Mutter-Kind-Kur

Kur zur Regeneration und Rehabilitation von Mutter und Baby nach der Geburt

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  • von Paradisi-Redaktion
Mutter und Kleinkind sind im Schwimmbad, Kind ist am Rand und hält Wasserspielzeug, Mutter schaut zu Kind
baby swimming lessons © Brian McEntire - www.fotolia.de

Eine Mutter-Kind-Kur dauert in der Regel drei Wochen. Dafür fährt die vor kurzem niedergekommene Mutter mit oder ohne Kind an einen Kurort, z.B. an der Nordsee, um nach der Geburt zu genesen und eventuelle Erkrankungen wie Burnout-Syndrom oder Depressionen zu behandeln und zu beheben. Am Kurort wird die Mutter von zahlreichen Ärzten, Pädagogen und Therapeuten betreut und erarbeitet u.a. in Gesprächen ihre Probleme, kämpft in einem Bewegungsprogramm gegen eventuellen Bewegungsmangel an und erhält von Ernährungsberatern eine Beratung bezüglich gesunder und vollwertiger Ernährung. Die Kur wird in der Regel von der Krankenkasse getragen.

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Als Mutter-Kind-Kur oder auch Mutter-/Vater-Kind-Kur bezeichnet man eine besondere Form von medizinischer stationärer Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme für Eltern. Die bis zu 21 Tage dauernde Leistung wird erbracht, wenn die medizinischen Voraussetzungen dafür gegeben sind und wird von den gesetzlichen Krankenkassen als Pflichtleistung übernommen. Für privat Versicherte und Beamte besteht eine vergleichbare Leistung als Sanatoriumskur. Zu der Zielgruppe der Mutter-Kind-Kur gehören alle, die eine Erziehungsverantwortung für Kinder wahrnehmen.

Dies gilt auch für Väter oder Großeltern. Auch eine Mutter-Kur, ohne Mitnahme des Kindes oder der Kinder ist möglich. Voraussetzungen für die Inanspruchnahme einer Mutter-Kind-Kur sind eine schwache Gesundheit, die bald zu einer Krankheit führen würde, eine Gefährdung der Gesundheit des Kindes, Verhütung oder Verschlimmerung von Erkrankungen oder die Vermeidung von Pflegebedürftigkeit. Gesetzlich geregelt wird die Mutter-Kind-Kur durch Paragraph 24 und Paragraph 41 im Fünften Sozialgesetzbuch (SGB V). Der stationäre Mutter-Kind-Kuraufenthalt ist für 21 Tage vorgesehen. In Ausnahmefällen kann die Maßnahme um eine weitere Woche verlängert werden.

Während des Aufenthalts wird von der Kurklinik ein spezieller Behandlungsplan erstellt. Dazu zählen unter anderem Heilbäder, Physiotherapien, Bewegungsprogramme, Ernährungsberatungen sowie pädagogische oder psychologische Gespräche. Zu den Angeboten der Kurhäuser gehören darüber hinaus auch Kinderbetreuung und wissenserhaltener Unterricht für Schulkinder.

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Grundinformationen zur Mutter-Kind-Kur

Voraussetzungen für die Genehmigung einer Mutter-Kind-Kur

Voraussetzungen für die Genehmigung einer Mutter-Kind-Kur

Die Kurbedürftigkeit ist ausschlaggebendes Argument bei der Beantragung einer Mutter-Kind-Kur. Je nach Erkrankung müssen bereits ambulante Behandlungen durchgeführt worden sein, die jedoch nicht erfolgreich waren. Bestätigen kann dies der behandelnde Arzt durch ein Attest.

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Möglichkeiten der Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Möglichkeiten der Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Möchte man einen Teil der Kosten oder sogar den gesamten Betrag einer Mutter-Kind-Kur erstattet bekommen, sollte man sich um umfangreiche medizinische Unterlagen bemühen. Auch die Art der Versicherung spielt hier eine große Rolle.

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