Wie Tränensäcke entstehen können

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  • von Paradisi-Redaktion

Tränensäcke, geschwollene Augen und Augenringe - häufig ein ästhetisches Problem, unter dem die Betroffenen leiden. Die Entstehung von Tränensäcke und Co. kann sehr vielfältige Ursachen haben. Hautärzte, Augenärzte und Schönheitschirurgen bieten unterschiedliche Therapiemöglichkeiten zur Bekämpfung des häufig störenden und lästigen Hautproblems.

Nahaufnahme rechtes Auge einer älteren Frau

Tränensäcke sind ausgeprägte Schwellungen unterhalb des Auges. Sie entstehen durch die Veränderung des Fettgewebes im Unterlid. Weitere Ursachen können Hauterschlaffung und Hautvermehrung sein; sehr häufig entstehen Tränensäcke auch durch Lymphstau.

Eine innere Krankheit oder Hautkrankheit sind nur in den seltensten Fällen Verursacher von Tränensäcken. Wer sehr stark unter Tränensäcke leidet sollte umgehend einen Facharzt aufsuchen. Nur der Arzt kann eine Krankheit mit Gewissheit ausschließen und die richtige Therapieform bestimmen.

Häufig sind Tränensäcke anlagebedingte Augenveränderungen, manchmal werden sie im Laufe des Lebens erworben. Die Lebensgewohnheiten spielen bei der Entstehung von Tränensäcken häufig eine große Rolle, aber auch Vererbung und der Alterungsprozess begünstigen die Bildung der Vorwölbungen.

Durch Erschlaffung des Bindegewebes

Wenn die Bindegewebsstruktur (Septum orbitale) am Unterlid erschlafft, können die ungeliebten Tränensäcke entstehen. Das Fettgewebe unterhalb des Auges wölbt sich hervor über den Unterrand der Augenhöhle (Margo inferior der Orbita). Es entstehen die sogenannten Tränensäcke.

Die Ausprägungen sind sehr unterschiedlich, bei der einfachen Form entsteht erst gar keine Vorwölbung oder sie ist kaum sichtbar. Sie zeigt sich nur durch einen Faltenwurf am Unterlid, bedingt durch den Überschuss an Unterlidhaut und Muskel (Musculus orbicularis oculi).

Durch hydrostatischen Druck

Viele Menschen leiden an einer morgendlichen Schwellung der Unterlider. Diese entstehen durch den hydrostatischen Druck im Liegen, vermehrt kommt es dabei zu Wassereinlagerungen ins Fettgewebe (Lidödem). Die Tränensäcke vergrößern sich stark, eine Besserung ist schon nach dem Aufstehen und einer Tasse Tee oder Kaffee ersichtlich.

Die permanente Unterlidschwellung entsteht meistens durch schlechte Lebensgewohnheiten. Wer wenig schläft und ständig im Stress ist, braucht sich über "dicke Augen" nicht wundern. Auch ein überhöhte Alkoholkonsum, das Rauchen und Drogenkonsum lassen Tränensäcke wachsen.

Durch Allergien und Erkrankungen

Auch wenn Tränensäcke nur in den seltensten Fällen mit einer Allgemeinerkrankung einher geht, sollte diese vor einer Therapie ausgeschlossen werden. Eine Allergie kann zeitweise zu einer Schwellung des Augenlids führen. Bei einer Schilddrüsenerkrankung wie Morbus Basedow kommt es häufig zu Einlagerungen im Fettgewebe des Augenlids.

Auch bei Nierenschäden, Herzschwäche, Unterernährung, Eisenmangel und Tumoren können Tränensäcke entstehen.

Grundinformationen und Hinweise zu Tränensäcken

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  • Bildnachweis: vision © Alexey Klementiev - www.fotolia.de

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