29. Oktober 2009
Als Moxibustion oder Moxa-Therapie bezeichnet man eine Heilmethode aus der Traditionellen Chinesischen Medizin. Dabei werden bestimmte Stellen des Körpers mit so genannten Moxa-Zigarren aus Beifußgewächsen erwärmt.
Ziel und Zweck der Moxibustion, die auch Moxa-Therapie oder Moxen genannt wird, ist die Behandlung von Krankheiten und Beschwerden durch das Anwärmen von bestimmten Akupunkturpunkten. Ebenso wie die Akupunktur kann die Moxibustion auf eine jahrtausendealte Tradition zurückblicken. Bei dieser Behandlungsmethode werden Fasern von Beifußgewächsen entweder auf oder über bestimmten Moxibustionspunkten verbrannt. Beifuß ist eine traditionelle Heil- und Gewürzpflanze. Im Beifuß (Artemisia vulgaris) sind zahlreiche ätherische Öle wie Thujaöl oder Cineol sowie Harze, Tannin und Cholin enthalten. Für die Moxibustion werden die Blätter des Beifußes zunächst getrocknet, gereinigt und zerrieben. Anschließend bereitet man sie zu einem watteartigen Pulver auf. Nach Ansicht der Traditionellen Chinesischen Medizin kommt es durch die Hitzeeinwirkung der verbrennenden Moxa zu einer positiven Beeinflussung des Meridian-Systems, sodass die Moxibustion nach dem gleichen Prinzip funktioniert wie die Akupunktur. Nach westlichen Theorien kommt es bei der Moxibustion zu einer Ausschüttung von Hormonen durch die Stimulation von Nervenenden der Haut. Ob die Moxibustion wirksam ist oder nicht, wird nach wie vor wissenschaftlich untersucht.
Bekannt wurde die Moxibustion in Europa im 17. Jahrhundert durch den Pfarrer Herrmann Buschoff. Zur Anwendung kommt die fernöstliche Therapie vor allem bei chronischen Krankheiten wie Asthma, chronischer Bronchitis, Depressionen, chronischem Durchfall und Erschöpfungszuständen. Daneben kann die Moxa-Therapie auch zur Vorbeugung eingesetzt werden. Kontraindikationen sind akute Entzündungen, Fieber, Schlaflosigkeit und die Menstruation. Die Moxibustion wird grundsätzlich nicht am Gesicht, am Kopf oder an den Schleimhäuten durchgeführt.
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