Unterschiedliche Anwendungsgebiete und Durchführung einer Mutter-Kind-Kur

Mutter und Kleinkind sind im Schwimmbad, Kind ist am Rand und hält Wasserspielzeug, Mutter schaut zu Kind

Behandlungsplan und spezielle Schwerpunktkuren als Rehabilitationsmaßnahme - Informationen zur Kostenübernahme durch die Krankenversicherung

Als Mutter-Kind-Kur oder Mutter-/Vater-Kind-Kur wird eine Sonderform von stationären medizinischen Vorsorge-oder Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter und Väter bezeichnet. Dafür stehen zahlreiche Kur-Maßnahmen zur Verfügung. Diese Kur dauert in der Regel drei Wochen und dient zur Regeneration.

Ziel und Zweck

Ziel und Zweck einer Mutter-Kind-Kur, die auch als Mutter-/Vater-Kind-Kur bezeichnet wird, sind stationäre Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahmen bei Menschen, die eine Erziehungsverantwortung wahrnehmen und unter gesundheitlichen Problemen leiden. Dies sind vor allem Mütter, aber auch Väter oder in manchen Fällen die Großeltern.

Wichtiges Ziel einer Mutter-Kind-Kur ist die Behandlung und Linderung von Krankheiten oder Beschwerden der Patienten. Zudem wird gemeinsam mit den Patienten ein Konzept entwickelt, um einen nachhaltigen Erfolg der Kur-Maßnahmen zu gewährleisten. Zu einer Mutter-Kind-Kur gehören umfangreiche und ganzheitliche Behandlungsprogramme sowohl für physische als auch für psychische Probleme.

Wissenswertes zur Mutter-Kind-Kur

Mutter hält Baby im Arm, küsst es auf Wange
mother's kiss © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Wenn einen der Alltag mit Kind überfordert und man die Müdigkeit nicht mehr loswird, sollte unter Umständen eine Mutter/Vater-Kind-Kur in Erwägung gezogen werden. Dabei handelt es sich um einen meist dreiwöchigen Aufenthalt in einer Reha-Klinik, bei dem Mutter bzw. Vater wieder zu Kräften kommen können und Unterstützung und Beratung bei der Pflege und Betreuung ihres Kindes erhalten.

Den Antrag bei der Krankenkasse kann jeder stellen, dann ist ein ärztliches Attest nötig aus dem ersichtlich wird, dass zu einer solchen Kur geraten wird. Es gibt auch Kuren, die allein für den jeweiligen Elternteil gelten und ohne das Kind wahrgenommen werden können.

Zu den Programm- und Behandlungspunkten einer Mutter-Kind-Kur gehört unter anderem Physiotherapie, Gesprächsrunden sowie weitere unterstützende Maßnahmen, die speziell auf die jeweilige Person zugeschnitten werden. Die Altersbegrenzung bei den Kindern liegt in der Regel bei zwölf Jahren. Dabei ist es auch möglich, mit mehr als einem Kind zu einer solchen Kurklinik zu fahren.

Wenn Mutti Kraft tanken muss - Telefonische Beratung zur Mutter-Kind-Kur

Frau steht draußen und telefoniert mit ihrem Handy, hat einen skeptischen Blick
Unhappy woman talking on a phone, outside background © pathdoc - www.fotolia.de

Mütter sind das Herzstück einer Familie. Sie gehen unzähligen Beschäftigungen nach, die von der Kindererziehung über das Eheleben bis hin zum umfangreichen Haushalt reichen und all das oftmals noch neben dem eigentlichen Beruf. Es ist nicht verwunderlich, dass diese Frauen auch mal an ihre Grenzen stoßen.

Aus diesem Grund wurden die Mutter-Kind-Kuren als auch die Mütterkuren ins Leben gerufen. Eine Vorsorge- als auch Rehamaßnahme, welche von den gesetzlichen Krankenkassen getragen wird. Frauen sollen bei den Kuren die Möglichkeit bekommen, sich zu regenerieren, Kraft zu tanken und vom Alltag abzuschalten.

Eine Statistik des Müttergenesungswerk belegt, dass 81 Prozent der Mütter am Anfang einer solchen Kur an psychosomatischen Störungen leiden: Burn-Out, Erschöpfung und Belastungszustände.

Noch immer sind es die Frauen, die die größte Verantwortung im Familienalltag tragen. Zwar finden 69 Prozent aller Frauen es wichtig, dass sich die Hausarbeit geteilt wird. Die Realität sieht leider anders aus. In nicht einmal jeder dritten Familie wird dies auch praktiziert.

Mütter, die sich für eine Mutter-Kind-Kur oder auch eine Mütterkur interessieren, können sich unter den 0180-1400140 bei der KAG Müttergenesung informieren. Die KAG Müttergenesung ist die größte Vereinigung von Kliniken und Beratungsstellen im Müttergenesungswerk.

Anwendungsgebiete

Notwendig werden kann eine Mutter-Kind-Kur aus medizinischen oder psychosozialen Gründen. Dies ist der Fall, wenn Mutter/Vater oder Kind kurbedürftig sind oder wenn die Trennung von Mutter/Vater bei dem Kind zu psychischen Schäden führt oder keine anderweitige Betreuungsmöglichkeit für das Kind besteht.

Auch nach schweren Erkrankungen oder bei schwerwiegenden persönlichen Problemsituationen kann eine Mutter-Kind-Kur erforderlich sein.

Zu den medizinischen Indikationen für eine solche Kur gehören u.a.:

Kindlichen Stress während einer Mutter-Kind-Kur behandeln lassen

Heil- und Erlebnispädagogik zur Behandlung von kindlichem Stress

Gruppe von Kindern sitzt am Tisch und malt mit Wasserfarben
children painting © picsfive - www.fotolia.de

Stress als Schlagwort des heutigen Zeitalters macht auch nicht vor den Kindern halt. Schon als Kleinkind entstehen familiäre oder körperliche und soziale Belastungen, die bei den Kleinsten mitunter zu massiven Stressanzeichen führen können.

Mutter-Kind-Kur zur Behandlung von kindlichem Stress

Eine eingeschränkte Kontaktfähigkeit, Ängste, Schlafstörungen, Bauch- und Kopfschmerzen, sowie eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen sind nur einige der möglichen Auswirkungen der stressigen Situationen im Leben des Kindes. Eine Mutter-Kind-Kur kann hier eine sehr gute Möglichkeit sein, um dem Kind dank verschiedener Therapie dabei zu helfen sich wieder stressfreier zu fühlen.

Eine sehr effektive und schöne Möglichkeit stellt hierbei die Heil- und Erlebnispädagogik dar. Im Rahmen verschiedener Behandlungen kommen zum Beispiel ausgebildete Tiere zum Einsatz, die bei den Kindern zu einer Vielfalt an Veränderungen führen können. Bestandteile der "tierischen Therapie" sind unter anderem das Erlernen von Vertrauen, Konsequenz oder auch Geduld und dem Abbau der kindlichen Ängste.

In der Regel sind diese Kurplätze sehr begrenzt, da nur wenige Kurbetriebe sich auf eine derartige Therapie konzentrieren. Informationen über mögliche Kurbetriebe finden sich im Internet oder auch bei einer der Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände.

Eine Mutter-Kind-Kur hilft, sich erfolgreich von den Strapazen des Alltags zu erholen

Gestresste Geschäftsfrau beim Arbeiten am Laptop, auf ihrem Schoß sitzt ein weinendes Kind
Mutter und Kind bei der Arbeit Serienbild 10 © dirkkoebernik - www.fotolia.de

Familie und Beruf zu vereinen, stellt für viele Mütter und Väter in Deutschland ein ernst zu nehmendes Problem dar. Denn nicht selten äußert sich dies in Erschöpfung, Burn-Out, Depressionen, Rücken- und Kopfschmerzen sowie Ess- und Schlafstörungen.

Abhilfe kann hier eine Mutter-Kind bzw. Vater-Kind-Kur schaffen, die Betroffene alle vier Jahre in Anspruch nehmen können, sofern diese als medizinisch notwendig erachtet wird.

Wer also eine solche Behandlung in Erwägung zieht, sollte sich am besten in einer der bundesweit 1.400 Beratungsstellen des Müttergenesungswerkes kostenlos über die Voraussetzungen, die Erwartungen und die Finanzierung der Kur beraten lassen.

Denn nichts ist für die Entwicklung unserer Kinder wichtiger als eine gesunde und intakte Familie.

Viele Kinder aus Mutter-Kind-Kuren haben Behandlungen nötig

Mutter hält junge Tochter auf dem Arm, beide lächeln in Kamera
Glücklich © Simon Ebel - www.fotolia.de

Unter den Teilnehmern einer Mutter-Kind-Kur sind nicht nur Mütter, die dringend Behandlungen nötig haben, auch die Kinder leiden stark unter den alltäglichen Belastungen, die auch ihre Gesundheit gefährden und müssen daher unbedingt therapiert werden. Doch leider genehmigen nur die wenigsten Krankenkassen eine solche Kur und übernehmen auch die Kosten dafür.

Das Müttergenesungswerk bietet in seinen 77 Einrichtungen in ganz Deutschland Kuren für Mütter mit Kindern an und stellt immer wieder fest, dass fast zwei Drittel der teilnehmenden Kinder neben psychischen auch gesundheitliche Probleme haben. In den meisten Fällen (28%) handelt es sich dabei um Atemwegserkrankungen. Neben der Therapie bieten die Einrichtungen auch Freizeitaktionen an, die die Bindung zwischen Mutter und Kind stärken. Die Kinder werden außerdem von Fachleuten betreut und erhalten Unterstützung bei schulischen Aufgaben.

Mutter-Kind-Maßnahme: sicheres Zurechtfinden für Hör- oder Sehbehinderte

Katholische Arbeitsgemeinschaft (KAG) unterstützt seh- und hörbehinderte Mütter

Nahaufnahme rechte Hand liest Blindenschrift
braille text reading © Roman Milert - www.fotolia.de

Wenn eine Frau ein Kind auf die Welt bringt, möchte sie daraufhin oftmals das Angebot einer Mutter-Kind-Kur in Anspruch nehmen. Dafür gibt es verschiedene Kliniken, die Reha-Angebote für Mutter und Nachwuchs anbieten. Doch in manchen Fällen erweist sich dies als etwas schwierig, zum Beispiel wenn die Mutter seh- oder hörbehindert ist.

Um auch diesen Frauen die Chance auf eine gesetzliche Müttergenesung zu geben, wurde die Katholische Arbeitsgemeinschaft (KAG) Müttergenesung ins Leben gerufen.

Ziele der Vereinigung

Diese Vereinigung kümmert sich um die speziellen Bedürfnisse von Frau und Kind. Das Ziel der KAG ist es, den Müttern und ihren Babys ein sicheres Umfeld bieten zu können, in dem sich die Patienten schnell zurecht finden. So wird darauf geachtet, dass das Personal auf den Umgang von Seh- oder Hörbehinderten geschult wird und auch technische Hilfsmittel werden zur Verfügung gestellt.

In manchen Kliniken gibt es mittlerweile bereits Schilder mit Blindenschrift oder Aufzüge mit akustischen Ansagen. "Nur, wenn die Mütter ihre Kinder in guten Händen wissen, kommen sie selbst zur Ruhe und können von dem Aufenthalt in unserer Klinik profitieren", so Ute Braun, Geschäftsführerin einer KAG-Klinik.

Eine Mutter-Kind-Kur für Alleinerziehende hilft, neue Kraft zu tanken

Wer ein Kind alleine großziehen muss, bekommt in einer Mutter-Kind-Kur die richtige Unterstützung

Blonde Mutter spielt mit ihrem blonden Baby und hält ihm den Zeigefinger vor den Mund
Happy mother playing with her sweet baby. © kristian sekulic - www.fotolia.de

Dass eine Mutter die Erziehung ihres Kindes allein in die Hand nehmen muss, ist heutzutage keine Seltenheit mehr. In manchen traurigen Fällen ist ein Todesfall des Partners der Grund dafür, doch meistens haben sich die Eltern schlichtweg getrennt. Vor allem wenn dies kurz vor der Geburt des gemeinsamen Kindes geschieht, ist es für die Mutter kaum allein zu bewältigen.

Trennungsschmerz und Veränderungen bewältigen

Durch die Geburt kommt eine menge Neues auf die Alleinerziehende zu, eine Menge Stress und viele Aufgaben, hinzu kommt in vielen Fällen noch der Trennungsschmerz. Um Betroffenen in dieser Zeit beizustehen, gibt es spezielle Mutter-Kind-Kuren, die den Frauen helfen können, ihren Alltag mit Kind zu bestreiten.

Mithilfe von bestimmten Therapiemaßnahmen kann dazu beigetragen werden, wieder neue Kraft zu tanken und gleichzeitig eine liebevolle Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen. Um Depressionen zu vermeiden, ist so eine Kur sehr hilfreich.

Neben den emotionalen Aspekten bekommt die Alleinerziehende auch Unterstützung und die richtigen Informationen zum Thema Sorgerecht etc.

Übergewichtige Mütter - eine Mutter-Kind-Kur kann die überzähligen Kilos purzeln lassen

Übergewicht ist heutzutage häufig, doch frischgebackene Mütter können sich bei einer Kur helfen lassen

Kleinkind schaut schwangeren Mutter unter das Shirt
Little girl and pregnant look in © Pavel Losevsky - www.fotolia.de

Übergewicht ist inzwischen eine Volkskrankheit, die 40 Prozent aller Menschen betrifft. In 20 Prozent der Fälle liegt sogar eine Adipositas vor, das heißt, der oder die Betroffene ist mit einem BMI über 30 extrem fettsüchtig.

Dieses Übergewicht ist eine Belastung für den Körper. Herz und Kreislauf müssen Überstunden machen und Knochen und Gelenke haben mehr zu tragen, als es von den Anlagen her vorgesehen war. Besonders Mütter haben nach einer Schwangerschaft oft mit den Kilos zu kämpfen.

Der Kampf gegen die Kilos der Schwangerschaft

Für sie kann eine Mutter-Kind-Kur sinnvoll sein. Neben Seminaren zur richtigen Ernährung bekommen die Mütter dort auch Physiotherapie, um Rückenschmerzen zu lindern. Verschiedene Bewegungsprogramme können sportliche Aktivitäten auf lockere Art und in fröhlicher Gruppenatmosphäre vermitteln.

Dieses Therapiekonzept geht oft sehr gut auf. Viele Mütter kommen mit ersten kleinen Erfolgen aus der Kur und setzen das Sportprogramm fort. Viele haben durch die Kur entdeckt, dass Walken oder Aqua-Jogging keine Arbeit, sondern Spaß und eine Wohltat gegen Stress und schlechte Laune sein können. Auch die Ernährungsratschläge werden meist in den Alltag eingebunden und führen Schritt für Schritt zu einem besseren Lebensstil.

Erschöpfte und gestresste Mutter? Kur mit Kind beantragen

Mutter sitzt mit Kleinkind vor Computer, das Mädchen schaut neugierig auf Bildschirm
mother teaching toddler computer © Scott Hancock - www.fotolia.de

Wer als Mutter andauernd erschöpft, gestresst oder unter einer psychischen Störung leidet, sollte sich bei seiner Krankenkasse über die Maßnahme einer Mutter-Kind-Kur informieren. Seit Beginn diesen Jahres stehen die Aussichten auf eine Bewilligung gar nicht mal so schlecht. Die neuen Richtlinien sorgen dafür, dass solche Kuren schneller und wieder öfter bewilligt werden.

Der Bedarf an Mutter-Kind-Kuren ist derzeit stark. Immer mehr Mütter fühlen sich überfordert, insbesondere alleinerziehende Frauen müssen Arbeit und Kind unter einen Hut bekommen.

Durchführung einer Mutter-Kind-Kur

Eine Mutter-Kind-Kur wird in der Regel in einer entsprechenden Kurklinik durchgeführt. Die Dauer der Kur beträgt 21 Tage. Falls es medizinisch notwendig ist, kann die Kur aber auch um eine Woche verlängert werden. Die Termine für die An- und Abreise teilt die Kurklinik dem Patienten schriftlich mit.

Aufnahme und Behandlungsplan

Nach der Anreise erfolgen zunächst eine Aufnahmeuntersuchung und ein Aufnahmegespräch, bei dem ein individueller Behandlungsplan für Mutter oder Vater und Kind erstellt wird. Zu den Behandlungen gehören in der Regel:

Daneben erhalten Mutter oder Vater und Kind Angebote für die gemeinsame Freizeitgestaltung. Darüber hinaus werden die Kinder ganztägig in altersgleichen Gruppen betreut.

Schwerpunktkuren

Im Rahmen einer Mutter-Kind-Kur werden auch spezielle Schwerpunktkuren für bestimmte Belastungskonstellationen oder Krankheitsbilder von einigen Kurbetrieben angeboten. Dazu gehören beispielsweise:

Vor dem Beginn der Mutter-Kind-Kur eine Checkliste machen, um nichts zu vergessen!

In die Kur sollte nicht unnötig viel mitgenommen werden

Gepackter Reisekoffer eines Kindes mit Teddybär, Strandspielzeug etc.
Fully Packed Childrens Suitcase - clipping path included © objectsforall - www.fotolia.de

Bei einer Mutter-Kind-Kur sollen sich sowohl die Mutter als auch das Kind von den Strapazen der Geburt erholen, um Kraft für die aufregende bevorstehende Zeit zu sammeln. Damit man bereits entspannt in die Kur starten kann, empfiehlt es sich, eine Checkliste anzulegen, damit man nichts vergisst, was man für die Zeit, in der man von Zuhause weg ist, braucht.

Natürlich sollte die frisch gebackene Mama nicht unnötig viele Sachen mitnehmen, also empfiehlt es sich zunächst, sich bei der Kurklinik darüber zu erkundigen, welche Utensilien möglicherweise gestellt werden. Danach geht es ans Kofferpacken: um sich entspannen zu können, ist die Mitnahme der Lieblingsmusik auf seinem Mp3-Player ein guter Tipp. Eine Fotokamera sollte auch dabei sein, um die schönen Erinnerungen an den ersten gemeinsamen Urlaub festzuhalten.

Auch an Sport- und Badebekleidung ist zu denken

In die Kulturtasche gehören alle nötigen Pflegeutensilien sowie Kosmetika, um auch unterwegs die Möglichkeit zu haben, das Baby optimal zu pflegen. Wenn es um die Kleidung geht, so richtet man sich natürlich nach dem Wetter, generell gilt es, neben den Klamotten für den Alltag auch an Bade- und Sportbekleidung zu denken. Wenn diese einmal dreckig wird, empfiehlt sich Waschmittel in der praktischen Reisegröße.

Wichtige Reisedokumente und Medikamente nicht vergessen

Neben genügend Spielzeug und dem Lieblingskuscheltier des Kindes dürfen natürlich wichtige Reisedokumente sowie Medikamente nicht fehlen. Hat man diese Dinge alle aufgelistet, so kann nichts vergessen werden und einer erholsamen Mutter-Kind-Kur steht nichts mehr im Wege.

Kosten

Wenn die medizinischen Voraussetzungen gegeben sind, werden die Kosten für die Mutter-Kind-Kur von den gesetzlichen Krankenkassen als Pflichtleistung erbracht. In der Regel muss für die Dauer der Mutter-Kind-Kur vom Patienten eine Zuzahlung von 10 Euro pro Kalendertag erbracht werden.

Für privat Versicherte oder Beamte steht mit der Sanatoriumskur eine ähnliche Leistung zur Verfügung.

Die Anwendung einer Mutter-Kind-Kur ist sowohl mit als auch ohne Begleitung eines oder mehrerer Kinder möglich.

Arbeitgeber dürfen Mutter-Kind-Kuren nicht auf den Urlaub anrechnen

Zwei schwarz gekleidete Frauen in Büro arbeiten am Laptop im Besprechungsraum, eine arbeitet an der Flipchart
schulung 1 © Gernot Krautberger - www.fotolia.de

Arbeitgeber dürfen Mutter-Kind-Kuren nicht auf den Urlaub ihrer angestellten Mütter anrechnen. Die Geschäftsführerin des Müttergenesungswerkes, Anne Schilling, wies darauf hin, dass Mütter, die ihr Kind zu einer Kur begleiten, von der Arbeit freizustellen sind. Natürlich sollte man dabei jedoch Rücksicht auf den laufenden Betrieb nehmen und eine notwendige Kur so früh wie möglich bekannt geben.

Für Kinder gilt umgekehrt, dass sie von der Schulpflicht zu befreien sind, wenn sie ein Elternteil zu einer medizinischen Maßnahme begleiten. In jedem Fall sei es sinnvoll, sich bei einer Beratungsstelle der Wohlfahrtsverbände zu informieren. Davon gibt es deutschlandweit 1300 Stück. Die Experten können dann auch beraten, welche Einrichtung am besten zur individuellen Lebenssituation passt.

Möglichkeiten der Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Eine Mutter- bzw. Vater-Kind-Kur dauert in der Regel mehrere Wochen. Man ist zusammen mit dem Kind in einer Kurklinik untergebracht und wird hier auch versorgt. Zusätzlich erhalten sowohl die Eltern als auch die Kinder verschiedene medizinisch sinnvolle Anwendungen.

Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse
  • Die Unterbringung
  • die Verpflegung
  • die Anwendungen sowie ggfs. auch
  • die Kinderbetreuung

für mehrere Wochen ergeben eine nicht unerhebliche Rechnung, die aber oft von den Krankenkassen übernommen wird. Zumindest bei den gesetzlichen Krankenkassen gehört die Mutter-/Vater-Kind-Kur zu den Pflichtleistungen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie automatisch genehmigt wird. Nur wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, erfolgt auch eine Kostenübernahme.

Medizinische Notwendigkeit

Die Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse ist nur dann möglich, wenn diese sie als medizinisch notwendig erachtet. Dazu muss der Krankenkasse ein ärztliches Attest des behandelnden Arztes von Mutter bzw. Vater und/oder ein Attest des Kinderarztes vorgelegt werden, aus dem eindeutig hervorgeht, dass eine Kur medizinisch notwendig ist.

Sieht die gesetzliche Krankenkasse die medizinische Notwendigkeit, so trägt sie die vollen Kosten für Mutter/Vater und Kind. Lediglich die gesetzliche Eigenbeteiligung in Höhe von 10 Euro, die pro Tag anfällt, muss aus eigener Tasche bezahlt werden. Auch die Fahrkosten zur Kurklinik werden meist von der zuständigen gesetzlichen Krankenkasse erstattet.

Kostenübernahme durch eine privaten Krankenkasse

Völlig anders verhält es sich mit der Kostenübernahme, wenn eine private Krankenversicherung der Kostenträger ist. Private Krankenkassen sehen eine Mutter-/Vater-Kind-Kur als Rehabilitationsaufenthalt an. Dieser ist in den meisten Tarifen von der Erstattung ausgenommen, es sei denn, es wurde ein spezieller Kurtarif abgeschlossen.

Anderenfalls muss die medizinische Notwendigkeit der Kur nachgewiesen werden. Dies bedeutet, dass die Behandlung von Mutter/Vater und/oder Kind nur stationär erfolgen kann. Ferner müssen ambulante Maßnahmen bereits ausgeschöpft sein. Ohne den entsprechenden Kurtarif genehmigt kaum eine private Krankenversicherung eine Mutter-/Vater-Kind-Kur, sodass diese selbst bezahlt werden muss. Mit einem separat abgeschlossenen Kurtarif bleiben dennoch Eigenkosten, die meist auch die Eigenkosten der gesetzlich Krankenversicherten übersteigen.

Kostenübernahme durch eine Beihilfestelle

Eltern, die beihilfefähig sind, können eine Kostenübernahme durch ihre Beihilfestelle erreichen. Voraussetzung ist hier jedoch, dass die Kur in einer von der Beihilfestelle genehmigten Einrichtung durchgeführt wird. Auch nach Genehmigung durch die Beihilfestelle bleibt jedoch ein nicht unerheblicher Eigenanteil.

Fazit

Bezüglich der Kostenübernahme einer Mutter-/Vater-Kind-Kur wird also ganz klar unterschieden, wie man versichert ist. Möchte man eine Kostenübernahme durch seine Krankenkasse erreichen, so sollte man sich in jedem Fall um umfangreiche medizinische Unterlagen bemühen.

Schreibt ein Arzt lediglich "Erschöpfung" als Grund für den Kurantrag auf das Formular, so wird die Maßnahme wohl eher nicht genehmigt werden. Nur wenn der Krankenkasse ausführliche Unterlagen sowie ggfs. medizinische Befunde vorgelegt werden, kann diese die medizinische Notwendigkeit der Kur beurteilen.

Weniger Kuren für Mütter und Väter werden von den Krankenkassen bewilligt

Häufigste Begründung ist, dass erst ambulante Möglichkeiten ausgeschöpft werden müssen

Holzstempel mit Schriftzug "Krankenversicherung" wird benutzt
Krankenversicherung Stempel © bilderbox - www.fotolia.de

Wie das Müttergenesungswerk (MGW), eine gemeinnützige Stiftung, die im Jahr 1950 von der damaligen Frau des Bundespräsidenten Elly Heuss gegründet wurde, mitteilt, werden immer weniger Kuren für Mütter oder Väter von den Krankenkassen bewilligt, obwohl seit der Gesundheitsreform 2007 sie eigentlich zu Leistungen für medizinische Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen verpflichtet seien.

Sorgen und Stress rufen psychosomatische Erkrankungen hervor

Meistens werden die Anträge zurückgewiesen mit der Begründung, man müsse erst alle ambulanten Möglichkeiten ausschöpfen, bevor ein Kuraufenthalt bewilligt werden kann. Der größte Teil der Kur-Teilnehmerinnen ist zwischen 26 und 45 Jahre alt, wobei etwa die Hälfte zwei Kinder hat und das Netto-Einkommen liegt bei bis zu monatlich 1500 Euro.

Neben dem Einsatz als Hausfrau, kommt oft noch die Sorge um das regelmäßige Einkommen dazu und auch andre Krankheiten machen sich dann bemerkbar, wie Erkrankungen des Bewegungsapparates und psychosomatische Erkrankungen.

In Deutschland gibt es etwa 1.400 Beratungs- und Vermittlungsstellen für die Mütter und das MGW besitzt 84 Einrichtungen, wo die Kuren, an denen jährlich 43.000 Mütter und 63.000 Kinder teilnehmen, durchgeführt werden.

Krankenkassen lehnen immer mehr Kuranträge ab

Holzstempel mit Schriftzug "Krankenkasse"
Stempel Krankenkasse © bilderbox - www.fotolia.de

Zur Zeit erheben viele junge Mütter Widerspruch gegen ihre Krankenkassen. Der Grund: die gesetzlichen Krankenversicherungen lehnen die Anträge der Frauen auf eine Mutter-Kind-Kur ab. Erfolgreiche 48 Prozent kommen mit ihren Widersprüchen auch dagegen an.

Denn die Aussage der Versicherungen, es gäbe andere, ambulante Maßnahmen und eine Kur sei nicht notwendig, ist seit 2007 schlichtweg falsch, da sie sich seit diesem Zeitpunkt nicht mehr auf mütterspezifische Kurmaßnahmen beziehen darf. In manchen Fällen ist es von daher auch ratsam, über einen Wechsel der Krankenkasse nachzudenken.

Das Müttergenesungswerk (MGW) hat seit vergangenem Jahr bei den besagten Kuren einen Rückgang von sechs Prozent festmachen können und sieht den Grund darin allein in den Ablehnungen der gesetzlichen Krankenversicherungen.

Viele Krankenkassen bewilligen kaum noch Mutter-Kind-Kuren

An allen Ecken und Enden versucht man zu sparen, das gilt natürlich auch für die Krankenkassen, die versuchen ihren Versicherten einen Großteil der ihn zustehenden Leistungen zu verweigern. Das klappt vor allem immer wieder bei Menschen, die psychisch nicht in der Lage sind sich gegen die Entscheidungen der Krankenkasse zur Wehr zu setzen, wie bei Müttern, die eine Kur benötigen.

Fast 31% aller Anträge auf eine Mutter-Kind-Kur wurden letztes Jahr von den gesetzlichen Krankenkassen abgelehnt. Am häufigsten nannte man den Müttern als Begründung, dass es noch zahlreiche andere Behandlungsmethoden gäbe, die noch nicht ausprobiert wurden. Oft wurde aber auch einfach die Notwendigkeit einer Kur angezweifelt, weil man nicht glauben wollte, dass das psychische Leiden derart groß war. Dabei zeigte eine 2007 durchgeführte Studie, dass in Deutschland etwa 2,1 Millionen Mütter dringend eine Kur benötigten.

Mutter-Kind-Kuren werden zu oft von Krankenkassen abgelehnt

Die Hälfte aller Frauen bekommt bei Ablehnung rückwirkend doch noch einen Kurplatz

Rückansicht Mutter trägt Baby, es schaut in Kamera
Mother and Baby © deanm1974 - www.fotolia.de

Das Müttergenesungswerk (MGW) spricht laut Kritik aus. Mütter, die gesundheitliche Probleme haben und eine Kur für sich oder für sich und ihr Kind beantragen, bekommen diese in zu vielen Fälle nicht bewilligt. Demnach wurden im ersten Quartal diesen Jahres wieder unzählige Anträge von Müttern abgelehnt.

Ablehnungsgründe häufig nicht mit dem Gesetz vereinbar

Die Krankenkassen haben durch ihre Ablehnungen etwa 15 Prozent mehr Geld gespart, als im Jahr 2009. Doch man spart damit vor allem an der Gesundheit der Frauen. Wirft man einen genaueren Blick auf die Ablehnungen wird sogar ersichtlich, dass die Begründungen oft nicht mit dem Gesetz zu vereinbaren sind.

Betroffene Mütter sollten Ablehnung nicht einfach akzeptieren

Müttern wird daher nach dem Erhalt einer Ablehnung geraten, mit dieser zu einem der Wohlfahrtsverbände des Müttergenesungswerkes zu gehen. In etwa 50 Prozent der Fälle kann man rückwirkend doch noch einen Kurplatz bekommen.

Das Werk betont auch, dass es dringend einer politischen Kontrolle der Ablehnungen bedarf. Es könne nicht angehen, dass Rehabilitationsmaßnahmen abgelehnt werden, die nötig sind, nur um Geld zu sparen.

Mutter-Kind-Kuren werden oft abgelehnt - Beim Erstellen des Antrages machen viele Fehler

Mutter-Kind-Kur - Antrag sollte bei einer Beratungsstelle des Müttergenesungswerks ausgefüllt werden

Mutter hat Baby auf Knien und küsst seine Füße
sweet foots © Tomasz Trojanowski - www.fotolia.de

Das Deutsche Müttergenesungswerk veröffentlicht nun Zahlen fürs erste Halbjahr 2010. Aus der Statistik ist deutlich zu erkennen, dass auch in den ersten sechs Monaten von 2010 wieder viele Kuranträge von den Kassen abgelehnt wurden.

Anträge sollten sorgfältig ausgefüllt werden

Mutter-Kind-Kuren, oder auch Kuren allein für Mütter wurden zu 32 Prozent von den Krankenkassen der Versicherten abgelehnt. Im Vergleich zu 2009 sind das drei Prozent mehr, wobei auch 29 Prozent schon viel waren. Das Müttergenesungswerk glaubt, dass diese hohe Ablehnungsrate nicht zuletzt auf falsch ausgefüllte Anträge zurück geht und fordert die Mütter dazu auf, ihre Anträge sehr sorgfältig anzufertigen.

Fragebögen sind meist freiwillig auszufüllen

Am wichtigsten ist das Beilegen eines ärztlichen Attestes. Der Hausarzt muss dieses mit allen wichtigen Daten und Diagnosen anfertigen und unterschreiben. Viele Krankenkassen fordern aber noch mehr. Ihre Patienten sollen zum Attest dazu noch einen Selbstauskunftsbogen beilegen und hier scheitert oft der Kurantrag. Viele Krankenkassen stellen dort sehr intime Fragen zu Leben und zur Gesundheit und lehnen den Antrag oft ab, wenn die Fragen "falsch" beantwortet sind.

Doch diese Fragebögen sind in Wahrheit absolut freiwillig, was viele Frauen nicht wissen und die Krankenkassen bewusst verschweigen. Am besten sei es, den Antrag auf Kur einfach in einer Beratungsstelle des Müttergenesungswerk mit den Fachkräften vor Ort gemeinsam auszufüllen. So kann man nicht übers Ohr gehauen werden. Auch mit Ablehnungen kann man dort vorsprechen und über ein Widerspruchsverfahren nachdenken.

Auch Vater-Kind-Kuren werden von Krankenkassen unterstützt

Blondes Baby in blauer Schwimmhose in Schwimmbecken, wird von Vater mit rechtem Arm gehalten, Freibad
swim baby swim © Limeyrunner - www.fotolia.de

Mutter-Kind-Kuren sind den meisten Menschen wohl bekannt und viele - vor allem junge oder alleinerziehende Mütter - machen davon Gebrauch. So können sich Mutter und Baby von den Strapazen der Geburt erholen und sich auf die Zeit danach vorbereiten. Doch auch für den männlichen Elternteil werden solche Kuren angeboten, denn nicht immer sind es die Frauen, die sich um den Nachwuchs kümmern (können).

Vater-Kind-Kuren werden in vielen Kurkliniken angeboten und von den gesetzlichen Krankenkassen zumeist finanziert. Es gibt Fälle, in denen auch Väter die Kindererziehung alleine meistern müssen und da ist es gut, zu Anfang dabei unterstützt zu werden. Denn oftmals führt diese neue Rolle im Leben schnell zu Erschöpfungserscheinungen, Muskelverspannungen und auch psychischen Beschwerden. Um dem vorzubeugen, beinhaltet das Programm solcher Vater-Kind-Kuren unter anderem eine Sporttherapie oder auch Krankengymnastik. In Gruppengesprächen können sich die Väter untereinander austauschen, was ebenfalls zum Wohlbefinden der Männer beitragen kann.

Bei abgelehnten Kuranträgen nicht verzweifeln

Junge braunhaarige Frau mit traurigem Blick fasst sich an die Schläfen
young woman with sad expression © NatUlrich - www.fotolia.de

Mutter-Kind-Kuren müssen von Krankenkassen übernommen werden, wenn ein ärztlicher Befund klar anzeigt, dass die Betroffene Anzeichen einer körperlichen oder psychischen Erkrankung zeigt. Dies gilt in unserer Zeit natürlich auch für Vater-Kind-Kuren. Dennoch bekommen viele Familien oft ihre Anträge als abgelehnt zurück. Viele gesetzlichen Kassen suchen geradezu nach jeder Lücke und jedem Argument, um die Kur nicht zu bewilligen, wie die „Kur + Reha GmbH“ sagt. Dennoch sollten Mütter und Väter von einem abgelehnten Schreiben nicht resignieren, sondern weiterhin die Kur beantragen. Wer überhaupt keinen Erfolg hat, kann sich auch direkt an die „Kur + Reha GmbH“ wenden, die gemeinsam mit Mutter oder Vater den Antrag ausfüllt.

Dennoch kann es nicht gut sein, dass die Kassen ihre Verpflichtung offenbar gern zu umgehen versuchen. Dies ist auch auf politischer Ebene Gesprächsthema. Die genauen Vorgänge bei einer Bearbeitung der Anträge soll dieses Jahr noch eingehender begutachtet werden.

Krankenkassen lehnen immer mehr "Mutter-Kind-Kuren" ab

Nahaufnahme Mutter mit Baby, lächelnd
mother and baby © Kurhan - www.fotolia.de

Seit dem Jahr 2007 besteht für Mütter, wenn ein Arzt dies medizinisch befürworten kann, ein Anspruch auf eine sogenannte "Mutter-Kind-Kur". So wurden als Grund für eine solche Kur, neben den medizinischen, auch Todesfälle innerhalb der Familie oder Beziehungsprobleme sowie finanzielle Probleme angegeben.

Aber die gesetzlichen Krankenkassen haben seitdem immer häufiger diesbezügliche Anträge abgelehnt. In den meisten Fällen wurde als Grund angegeben, dass auch eine ambulante Behandlung zu Hause möglich sei, nach dem Motto "ambulant statt stationär", was aber für solche Kuren nicht zutrifft.

Im letzten Jahr haben sich Vertreter des Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) mit Vertretern des Deutschen Müttergenesungswerk zusammengesetzt und Änderungen erarbeitet, die jetzt beschlossen wurden, so dass neben den medizinischen Aspekten auch einer der obigen Gründe ausreichend ist.

Mutter-Kind-Kuren werden immer häufiger bewilligt

Neben der Rehabilitation dienen die so genannten Mutter-Kind-Kuren auch zur Vorsorge und werden laut dem Mütter­gene­sungswerk inzwischen immer öfter bewilligt, was unter anderem an einer neuen Richtlinie des GKV-Spitzenverbandes liegt. Obwohl es viel politischen Einsatz und Kraft gekostet hat, damit die Richtlinien durch die Krankenkassen umgesetzt werden, sind es gerade für die Mütter positive Veränderungen.

Nun muss die Politik laut dem Genesungswerk nur noch ein Auge auf die ordnungsgemäße Umsetzung werfen und den Zeitrahmen sowie Umfang überprüfen.

Mutter-Kind-Kuren für einkommensschwache Mütter - Pauschalzahlung macht dies möglich

Junge Mutter hebt lachendes Baby hoch und küsst es auf die Nase
picture of happy mother with baby over white © Lev Dolgatshjov - www.fotolia.de

Oft schrecken Mütter mit wenig Geld davor zurück, eine Kur zu beantragen. Schließlich übernimmt die Krankenkasse nicht die gesamten Kosten und der Eigenanteil schlägt für einkommensschwache Haushalte ziemlich stark zu Buche. Doch laut dem Müttergenesungswerk (MGW) können Mütter diesem Kostenbeitrag dadurch entgegenwirken, indem sie am Jahresanfang einen Pauschalbetrag entrichten.

Der Gesetzgeber hat eine Begrenzung der Selbstbeteiligung auf ein bis zwei Prozent des Jahreseinkommens vorgesehen. Bezieht die Antragstellerin Hartz-IV, so könnte sie mit einer Pauschalzahlung von 90 Euro von allen weiteren Zuzahlungen freigestellt werden. Das betrifft ebenso Maßnahmen für eine dringend benötigte Mütter-Kind-Kur.

Diese Begrenzung ist möglich, wenn ein Antrag bei der Krankenkasse eingeht. Die meisten Krankenkassen genehmigen diese Zahlung. Sollten alle Stricke reißen und die Kur zu teuer für eine Mutter werden, gibt es auch die Alternative beim Müttergenesungswerk einen Antrag für eine Unterstützung zu stellen, die dann aus einem Spendentopf finanziert wird.

Laut MGW haben in Deutschland ungefähr 2,1 Millionen Mütter eine Kur nötig. Damit die Kur ein Erfolg wird, muss sie richtig vorbereitet sein. Die Gesundheit von Müttern ist ein hohes Gut und eine Kur kann zur Erhaltung manchmal sehr wichtig sein.

Mutter-Kind-Kuren des Müttergenesungswerk: Anträge werden meist genehmigt

Mütter und Väter, die sich erschöpft, krank oder überfordert fühlen, können in der Kur neue Kräfte sammeln

Junge Mutter an Herd und mit zwei Töchtern, gestresst
Hausfrau mit Kindern hat jede Menge Stress © Kzenon - www.fotolia.de

Mütter, die für sich selbst eine Mutter-Kind-Kur beim Müttergenesungswerk beantragen, erhalten fast immer eine Zusage: Den Zahlen von 2014 zufolge, wurden nur 13 Prozent der Anträge abgelehnt.

Das Müttergenesungswerk (MGW) ermutigt Frauen, die sich erschöpft, krank oder überfordert fühlen, daher ausdrücklich dazu, eine solche Kur zu beantragen um wieder neue Kräfte zu sammeln. In manchen Kliniken werden auch Vater-Kind-Maßnahmen angeboten.

Stress durch Mehrfachbelastung

Das Müttergenesungswerk war 1950 gegründet worden um Müttern alleine oder mit ihren Kindern spezielle Kuren anzubieten, die eine ganzheitliche medizinische und psychosoziale Therapie vorsehen. Damit sollten Frauen Hilfe erhalten, wenn sie sich von der Mehrfachbelastung

überfordert fühlten oder mit zusätzlichen Konflikten wie

Anonymer Kurtest

Seit 2007 gehören Mutter-Kind-Kuren zur Vorsorge und Rehabilitation zu den Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen. Wie hoch die Aussichten auf einen erfolgreichen Antrag zur Mutter-Kind-Kur sind, können interessierte Mütter mit einem anonymen Kurtest herausfinden, der auf der Website des Müttergenesungswerks (www.muettergenesungswerk.de) angeboten wird.

Voraussetzungen für den Antrag und die Genehmigung

Kurbedürftigkeit

Mutter-Kind-Kur bedeutet nicht automatisch, dass die Mutter mit dem Kind auf Kur gehen muss. Auch der Vater des Kindes kann die Kur antreten. Voraussetzung ist aber, dass entweder das Kind oder der Elternteil, der die Kur Antritt, kurbedürftig ist.

Diese Kurbedürftigkeit muss vom behandelnden Arzt festgestellt werden. Hat also das Kind eine Erkrankung, die durch eine Kur verbessert werden kann, so muss die Kurbedürftigkeit vom Kinderarzt bestätigt werden.

Für Mutter bzw. Vater sind der Haus- oder der behandelnde Facharzt der Ansprechpartner. In jedem Fall muss der Arzt ein Attest ausstellen, das zur Prüfung bei der zuständigen Krankenkasse eingereicht wird.

Atteste

Sofern sowohl das Kind als auch Mutter bzw. Vater kurbedürftig sind, müssen zwei Atteste bei der Krankenkasse vorgelegt werden. Ist nur die Mutter bzw. der Vater kurbedürftig, so können ein oder mehrere Kinder mit auf Kur fahren, sofern sie zu Hause nicht versorgt werden können. Eine weitere Möglichkeit ist, dass ein Kind zusammen mit seiner Mutter oder seinem Vater auf Kur fährt, weil dem Kind die wochenlange Trennung nicht zuzumuten ist.

Behandlungserfolg

Damit die Krankenkasse eine Mutter- bzw. Vater-Kind-Kur genehmigt, muss die Voraussetzung erfüllt sein, dass die notwendigen Behandlungen nicht auch in gleichem Maße ambulant erfolgen können. Ist dies bei gleichem Behandlungserfolg genauso möglich, so wird die Kur in der Regel nicht genehmigt. Je nach Erkrankung müssen bereits ambulante Behandlungen durchgeführt worden sein, die jedoch nicht erfolgreich waren.

Gründe & Prävention

Wird eine Mutter-/Vater-Kind-Kur beantragt, so muss der Antragsteller übrigens noch nicht erkrankt sein. In der Regel genügt es auch, eine Kur zu beantragen, damit eine Krankheit abgewendet werden kann.

So werden beispielsweise viele Kuren beantragt, weil Mutter bzw. Vater sich erschöpft fühlen. Um einen Burn-out oder auch Depressionen zu verhindern, hilft es den Eltern oft, für einige Wochen aus ihrem Umfeld herauszukommen und in der Kur zu lernen, wie sie mit ihrem täglichen Stress umgehen können.

Weitere Gründe, weshalb Eltern eine Kur beantragen, sind häufig

Bei den Kindern liegen oft Krankheiten wie

  • Asthma
  • Neurodermitis oder
  • immer wiederkehrende Infekte

vor.

Fazit

Wie hoch das Einkommen von Mutter bzw. Vater ist, wie alt er/sie ist, wie viele Kinder er/sie hat, ob er/sie verheiratet ist oder welche Konfession er/sie hat, ist für die Antragstellung nicht relevant. Eine Mutter-/Vater-Kind-Kur macht nur dann Sinn, wenn sich der Gesundheitszustand von beiden verbessern kann, wenn sie zusammen die Kur antreten.

Ist eine Mutter völlig überfordert mit ihren Kindern, so ist es oft sinnvoller, wenn sie die Kur alleine antritt. Gleiches gilt auch, wenn die Erkrankung von Mutter oder Vater beim Kurantrag absolut im Vordergrund steht.

Antrag auf Mutter-Kind-Kur sollte jetzt gestellt werden

Anträge für Mutter-Kind-Kuren sind äußerst begehrt und sollten schnellstmöglich gestellt werden

Schlafendes Baby mit leicht geöffnetem Mund liegt an Brust der Mutter unter hellgrüner Fleecedecke
Mother holding sleeping baby girl © Kati Molin - www.fotolia.de

Noch sind Plätze frei in den Kurkliniken, die frischgebackenen Müttern oder denen, die durch ihren Job als Mama ausgepowert sind sowie deren Kindern ein paar erholsame Tage versprechen. Immer mehr Frauen - und mittlerweile auch Männer - nehmen das Angebot der Mutter-Kind-Kuren gerne an.

So ein Alltag mit einem Kind kann einen Menschen ganz schnell an seine Grenzen bringen; vor allem wenn es sich um das erste Kind handelt und man das Elternsein zum ersten Mal erlebt. Um wieder neue Kraft zu tanken und hilfreiche Tipps und Hinweise mitzunehmen, können Mutter und Baby für mehrere Tage abtauchen.

Bei Interesse rechtzeitig einen Antrag stellen

Normalerweise gilt das Angebot für Kinder zwischen einem und zwölf Jahren, doch es gibt auch Ausnahmen. Die Mutter-Kind-Kur wird von den Krankenkassen finanziell unterstützt; bei Interesse kann man dort einfach nachfragen. Wie die Kurkliniken empfehlen, sollten Interessenten so eine Kur schnellstmöglich beantragen, um noch einen Platz zu ergattern, denn gerade in der Ferienzeit sind diese schnell vergeben.

Grundinformationen zur Mutter-Kind-Kur

  • Unterschiedliche Anwendungsgebiete und Durchführung einer Mutter-Kind-Kur

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Quellenangaben

  • Bildnachweis: baby swimming lessons © Brian McEntire - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Weitere Artikel zum Thema