Alkohol und Fitness (k)ein gutes Paar? Gute und schlechte alkoholische Getränke

Erfrischendes Getränk mit Eiswürfeln im Glas

Bei einem moderaten Alkoholgenuss - und es kommt auch auf die Art des Getränks an - braucht man sich um seine Fitness nicht zu sorgen; wer abnehmen will, verzichtet jedoch lieber

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  • von Paradisi-Redaktion

Fitness und Alkohol scheinen ein ungleiches Paar zu sein. Letzterem haftet immer ein schaler Beigeschmack an, der oft mit zügellosem Genuss und keineswegs mit einer blendenden Gesundheit und einen beeindruckendem Körper assoziiert wird.

Die Wissenschaft gibt jedoch moderatem Alkoholgenuss wertvolle Schützenhilfe und ist damit Wasser auf den Mühlen aller Großmütter, die seit jeher auf das tägliche Gläschen bestehen. Wie Untersuchungen gezeigt haben, ist Alkohol nicht nur ein wirksamer Blutverdünner, der vaskuläre Erkrankungen vorbeugen kann, sondern offenbar auch ein potenter Kämpfer gegen Diabetes-Typ-2 und Schlaganfällen.

Insgesamt weisen Studien darauf hin, dass ein moderater Alkoholgenuss lebensverlängernd wirken kann. Bei älteren Menschen konnte Alkohol zudem mit einer höheren kognitiven Wahrnehmung und einer besseren Gedächtnisleistung in Verbindung gebracht werden.

  • Wohlgemerkt reden wir hier von moderatem Alkoholgenuss - das heißt, so wenig, dass man davon noch nicht einmal den Hauch eines Schwips zu spüren bekommt.

Kompletter Verzicht ist seitens der Fitness nicht nötig

So gesehen ist also ein gelegentlicher Drink im Kreise von Freunden alles andere als das Ende all Ihrer Fitness-Bemühungen. Selbst all jene, die sich einer Low-Carb-Lebensweise verschrieben haben, können beruhigt die Sektkorken zu gegebenen Anlässen knallen lassen.

Denn obwohl Alkohol chemisch betrachtet ein Kohlenhydrat ist, wird es von unserem Organismus nicht als solches behandelt. Unser Körper sendet Alkohol ohne Umweg direkt zur Leber, wo es in erster Linie als aktive Energiequelle genutzt und nur zu einem äußerst geringen Teil als Glykogen eingelagert wird.

Solange Sie den schicken Cocktails, die oft mit Fruchtsäften und Zucker versüßt werden, in großen Maßen widerstehen können, bleibt auch Ihr Blutzuckerspiegel nach einem Gläschen relativ konstant. In der Tat kann er sich sogar leicht verringern.

  • Wenn Sie sich jedoch mitten in einer Diät befinden und möglichst schnell abnehmen möchten, sollten Sie Alkohol meiden.

Nicht unbedingt, weil Wein und Co. schädlich wären. Vielmehr daher, weil Alkohol erstaunlich energiereich ist und deshalb Ihr angestrebtes Kaloriendefizit in Gefahr bringt.

Ideal: gesundheitliche Vorteile mit wenig Kohlenhydraten

Aus diätischer Sicht ist der Genuss von Alkohol deshalb auch immer ein Kompromiss. Wenn Sie in geselliger Runde zusammensitzen oder sich es am Abend mit einem Buch etwas gemütlich machen wollen, sollten Sie Ihren Drink so wählen, dass sich in Ihrem Glas möglichst viele gesundheitliche Vorteile und nur wenig Kohlenhydrate und Zusatzstoffe tummeln.

Rotwein

Rotwein wird dieser Vorgabe am besten gerecht. Neben des beeindruckend hohen Anteils an Polyphenolen, einer chemischen Substanz, der die Wissenschaft eine anti-oxidative Wirkung bescheinigt, finden Sie im Trunk der Götter auch Resveratol, ebenfalls ein Antioxidant.

Dieses kann augenscheinlich das Auftreten typischer Alterserscheinungen hemmen und wohl auch einigen Krebsarten Kontra bieten. In dieser Hinsicht ist Rotwein seinen blassen Geschwistern weit überlegen.

Denn Weißwein kommt mit weit weniger Polyphenolen daher und enthält praktisch kein Resveratol. Dafür hat er aber mit 3-5 Gramm deutlich weniger Kohlenhydrate pro Glas.

Whiskey

Whiskey ist das Traumgetränk für alle Low-Carb-Anhänger. Denn was könnte besser sein, als ein Drink mit null Kohlenhydraten und einem großen Schwung Antioxidanten?

enthalten sogar mehr Ellagsäure, als man es in Rotweinen findet. Ellagsäure ist ein tapferer Mitstreiter, wenn es um die Abwehr von freien Radikalen geht.

Tequila

Ein unterschätzter Diäthelfer ist hingegen Tequila, das klassische Party-Getränk schlechthin. In einer 30 Tage andauernden Studie konnte nachgewiesen werden, dass ein Glas täglich die Insulinsensitivität reduziert und damit das Speichern von Körperfett erschwert.

Light-Bier rangiert erstaunlicherweise auf einer Stufe mit Weißwein, wenn man es auf seinen Polyphenolgehalt untersucht. Auch von der Menge an Kohlenhydraten ist es mit 3-6 Gramm fast identisch.

Wenn Sie es also lieber deftiger mögen, ist Light-Bier das Getränk Ihrer Wahl. Ähnliches gilt auch für normale Biere, wobei Sie hier den deutlich höheren Kohlenhydratanteil bedenken sollten.

Trotz all der hier genannten Gesundheitsvorteile soll der Artikel nicht als Ermutigung zum regelmäßigen Alkoholkonsum missverstanden werden. Eine ausgewogene Ernährung bringt Ihnen gesundheitlich den gleichen Nutzen, ohne die Auswirkungen des Alkohols in Kauf nehmen zu müssen. Gegen ein gelegentliches Gläschen ist jedoch natürlich nichts einzuwenden.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: cold glass of alcohol © sax - www.fotolia.de

Autor:

Andreas Hadel - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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