so dass die Zahnbürste schwer an die Flächen ankommen kann.

Vorsicht: Säure!

Vorsicht nach säurehaltigen Speisen und Getränken! Den Mund erst mit etwas Wasser spülen und bis zum Zähneputzen ca. 1/2 Stunde warten. Die Säure greift den Zahnschmelz und weicht ihn so sehr auf, dass eine Zahnbürste eher schädlich auf die Zähne auswirken kann.

Kariesprävention und Zahnschmelzpflege

Bei Kariesanfälligkeit 1x wöchentlich Fluoridgels verwenden. Das Gel ist auch bei empfindlichen Zahnhälsen zu empfehlen.

Keine abrassiven Zahncremes verwenden, diese greifen auf Dauer den Zahnschmelz an. Die meisten Zahnweißer besitzen eine abrassive Wirkung. Oft werden die Zähne dadurch nicht wirklich weißer, werden aber beschädigt.

Greifen Sie zu Natur und Entpannung!

Wenden Sie nicht zuviel Druck an. Besser ist es, die Zähne länger zu Putzen (3-4 Minuten) als mit hohem Druck.

Keine Zahnbürsten mit Naturhaarborsten verwenden. Durch die Struktur des Naturhaars setzen sich Keime wesentlich leichter fest als in Kunststoffborsten.

Tapetenwechsel und Kaugummis

Mindestens 4 x im Jahr die Zahnbürste wechseln!

Kauen Sie zwischendurch zuckerfreie Kaugummis, dadurch wird der Speichelfluss angeregt. Speichel reinigt den Mund.

Die Auswahl der richtigen Zahncreme und -bürste

Wie oben bereits erwähnt hat, sich die Verwendung von Handzahnbürsten schon seit Jahrtausenden bewährt. Doch so gut eine Handzahnbürste an sich auch sein mag, so besteht dennoch die Möglichkeit, sich für das falsche Modell zu entscheiden.

Grundsätzlich sind alle im Handel erhältlichen Zahnbürsten gut für die Zahnpflege geeignet. Und auch der Preis sagt nicht zwangsläufig etwas über die Eignung einer Zahnbürste aus. Es entscheiden also die persönlichen Vorlieben und die Qualität und Substanz des Mundraums.

Die Handzahnbürste

Der größte Vorteil der Handzahnbürste ist vor allem der geringere Anschaffungspreis gegenüber der elektrischen Variante. Nicht nur das Gerät an sich, sondern auch die Aufsätze mit dem Borstenkopf sind nicht günstig zu haben.

Die Handhabung der Handzahnbürste ist sehr einfach, während man bei der elektrischen Zahnbürste etwas Übung benötigt. Wird die Bürste zu fest an das Zahnfleisch gepresst können durch das Rotieren des Kopfes Zahnfleischverletzungen verursacht werden. Bei der Handzahnbürste kann dies nicht so schnell vorkommen.

Der Bürstenkopf

Grundsätzlich gilt, dass schwer erreichbare Stellen im Mundraum am besten mit einem kleinen Bürstenkopf gereinigt werden können. Dies sollte bei der Wahl der perfekten Zahnbürste mit in die Entscheidung einfließen.

Ein zu großer Bürstenkopf kann verhindern, dass man jeden Winkel im Mund damit erreicht. Ist der Borstenkopf zu groß oder auch nicht ordentlich abgerundet, dann kann zum Beispiel der Bereich der hinteren Backenzähne nicht gut geputzt werden. Dort können sich dann Bakterien ansiedeln, die das Zahnfleisch oder die Zähne angreifen.

Um auch die Bakterien auf der Zunge optimal zu entfernen, sollte die Zahnbürste über spezielle Lamellen am Bürstenkopf verfügen. Mit deren Hilfe lässt sich die Zunge abschaben.

Die Stärke der Borsten

Die Stärke der Borsten lässt sich in

  1. weich,
  2. mittel und
  3. hart

unterteilen. Weiche Zahnbürsten und Bürsten mittlerer Stärke bringen den Vorteil, dass das Zahnfleisch geschont wird. Durch den geringeren Abrieb der Bakterienschicht auf dem Zahn muss jedoch länger geputzt werden. Eine harte Zahnbürste reinigt den Zahn zwar besser, kann bei falschem Gebrauch jedoch Zahnfleischentzündungen verursachen.

Die Stärken weich und mittel

Weiche und mittelharte Zahnbürsten sind zahnfleischschonend und besonders bei Menschen mit empfindlichem Zahnfleisch empfehlenswert. Die Reinigungswirkung wird jedoch beeinflusst.

Weiche und mittlere Borsten entfernen weniger Zahnbelag als harte. Um die Zähne trotzdem gründlich von schädlichem Belag zu befreien, muss die Putzzeit im Vergleich zu harten Borsten verlängert werden.

Die Stärke hart

Harte Zahnbürsten reinigen die Zähne nachweislich besser als weichere Varianten. Die für Karies verantwortlichen Bakterien werden mit der harten Bürste am besten vom Zahn entfernt.

Bei harten Borsten ist darauf zu achten, beim Putzen nicht zu großen Druck auszuüben. Wer zu intensiv putzt, riskiert dauerhafte Verletzungen des Zahnfleisches, welche schlimmstenfalls zu freiliegenden Zahnhälsen führen kann.

Durch zu viel Druck können sich ebenfalls Rillen auf den Zähnen bilden, die den Zahnschmelz schwächen und den Zahn für Karies anfälliger machen.

Sind die Voraussetzungen nicht ganz so ideal, dann ist die Zahnbürste mit den harten Borsten auf jeden Fall die falsche Wahl. Ist der Zahnschmelz zum Beispiel besonders weich, dann "schrubbt" man ihn mit den harten Borsten regelrecht ab.

Anstatt die Zähne gründlich zu reinigen, schadet man so der ohnehin angegriffenen Zahnsubstanz.

Auch bei empfindlichem Zahnfleisch sind harte Borsten die falsche Wahl. Es gibt Menschen, bei denen ist das Zahnfleisch nicht gut durchblutet und wirkt dadurch blass. Das ist zum Beispiel häufig bei Diabetikern und Rauchern der Fall.

Wer nun fälschlicherweise annimmt, er könnte diesen Mangel an Durchblutung durch eine "kräftige Massage" mit einer harten Zahnbürste beheben, der fügt sich meist einen größeren Schaden zu. Denn das Zahnfleisch wird dadurch nur gereizt. Es kann zu Blutungen kommen und es können Entzündungen entstehen.

Diese Entzündungen können sich dann im schlimmsten Fall als Infektionen im ganzen Körper ausbreiten.

Aber auch wenn das nicht eintrifft, so kann man seinem Zahnfleisch einen nicht mehr zu behebenden Schaden zufügen. Denn durch die Entzündungen kann das Zahnfleisch zurückgehen. Und das wiederum führt zu freiliegenden Zahnhälsen, die nun nicht mehr durchs Zahnfleisch geschützt sind. Dadurch können die Zähne leichter durch Kariesbakterien angegriffen werden.

Vor- und Nachteile von Handzahnbürsten

Der größte Vorteil gegenüber einer elektrischen Zahnbürste besteht darin, dass die Anschaffungs- und Haltungskosten sehr gering sind. Während man für eine gute Handzahnbürste etwa drei Euro bezahlt, müssen für eine elektrische Zahnbürste mindestens 30 Euro investiert werden. Dazu kommen noch die Bürstenkopfe, welche regelmäßig erneuert werden müssen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Handzahnbürste nicht über Strom oder Batterie betrieben wird. Sie ist somit flexibel und überall einsetzbar.

Wird die Handzahnbürste nicht richtig verwendet, kann sich das falsche Putzen negativ auf die Zahngesundheit auswirken. Falsche Putzgewohnheiten verhindern, dass Beläge ausreichend entfernt und so Karies vorgebeugt wird.

Um das Zahnfleisch nicht zu verletzen, muss zudem die passende Borstenstärke verwendet und mit wenig Druck geputzt werden.

Die perfekte Zahnbürste hält jedoch nicht ewig. Auch diese sollte spätestens nach drei Monaten ausgetauscht werden. Um diesen Zeitpunkt nicht zu überschreiten, werden Zahnbürsten auch mit speziellen blauen Borsten angeboten, welche mit der Zeit verblassen.

Die elektrische Zahnbürste

Auf dem Vormarsch befindet sich die elektrische Zahnbürste. Elektrische Zahnbürsten ermöglichen eine sehr gründliche und bequeme Zahnreinigung.

Das Besondere an der elektrischen Zahnbürste ist, dass die Putzbewegung nicht mehr per Hand durchgeführt werden muss, sondern der Bürstenkopf mit Hilfe eines Akkus bewegt wird. Hierbei kann der Benutzer sich ein Modell wählen, welches den B

Durch die sehr gute Reinigungswirkung lassen sich sogar Verfärbungen durch Tee, Kaffee oder ähnlichem weitestgehend beseitigen. Die Zahnreinigung ist allgemein bei richtiger Anwendung der elektrischen Zahnbürste weniger belastend für den Zahnschmelz und das Zahnfleisch.

Vor- und Nachteile von elektrischen Zahnbürsten

Die elektrische Zahnbürste hat gegenüber der Handzahnbürste eine nachweislich bessere Reinigungswirkung. Zahnbeläge, welche Karies und Zahnfleischentzündungen zur Folge haben, können gründlicher entfernt werden.

Durch die automatische Bewegung des Bürstenkopfes werden die feinen Rillen auf der Zahnoberfläche tiefer gereinigt und so Zahnverfärbungen durch Tee, Kaffee oder Nikotin gebessert.

Die Zahnbürste reinigt durch die Rotation die Zähne wie von selbst, ohne großen Druck. Besonders für Patienten mit Zahnfleischproblemen ist dies von Vorteil.

Der größte Nachteil der elektrischen Zahnbürste ist der hohe Anschaffungspreis. Neben der einmalig hohen Investition für das Gerät sind auch die Wechsel-Bürstenköpfe nicht günstig.

Da elektrische Zahnbürsten mit Batterien oder Akkus betrieben werden, müssen immer Ersatzbatterien oder eine Stromquelle vorhanden sein, um das Gerät zu verwenden. Die Entsorgung dieser Antriebe schädigt zudem die Umwelt.

Teilweise warnen Zahnärzte vor dem Gebrauch elektrischer Zahnbürsten, da eine Auf- und Abbewegung besser für den Zahnschmelz ist als die Rotation des elektrischen Bürstenkopfes. Dies ist allerdings nur bei falscher Handhabung eine Gefahr.

Die richtige Zahnbürste für Kinder

Eine gute Zahnpflege in der Kindheit ist der Grundstein für gesunde Zähne bis ins Erwachsenenalter. Daher ist es besonders wichtig, dass Eltern auf die Mundhygiene ihrer Kinder achten. Besondere Beachtung sollte man hierbei der richtigen Zahnbürste widmen. Nicht jede Zahnbürste ist für Kinder geeignet.

Die Zahnbürste

Da Kinder die Zahnbürste noch nicht richtig greifen und festhalten können, sollte auf einen dicken Griff geachtet werden. Dieser kann zusätzlich über einen Gummibezug verfügen, sodass die Bürste nicht aus der Hand rutscht. Liegt die Zahnbürste gut in der Hand, lässt sich ein besseres Putzergebnis erzielen.

Der Borstenkopf sollte eher kurz sein, das heißt nicht länger als zwei Zentimeter. So können auch die hinteren Backenzähne erreicht werden.

Normale Zahnbürsten für Erwachsene sind für den kleineren Kiefer auf keinen Fall geeignet. Der Kopf sollte mit vielen einzelnen Borstenbüscheln ausgestattet sein. Bevorzugt sollten abgerundete Kunststoffborsten verwendet werden.

Als Alternative zur Kinderhandzahnbürste kommen auch elektrische Zahnbürsten in Frage. Auch hier sollte grundsätzlich auf die gleichen Kaufkriterien wie bei einer Handzahnbürste für Kinder und auf die angepasste Drehgeschwindigkeit geachtet werden.

Das Design

Kein Kind putzt sich gern die Zähne. Es sollte daher darauf geachtet werden, dass die Zahnbürste kindgerecht designt ist. Es werden viele verschiedene Designs mit

angeboten. Mit einer farbenfrohen Putzhilfe wird nicht nur das Kind zum Putzen motiviert, sondern auch die Überzeugungsarbeit für die Eltern erleichtert. Es ist von Vorteil, wenn das Kind beim Kauf der Zahnbürste dabei sein kann und sich ein Modell aussuchen darf.

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