28. Juli 2009
Besonders Frauen stellen sich häufig die Frage, ob es ausreichend ist, den Intimbereich mit Wasser zu waschen oder ob man stattdessen spezielle Pflegeprodukte verwenden soll. Im Drogeriemarkt findet sich ein breites Angebot von Produkten, die zur Pflege dieses empfindlichen Bereichs gedacht sind, sie können jedoch unter Umständen mehr schaden als nützen.
Die Intimpflege hat gerade für die Frau einen großen Stellenwert, denn nicht wenige Frauen leiden unter der Angst, sie könnten im Intimbereich unangenehm riechen. Das hat zur Folge, dass im Handel zahlreich Produkte erhältlich sind, die bei der Intimpflege helfen sollen. So etwa wie parfümierte Slipeinlagen, deren Verwendung jedoch bei empfindlichen Frauen zu starken Hautreizungen führen kann. Die meist angebotenen Pflegeprodukte sind jedoch Waschlotionen, die laut Werbung versprechen Frauen ein sauberes und sicheres Gefühl zu geben, wenn man sie nur täglich anwendet.
Damit Frau entscheiden kann, ob sie diese Produkte verwendet, sollte sie sich zunächst darüber im klaren sein das eine gesunde Scheidenflora von unzähligen kleinen Milchsäurebakterien besiedelt ist. Diese aus verschiedenen Arten bestehende Besiedlung wird unter dem Namen Döderlein-Bakterien zusammengefasst. Durch die Besiedlung mit diesen Bakterien, ist der Platz den schlechte, ungesunde Bakterien einnehmen könnten schon besetzt. Die Döderlein-Bakterien haben somit eine Art Stellvertreterfunktion, mit der sie eine Erkrankung beispielsweise durch eine Pilzinfektion verhindern. Zusätzlich stellen die Bakterien noch ein saures Milieu in der Scheide her. Denn Bakterien benötigen für ihre Stoffwechselvorgänge Zucker, welcher von den Döderlein-Bakterien in Milchsäure umgewandelt wird. Solange dieses körpereigene Schutzsystem im Gleichgewicht ist, sind Frauen vor der Infektion mit Pilzen oder anderen Bakterien höchst wirksam geschützt.
Problematisch wird es, wenn das Scheidenmilieu aus dem Gleichgewicht gerät. Dies kann durch eine Erkrankung der Frau hervorgerufen sein, aber auch durch die Zerstörung der Scheidenflora durch äußere Umstände. Etwa wenn die Scheide mit einer Waschlotion gewaschen wird. Um dies zu vermeiden, sollte die Scheide niemals von innen mit Wasser oder speziellen Pflegeprodukten ausgewaschen werden. Es gibt zwar Waschlotionen, deren pH-Wert genau dem der Scheide entspricht, jedoch sollte Frau bedenken, dass diese Produkte zahlreiche andere Chemikalien enthalten, wie etwa Duftstoffe oder Konservierungsmittel. Diese können, wenn sie in die Scheide eingebracht werden, ebenso die Scheidenflora zerstören. Zudem ist es ausreichend die Scheide einmal am Tag mit klarem Wasser abzuwaschen.
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