Welche natürlichen Mittel helfen zur schnellen Bräune?

Sonnenhut, -creme und Palmenblatt an Pool

Auch natürliche Bräunungsbeschleuniger wie die Karotte, haben ihre Nachteile

Wer schneller braun werden möchte, ohne ein Solarium zu benutzen, kann auf Sonnenöle oder Bräunungsbeschleuniger zurückgreifen. Diese enthalten natürliche Stoffe, haben aber auch einen geringeren Lichtschutzfaktor.

Eine gebräunte Haut entspricht dem gängigen Schönheitsideal. So möchten viele Sonnenanbeter knackig braun werden, und das auch noch möglichst schnell. Doch Solarien mit ihrem künstlichen UV-Licht sind umstritten, da von ihnen Risiken für die Haut und die Gesundheit ausgehen. Eine Möglichkeit, die Bräunung auf natürliche Weise zu beschleunigen, ist der Einsatz von Sonnenölen oder so genannten Bräunungsbeschleunigern.

Bräunungsbeschleuniger

Bräunungsbeschleuniger sind, im Gegensatz zu Bräunungscremes, tiefenwirksame Mittel. Das heißt, sie wirken nicht nur an der Oberfläche, sondern auch in der Tiefe. Die Bräunungsbeschleuniger enthalten

  • natürliches Melanin,

wodurch eine gleichmäßige Bräune erzielt wird. Ein weiterer Wirkstoff ist

Die Karotte als natürlicher Bräunungsbeschleuniger
Die Karotte als natürlicher Bräunungsbeschleuniger

durch den die Durchblutung angeregt wird. Allerdings haben Bräunungsbeschleuniger den Nachteil, dass es durch die beigefügten Öle zu allergischen Reaktionen auf Sonnenlicht kommen kann. Wesentlich sicherer ist ein anderer natürlicher Bräunungsbeschleuniger:

So findet man in einem Kilo Karotten ca. 70 Milligramm Betacarotin, das zu den natürlichen Hautbräunern zählt. Am besten nimmt man die Karotten roh zu sich, aber auch gekocht sind sie wirksam.

Doch auch hier ist eine gewisse Vorsicht geboten, denn wenn man zu viele Karotten konsumiert, kann es im Laufe der Zeit zu gelblich-brauner Haut kommen. Vor allem bei Kindern sollte man aufpassen, dass sie nicht zu viele Karotten zu sich nehmen. In Maßen genossen, treten jedoch keinerlei Probleme auf.

Auch ohne UV-Strahlung knackige Bräune möglich?

Frau im Mantel hebt Sonnenbrille hoch und lächelt in Kamera
front view of female face with sunglasses on white background © Imagery Majestic - www.fotolia.de

Viele Menschen legen sich stundenlang in die Sonne, oder benutzen eine Sonnenbank, um ihre Haut zu bräunen.

Aber beide Möglichkeiten sind mit einem gewissen Risiko verbunden, durch die UV-Strahlung an Hautkrebs zu erkranken. Jetzt haben amerikanische Wissenschaftler eine Möglichkeit herausgefunden, mittels eines molekularen Schalters den natürlichen Bräunungsprozess der Haut zu steuern, wobei hier die Pigmentproduktion gezielt beeinflusst wird.

Das ganze geschieht auch ohne die schädliche UV-Strahlung. Bei ihren Versuchen mit Labormäusen konnten die Forscher erste Erfolge erzielen und suchen jetzt nach den entsprechenden Substanzen, die auch in die Haut von Menschen eindringen und dort ein bestimmtes Enzym deaktivieren können und so zu einer verstärkten Pigmentierung der Haut führt, aber hierbei sollen keine Schäden in den Zellen entstehen.

Trink dir Sonnenbräune an: Sun Water ist der neue Renner in Frankreich

Junge blonde Frau trinkt Fruchtsaftgetränk, neben ihr liegen helle Trauben
drinking © Amir Kaljikovic - www.fotolia.de

Es klingt so einfach wie unglaublich: Neun Tage lang einen halben Liter "Sun Water" trinken und wunderschöne Sonnenbräune bekommen. Doch in Frankreich funktionert es: Dort ist die Sun Water genannte Bräune zum Trinken der große Verkaufshit des Sommers in Drogerien und Apotheken.

Sun Water besteht aus Mineralwasser das mit Beta-Karotin, Lykopin, Q10, Vitamin C und Aloe Vera versetzt wurde und muss neun Tage lang getrunken werden. Hauptwirkstoff des Trunks ist das Beta-Karotin das u.a. auch im Karotten vorkommt und die Melaninproduktion der Haut anregt. Natürlich ist nach neun Tagen keine Sonnenbräune zu erwarten wie nach drei Wochen Karibikurlaub, doch für einen angenehmen sommerlichen Teint reicht es allemal.

In Deutschland wird Sun Water jedoch vermutlich nur in den Galéries Lafayette in Berlin erhältlich sein. Deutsche Frauen werden sich auch weiterhin mit Bräunungscremes und -sprays helfen müssen.

Gesunde Bräune ganz ohne UV-Licht? Forscher entwickeln einen Wirkstoff für die Melanin-Produktion

Durch Blockierung des Enzyms SIK zu einer Bräune ganz ohne Sonnenlicht

Frau mit einer ungebräunten und einer gebräunten Gesichtshälfte
beautiful woman with half face tanned © Syda Productions - www.fotolia.de

Wer trotz hellem Teint eine Sommerbräune möchte, muss im Sommer an die frische Luft und im Winter ins Solarium. Das könnte sich jedoch in einigen Jahren ändern, denn Forscher haben eine Möglichkeit entwickelt, wie jeder ganz ohne UV-Strahlung zur Hautbräunung gelangt.

US-Forscher experimentieren bereits seit über einem Jahrzehnt, wie man die Produktion von Melanin ganz ohne UV-Licht steigern kann. Melanin ist das Hormon, das bei Sonnenstrahlung ausgeschüttet wird und die Haut dunkler färbt. Für den Körper ist das ein Schutzmechanismus, damit weniger Gewebe durch Sonnenstrahlung beschädigt wird.

Der 2006 vorgestellte Wirkstoff namens Forskolin spricht die Rezeptoren für die Melaninherstellung an, sodass die Haut sich wie von selbst bräunt. Erste Versuche mit Mäusen zeigten damals die Wirksamkeit des Mittels. Es war jedoch nicht für den Menschen nutzbar, denn nur bei Tieren mit Fell funktioniert die lokale Verabreichung.

Der Grund: Die Haut von Mäusen und anderen Fellträgern besitzt eine vergleichsweise schwache Barrierefunktion. Beim Menschen ist diese viel stärker ausgeprägt, denn die Evolution hat so den Mangel an Fell ausgeglichen.

Die Lösung: ein SIK-Hemmer

Entsprechend müssten Menschen den Wirkstoff Forskolin als Medikament schlucken. Dabei befürchten die Forscher aber Nebenwirkungen, da der Stoff nicht nur lokal auf der Haut wirkt, sondern im ganzen Körper aktiv werden kann.

Die Forscher ließen sich nicht entmutigen und suchten nach einem neuen Weg. Das Enzym SIK könnte nun die Antwort sein. Man fand heraus, dass es notwendig ist, um die Produktion von Melanin zu gewährleisten. Würde man SIK blockieren, käme es entsprechend zu einer erhöhten Ausschüttung und damit Bräunung der Haut.

Das Wichtige dabei: Ein SIK-Hemmer muss weder gespritzt noch oral eingenommen werden. Es genügt die lokale Auftragung auf die Haut. Binnen kurzer Zeit zeigt sich eine Bräune wie nach dem Sonnenbad und sie verschwindet mit den Wochen auch wieder. Die Vorgänge in der Haut laufen exakt wie beim klassischen Sonnenbad ab. Studien sollen jetzt die Verträglichkeit testen.

Sonnenöle

Zu den gängigsten Methoden für eine schnelle Bräune gehört der Einsatz von Sonnenölen. Durch das Öl wird ein Fettfilm auf die Haut gelegt, sodass es dadurch zu einem positiven Effekt für diese kommt. Zudem beschleunigen die Öle die Bräunung.

Vor allem Kinder und hellhäutige, sonnenempfindliche Menschen sollten daher lieber auf Sonnenöle verzichten.

Da jedoch der Lichtschutzfaktor geringer ist als bei einer Sonnencreme, ist die Gefahr eines Sonnenbrandes deutlich höher.

Auch Olivenöl kann als Sonnenöl eingesetzt werden. Weitere Infos dazu erhalten sie hier.

Gebräunte Haut durch synthetisches Mittel Melanotan II mit Gefahr für die Gesundheit

Roter Mund mit Pille auf der Zunge
medicine dose © Graça Victoria - www.fotolia.de

Viele Menschen wollen unter allen Umstanden gut aussehen und achten dabei nicht auf gesundheitliche Folgeschäden. So spritzen sich einige mit der synthetischen Substanz Melanotan II, die eine Hautbräunung erzeugt. Aber dieses Mittel ist weder geprüft, noch als Arzneimittel zugelassen. Besonders viele Briten bestellen dieses Mittel über das Internet.

Man hat schon in früheren Studien festgestellt, dass dieses Mittel auch zu Übelkeit und zu einem verstärkten Bedürfnis zum Gähnen und Strecken führt. Bei Männern ist als angenehme Nebenwirkung ein stärkeres Lustgefühl festgestellt worden. Aber amerikanische und britische Behörden für die Zulassung von Arzneimittel warnen eindringlich vor diesen illegalen Mitteln für die Hautbräunung, weil diese oftmals auch nicht steril verpackt sind.

Melanotan - ein illegales Medikament aus dem Internet versetzt Ärzte in Alarmbereitschaft

Neues Medikament "Melanotan" versetzt Männer in Aufregung, doch Ärzte warnen davor

Nahaufnahme jemand setzt sich eine Spritze
der goldene Schuß © Imaginis - www.fotolia.de

„Melanotan“ heißt ein neues Mittel, das männliche Träume wahr machen soll. Der Hersteller verspricht, dass dieses Hormonpräparat dem Anwender bei jeder Traumfrau landen lässt. Das Mittel wird unter die Haut gespritzt und sorgt da für einen künstlich herbeigeführten dunkleren Teint.

Das Mittel kann aber angeblich noch mehr: wie von selbst lässt es unerwünschte Kilos verschwinden, sodass man nur noch männliche Muskeln und kein Fett mehr sieht. Ganz nebenbei steigert es dann auch noch die Libido, damit einem nächtlichen Abenteuer nichts mehr im Wege steht.

"Melanotan" alles andere als harmlos

Diese Versprechen versetzen Ärzte in Alarmbereitschaft, denn „Melanotan“ ist kein legales Medikament. Es kommt aus dem Internet und hat keine medizinische Prüfstelle durchlaufen. Ein Medikament zu benutzen, dass nirgendwo auf der Welt zugelassen ist, ist höchst riskant.

Mediziner haben erste Studien zu dem Mittel gemacht und warnen nun vor den Nebenwirkungen. In Melanotan steckt ein künstliches Hormon, das sich an ein menschliches Hormon anlehnt. Melanozyten bewirkt in uns, dass die Haut sich bei viel Sonne dunkler färbt, um sich vor Schäden zu schützen. Dem Körper dieses Hormon aber künstlich zuzuführen, ist riskant, da die Auswirkungen nicht klar sind.

Tatsache ist, dass viele Anwender berichtet haben, dass sie sich wegen „Melanotan“ erbrechen mussten, Kreislaufprobleme bekamen und auch Rötungen der Haut entstanden.

Injektionsbehandlung

Eine weitere Variante zur schnellen Bräune ist eine Injektionsbehandlung. Dabei wird das Hormon MSH unter die Haut injiziert, wodurch es zur Stimulierung von Melanin kommt. Bei dieser Behandlung wird zehn Tage lang täglich eine Injektion verabreicht.

Durch die Anregung der Melanin-Produktion kommt es schneller zu einem Bräunungseffekt. Allerdings können durch die Behandlung mit MSH Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Müdigkeit auftreten.

Mini-Implantat regt Haut zur Bräunung an und schützt sie gleichzeitig vor UV-Strahlung

Das ganze Jahr über schön gebräunte Haut haben, ganz ohne Sonne oder Solarium. Was sich anhört wie ein weit entfernter Zukunftstraum könnte schon im nächsten Jahr Realität sein, denn die australische Pharmafirma Clinuvel hat ein reiskorngroßes Mikro-Implantat entwickelt, das an der Hüfte unter die Haut gespritzt wird.

Das Implantat namens "Scenesse" enthält das Hormon Melanotan, das den Körper zur Produktion von Melanin anregt. Melanin wird normalerweise vom Körper bei Sonnenstrahlung ausgeschüttet und sorgt für die Braunfärbung der Haut, sodass sie für die gefährlichen UV-Strahlen nicht mehr so anfällig ist. Auf diese Weise könnte die Haut ohne gefährliche UV-Strahlung gebräunt und zusätzlich vor der Sonne geschützt werden.

Allerdings wird Scenesse nur für die Behandlung bestimmter Hautkrankheiten zugelassen. Eine Zulassung zum kosmetischen Einsatz wird es in naher Zukunft nicht geben. In Deutschland soll das Mikro-Implantat bereits ab kommendem Jahr bei Patienten zum Einsatz kommen.

Grundinformationen und Hinweise zum Bräunen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Poolside © Springfield Gallery - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: karotte © Simon Ebel - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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