19. Juli 2007
Die Finnen haben es vorgemacht: ein Saunagang wird auch in Deutschland immer beliebter. Ob in der privaten Sauna daheim oder in einer öffentlichen, der Saunaaufguss ist stets der Höhepunkt eines jeden Ganges.
In einer öffentlichen Sauna wird er vom Saunameister durchgeführt, der genau darauf achtet, dass die Aufgüsse nicht überdosiert werden. Passiert dies, so kann es zu Gefährdung der Gäste durch Kreislaufkollaps oder gar Verbrühungen kommen – was rechtliche Maßnahmen für den Betreiber der Sauna und das Personal mit sich bringt. Selbst, wenn manche Saunagänger nach Überdosierungen verlangen, muss hier auf das richtige Maß geachtet werden. In öffentlichen Einrichtungen kann der Aufguss, je nach Größe der Sauna, stündlich oder sogar halbstündlich erfolgen.
Zum Aufgießen wird Wasser genutzt, welchem ein Aufgussmittel wie ein Duft- oder Aromastoff beigemischt wird. Hier werden sowohl ätherische Öle wie Eukalyptus oder Pfefferminz als auch synthetisch fabrizierte Düfte genutzt. Letztere können sehr angenehme und fruchtige Aromen abgeben, während die Öle eine gesundheitsfördernde Wirkung besitzen. Manchen Saunabesuchern können spezielle Gerüche allerdings unangenehm sein, von daher kann der Aufguss auch mit reinem Wasser stattfinden. Das Mischungsverhältnis ist vorgegeben, die Herstellerangaben sollten nicht missachtet werden um Reizungen zu vermeiden. Es wird direkt auf die heißen Steine der Sauna gegeben und der entstehende Wasserdampf wird mit Hilfe eines Tuches wedelnd verteilt. In der sonst trockenen Luft der Sauna wird somit eine hohe Luftfeuchtigkeit erreicht, die sich zunächst im oberen Teil des Raumes ansiedelt, da der Wasserdampf vorerst nach oben abzieht. Nach und nach sinkt er ab und verteilt sich auf die übrigen Bereiche des Raumes. Die Luftfeuchtigkeit sinkt nun stetig ab und erreicht nach ungefähr fünf Minuten die vor dem Aufguss herrschende Konzentration. Dies wird zum einen durch die Bildung von Niederschlag an kühleren Flächen als die sie umgebende Luft wie Fußboden oder Haut erreicht, zum anderen absorbieren die Holzflächen der Wände den Wasserdampf.
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