Zur Behandlung von verschiedenen Krankheiten und Beschwerden kann das Schröpfen angewandt werden. Dafür werden so genannte Schröpfköpfe am Rücken angebracht.
Die Durchführung einer Schröpfbehandlung dauert in der Regel etwa 30–45 Minuten. Das Schröpfen wird vor allem am Rücken vorgenommen. Zunächst wird das Schröpfglas bzw. der Schröpfkopf erhitzt, um einen Unterdruck zu erzeugen. Danach setzt der Therapeut die Schröpfköpfe auf die zu behandelnden Stellen der Rückenhaut.
Bei dem blutigen Schröpfen werden die entsprechenden Stellen vor dem Aufsetzen der Schröpfgläser angeritzt. Durch die Prozedur kommt es zu einer stärkeren Durchblutung des Gewebes. Außerdem wird das vegetative Nervensystem stimuliert. Durch den entstehenden Sog an der Haut kommt es oftmals zur Bildung von Bläschen oder Blutergüssen (Hämatome), die aber als nützlich angesehen werden.
Eine weitere Variante ist die Schröpfmassage, die mit Öl und Schröpfgläsern neben der Wirbelsäule ausgeführt wird und die die Durchblutung des Gewebes anregen soll.
Nebenwirkungen des Schröpfens sind vor allem Blasenbildung und Blutergüsse. Beim blutigen Schröpfen besteht zudem die Gefahr von Narbenbildung und Wundheilungsstörungen.
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