30. Juni 2009
Schon im alten Ägypten war eine Behandlung beliebt, die wir heute als Peeling bezeichnen. Grundsätzlich gibt es drei Arten von Peeling, von denen nur eine für die Anwendung zu Hause geeignet ist.
Der Begriff Peeling kommt vom englischen Wort to peel, was schälen bedeutet. Und genau das passiert beim Peelen, je nach Tiefe wird die oberste, die tiefe oder die gesamte Hautschicht abgetragen. Beim mitteltiefen Peeling wird die gesamte oberste Hautschicht entfernt. Dies wird von der Kosmetikerin, die das Peeling durchführt, vorbereitet. Die Haut braucht nach dieser Behandlung eine Woche, bis sie abheilt. Das tiefe Peeling trägt die komplette Hornschicht bis zur Kollagenschicht ab. Aufgrund der schwere der Hautverletzungen, die dabei entstehen, ist diese Behandlung in Europa nicht üblich.
Die verbreitetste Peelingart ist das oberflächliche Peeling, das auch Mikrodermabrasion genannt wird. Bei dieser Behandlung wird nur die oberste Hautschicht entfernt, dadurch kann das Peeling problemlos zu Hause angewandt werden. Durchgeführt kann diese Art des Peelings durch verschiedene Mittel wie etwa Salz, Zucker, Bürsten, Massagehandschuh, Sand, Tonerde oder einfachen Kaffeesatz. Im Handel sind jedoch auch spezielle Peelingprodukte, die aus einer Waschlotion bestehen, die mit Peelingpartikeln angereichert wurde. Zur Herstellung werden häufig Kunststoffpartikel benutzt, jedoch auch zerstoßene Kerne von Pfirsichen oder Aprikosen.
Das Peeling hat eine Reihe von positiven Wirkungen auf das Hautbild so:
- strafft es erschlafftes Hautgewebe
- frischt einen schlechten Teint auf
- hilft gegen Pigmentflecken
- reduziert Falten und Fältchen
- hilft bei bestimmten Formen der Akne
- bekämpft verhornte Hautstellen, wie sie etwa am Ellenbogen auftreten
- mindert Dehnungs- und Schwangerschaftsstreifen
Jedoch sollte ein Peeling nicht öfter als einmal pro Woche durchgeführt werden.
Das oberflächliche Peelen der Haut birgt kaum Risiken und kann ganz bequem daheim unter der Dusche durchgeführt werden. Allerdings wird durch zu häufige Anwendung oder durch eine zu intensive Bearbeitung der Haut die Verhornung angeregt. Das heißt, die Haut reagiert auf die mechanische Reizung, indem sie vermehrt Horn produziert, um sich selbst zu schützen. Dieser körpereigene Schutzmechanismus ist durchaus sinnvoll, wenn es beispielsweise um den Schutz der Fußsohle geht. Am Körper ist dieser Effekt jedoch nicht erwünscht, deshalb sollte bei der Verwendung eines Peelings darauf geachtet werden, dieses nur mit sanftem Druck auf der Haut zu verreiben.
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