26. November 2009
Als Periostmassage oder Knochenhautmassage bezeichnet man eine spezielle Reflexzonenmassage. Dabei übt man starken, direkten Druck auf die Knochenhaut aus.
Ziel und Zweck einer Periostmassage, die man auch als Periostbehandlung oder Knochenhautmassage bezeichnet, ist die Behandlung von verschiedenen Beschwerden und Erkrankungen. Bei dieser speziellen Form von Reflexzonenmassage werden rhythmische und punktförmige Druckbewegungen auf die Knochenhaut ausgeübt, um dadurch unter anderem die Nervenreflexe zu stimulieren. Als Druckbehandlung zählt die Periostmassage zu den Reflexzonenmassagen.
Die Periostmassage ging aus den indischen Massagetechniken des Ayurveda und dem Yoga hervor. Daher gilt sie auch als Spezialmassage. Ziel der Massage ist die Ausübung von heilsamen Reizen auf die Knochenhaut (Periost), ohne die darüber befindliche Muskulatur zu beeinflussen. Die Wirkung zeigt sich in einer lokalen Schmerzlinderung an den inneren Organen. Die Massage soll zudem die Herztätigkeit und die Atmung der zu massierenden Person positiv beeinflussen. Es wird vermutet, dass die Wirkung der Periostmassage durch die Ausschüttung von Endorphinen an der Knochenhaut entsteht. Da die Periostmassage über eine spezielle, genau anzuwendende Technik verfügt, dürfen sie nur ausgebildete Fachleute durchführen.
Zur Anwendung kommen kann eine Periostmassage bei zahlreichen Beschwerden oder Erkrankungen. Dazu gehören vor allem Schmerzen bei Arthrosen, Fibromyalgien und Rückenbeschwerden. Weitere Anwendungsgebiete sind chronische Atemwegserkrankungen, Angina pectoris, Durchblutungsstörungen sowie chronische Kopfschmerzen und Migräne. Zudem lassen sich durch die reflektorische Wirkung auch Magen-Darm-Beschwerden, Zwölffingerdarmgeschwüre sowie Blasenleiden behandeln.
Nicht durchgeführt werden darf die Periostmassage hingegen bei akuten Entzündungen, Verletzungen, Osteoporose (Knochenschwund) oder bei Krebserkrankungen, da es durch die starke Ausübung von Druck zum Wachstum der Tumore kommen kann. Eine weitere Kontraindikation ist die Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten.
Da die Periostmassage zu den anerkannten Therapien gehört, übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Behandlung.
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