Die Ausrüstung und Regeln beim Streethockey

Streethockey kennt man auch unter der Bezeichnung Ballhockey. Die Regeln setzen sich aus denen des Feld- sowie denen des Eishockeys zusammen. Hinzu kommen abgeänderte sowie neu definierte Regeln. Im Bereich der Ausrüstung wurde in den letzten Jahren deutlich aufgefahren, sodass teils schon eigenes Equipment zu finden ist. Informieren Sie sich über die Regeln und Ausrüstung beim Streethockey.

Von Kathrin Schramm

Spielbetrieb in Deutschland

Streethockey ist auch als Ballhockey oder "Fieseln" bekannt, die letztere Bezeichnung ist vor allem in Südbayern gebräuchlich. In seinen Anfängen wurde das Streethockey auch als Straßenhockey bezeichnet, der Begriff ist bis heute in der Schweiz gebräuchlich.

Bis 2007 wurde der Streethockey-Spielbetrieb in Deutschland von der "Interessengemeinschaft Streethockey Deutschland" koordiniert. In Kooperation mit verschiedenen Landesverbänden wurden so auch die Turniere um die Deutsche Meisterschaft organisiert. Seit der Auflösung der IGSD im Januar 2008 wird derzeit der Deutsche Street- und Ballhockeybund (DSBHB) als Dachverband des deutschen Streethockey ins Leben gerufen.

Regelwerk und Spielfeld

Im Wesentlichen bedient sich das Streethockey der Regeln des klassischen Hockey, zum Teil auch derer des Eishockey. Jedoch sind spezielle Regeln, wie zum Beispiel die Abseitsregelung, auch angepasst und neu definiert worden.

Diese Abweichungen resultieren jedoch meist auf die anderen Anforderungen und Grundbedingungen, die die veränderte Spielsituation mit sich bringt. Das Regelwerk kann je nach Ambitionen der Spieler oder nach regionalen Gegebenheiten variieren, so dass eine eindeutige Definition nicht immer möglich ist.

Bei Turnieren sind die Spielregeln deshalb schriftlich niedergelegt, die für das entsprechende Wettkampfgeschehen als gültig vereinbart sind.

Die Regeln des Streethockey ähnenln derer des Hockey und des Eishockey
Die Regeln des Streethockey ähnenln derer des Hockey und des Eishockey

Das Spielfeld

Das Spielfeld ist zwischen 26 mal 52 und 30 mal 60 Metern groß. Eine Mannschaft wird aus einem Torwart und fünf Feldspielern gebildet. Gespielt wird vorwiegend auf harten Belägen wie Asphalt oder Beton, häufig werden auch Hartplätze vom Fußball als Spielfeld genutzt.

In einzelnen Regionen wird Streethockey prinzipiell auch auf einem kleineren Feld gespielt, und häufig passt sich die Feldaufteilung auch einfach an die örtlichen Gegebenheiten an. Ist das Feld sehr klein, so kann auch mit einer reduzierten Spielerzahl gespielt werden.

Die Ausrüstung

Durch den einsetzenden Boom beim Streethockey wird auch immer mehr neue Ausrüstung entwickelt, so dass Streethockey nach und nach zu einer richtigen Trendsportart wird.

Trikot und Schuhe

Jede Mannschaft trägt ein einheitliches, eher dünnes Mannschaftstrikot. Wichtig ist, dass die Gegner farblich gut und auf den ersten Blick voneinander zu unterschieden sind. So sind sie nicht nur für die Zuschauer, sondern auch für die eigenen Mitspieler und die Gegenspieler gut zu erkennen.

Das Streethockeyspiel wird normalerweise auf einem Hartboden wie Asphalt oder Beton ausgetragen. Daher kann es mit normalen Lauf- oder Sportschuhen gespielt werden.

Schläger, Handschuhe und Helm

Wie beim Eishockey tragen die Spieler Handschuhe und einen Helm, der den Kopf bei Stürzen vor dem Aufprall auf dem harten Untergrund schützt.

Auch das Schlaggerät, der Stock, kann direkt aus dem Eishockey übernommen werden. Die Fabrikate, die extra für das Streethockey angefertigt werden, sind meist baugleich.

Verwendete Bälle beim Streethockey

Der Ball besteht aus Hartplastik und ist meist in der Farbe Orange im Einsatz. Anfangs wurde mangels Alternativen noch mit dem Puck oder anderen kleinen Bällen gespielt, inzwischen haben die Sportartikelhersteller den Trend jedoch erkannt.

So wurden Bälle aus Materialien entwickelt, die sich insbesondere für den Einsatz auf den harten Untergründen eignen. Ebenfalls sind Bälle für das Sommer- oder Winterspiel verfügbar. Diese unterscheiden sich in der Materialbeschaffenheit insofern, dass das Material an den jeweiligen Witterungen ausgelegt ist.